Frau Marini, Deutschland braucht auch freiberufliche Hebammen!

von Christian

Sehr geehrte Ann Marini, ich weiß nicht, ob Sie sich Ihre Worte vorher überlegt haben, aber da Sie als Pressesprecherin des GKV-Spitzenverbandes arbeiten, muss ich unterstellen, dass Sie wissen, was Sie tun. Umso mehr schockiert mich Ihre Aussage als offizielle Vertreterin der Gesetzlichen Krankenkassen, dass Sie glauben, freiberufliche Hebammen bräuchte man in Deutschland nicht. Ich fürchte, das sehen so einige Menschen da draußen etwas anders als Sie.

Ich bin einer dieser Menschen. Meine Frau ist Hebamme. Freiberufliche Hebamme, mittlerweile seit so einigen Jahren. Ich kenne meine Frau schon sehr lange. Habe erlebt, wie sie als Krankenschwester gearbeitet hat und dann ihre Hebammenausbildung machte. Zuerst arbeitete sie angestellt, später teils angestellt und teils freiberuflich, dann komplett freiberuflich. Ich habe sie stets bewundert dafür, dass sie bis spät in die Nacht und an manchen Tagen auch die Nacht hindurch arbeitete, um Familien in dieser besonderen und wichtigen Lebensphase zur Seite zu stehen.

Und nun kommen Sie in Ausübung ihrer Funktion daher und besitzen tatsächlich die Dreistigkeit, den freiberuflichen Hebammen diese Sätze entgegen zu schmettern.

„Hebammen ja, das kann man nur unterstützen“, sagen sie. „Hebammen sind ein ganz wichtiger Beruf“, sagen sie. Und fragen dann nach, „ob es wirklich immer die freie Hebamme sein muss?“ Ihre Antwort: „Da muss man einfach sagen, vielleicht nicht. Weil, wenn ich freiberuflich tätig bin, muss ich mir vorher überlegen: Lohnt sich das auch rein finanziell betrachtet? Und da muss man dann eben wirklich abschätzen: Ist das zum jetzigen Zeitpunkt in der Region, in der ich dann tätig bin, wirklich eine Tätigkeit, die ich so ausüben kann, dass ich mich finanzieren kann? […] Lohnt sich das finanziell?“

Ganz ehrlich, ich habe mich mehr als einmal gefragt, warum meine Frau das tut. Warum sie sich und an manchen Tagen auch mir und unserer Familie das antut. Und mich in der Tat auch gefragt, warum sie es für vergleichsweise so wenig Geld tut. Ich habe in meinem Leben fast immer mehr Geld für meine Arbeit bekommen als meine Frau, aber weder als Lokalredakteur in Bad Pyrmont noch als Videospieljournalist in Berlin je diese Verantwortung tragen müssen, die sie jeden Tag trägt. Eine Verantwortung, die jede Hebamme trägt, egal ob sie freiberuflich oder angestellt arbeitet. In beiden Fällen wird sie mies dafür bezahlt in diesem Staat. Und sie kann als Freiberuflerin nicht einmal ihre Sätze selbst bestimmen.

Dieses Gefühl kann man nicht in Exceltabellen packen

Aber sie lieben ihre Arbeit, die Hebammen. Sie sehen ganz klar deren Wert für unsere Gesellschaft und denken vermutlich (und völlig zu recht) zu wenig betriebswirtschaftlich, wenn sie nicht den Hausbesuch nach rechnerisch sinnvollen 30 Minuten abbrechen. Stattdessen bleiben sie und helfen der weinenden Wöchnerin, das schläfrige Baby endlich zum Stillen zu animieren. Oder geben Raum, eine traumatische Geburt zu verarbeiten. Oder begleiten Frauen über viele Stunden ohne beschleunigende Interventionen unter der Geburt. Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett kann man eben nicht wie von Ihnen vermutet streng kaufmännisch erfassen. Und gerade als Hebamme sollte man es auch nicht müssen, aber es ist auch die Schuld der Krankenkassen, dass genau damit nun immer mehr Hebammen konfrontiert sind.

Ich vermute, Frau Marini, Sie haben keine Kinder. Sonst würden Sie eine solche Frage und solche Herleitungen gar nicht treffen können. Dann hätten Sie nämlich vielleicht selbst erlebt, was es heißt, von einer Hebamme betreut zu werden. Mir ging es auch so. Ich habe erst verstanden, was meine Frau leistet, als unsere Hebamme mit uns durch die Geburt ging oder am Bett meiner Frau saß und ihr dabei half, die ersten Tage mit Kind zu begreifen. Und mir als Vater dabei half, das alles zu erfassen. Und uns beiden mit Wissen, Zeit und der nötigen Ruhe dabei half, das Elternsein anzugehen. Das daraus resultierende gute Gefühl kann man nicht in Exceltabellen packen und ihm einen festen Wert zuordnen. Aber ich wette, dieses Gefühl ist bei fast allen Familien vorhanden, die eine gute Hebammenbetreuung erlebt haben.

Sollten Sie doch Kinder haben und vielleicht gar eine schlechte Hebammenbetreuung erlebt haben, dann tut mir das leid. Doch aufgrund eigener Erfahrungen einem ganzen Berufsstand die Daseinsberechtigung abzusprechen ist unprofessionell und zeugt von Herzlosigkeit. Das tut mir auch leid. Für Sie und Ihre Familie.

Es ist ein großes Problem, wenn jemand in ihrer Position einen derartigen Stuss in der Öffentlichkeit verbreitet, wie sie es getan haben. Als Pressesprecherin der GKV wissen Sie ganz genau, dass niemand die freiberuflichen Hebammen für die häusliche Wochenbettbetreuung anstellen und bezahlen würde. Ihr Versuch, das Ganze auf den Sicherstellungsauftrag der Krankenhäuser abzuwälzen, ist völlig absurd, da die Kliniken ja nicht einmal die Geburtshilfe personaltechnisch so ausstatten können, dass Geburten immer sicher und menschenwürdig betreut werden können. Das habe ich als Hebammenmann längst begriffen. Aber auch hier vermute ich, dass Sie es einfach noch nie erlebt haben, als Gebärende unter Wehen immer wieder allein gelassen zu werden, weil eine Hebamme drei Geburten gleichzeitig betreuen muss.

Anders gesagt: Haben Sie eigentlich überhaupt irgendeine Idee, wie der Alltag einer Hebamme aussieht, egal ob angestellt oder freiberuflich? Ich glaube nicht und hoffe, dass der über Sie und den GKV-Spitzenverband nun hinwegrollende Sturm der Entrüstung dazu führt, dass Sie sich öffentlich für den von Ihnen verbalisierten Unsinn entschuldigen müssen.

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41 Kommentare

Matthias 18. Dezember 2015 - 10:31

Hallo Christian und all die anderen, die weiter für das Weiterbestehen der freiberuflichen Hebammen kämpfen.
Es ist schon erschreckend, wie wenig Aufmerksamkeit das Thema in der Öffentlichkeit erfährt. Ist man nicht zumindest indirekt betroffen, würde man davon gar nichts mitbekommen.

Seit einem reichlichen 1/2 Jahr bin nun auch in ein Hebammenmann. Ich war sehr stolz auf meine Frau, als Sie mir beim Kennenlernen sagte, sie sei von Beruf Hebamme – was für eine Verantwortung!

Doch im gleichen Atemzug schilderte sie mir die Situation, die Du hier beschreibst. Und ich dachte sofort: Da muss doch mal jemand wachgerüttelt werden! Aber irgendwie hat niemand ein Ohr dafür.

Erst gestern lasen wir von insgesamt 3 Geburtsstationen in Sachsen, die Aufgrund des Hebammenmangels zum 01.01.16 ihre Arbeit einstellen oder soeben eingestellt haben. Denn was viele vermulich nicht wissen oder unterschätzen: Wegen des Kostendrucks engagieren viele Krankenhäuser lieber Beleghebammen und scheuen die Anstellung eigenen Personals.
Was für ein Wahnsinn!

Daher hoffe ich, dass das Thema weiter hinaus in die Öffentlichkeit getragen wird und habe Deinen Beitrag in meinem FB-Account geteilt.

Ich drück uns allen fest die Daumen!

Euer Matthias

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Uli Wieland 30. November 2015 - 23:16

Lieber Christian, sozusagen als „Kollege“ (auch ich bin Hebammenmann) danke ich dir herzlich für die zutreffenden Worte. Perfekt auf den Punkt gebracht.
Wir werden nicht aufgeben, und um es mal sarkastisch zu sagen: eine skandalös niedrige Bezahlung ist immerhin besser als der Scheiterhaufen. Ich bin dankbar für jede(n), die/der für meine Frau und ihren Berufsstand eintritt, den Frau Marinis dieses Landes entgegentritt und klar macht, was viele EntscheiderInnen wohl erst begreifen, wenn sie (oder ihre Töchter und Enkelinnen) es selbst fühlen müssen: Wir brauchen nicht Geburts-Industrie-Schwestern, sondern Hebammen. Hebammen, die nicht auf Weisung eines für Geburtspathologie ausgebildeten Arztes Dinge tun müssen, die ihnen die Tränen in die Augen treiben.
Zum Beispiel eine Geburt einleiten, weil ein extrem fehlerbehaftetes Sonografiegerät sagt: heute ist der Entbindungstermin. (Zu diesem Thema findet ihr übrigens einen ausführlichen Artikel von mir im Hebammenforum 9/2015, S.858ff. Gern sende ich euch den Text auch zur Veröffentlichung hier im Forum zu, da es ihn bisher im Internet noch nicht gibt).

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Johanna 30. Juli 2015 - 10:57

Naja … Wenn es nur um die hier hochgelobte Wochenbettbetreuung ginge, dann wären die Versicherungsgebühren nicht so hoch. Nein, die Versicherungsgebühren sind so hoch, weil Geburtsschäden mit abgedeckt werden müssen. Und da stellt sich dann tatsächlich die Frage, ob eine freiberufliche Hebamme Geburten begleiten muss.
Die Versicherung sind nun ja nicht einfach nur gemein und wollen eine Berufsgruppe schädigen. Sie wollen ja auch nicht einfach nur Kunden verlieren, sondern sie kalkulieren das Risiko und verlangen dann einen entsprechenden Preis.

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Anja 30. Juli 2015 - 11:20

Wer soll denn dann die Geburten stattdessen begleiten? Nein, es geht nicht (nur) um die 2% außenklinische Geburten, sondern um die Geburt in der Klinik. Allein in Bayern wird ein Viertel der Klinikgeburten von Beleghebammen begleitet.
http://www.aerzteblatt.de/archiv/171150/Haftpflicht-Vorurteile-ueberwinden
Die Versicherungskosten sind nicht durch mehr Schadensfälle, sondern höhere Kosten der einzelnen Fälle angestiegen. Die Berufsgruppe der Hebammen ist relativ klein, so dass das Risiko auf nur wenige Beitragszahler verteilt ist.
Wer soll also zukünftig Geburten begleiten und wie soll der dann versichert sein? Belegärzte haben übrigens die gleichen Sorgen in Bezug auf die Haftpflicht.
Und die Versicherungskosten für die Arbeit ohne Geburtshilfe steigen ja auch stetig an, so dass viele Kolleginnen damit aufhören. Viele Hebammen sind in der Klinik angestellt und arbeiten zu einem Teil freiberuflich. Bei immer höheren Nebenkosten ist die Freiberuflichkeit in Teilzeit nicht mehr leistbar. Diese Hebammen fallen alle nach und nach weg und ein Versorgungsmangel in der Vorsorge und Wochenbettbetreuung ist längst gegeben. Gleichzeitig werden Frauen und Kinder immer früher nach der Geburt aus der Klinik entlassen.
Es ist wirklich problematisch, dass nach wie vor sowohl politisch als auch medial der Fokus auf den Hausgeburten liegt und damit die anderen Probleme komplett unter den Tisch fallen 🙁

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Adina 13. Juli 2015 - 18:17

Lieber Christian , welch wahre Worte! Vielen Dank dadür!!

Frank, ich nehme an du hast keine Kinder? Oder schon einmal eine Frau vor, während und nach der Geburt begleitet?! Dann hättest du ein zutreffenderes Bild von der Art des Hebammen Berufes!
Wer beantwortet denn all die Fragen und beschwichtigt die Ängste, mit denen werdende Eltern sich plagen? Wer bereitet die Gebährende auf alle Eventualiäten vor, damit die Geburt möglichst ohne Traumata verläuft?
Wer versorgt den Nabel vom Zwerg und guckt sich den Wunden Popo an? Wer beantwortet die Fragen , nachdem der kleine Erdenbürger Zuhause angekommen ist , die im Krankenhaus offen geblieben sind, da die Schwestern keine Zeit fanden, diese zu beantworten? Der Kinderarzt etwa??

Ist es einer frisch entbundenen Frau medizinisch zuzumuten, sich mit Geburtsverletzungen und einem schwachen Kreislauf und einem noch viel schwächeren Beckenboden beim Gyn ins Wartezimmer zu „setzten“ (was nach einer spontanen Geburt nahezu undenkbar ist) ?! Oder womöglich mit dem 3 Tage alten Knirps beim Kinderarzt vorbei zu schauen, wo es für Säuglinge meistens nicht einmal einen separaten Wartebereich gibt ?!
Aus meiner Sicht sind freie Hebammen sehr wohl medizinisch notwendig!! Dieses waren nur einige Beispiele! Von Wochenbett Depressionen, Milchstau ectr. brauche ich wohl garnicht erst anfangen…!!

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Sanne 12. Juli 2015 - 19:11

lieber Christian,
danke dass du das so gut formuliert hast!

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shadownlight 11. Juli 2015 - 18:02

danke für den beitrag. meine mutter ist seit 35 jahren hebamme und auch freiberuflich und ich bin geschockt und wütend über solche aussagen wie: wir brauchen keine freiberuflichen hebammen 🙁
ich teile deinen beitrag sehr gerne.
liebe gruesse!

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Sabine (KanalNatal) 11. Juli 2015 - 17:29

Lieber Christian, vielen Dank für diesen Kommentar, der den Nagel auf den Kopf trifft und immerhin moralische Unterstützung gibt, unseren Beruf trotz aller Stolpersteine weiter auszuüben.

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Lilly 11. Juli 2015 - 17:04

Vielen Dank lieber Christian!! Ich bin Hebamme und du sprichst uns aus dem Herzen!!!

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Schaefer 11. Juli 2015 - 13:54

Lieber Christian, das war das Beste was ich in letzter Zeit gelesen habe. Ich bin auch Ehemann einer freiberuflichen Hebamme. Wir als Hebammenehemänner wissen genau welches Herzblut unsere Frauen in die Ausübung ihres Berufes stecken.
Das was Frau Marini im Bereich der betriebswirtschaftlichen Kenntnis von sich gegeben hat, sollte sie lieber den Fachleuten überlassen.
Beste Grüße
Joachim Schaefer
Steuerberater

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Alexandra 10. Juli 2015 - 23:07

Danke für diese Worte – diesem Land (und vielen anderen Ländern) fehlt es zunehmend an Empathie und Menschlichkeit, immer mehr wird nach materialistischen Maßstäben bewertet und maschinisiert… und dann wundern wir uns, warum immer mehr kaltblütige und kranke Menschen da draußen rumwandern, wenn schon der Start ins Leben so berechnet wird….

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Schängsmutti 10. Juli 2015 - 22:27

Ich würde niemals, wenn nicht zwingend nötig, zuhause entbinden (Zuhause wäre mein bis dahin als völlig gesund und unauffällig geltender Erstgeborener gestorben.) Für mich kommt nur ein Krankenhaus mit angebundener Säuglingsintensivversorgung in Frage. Aber zur Nachsorge, für die kleinen Problemchen und das erste Baden war ich froh eine Hebamme an meiner Seite zu haben.

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Jan 14. Juli 2015 - 15:36

Warum hat dein Erstgeborener wohl als völlig gesund und unauffällig gegolten? Vieleicht weil die Zeit oder das Geld nicht ausreichte um ihn gründlich zu untersuchen? Oder weil erfahre Hebammen aufgrund schlechter Bezahlung immer seltener sind? Die Statiskik spricht einfach gegen wirtschaftliche Kinderfabriken. Irgendwie verglichbar mit der Problematik in der Massentierhaltung.
Guten Tag.

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Ute 10. Juli 2015 - 18:51

Danke für Deine tollen und so wahren Worte, lieber Christian! Sowohl als Mutter als auch als Hebamme!

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Mo 10. Juli 2015 - 15:47

Danke für diesen Artikel. Ich habe das auch fassungslos gelesen und dann noch fassungsloser gehört. Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Und zwar mit welcher Dreistigkeit der GKV-SV argumentiert. Und mir stellen sich folgende Fragen, vielleicht könnt ihr Christian und Anja da ein bißchen Licht reinbringen?

1. Finanzierung der Krankenkassen: wir als Beitragszahler und Steuerzahler, sind doch diejenigen, die die Krankenkassen mit finanzieren. Oder bin ich da falsch? Na dann haben wir doch alle auch ein Mitspracherecht. Da Frau Marini ja am Ende nur kurz noch sagte – so in etwa – dass andere Juristen, die über Ihren Stundenlohn freier bestimmen können ja auch nicht von IHNEN finanziert werden. Nee, wenn ich hier nicht falsch denke, werden die Hebammen am Ende auch nicht von IHNEN finanziert sondern von uns oder?

2. Sparen und Qualität:
Mir geht es immer noch nicht in den Kopf, wie man Geld sparen kann wenn es keine Hebammen mehr gibt? Aber das ist wahrscheinlich ein kurzfristige-Denke-Problem oder dann finanziert es ein anderer Topf? Das versteh ich nicht, die Folgekosten ohne eine hochwertige, gute, sichergestellte Hebammenbetreuung sind doch immens! Aber ja, wahrscheinlich bezahlen wir das dann alle über Zusatzbeiträge zur Krankenkasse (womit wir wieder bei Punkt 1 wären).

Kopfschüttel, echt mal.

Und: ich find, Politik kann sich da auch nicht rausreden. Die müssen halt da jetzt mal eingreifen und TAcheles reden und Rahmenbedingungen schaffen, bei denen auch der GKV-SV in die Pflicht genommen wird.

So, immer noch kopfschüttelnd,

Mo

P.S. schreibt doch bitte alle das was ihr als Kommentar geschrieben habt oder ähnliches auch an Frau Marini bzw. GKV-SV, an Herrn Gröhe, Frau SChwesig, Eure Krankenkasse, an Eure MdB….

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Lizzie 10. Juli 2015 - 13:40

Ein sehr guter Artikel, Christian, der die Sache mal wieder auf den Punkt bringt!
Ich bin dafür, das dieser Frau Ann Marini auch persönlich mitzuteilen – hast du ihr den Text per Email oder postalisch schon zugeschickt?

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Tabea 10. Juli 2015 - 13:33

Lieber Christian,

danke für diesen Artikel – deine Sicht der Situation zeigt wirklich noch einmal, wie unglaublich irrsinnig es ist.

Aber wir haben Frau Marini ja im weiteren Verlauf der Sendung ebenfalls gehört. Auch eine 1:1-Betreuung ist nicht gewünscht. Aus diesem Grund – so sagte sie – bekäme die Beleghebamme in der Klinik für die Geburt deutlich weniger als bei einer Betreuung zu Hause. Schließlich könne sie in der Klinik auch weitere Frauen parallel begleiten.

Und hier kommen wir wieder zu „interventionsauslösender“ Betreuung.

Die Krankenkassen sind heute durchaus NICHT nur dafür da Krankheitsbehandlung zu bezahlen, sondern auch für die Vorsorge.

Die Betreuung in der Schwangerschaft, rund um die Geburt und in der Zeit danach – genau das, was eine Hebamme tut – ist eine Gesundheitsvorsorge per excellence …. wenn sie die Möglichkeit hat ihr Repertoire auszuschöpfen. Und das geht eben nicht innerhalb von 20 Minuten.

Natürlich kann man das Hebammentum auch an die Wirtschaftlichkeit anheften und den Hebammen die Möglichkeit geben eine normale Vor- oder Nachsorge per Privatrechnung anzubieten. Was nehmen wir denn für einen Stundensatz? 50€? 80€? 100€? ….damit es sich auch wirklich rentiert – sie soll jetzt ja bitte betriebswirtschaftlich denken. 10 Besuche für die Vorsorge – 10 Besuche für die Nachsorge und 10 Stunden für die Geburt? Herzlichen Glückwunsch – sie können sich ein Baby leisten, wenn sie alleine hierfür 3000.-EUR Hebammengebühren bezahlen … dann kann sie zukünftig auch die Ausgaben für die Berufshaftpflichtversicherung zu tragen.

Armes Deutschland.

~Tabea

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Mama notes 10. Juli 2015 - 13:30

Vielen Dank für diesen Text.

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M. 10. Juli 2015 - 12:43

Lieber Frank,
Stell Dir vor, Du bekommst ein Kind. Nicht Deine Frau, sondern Du selbst. Du presst dieses kleine Wesen aus Dir heraus. Vielleicht sogar mit fachkundiger Unterstützung, vielleicht in einem Krankenhaus. Dein Körper entwickelt dabei Kräfte, die du nicht kennst. Die sogar dich selbst zerreißen beim herauspressen. (Schon mal einen Dammriss gehabt ? Ich kann dir sagen…schön, wenn sich da hinterher Fachpersonal drum kümmert !) Das Baby ist da, du wieder zu Hause. Aber es trinkt nicht – und überleg mal…wer hilft dir (milchstau ist was fieses) und dem kind nun ? Vorzugsweise nachts um 11 ? Der kinderarzt ? Wohl kaum. Wer zeigt dir, wie man ein baby wickelt und badet, in den ersten tagen, wenn du dich kaum traust, aus Angst, etwas kaputt zu machen ? Wer erkennt, ob du nur einen schlechten tag oder eine wochenbettdepression hast ? Wer hilft dir beim ersten mal windelausschlag ? Beim ersten zahn, beim ersten brei ? Beim schreien, dass nicht aufhören will ??

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Bettie 10. Juli 2015 - 12:17

Wunderbarer Text. Und schöne Wertschätzung für Dich als Hebamme, und irgendwie auch als Frau. 😉 Nachdem sich hier schon einiges tummelt, bin ich mal so frei und hau meinen Text auch dazu: http://fruehesvogerl.blogspot.de/2015/07/eine-stimme-fur-die-hebammen.html

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Steffen 10. Juli 2015 - 11:16

Super auf den Punkt gebracht Christian!
Unser zweites Kind soll in ca. 3 Wochen zu Hause das Licht der Welt erblicken. Ohne freiberufliche Hebamme undenkbar…

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Katarina 10. Juli 2015 - 11:04

Dazu kam mir grade noch der Gedanke: Wieso gehen eigentlich die ganzen Kinderärzte nicht mit den Hebammen zusammen auf die Straße. Da müsste doch (wenn es denn so passiert) eine riesige Welle an neugeborenen auf die Kinderarztpraxen zurollen…wie sollen die das denn noch zusätzlich zu den „normalen“ Fällen meistern.

Wenn ich das bei unserem Kinderarzt schon sehe: 40min in der Warteschleife am Telefon um zu besprechen ob man rumkommen soll….

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Max 10. Juli 2015 - 09:59

Ein super beitrag von :
1. Einem Vater, der seine Frau und sein Kind/seine Kinder bei der Geburt und im Wochenbett begleitet hat.
2. Einem Ehemann, dessen Frau einen in meinen Augen gesellschaftlich höchst wichtigen, aber im neoliberalen Zeitlater unbeachteten Beruf ausübt. Die Hebammen Vor- und Nachsorge hat meiner Freundin und mir sehr geholfen beim Start in unseren neuen Lebensabschnitt als Eltern.

Die Problematik von Wochenbettdepressionen steht mir noch nicht genug im Vordergrund. Wieviele Frauen sind nach der Geburt alleine mit dem Neugeborenen, weil der Partner weiter arbeiten geht/gehen muss, die eigenen Eltern wohnen am anderen Ende der Republik oder müssen selbst arbeiten.
Da steht sie nun die junge Mama nun mit dem kleinen Bündel und hat viele, viele Fragen, braucht mal einen Moment der Entspannung und jemanden der zuhört und Probleme und Ängste versteht und dabei aufklären kann. Ist so jemand nicht da kann das zu eben diesen Depressionen führen.

Die Hebammen leisten allein damit einen entscheidenen Beitrag zur Volksgesundheit und die Kosten sind LÄCHERLICH im Vergleich zum Gewinn. Deutschland hat ein weltweit fast einmalig gutes System in der Geburtvorbereitung, -betreuung und -nachsorge. Geben wir das jetzt auf kommt es nie wieder und alle werden es vermissen!

Das muss der Gröhe zu hören bekommen (immer und immer wieder) und das müssen die KKs mal gegenrechnen (wenn das überhaupt geht)!

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Nele 10. Juli 2015 - 09:52

Vielen Dank für diesen tollen Beitrag aus Vatersicht und aus der Sicht eines Hebammenmannes!

Zum Frank: DONT FEAD THE TROLL

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Roxy Jahn 10. Juli 2015 - 08:48

Frank du bist ja auch ganz ein Feiner! Es wäre doch mal schön zu wissen, wie du deine Annahme begründest?
Klär‘ uns doch bitte alle auf! Wie sieht ein Wochenbett, ohne freie Hebamme, denn dann aus? Und geh‘ doch auch bitte noch darauf ein, welchen Rattenschwanz dein Wochenbettmodell in 20 Jahren nach sich zieht. Man soll ja auch nachhaltig denken.
Würde mich brennend interessieren!

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Thomas Kimmich 10. Juli 2015 - 08:35

Doch Hebammen sind medizinisch notwendig.
Es ist schon bei den Sumerern vor 3000 Jahren bekannt gewesen, dass allein die Anwesenheit einer Vertrauensperson den Krankheitsverlauf, oder hier den Geburtsverlauf positiv beeinflusst.
Vollkommen offensichtlich wird das bei einer Hausgeburt: eine Hebamme ist hier lebensnotwendig.
Und Herr Frank möchte also das ausgerechnet die sozial schwächsten Menschen mit dem höchsten Armutsrisiko – nämlich junge Mütter – ihre Geburtshilfe selbst bezahlen?
Das ist einfach asozial.
Und ich habe hier noch über die fachlichen Kompetenzen von Hebammen geredet! Wie zum Beispiel Hebammen Mehrlingsgeburten betreuen, bei denen jeder Tag bares Geld spart ( etwas anderes interessiert ja wohl nicht )
Last not least: es geht auch um die Grundfesten einer Gesellschaften, wenn wir jungen Müttern nicht anders helfen können als sie im Kreissaal zu verkabeln und sie allein zu lassen und zu verängstigen.
Und aufzuschneiden.
Lieber Frank, die meisten Episiotomien und Sectios sind nicht medizinisch notwendig. Und werden – auch von Ihnen – teuer bezahlt. Schauen Sie sichdoch bitte mal eine Episiotomie im Internet an.
PS: Da wir gerade von Geld reden: Die Gebühren für Hebammen Leistungen sind ein absoluter Witz. Deswegen können sie ja ihre Versicherung nicht bezahlen.

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Doris 10. Juli 2015 - 08:19

Frank? Medizinisch notwendig sind freiberufliche Hebammen nicht MEHR???? Willst Du Dein 2 Tage altes Baby lieber jeden Tag zum Kinderarzt schleppen? Da wo Windpocken, Masern etc. auch warten? Und Deine Frau schleppt sich mit evtl. schmerzender Naht und Milcheinschuß zum Gyn.und setzt sich ins Wartezimmer? Was sind das für komische Vorstellungen?

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Frank 10. Juli 2015 - 07:33

Frau Martini sprach über die medizinische Notwendigkeit von freien Hebammen. Und ob es einigen passt oder nicht, medizinisch notwenig sind sie nicht mehr. Es stellt sich also die Frage wer bezahlt freie Hebammen. Und die Antwort kann nur lauten: diejenigen die sie einem regulären Krankenhaus oder Kinderarzt vorziehen.

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Anja 10. Juli 2015 - 08:16

Die aufsuchende häusliche Krankenpflege ist medizinisch auch nicht notwendig, denn die alten und kranken Leute können doch schließlich auch zum Arzt gehen. Das kann die Wöchnerin am 4. Tag postpartum nach Sectio doch auch, wenn das Kind nicht angemessen zunimmt. Und statt Geburtshilfe kann eine 100%ige Sectiorate die Hebamme gut ersetzen. Dann sind Hebammen endlich komplett nicht mehr notwendig… Stimmt!

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Sylvia 10. Juli 2015 - 08:41

Ja frank, du bist ja ganz ein schlauer. Ich bin freiberufliche Hebamme, und stell dir vor: ich arbeite in einem krankenhaus! Wie übrigens alle Hebammen in meinem Regierungsbezirk. Aber das ist wohl in deinem mikrokosmos noch nicht angekommen!

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Anika 10. Juli 2015 - 08:43

Mit Vorziehen hat das überhaupt nichts zu tun. Eine Hebamme betreut doch nicht nur die Geburt, sondern auch in der Zeit davor und danach. Insofern ist sie medzinisch durchaus notwendig, parallel zum Krankenhaus und dem Kinderarzt!

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absentee 10. Juli 2015 - 08:45

Frank, haben sie Kinder? Haben sie jemals eine Partnerin bei einer Geburt begleitet?

Ohne unsere Hebamme wären wir aufgeschmissen gewesen.
wir hatten eine spontane und blitzschnelle Geburt, auf die wahrscheinlich kein Krankenhaus der Welt so souverän reagiert hätte, wie es unsere Hebamme konnte und dafür danke ich ihr jeden Tag!
Leider hat sie den Beruf schon an den Nagel gehängt und mit den schwindenden freien Hebammen schwindet auch meine Hoffnung auf ein zweites zwerglein…

Ich sehe mich während einer Geburt einfach nicht im KRANKENhaus. Denn ich bin nicht krank, ich bin nur eine entbindende Frau.

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Katja 10. Juli 2015 - 09:02

Frank, was bitte verstehst Du denn unter medizinisch notwendig?
Das Szenario ohne Hebamme: die Wöchnerin mit Wochenbettdepression oder Milchstau oder Wochenflussstau…. geht ins Krankenhaus, wird dort medizinisch versorgt und geht dann wieder nach hause?
Und dabei geht die Bindung zum Kind leider verloren, aber dafür kann man ja im günstigsten Fall das Kind ja medikamentös behandeln. Im schlimmsten fall schmeißt die Frau das Kind einfach weg….
Sorry, aber ich glaub,, Du hast einfach nicht zu Ende gedacht…..

Antworten
sheela1965 10. Juli 2015 - 09:23

Frank,

Sie gehen davon aus, dass die Probleme die Hebammen betreuen einen krankhaften Hintergrund haben, welche eine medizinische Überwachung notwendig machen. Das haben sie aber oft nicht, allerdings führen solche Probleme bei Nichtbeachtung gerne zu behandlungsbedürftigen Erkrankungen. Wohin soll sich die junge Mutter denn mit ihren Fragen zum Aussehen des Nabels am Montag wenden? Oder wegen des merkwürdigen Stuhlgangs des Kindes am Dienstag, der wieder verstärkt auftretenden Blutung am Mittwoch, der Angst vor der sexuellen, zwar harmlosen aber doch eben vorhandenen, Annäherung ihres Partners/Partnerin am Donnerstag, mit dem roten Fleck an der Brust am Freitag, dem Heulkrampf am Samstag und der Frage nach der Kleidung des Kindes zum Sonntagsspaziergang und ob es überhaupt darf. Das sind Fragen die Hebammen täglich mehrfach gestellt werden und oft auch mehrfach von ein und derselben Familie. Leider lässt die Informationsflut und die ungefragte Weitergabe von Laienwissen, junge Eltern, oft wieder und wieder (ver-)zweifeln.

Und selbst wenn Jungeltern dies immer alles in Arztpraxen und Krankenhäusern abklären lassen, wie lange wollen Sie denn dort sitzen? Als wirklich kranker Patient? Und wenn Krankenhäuser bzw Praxen die Regelung “je kränker, desto eher wird der Patient behandelt” strikt einhalten, wie lange sollen denn diese Eltern mit ihren Fragen in Praxen oder Krankenhäusern sitzen? Und ich will auch gar nicht wissen wie lange man beim Kinderazt bzw Gynäkologen auf Termine warten müsste.

Man könnte natürlich wieder wie früher, in jeder Stadt so etwas wie Mütterschulungen einführen. Nur, die wurden eben auch von Kinderkrankenschwestern und/oder Hebammen geleitet. Und auch das kostet. Oder von Ärzten die dann gleich noch einmal teurer sind. In der Regel gab es aber Schwester/Hebamme und Arzt. Und man konnte so oft dahin gehen wie man wollte. Manche Eltern kamen 5 mal, andere 30 mal. Und wenn gar keiner kam, bekam das Personal trotzdem Geld. Denken Sie denn wirklich man hätte das aufgegeben, wenn das so viel preiswerter gewesen wäre, oder sinnvoller?

Man kann heute in Deutschland viele Sachen über Arztpraxen und Krankenhäuser machen. Die Bevölkerung muss dann aber auch in Kauf nehmen, dass das sehr viel teurer wird als das was es jetzt gibt. Und das die Versorgung der „reellen“ Patienten in den Kliniken und in den Arztpraxen, darunter massiv leiden wird, je mehr ‚Ambulanz‘ dazu kommt.

Und Deutschland muss dann eben auch damit zurecht kommen das Frauen die Lust aufs Kinderkriegen vergeht. Wieso sollten sie auch, rangieren Mütter in der Wertschätzung der Gesellschaft in Deutschland so weit unten. Beitragszahler in die Welt setzen, ja klar. Aber bitte so kostengünstig wie geht. Da sollte man gleichzeitig überlegen ob es überhaupt zumutbar ist, die Kosten der Behandelung von Kindern, dem Solidarstaat auf’s Auge zu drücken. Eigentlich ist das doch Sache der Eltern…

Antworten
Jessica 10. Juli 2015 - 09:58

Lieber Frank, ich verstehe Deine Argumentation nicht ganz. Hebammen sind medizinisch nicht notwendig. Und sollen deshalb aus eigener Tasche bezahlt werden, wenn frau sich gegen Gyn und Kinderarzt als Betreuungspersonen entscheidet. Damit sagst Du ja, dass Familien nach der Geburt durchaus Begleitung brauchen. Ggf auch medizinischer Natur. Diese Hilfestellung können aber nur Ärzte geben. Ist es das, was Du sagen möchtest?
Eine staatlich examinierte, medizinisch gut ausgebildete und erfahrene Fachfrau für Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett, deren Hausbesuch die Kasse fast nichts kostet (und im Hinblick auf Prävention sogar noch Kosten spart), soll weniger qualifiziert und überflüssiger sein als eine studierte Person mit Schwerpunkt Pathologie, die frau in deren Praxis aufsuchen muss und der Kasse dafür auch noch eine gepfefferte Rechnung stellt?
Da hätte ich dann doch noch gerne ein paar weitere Ausführungen von Deiner Seite, damit ich das verstehe.

Antworten
Max 10. Juli 2015 - 10:11

Hier ist keine Antwort mehr zu erwarten. Ein Zwischenruf von Frank ohne, dass er sich mal mit der Problematik beschäftigt hat.

Die Aussage von Frau Marini kann in der aktuellen Lage (Hebammensystem kurz vor Abschaffung) gar nicht hoch genug bewertet werden!

Die Notwenidgkeit ist medizinisch, sowohl physisch als auch psychisch, definitiv notwendig. Krankenhäuser sind nur bei ernsten Komplikationen erforderlich (zB für einen KS oder wenn das Kind auf die Intensiv muss nach der Geburt). Vor dem KiA ist die Hebamme im Wochenbett die bessere Ratgeberin, da sie spontan vorbeikommt (super Service) und die Wöchnerin nicht außer Haus muss.

…ach was schreib ich hier, könnte soviel dazu sagen. Ich muss jetzt mal den Ar**+ hochbekommen und aktiv werden. Nur Onlinepetitionen unterschreiben reicht scheinbar nicht. Der GKV und die Bundesregierung müssen mal einen Tritt in den selbigen bekommen! Nervt mich wie die versuchen da Kosten zu sparen. mal sehn wieviele retungshubschrauberflüge (!!!!) in Schleswig-Holstein es braucht bis sich die Wiedereröffnug der geburtsstation zB auf Sylt oder in Oldbenburg wieder rechnet

Antworten
kiddo the kid 10. Juli 2015 - 10:25

Immer schön, wenn Männer wissen, was Frauen brauchen – oder nicht brauchen.

Zum Glück gibt es solcherlei Wissende, die Müttern und Vätern sagen, wie es läuft.

Antworten
andreas 10. Juli 2015 - 11:51

Lieber Frank, bevor Du den geistigen Dünnschiss von Ann Marine multiplizierst erkundige Dich doch erstmal über den Tätigkeits-/Aufgabenbereich einer freiberuflichen Hebamme.

Antworten
Lucia 11. Juli 2015 - 00:40

Regulär?!? Was heisst bitte schön regulär? Sind Krankenhäuser nicht für kranke Menschen und medizinische Notfälle? Soweit ich weiß, sind Schwangere Frauen an sich nicht Krank, denn „schwangersein“ keine Krankheit ist. Also „regulär“ sollte eine Schwangere nicht ins Krankenhaus gehören! Aber unser System und manche Lobbys will möglichst viele Frauen zu pathologische Fälle machen um damit mehr Profit zu machen. Es geht nicht mehr um die Sicherheit für Mutter und Kind. Das ist unwirtschaftlich. Nur: wenn Frau und Kind dann nach der Geburt wirklich ein Problem haben.. Wer ist für Sie da?!?

Antworten
Steffi Jäger 10. Juli 2015 - 07:12

Ein riesiges Dankeschön für diese tollen Worte …

Antworten
Sophie (kinderhaben.de) 9. Juli 2015 - 23:52

Ja, ja und ja! Und hier noch einmal aus Elternsicht beschrieben, ich war heute ähnlich empört: http://kinderhaben.de/post/123668599816/liebe-frau-marini

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