Hebammenrad, Fahrrad, Diamant Topas Villiger

Als Fahrradhebamme unterwegs auf dem Topas Villiger von Diamant (Werbung)

von Anja

Wenn ich als Hebamme in der Stadt unterwegs bin, passiert das fast immer auf dem Rad oder zu Fuß. Die stetig große Menge der Betreuungsanfragen führte nach und nach dazu, dass die meisten Termine in relativer Nähe zu meiner Wohnung im Kiez stattfinden. Statt wie in meinen ersten Hebammenjahren in Berlin weite Strecken mit dem Auto oder der Bahn zu fahren, mache ich in der Zeit lieber einen Hausbesuch mehr. Genug zu tun hat man in allen Kiezen.

Aber dennoch braucht es ein gutes Fahrrad, um die Wege zügig meistern zu können. Und ein schönes Rad wollte ich dafür gerne auch mal wieder haben. Denn mein altes Hebammenrad fiel leider mehr und mehr auseinander. Der mitleidige Blick des Mechanikers im Fahrradladen vor der letzten Reifenwechselaktion sprach Bände. Die marorde Gangschaltung war da schon längst ganz abmontiert. Berlin hat zwar keine großen Steigungen, trotzdem fehlte sie mir schon das eine oder andere Mal. Der nötige Austausch weiterer Komponenten machte mein altes Gefährt zum wirtschaftlichen Totalschaden. Es musste also im letzten Frühjahr ein neues Fahrrad her. Im Hinterhof war mir schon lange ein schönes Diamant-Rad aufgefallen. Also habe ich danach geschaut. 

Das gleiche Modell wie aus dem Hinterhof war nicht mehr zu bekommen, weder neu noch gebraucht. Dafür fiel die Wahl auf ein schlichtes Retro-Modell: das Diamant Topas Villiger in der schönen Farbe Rosea. Das Damenrad gibt es in drei Rahmenhöhen von 45 bis 53 Zentimetern und mit 26- bis 28-Zoll-Bereifung. Neben Rosea ist aktuell noch ein Cremeweiß und ein Rotorange verfügbar. Die hochwertigen Reifen von Schwalbe sind mit Kevlar verstärkt. In ihrem hellen Braun passen sie perfekt zu den ebenso braunen Details an Ledergriffen und Sattel.

Das Topas Villiger kommt einem schon auf den ersten Blick bekannt vor. Und dafür gibt es einen guten Grund: das Design des Schwanenhalsrahmens. Das stammt nämlich aus dem Jahr 1912. Und das Design ist so unglaublich gut gealtert, dass es retro und modern rüberkommt über 100 Jahre später. Aktuell stört vielleicht noch etwas der nicht so elegante Kindersitz die Linienführung des Rades. Wobei das Modell immerhin farblich harmoniert durch den ebenso braunen Sitz. Aber irgendwann bald fährt die Kleinste auch nicht mehr mit hintendrauf – und dann kommt ein Transportkorb für meine gute alte Hebammentasche auf den Gepäckträger. So lange nehme ich den Hebammenrucksack zu den Hausbesuchen mit.

Tradition und Eleganz auf zwei Rädern

Jenseits der hübschen Optik überzeugt das mit knapp 20 Kilogramm nicht ganz leichte Stahlrad durch ein robustes, einfaches Handling und seine verlässliche Technik. Das Topas Villiger hat acht Gänge, die zügig über eine leichtgängige Shimano-Nabenschaltung gewechselt werden. Damit sind die wenigen Steigungen in Berlin absolut kein Problem. Der rechte Leder-Lenkergriff hat zum Schalten einen integrierten, gummierten Drehschaltgriff. Die Shimano-Felgenbremsen packen gut zu und reichen mir völlig aus. Und ich freue mich immer über die schicke Diamant-Klingel, auch im Retrodesign natürlich. 

Der Sattel ist breit, perfekt gefedert und superbequem. Auch Regen weist er gut ab, wobei ich ja immer versuche, mein Rad bei den Hausbesuchen so zu parken, dass es trocken steht. Sattelschutzhüllen habe ich aufgegeben – die hübschen davon werden gerne geklaut, oder ich verliere sie einfach. Das am Rahmen fest verbaute Ringschloss sichert für den schnellen Einkauf beim Bäcker. Dauert es länger, wird noch ein dickes Abus-Kettenschloss zur Sicherung genutzt.

Apropos geklaut, noch ein paar Worte zur Versicherung: Bitte immer schauen, ob das Rad als Teil der Hausrat mitversichert ist. Wenn nicht, nach einer Inkludierung fragen oder eine spezielle Fahrradversicherung abschließen. Gerade bei einem neuen Rad für fast 900 Euro und wenn es in der Großstadt viel im Hinterhof oder vor dem Haus steht, lohnt sich die Investition. Uns wurden mehrere Räder gestohlen in den vergangenen Jahren – und damit sind wir in Berlin wahrlich nicht alleine.

Hersteller Diamant schreibt, dass kein Rad Tradition und Eleganz mehr verkörpert als das Topas Villiger. Ich finde, sie haben recht damit – und ich mag die Aussage. Denn ein ideales Fahrrad steht ja irgendwie für beides. Für eine ziemlich althergebrachte, verlässliche und gute Art der schnelleren Fortbewegung. Und wenn es dann noch so schön aussieht, fährt man viel beschwingter in den Frühling hinein – auch auf dem Weg zum nächsten Hausbesuch. Oder nach dem Nachdienst in den Sonnenaufgang hinein heimwärts Richtung Bett. Mein neues Hebammenrad jedenfalls hat mich in den letzten zwölf Monaten gut durch Berlin gebracht. Und wird mich hoffentlich mindestens so lange wie das alte begleiten, inklusive funktionierender Gangschaltung.

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Diamant Fahrradwerke GmbH. Die Bewertung spiegelt unsere persönliche Meinung wider.

Kommentieren