Babboe Curve Mountain, Lastenrad, Kistenfahrrad, Ebike

Sicher im Alltag unterwegs mit dem Babboe Mountain Curve (Werbung)

von Christian

Wir haben nun ein gutes halbes Jahr mit unserem neuen Lastenrad Babboe Mountain Curve hinter uns. Es ist ein echtes Familienmitglied geworden. Wir alle schätzen das Rad auf eigene Art und Weise. Es war eine gute Zeit. Wir sind viele hundert Kilometer gefahren, vor allem im Alltag und auch auf längeren Strecken, für die wir sonst auch mal das Auto oder den öffentlichen Nahverkehr bemüht haben. Das ist die vielleicht wichtigste Erkenntnis vorweg: Ein gutes Lastenrad mit einem die eigenen Kräfte unterstützenden E-Antrieb ersetzt für uns zu guten Teilen das Auto. Zumindest in der Stadt für die allermeisten Wege im Alltag.

Das Ersetzen des Autos dürfte auf dem Land etwas weniger funktionieren. Dort können die rechnerisch maximal 100 Kilometer Reichweite des Babboe mit neuem Akku (ein Wert, der real unter Belastung mitunter deutlich schrumpft), schnell mal zu wenig sein. In Berlin dagegen bin ich ein einziges Mal „liegen geblieben“, also irgendwo anders als bei uns zu Hause mit leerer Batterie gestrandet. Das lag an schlechter Routenplanung und dem Losfahren ohne voll geladenen Akku. Kann passieren. Dann heißt es halt strampeln. Es wird einem dabei keuchend und schnell deutlich, wie unglaublich komfortabel und entlastend so ein E-Antrieb ist.

Infos zu Fahreigenschaften und Technik des Babboe Mountain Curve gibt’s in unserem ersten Beitrag.

Es passiert aber noch etwas. Ich registriere ebenso deutlich, wie sehr ich mittlerweile daran gewöhnt bin, ein kontinuierliches Tempo von 20 bis 25 Stundenkilometern fahren zu wollen. Und im Zuge dessen dazu neige, genervt davon zu sein, wenn sehr langsame Gefährte auf dem Radweg vor mir trödeln, die ich nicht sinnvoll und gefahrenlos überholen kann und will. Von den nervigen E-Rollern, die seit einiger Zeit Geh- und Fahrradwege sowie Straßen fluten, fange ich lieber erst gar nicht an.

Gesucht: Mehr breite Radwege

In solchen Momenten jedenfalls träume ich mich gerne nach Holland zurück, wo die gesamte Infrastruktur viel mehr auf Räder und Lastenräder ausgelegt ist. Dort gibt es auch außerhalb der Großstädte ausreichend breite Radwege, dazu abgesenkte und vielfach völlig versenkte Bordsteine. Unsere „Klimapolitiker“ können hier gerne abgucken und justieren, während die das Verkehrskonzept für die Innenstädte überdenken. Radfahrern mehr Raum zu geben, ist jedenfalls dringend nötig. Weniger Autos in den Innenstädten sind es ebenso. Aus vielerlei Gründen.

Gerade die Bordsteine jedenfalls behindern einen auf dem Lastenrad andauernd in Berlin. Mal kommt man nicht vom Bürgersteig runter, weil alle abgesenkten Ausfahrten zugeparkt sind. Mal geht es irgendwo nicht hoch, weil beim Kreuzungsbau vor Jahrzehnten niemand über Lastenräder oder Inklusion von Rollstuhlfahrern nachgedacht hat. Es wird langsam besser, aber unbekannte Strecken muss man vorsichtiger fahren als bekannte. Und sowieso, die Sache mit den Hindernissen ist vielleicht die größte Gefahr im Lastenrad-Alltag.

Spontan ausweichen ist genau jene Bewegung, die auf einem Lastenrad mit diesen Dimensionen schnell keinen Spaß mehr macht. Die Fliehkräfte zeigen Wirkung, man sollte also immer sehr vorausschauend fahren. Aber das ist nicht alles. Wer schon mal über einen herumliegenden Pflasterstein gebrettert ist, kennt das doofe Gefühl. Aber das gilt auf dem Fahrrad oder dem Roller oder selbst dem Skateboard ebenso.

Babboe Mountain Curve als Familienmitglied

Ich fahre seit dem Start meines neuen Jobs vor knapp zwei Monaten regelmäßig mit dem Lastenrad knapp acht Kilometer zur Arbeit und zurück. Meist bringe ich vorher noch ein Kind irgendwo hin und hole danach eines ab. Durch die vier Sitzplätze gibt es immer genug Platz, eine Freundin oder einen Freund mitzunehmen. Und Gepäck wie Schul- oder Sporttaschen. Und Einkäufe. Wie gesagt: Das Babboe Mountain Curve ist ein echtes Familienmitglied geworden, so wie es in den 1960ern die Autos waren. Ein geliebter Lastenesel.

Ich bin aktuell gespannt darauf, wie der Winter wird. Das Babboe-Regenverdeck ist schon wieder montiert, es hält zuverlässig Feuchtigkeit und den kühlen Wind draußen. Ich fahre schon seit jeher auch im tiefen Winter bei Minustemperaturen Fahrrad. Wie es mit dem E-Lastenrad wird, ich bin neugierig. Der Akku dürfte an den Kälte ein bisschen zusätzlich zu knabbern haben. Mir reichen eine dicke Jacke und gute Handschuhe. Das helle Licht für die dunkle Jahreszeit ist ja serienmäßig dran zum Glück.

Als zusätzliche Features empfiehlt sich auf jeden Fall ein Rückspiegel. Im fließenden Verkehr, egal ob auf der Straße oder Radweg, ist das einfach ein bisschen zusätzliche Sicherheit. Apropos Sicherheit: Gut anschließen und adäquat versichern solltet ihr eurer Lastenrad auch in jedem Fall – zu dem Thema kommt aber in den nächsten Wochen noch ein eigener Text.

Nie wieder Lastenrad ohne E-Antrieb

Ich genieße die Vorzüge des Babboe Mountain Curve mit seinem starken E-Antrieb in vollen Zügen. Vor ein paar Tagen erst habe ich auf dem Spielplatz einen Vater getroffen, der auch ein Babboe fährt – ohne Motor. Er guckte etwas traurig rüber und fragte mich dann, ob ich wisse, wie eine Nachrüstung auf E-Motor funktioniere. Weiß ich leider nicht, aber ich musste ihm (für ihn wohl leider) sagen, dass ich nie wieder ein Lastenrad ohne Motorunterstützung fahren mag. Allein schon deswegen, weil ich nicht mehr verschwitzt im Büro ankomme, sondern quasi angenehm angestrengt aber nie ausgepowert. Und ich fahre weiterhin Rad und bin jahrelang Lastenrad ohne E-Support gefahren. Lange genug gestrampelt!

Wartungsprobleme hatten wir keine. Der Akku hat auch nicht spürbar an Kraft verloren. Selbst der Reifendruck blieb weitgehend stabil. Einzig eines der Vorderlichter habe ich mir abgerissen beim Rausschieben aus einem Hausflur. Da gab es zum Glück für kleines Geld direkt Ersatz im Internet. Und natürlich kriegt so ein Lastenrad einiges an Schrammen und Gebrauchsspuren ab. Aber damit sollte man seinen Frieden machen.

Wer nun mit dem Gedanken spielt, ein neues Babboe-Lastenrad zu kaufen, kriegt über diesen Link einen Gutschein über 100 Euro bei Kauf des Rades mit Zubehör. Der Gutscheincode ist dort direkt auf der Babboe-Website zu finden.

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Babboe, die uns das Lastenrad zur Verfügung gestellt haben. Die Produktbewertung in diesem Artikel spiegelt unsere persönliche Meinung wider.

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2 Kommentare

Inga K. 30. September 2019 - 23:02

Danke für den spannenden Artikel. Magst du verraten, was für eine Versicherung ihr abgeschlossen habt ( reine Diebstahlversicherung oder Zusatzleistungen ? ) liebe Grüße Inga

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Christian 30. September 2019 - 23:44

Liebe Inga, da kommt noch ein extra Artikel dazu. Wir haben eine spezielle Fahrradversicherung dafür abgeschlossen inkl. Schutzbrief, falls man mal liegen bleibt unterwegs.

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