Überdosis Elternratgeber

von Anja

Eigentlich sollte ich das Blogschreiben jetzt hier und heute sofort einstellen. Denn über die Pfingsttage habe ich eine Kollegin für die Betreuung ihrer Wöchnerinnen vertreten und da ist mir mal wieder klar geworden, wie sehr sich die Eltern von dem heutigen Informationsüberfluss doch verunsichern lassen. Und irgendwie trage ich ja auch hier zu diesem Informationsüberfluss bei.

Ich besuchte also am Wochenende unter anderem ein Elternpaar, die ihre erste Tochter bekommen haben. Das Bett, in dem die stillende Mutter saß, war umrandet von zahlreichen Elternratgebern und die Fragenliste der Eltern dementsprechend lang. Der eine Ratgeber warnte davor, Stillen und Einschlafen zu verknüpfen. Der andere empfahl außerdem, dass sich das Kind von Anfang an ans Alleineschlafen gewöhnen müsse. Für alle noch offenen Fragen lag außerdem das iPad bereit. Die Netmoms oder sonstige Elternportale werden es schon wissen…

Bereits im Krankenhaus haben mindestens fünf verschiedene Schwestern hundert verschiedene Sachen gesagt. Eine der Schwestern fand sowieso die mütterlichen Brustwarzen zum Stillen ungeeignet und verpasste der jungen Mutter gleich mal ein Paar Stillhütchen, gegen die sie sich aber noch erfolgreich „wehren“ konnte. Dazu musste sie auch noch jede Stillmahlzeit sowie jede Ausscheidung protokollieren. Auch der junge Vater wusste so langsam nicht mehr, wem er was noch glauben sollte und konnte.

Sorgen statt Genießen

So saßen die beiden also jetzt recht verzweifelt da, weil sich das Baby weder in der von Freunden dringend empfohlenen Federwaage in den Schlaf schaukeln ließ, noch der Pucksack oder das im Geburtsvorbereitungskurs beworbene Beistellbett den gewünschten Effekt bringen wollte. Die Babytochter wollte nur bei ihrer Mutter im Arm und am liebsten an der Brust schlafen. Ganz schön schlau von der zarten, kleinen Dame. Denn mit ihren nicht mal drei Kilogramm Geburtsgewicht ist sie mit guter Körperwärme und direkt an der Nahrungsquelle am allerbesten aufgehoben. Doch statt des Genießen dieses intensiven Bondings und der guten Anregung der Milchbildung stand die Sorge im Vordergrund, dass das doch alles falsch sein könnte. Denn die schlauen Ratgeber warnten doch vor diesem und jenem…

Alle Hebammenkolleginnen kennen Szenarien dieser Art. Da sitzt man dann seeeehr lange auf der Bettkante und versucht die Frauen (und meist auch die Väter) wieder dazu zu bringen, sich ein bisschen sicherer als Eltern zu fühlen, mal auf das Bauchgefühl zu hören und vor allem dieses kleine, große Glück einfach zu feiern. Ohne Verwöhngespenst im Hintergund und ohne Protokoll darüber zu führen. Natürlich ist vieles neu beim ersten Kind, aber ich glaube fest daran, wenn man Eltern auch ganz ohne Tipps und Ratgeber machen lassen würde, käme am Ende auch nicht allzuviel Falsches dabei heraus. Zumindest nicht, wenn sie einfach auf ihr Herz und ihren Bauch dabei hören. Aber das wird einem ja schon durch die zum Teil viel zu übereifrige Schwangerenvorsorge abgewöhnt. Immer mehr brauchen wir andere Menschen, die uns sagen, dass es uns und unseren Kindern gut geht.

Auch unser Bücherregal hier ist gut gefüllt mit einigen Metern Ratgeberliteratur rund ums Kind. Natürlich stehen da viele Sachen aus rein beruflichen Gründen, aber Eltern sind wir schließlich auch. Und deshalb musste ich mir zumindest immer im letzten Schwangerschaftsdrittel und im Wochenbett ein Ratgeberleseverbot erteilen, da auch hormonell durchgeschüttelte Hebammen hochgradig zu verunsichern sind.

Kinder verstehen statt umprogrammieren

Soll man nun gar keine Ratgeber mehr lesen? Keine „Experten“ mehr befragen? Mit dem Baby auf eine einsame Insel auswandern und sein eigenes Ding durchziehen?
Das ist wahrscheinlich auch keine Lösung. Wie bei so vielen Dingen im Leben ist ein gesundes Mittelmaß wohl am besten. Wenn Eltern darauf vertrauen, dass sie die eigentlichen Experten für ihr eigenes Kind sind, können sie sicher auch die Tipps anderer so einordnen, dass es für sie passt. Darum mag ich gerne Bücher, die gar nicht so viel konkret empfehlen, sondern einfach nur erläutern, warum sich Babys nun mal so verhalten, wie sie sich verhalten. Mit solchem Wissen kommen die meisten Eltern selbst auf die Lösung für ihre „Babysorgen“.

Deshalb mag ich zum Beispiel das Buch Kinder verstehen vom Kinderarzt Herbert Renz-Polster. Als Wochenbettlektüre ist es sicher recht umfangreich, aber dafür wesentlich aufschlussreicher als diese ganzen „Baby macht dies + Eltern machen das = Problem gelöst“-Ratgeber. Denn das funktioniert nun mal nicht pauschal, weil wir es von Geburt an mit kleinen Individuen zu tun haben und keinen Roboterchen, bei denen man nur die passenden Knöpfe drücken muss. Und es ist ein Geschenk, die Individualität seines Kindes entdecken zu dürfen. Dazu gehört auch das vielleicht etwas „chaotische“ Schlafverhalten, das sehr hohe Nähebedürfnis, aber auch die Einzigartigkeit, mit der es im Schlaf lächelt oder seine ganz eigenen Babylaute macht.

So werde ich weiter gerne auf Bettkanten sitzen und Eltern zeigen, was sie alles Tolles an und mit ihrem Kind entdecken können, wenn sie sich ein bisschen mehr Zeit zum Baby genießen statt zum Sorgen machen nehmen. Schreiben werde ich auch trotzdem weiter und verweise am besten bei jedem weiteren Artikel, der doch den einen oder anderen Tipp enthält, auf das hier Geschriebene. Oder kurz gesagt: Liebe Eltern, macht doch, was ihr wollt – so falsch wird es sicher nicht sein…

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17 Kommentare

Ab heute mache ich alles anders! | 30. Mai 2016 - 09:52

[…] Überdosis Elternratgeber […]

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Larissa//No Robots Magazine 16. April 2016 - 21:50

Toll gesagt! Ich finde mich da absolut wieder! Es ist aber (beim ersten Kind) so schwer, die vielen Warnungen in den Wind zu schießen. Vor allem, wenn es um die Ermahnungen bzgl. des plötzlichen Kindstodes geht. Da sitzt man schon wenige Stunden nach der Geburt da und ist sich sicher, dass das Kind bei einem im Bett schlafen sollte und hat immer nur „Lebensgefahr! Lebensgefahr! Lebensgefahr!“ im Kopf. Das kann ich auch jetzt, zehn Monate später, immer noch nicht so richtig abschalten.
Bei mir war übrigens auch die Hebamme mit beteiligt, mich mit Ratschlägen nach Lehrbuch zu verunsichern. Da hat man schon gemerkt, dass sie keine Kinder hat (ohne jetzt kinderlose Hebammen im allgemeinen verunglimpfen zu wollen).

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Eva 29. November 2015 - 18:47

Hallo 🙂

Ich gebe Dir recht, man ist total verunsichert. Jeder sagt was anderes, das beginnt bei der Vorsorge und endet noch lange nicht. Unser kleiner Racker hatte (naja, eigentlich immer noch ;-)) Einschlaf- und Durchschlafprobleme. Meine damalige Hebamme hat mir dann geraten, dass ich jeden Tag zur selben Zeit mind. 1,5-2 Stunden spazieren gehen soll und jedes Mal wenn er aufwacht ganz arg mit dem Kinderwagen schuckeln soll…Das hat mich in die völlige Abhängigkeit getrieben, ich konnte mir nichts mehr vornehmen und mein einziger Gedanke bestand darin, dass unser Racker dadurch schlafen lernen soll…sollte angeblich 3-4 Wochen dauern, ich habe das viel viel länger gemacht und es hat sich natürlich nichts geändert. Bis meine Frauenärztin mir eine andere Hebamme empfahl, die dieses ganze „Training“ für völligen Quatsch hielt…
LG Eva

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Gardiners-Seychellenfrosch 6. Mai 2015 - 23:18

Naja, ich bin der Typ der doch ein kleines bisschen Anleitung braucht. Diese verpönten Baby macht das+Eltern machen das-Bücher fand ich hilfreich. Erst nachdem ich das Konzept von Schlaf meiner kleiner Schatz angewendet hatte, gings mir gut.

Renz+Polster ist schon ok, wenn ich weiss wie das Baby tickt kam ich halt doch nicht gleich von allein drauf was ich tun soll. Eine liebe Mutter hat mir Das Baby Inbetriebahme, Wartung und Instandhaltung geschenkt, das Buch war spitze, mit der Brustandockgrafik hab ich Sohn gezeigt wie korrekt saugen geht. Die Klinik hat mir nämlich Brusthütchen verpasst wegen Trinkschwäche. Das sich wehren wurde mir ja gründlich abtrainiert, galt als Kind als schwierig und das SPZ wollte mich halt passend für die schule machen. Hihi, erst später fand ich bei ama* heraus dass es n ein Väterratgeber war. mir helfen die Ratgeber die für männer geschrieben wurden eher als die für frauen.

Aber der Jan-Uwe Rogge hat bei mir total verschissen, sowie alle Ratgeber die über Helikoptereltern schimpfen. die Nur nebulöses Blabla, Kind hat Problem, Elternverhalten ändern, Problem gelöst… Der Typ ist ein Guru, der nett erzählt ,schöne Gefühle macht, aber wenn man ein Spezialproblem hat, keine Antwort.

alle 4 h-Füttern ist no go, das weiss ich jetzt auch. Damals auf der Frühchstation wuisste ich noch nicht dass das nicht ok ist, hatte vor der Geburt kaum Ratgeber gelesen, naja wenn man dann im 7. monat realisiert dass man nicht fett sondern schwanger ist, hat man nicht so viel Zeit zum lesen.

Als Erstgebärende ist das mit dem sich wehren so eine Sache.

Jep, jede schwester hat ne andere Meinung, wenn du mal eine gefunden hast die was vernünftiges sagt musst das einer anderen rechtfertigen. *aaaaaaaaaaargh* Dann diese scheiss- Wiegerei, da machte mich paranoid. Ich war soooooo wütend, hab dann die Hebammenschülern wegen ner Kleinigkeit angefaucht. Im KH hab ich jetzt meinen Ruf weg. Weiss nicht mehr wie oft ich meine Hebamme wegen Krise angerufen habe, jedenfalls wurde die Oma angewiesen keine Waage in meine Nähe zu lassen. Ich könnt sie knutschen, mit ihrer Idee eine kleine innere Checkliste abzuhaken wie der Pilot beim Flugzeugstart., wenn Kind schreit und Mum null Peilung was tun.

Als ich von der Idee meiner Hebi im Rückbildungskurs erzählte glotzen mich alle an als käme ich vom Saturn. Komm ich wahrscheinlich auch…;-). Weil meine Probleme hatte einfach echt keiner und die Methoden der anderen halfen mir nich.

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Silvia Meier 3. Februar 2015 - 11:37

ja, das kenne ich auch.. Mittlerweile habe ich Kind Nr. 3 und lasse mir in nix mehr reinreden beisowas. Mein Mann hat z. Bsp. mit argem Unverständnis reagiert, weil ich unsere kleine Maus (mittlerweile 9 Monate alt) sofort auf den Arm genommen habe, wenn sie angefangen hat zu meckern. So mit den Worten: Wenn du sie immer hoch nimmst, dann will sie nie wieder urnter von deinem Arm! Willst du sie denn durch die Gegend tragen bis sie 20 ist? Meine Mutter hat uns nie hochgenommen und auch meinen SChwestern und allen anderen Schwiegertöchterfn eingeschärft das nicht zu tun! … Nachdem sie gelernt hatte zu sitzen und zu krabbeln, hat sich das schlagartig von selbst gegeben. Mittlerweile läuft sie auch schon an Möbeln entlang und ist meistens total entspannt 🙂 Sie meckert nur noch, wenn mal eine Tür verschlossen ist, hinter welche sie eigentlich gucken wollte. Ganz normaler Babyfrust also 😀
Ich habe meinem Mann erklärt, dass unser Kind sich im Kopf vielleicht etwas vorstellt was sie machen möchte, ihr kleiner Körper das aber ganz einfach noch nicht kann mangels Übung und Kraft und dass das mit der Zeit von allein werden würde.

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Kerstin 3. Februar 2015 - 10:14

Da freue ich mich doch im Nachhinein wieder, dass ich einen Bogen um diese Literatur gemacht habe.
Interessanterweise hat auch mein Frauenarzt dringend davon abgeraten in der Schwangerschaft ebensolche zu lesen. Die wenigen Heftchen, die ich in diversen Wartezimmern in die Hände bekamen passten schon alle gar nicht. Da stand etwas von einem energiegeladenen und entspannten zweiten Schwangerschaftsdrittel, als ich mich schon kaum mehr bewegen konnte. Und war die Literatur speziell für Zwillingsschwangerschaften, dann konnte sie einem eher Angst machen.

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Frida 3. Februar 2015 - 09:37

Oh ich hätte dicht ja so gut gebrauchen können in der Anfangszeit 😉 ich hatte auch so ein „schwieriges Baby“ das einfach nichts machen wollte wie in den Büchern 😉 und dann gab es einen übermächtigen Kinderarzt, eine dominante Schwägerin und eine ängstliche Schwiegermutter die permanent nach Kindbett und Milchfluss und meiner Ernährung gefragt hat… zum Ausrasten!

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Kein Kind muss schlafen lernen… 19. September 2013 - 11:27

[…] lange dauern, bis es nicht mehr in den Bücherregalen junger Eltern oder auf Empfehlungslisten für Elternratgeberliteratur zu finden ist. Aber vielleicht muss ich in zehn Jahren ja dann wirklich nicht mehr frisch […]

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Christina 23. Juli 2013 - 22:11

Ich war auch total verunsichert bis meine Hebamme das erste mal zu uns kam. (Ca 20 Stunden nachdem wir aus dem Krankenhaus draußen waren). Und die hat uns total beruhigt und all unsere Instinkte bestätigt. Seit dem bin ich (meistens) entspannt und unser Kind auch. Ich bin so dankbar dass es solche wundervolle Hebammen gibt!

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Meine Hebamme oder Stern TV haben gesagt… 15. Juli 2013 - 17:20

[…] Gerade das ist aber auch der Part, der das Leben mit Kindern bunt, schön und nie langweilig macht. Elternratgeber und Fachleute können wertvolle Denkanstöße geben, wenn uns unsere Kinder an eigene Grenzen […]

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Antje 25. Mai 2013 - 12:53

Ich lese gerade von „Julia Dibbern“ „Geborgene Babys“.
Ganz toll.
Ein bißchen sollte man sich auch in die Evolutionsgeschichte reinlesen.
Babys machen nur instinktiv das richtige.

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Christina 24. Mai 2013 - 15:17

Vielen vielen Dank für den Artikel!!!
Nach der Geburt unserer Tochter vor knapp 3 Wochen habe ich mir auch ein Ratgeber-/Internetverbot für Babyfragen erteilt.
Das tut sehr gut und ich bin viel entspannter, als vor der Geburt!!
Lediglich diesen schönen Blog hat mein Freund vor ein paar Tagen entdeckt und den gönne ich mir ab und zu mal. Trägt auch zur Entspannung bei!!

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Almut 24. Mai 2013 - 15:13

Der beste Elternratgeber ist rosig, manchmal laut und manchmal leise, wiegt zwischen 2 und 5 kg, männlich oder weiblich – und eigentlich vieeeeeeeeeeeeeel zu jung, um Ratgeber sein zu können. Aber das weiß das Baby zum Glück erst gar nicht.

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wolldrache 24. Mai 2013 - 13:06

Wir haben „Babyjahre“ von Remo H. Largo, weil bei den Kundenrezensionen eines großen Versandhandels in etwa folgendes stand:
„endlich mal ein Buch, das man auch als Mann gerne liest. Ich will nämlich gar nicht wissen, welche Kinderwagenfarbe diese Saison in ist“.
Das Buch ist super, auch eher ein Erklärbuch als eine Anleitung. Unterteilt in verschiedene Gebiete (z.B. Motorik, Schlafverhalten, Sprachentwicklung etc) und dann in Entwicklungsschritte (vor der Geburt, 0-3 Monate, 4-9Monate etc …)

Wir haben mittlerweile den nächsten Band „Kinderjahre“ hier, leider hatte ich noch keien Zeit reinzuschauen.

Und ein wenig off topic, aber auch ein Buch, von dem ich sehr begeistert bin:
„Gesundheit für Kinder“, ein dicker Wälzer über Krankheiten, Symptome, Entwicklung. etc. Von 3 Kinderärzten geschrieben. Das hat uns in letzter Zeit sehr geholfen, z.B. Hausmittel gegen Magen-Darm-Infekt, oder warum der große eigentlich über eine Woche lang um 18 uhr fast beim Essen eingeschlafen ist … .

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Mama 24. Mai 2013 - 10:02

Ein sehr schön geschriebener Artikel. Am Anfang hat unser Kind auch neben unserem Bett in seinem Stubenwagen geschlafen. Aber dies gefiel ihm nicht, er hat solange geniegelt bis wir beschlossen haben, ihn in unserem Bett in der Mitte auf seinem eigem Kissen schlafen zu lassen und wir schliefen alle berühigter. Dabei durften wir uns auch von allen anhören und auch lesen, dass unser Kind noch mit 15 Jahren in unserem Bett schlafen wird. Und jetzt mit seinen fast 2 Jahren schläft er freiwillig in seinem eigenem Kinderbett (Steht mit in unserem Schlafzimmer). Nun ist unser Kind ein sehr aufgeschlossenens freundliches Kleinkind.

Auch mit dem Stillen war es ähnlich. Bitte nur alle 4 Stunden stillen und immer zur selben Zeit. Aber dies war ihm zu wenig, er hatte ständig hunger und hat geweint. Und da habe ich angefangen ihn dann zu stillen, wenn er wollte und er hat recht fix zu genommen und war ausgeliechener. Habe viel nach meinem Bauchgefühl entschieden….

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vanessa 24. Mai 2013 - 09:58

Ein ganz toller Text,den sich viele Mamas mal zu Herzen nehmen sollten!Ich persönlich habe mich in der Schwangerschaft ausgiebig damit beschäftigt,wie ich die ganzen Dinge mit dem Schlafen,dem Stillen und und und angehen werde,denn ich hatte schon oft genug gehört,wie sehr man verunsichert werden kann,weil jeder ne andere Meinung hat!Ich habe mir meine eigene Meinung gebildet,somit hatte ich schon eine gute ‚Grundbasis‘ gelegt,in die ich mir nicht reinreden gelassen habe!Natürlich kommt dann noch eine dicke Portion eigener Persönlichkeit des Kindes mit rein,denn so wurde das schöne Beistellbett die ersten Wochen nicht benutzt,denn bei Mama im Bett war es viel schöner!Und da waren sie dann,die schlauen Sprüche von wegen,verwöhnen und ‚die bekommst du nie wieder aus deinem Bett raus‘!Es war mir egal,mein Baby hatte keinen Stress,wenn es bei mir schlief,also hatte ich auch keinen Stress(ganz im Gegenteil!!)!Ich kann nur jeder Mama sagen,hört auf euren Bauch und auf euren Instinkt,er zeigt euch den Weg,bzw wann euer Kind wozu bereit ist!Ich habe immer auf meinen Bauch gehört und somit merkte ich,wenn sie soweit war,im Beistellbett zu schlafen(und es klappte ohne Probleme),in ihrem Bett zu schlafen(tagsüber),nachts in ihrem Zimmer zu schlafen!Alle Etappen haben ohne Theater oder irgendwelche Probleme geklappt und weder ich,noch mein Kind waren gestresst!Ich habe es einfach zu gelassen und geschaut wohin es mich führt und nun weiß ich,dass ich alles richtig gemacht habe!Auch für mich waren die ersten Monate schwer,denn sie wollte nur von mir getragen und gestillt werden,aber das wird besser und diese Zeit ist so kurz und sollte einfach von jeder Mama genossen werden:-)

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junge Mama 24. Mai 2013 - 08:53

Und wieder ein wundervoller Artikel! Genau diese Art von Hebamme hätte ich gut gebrauchen können. Stattdessen „durfte“ mein Baby nicht beim Papa auf dem Bauch schlafen, sollte mindestens 2 1/2 Std nach dem Stillen „aushalten“ und ich fix und alle war mit meinem unglücklichen Schreihals. Da saß ich nun mit Uhr und Stift, genauen Anweisungen, die nicht funktionierten und war so abhängig von der guten Frau…aber kurz vor der Depression hab ich gesagt „Schluss! Unser Baby, unsere Verantwortung, unsere Entscheidungen!!!“ Danach wurde familiengebettet, fast stündlich gestillt (hatte auch ein sehr leichtes Baby)und auf dem Arm geschlafen. Nun ist das dauerunglückliche Kind 11 Monate alt und das freundlichste Baby, was man sich nur vorstellen kann. Die ganzen guten Ratgeber wie Renz-Polster etc habe ich leider erst später kennengelernt…

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