fischertechnik, Brennstoffzellenauto

Grüne Energie erleben mit fischertechnik (Werbung)

von Christian

Zwei Konstruktionsspielzeuge begleiten mich schon seit meiner eigenen Jugend: die Bausteine von Lego und die Baukästen von fischertechnik. Beide hatten und haben ihren eigenen Charme. fischertechnik war und ist dabei das Spielzeug mit mehr Verbindung zur Realität. Alles ist komplexer, komplizierter und kleinteiliger. Kurzum: Es ist für ambitionierte Konstrukteure genau richtig.

Ich habe vor einige Jahren einen alten, nicht mehr ganz kompletten Kasten fischertechnik aus meiner Kindheit auf dem Dachboden gefunden und staunend damit rumgespielt. Damals war keines meiner Kinder im passenden Alter dafür. Da habe ich mich dann kurzerhand selbst ein bisschen zurück in meine Kindheit konstruiert. Es gab Mitte der 1980er im Haus gegenüber einen Freund, der konnte die mit fischertechnik gebauten Modelle mit seinem C64 steuern. Das war aus meiner Sicht als Zehnjähriger fast Raketenwissenschaft fürs Kinderzimmer.

Ein bisschen hat sich das für meinen neunjährigen Sohn hier wohl mit dem Profi H2 Fuel Cell Car von fischertechnik wohl genau so angefühlt. Das jedenfalls legen seine begeisternden Aussagen darüber nahe, wie cool das denn jetzt mal bitte alles sei mit der blubbernden Brennstoffzelle in dem Miniatur-Wohnzimmerbuggy.

Spielerisch echt was lernen

Gebaut hat er das Modell aus 117 Teilen fast komplett im Alleingang in knapp 30 Minuten. Die Alterseinstufung des Herstellers passt ziemlich gut. Ich durfte nur ein bisschen zuschauen und zwei kleinere Fehler korrigieren. Die Anleitungen von fischertechnik waren und sind etwas tricky, wenn man nicht genau auf die geforderten Typenbezeichnungen der Steine schaut. Wer regelmäßig mit fischertechnik spielt, der kennt irgendwann die typischen Stolpersteine. Aber wie schon beschrieben: Mitdenken gehört hier zum Programm.

An diesem Punkt zeigt sich, dass fischertechnik als pädagogisches Lernspielzeug in den frühen 1970er Jahren berühmt wurde. Hier geht es um mehr, als nur einen Stein auf den anderen zu klemmen. Hier wird verbunden, werden Winkel eingesetzt und Schrauben gedreht. Das ist Konstruieren mit vielen Optionen unter Einsatz realer Bauteile wie Achsen oder Zahnrädern. Das Brennstoffzellenauto hat eine lenkbare Vorderachse, simpel umgesetzt zwar, aber sie illustriert für Kinder perfekt die grundlegende Funktionsweise.

Und genau darum ging es bei fischertechnik auch in meiner Jugend schon: Spielen und gleichzeitig spielerisch echt was lernen. Und das ist bei diesem Modell eben das Wissen über die grundlegende Idee eines Brennstoffzellenfahrzeugs (das sich übrigens auch mit Solarzellen antreiben lässt aus einem weiteren Set). Ein bisschen Chemie, ein bisschen Handwerk – das summiert sich zu einer gelungenen Kombination.

Den Erfindergeist wecken

Aber zurück zur Brennstoffzelle. Die ist hier vorgefertigt als Minimodell im Set dabei. Man lernt die Funktionsweise kennen und erlebt, wie aus destilliertem Wasser (hat übrigens jede Familie mit Kondenswäschetrockner immer in reichlicher Menge in dessen Wasserbehälter) und ein bisschen Sauerstoff und Strom aus dem mitgelieferten 3V-Netzgerät Wasserstoff wird. Der treibt das Auto über einen simplen Zahnradmechanismus an. Nach nur drei Minuten Ladezeit fährt der kleine Wagen dann ähnlich viele Minuten geradeaus oder im Kreis.

Lenkbar ist hier nichts, auch das Tempo ist nicht regulierbar. Es gibt nicht einmal einen An-Aus-Knopf. Darum geht es aber auch nicht. Ich finde eher die Idee super, dass hier Kindern an der Schwelle zur Jugend vielleicht ein Funke mitgegeben wird, sich für solche Experimente zu interessieren. Dass ihnen beim Spielen sozusagen im Kleinen vermittelt wird, was im Großen dann in Zukunft noch alles möglich ist. Ein bisschen den Erfindergeist wecken, im Idealfall.

Erfinden kann man mit fischertechnik jedenfalls einiges. Ein einzelnes Set ist nicht auf sich selbst begrenzt. Alles ist endlos erweiterbar, lässt sich integrieren in eigene Entwürfe mit eigenen Teilen. Das Set mit mit dem Brennstoffzellenauto ist eigentlich offiziell ein Erweiterungsbaukasten zum Baukasten Green Energy. Wobei es natürlich kein Problem ist, umgekehrt anzufangen. Wir haben das jedenfalls so gemacht. Und bauen dann als nächstes die Windkraftanlage, die dann demnächst die Brennstoffzelle mit Strom versorgt. Oder eine Solartankstelle für das E-Auto.

Mit dem Basisbaukasten lernen Kinder vieles über die Gewinnung, Speicherung und Nutzung der Energie aus Sonne, Wind und Wasser. Sie verstehen beim Spielen, wie umweltfreundlich Strom entsteht. Dazu gibt es Bauanleitungen für 14 verschiedene Modelle – und das Set zum Brennstoffzellenauto eröffnet als Erweiterungsbaukasten weitere Modelle, die dann zusätzlich mit einer der Brennstoffzelle betrieben werden können.

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit fischertechnik, die uns auch die Produkte zur Verfügung stellten. Die Produktbewertung in diesem Artikel spiegelt unsere persönliche Meinung wider.

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