Einschlafstillen wirkt so zuverlässig wie eine Narkose

Einschlafstillen wirkt so zuverlässig wie eine Narkose

“Einschlafstillen wirkt so zuverlässig wie eine Narkose”, sagt meine liebe Freundin Luise immer. Recht hat sie, denn alle kindlichen Bedingungen, die es für das Einschlafen braucht, werden dabei erfüllt: Nähe, Nahrung, Wärme, Sicherheit und Geborgenheit. Eigentlich alles gut so und trotzdem setzt sich gerade beim ersten Kind irgendwann dieser kleine Teufel ins Ohr, der flüstert: „Aber wenn sich das Baby so sehr daran gewöhnt und ich das Kind dann für immer einschlafstillen muss?“

Liebe stillende Mütter, ich kann euch alle beruhigen – ihr werdet euer Kind nicht für immer in den Schlaf stillen müssen. Nein, irgendwann werdet ihr in Dauerschleife „Conni kommt in den Kindergarten“ oder andere Scheußlichkeiten der Kinderbuchliteratur vorlesen dürfen. Oder es gibt eine abendliche Diskussion mit dem Schulkind, weil dem plötzlich spätabends einfällt, was es alles am nächsten Tag noch in die Schule mitbringen muss.

Das „in den Schlaf stillen“ ist schon bequem und unkompliziert

Spätestens dann sehnt man sich danach zurück, gemütlich mit seinem kleinen Baby im Bett zu liegen und es in den Schlaf zu stillen. Ja, oft schläft man selbst dabei ein, aber auch das ist doch nur ein Zeichen, dass es dann wohl auch nötig war. Die Wäscheberge und die Steuererklärung werden geduldig warten, bis man „ausgeschlafen“ hat. Und die tiefsinnigsten Gespräche am Abend hat man mit seinem Partner in der ersten Babyzeit meist auch nicht.

Wenn man nicht schlafen will, sind auch Hörbücher auf dem iPod eine gute Gelegenheit, sich mit Dingen außerhalb des Babyuniversums zu beschäftigen. Oder man überlegt sich dabei, was man so in seinem Blog schreiben könnte…

Natürlich gibt es auch noch andere Wege, seine sehr kleinen Kinder liebevoll in den Schlaf zu begleiten. Nicht stillende Mütter und Väter können das ja schließlich auch. Aber das „in den Schlaf stillen“ ist schon bequem und unkompliziert. Wer sich also damit wohl fühlt, soll und darf es einfach vorbehaltlos genießen. Das Baby tut es ohnehin. Und wenn es für einen persönlich Zeit ist, etwas daran zu ändern, kann man das immer tun. Aber da das so individuell wie jedes einzelne Baby ist, spare ich mir hier die Tipps. Hebammen beraten euch aber gerne bis zum Ende der Stillzeit, wann immer das für euch und euer Kind auch sein mag.