Schneckenbahn, Monorail, Efteling

Wir unterwegs: Efteling-Freizeitpark

von Christian

(Werbung / Pressereise) Unsere Kids lieben Freizeitparks. Wir Eltern sind nicht so riesige Fans. Anja wird von 95 Prozent aller Fahrgeschäfte schon vom Zuschauen schlecht. Und langes Anstehen ist auch nicht so verlockend. Aber den Kids zuliebe (und in dem Fall stimmt der etwas lapidare Ausspruch), fahren wir immer wieder mal los. Keine Frage also, dass wir die Einladung in Hollands größten Freizeitpark Efteling nicht ausschlagen konnten. Wie gut, dass wir auf die Kinder gehört haben, denn auch wir Eltern haben die viel zu kurze Zeit dort einfach genossen.

Von Berlin aus ist der Park knapp sieben Zugfahrstunden und eine kurze Taxifahrt entfernt, aber bequem erreichbar. Nur einmal umsteigen ab Hauptbahnhof, das geht völlig klar. Und als wir zur gleich neben dem Park liegenden Unterkunft Efteling Bosrijk durch die weitläufige Ferienanlage gehen, sind Kinder und Eltern erstmal begeistert. In einem Waldstück sind zwischen altem Baumbestand viele kleine und großen Familienhäuser angelegt, manche sogar mit Blick aufs Wasser oder Terrasse direkt im See. Zwischendrin finden sich immer wieder Spielplätze oder ein leise klimpernder Wunschbrunnen.

Wir beziehen für zwei Nächte ein spezielles Blogger-Haus, in dem wir zu Sechst prima Platz finden. Die anderen Bewohner haben per Polaroid schon ein paar Spuren hinterlassen, auch wir schießen ein paar Bilder mit der Knipse aus vergangenen Tagen.

Das Haus ist ziemlich schön. Es gibt ein großes Wohnzimmer und hinten raus einen Garten in einen kleinen Wald. Oben sind drei Schlafzimmer mit zwei Doppelbetten und einem Doppel-Hochbett. Reichlich Platz für alle.

Selbstversorger freuen sich im Haus über eine komplette Küche. Aber da wir mit der Bahn angereist sind, greifen wir am Abend dankbar auf den Pizzalieferdienst zurück, der schnell und umweltfreundlich per Fahrrad das Essen kurze Zeit später rumbringt.

Abends schlüpfen die Kids und wir erschöpft ins Bett – und der Kleinste zieht sich seine Schlafmütze von Park-Maskottchen Klaas Vaak über, dem niederländischen Sandmännchen. Die Mütze zieht er seitdem immer abends zum Schlafen an. Nach der langen Anreise fallen wir alle schnell ins Bett nach einem kurzen Bad in der großen Badewanne.

Morgens gibt’s ein schönes Frühstück und dann geht es zu Fuß in Richtung Efteling-Freizeitpark. Von Bosrijk sind das nur ein paar Minuten Fußweg und es gibt eine Art Spezialeingang an der Seite für Menschen, die am Park nächtigen. Die dürfen 30 Minuten früher rein, was zumindest für eine Attraktion die Wartezeit erheblich senkt. Wir wählen die etwas absurde Route durch das Octopus-Restaurant hindurch, was super klappt. Wir sind dadurch quasi fast die ersten Besucher im Park und hüpfen schnell zur Symbolica-Themenfahrt, dem noch nicht lange eröffneten Highlight.

Die Themenbahn Symbolica fühlt sich an wie ein Ausflug in die Welt aus Harry Potter und Alice im Wunderland. Schon der Eintritt in die Bahn ist eine echte Überraschung und die Fahrt selbst ist ein langsamer Ritt durch absurde und märchenhafte Szenenbilder, die Tim Burton oder auch Wes Anderson durchaus begeistern würden. Die Kinder finden es jedenfalls toll und staunen über Walfische und riesige Schlemmerbuffets, glimmende Schmetterlinge und fliegende Bücher.

Danach muss erstmal SOFORT eine Achterbahn her – und da direkt um die Ecke die Bob-Bahn liegt, düsen wir dort hin. Anja ist mit der kleinen nach dem Frühstück nochmal kurz ins Haus gegangen und sitzt eben dort – denn die Kleinste ist eingepennt. Auch okay, so genießen wir „Großen“ die „Ruhe“.

Laut kreischend geht es die Bahn hinunter. Der Kleinste will danach erstmal keine wilden Sachen mehr machen, während die Mädels sich gleich nochmal anstellen. Zum Glück ist das morgens mit relativ kurzen Anstellzeiten verbunden. Das Söhnchen und ich teilen uns eine Zuckerwatte, wir sind ja immerhin in einem Freizeitpark!

Nachdem wir uns an dem vorher verabredeten Punkt wiedergetroffen haben, schauen alle gebannt auf die „schlimmste“ Achterbahn im Park, den Baron 1898 Dive Coaster. Da hängt man drin und stürzt so einige Meter in eine dunkles Loch, bevor es nach einer 180-Grad-Kurve auf der anderen Seite wieder rausgeht. Vorher hatten wir alle noch eine große Klappe. Nun will plötzlich keiner mehr. Der Kleinste freundet sich lieber mit einer zutraulichen Park-Ente an. Und die Mädels überlegen nochmal kurz, wollen dann aber lieber was anderes machen…

So landen wir in einem Spukschloss, ein Art riesiges Diorama, auf das Wes Anderson nun aber wirklich stolz wäre. Wir suchen im Dunkeln Skelette und Geister, Trolle und sprechende Schatzkisten. Und hoffen, dass niemand hinter uns durch die Reihen läuft…

Danach geht’s zum Fliegenden Holländer, der Wasserachterbahn, deren Nutzung vom fürsorglichen Vater dann aber kurzfristig auf den Abend verschoben wird. Wenn nass, dann am Ende… was dann natürlich auch exakt so war.

Der Park ist übrigens ziemlich sauber, was vielleicht auch an den zahlreichen, lustig sprechende Mülleimern mit unterschiedlichen Motivwelten liegt. Es gibt Piraten mit Kanonen und absurde Papierfresser.

Wir stromern weiter zur Holzachterbahn, die die Mädels unbedingt fahren wollen. Hier fahren zwei Bahnen eine Art Rennen gegeneinander. Das Söhnchen will lieber warten und schauen, was wir dann auch machen.

Gleich nebenan rauscht die Python-Stahlachterbahn vorbei, die zwei Loopings und drei wilde Schrauben dreht. Auch hier verlässt uns alle der Mut, aber wir schauen staunend in den Himmel und hören den Menschen beim Kreischen zu. Der Kleinste will lieber zur verrückten Villa, muss aber noch etwas warten – denn das sind Freizeitparks eben auch: Orte des Schlangestehens. Die Mädels kommen immer noch kreischend aus der Holzachterbahn und erzählen sich erstmal zehn Minuten gegenseitig, wie krass das gerade war.

Danach holen wir alle gemeinsam kurz nach der Mittagszeit Anja und die Kleinste am Parkeingang ab. Das Baby ist ausgeschlafen und schaut sich alles im Park genau an, auch die Blumen.

Anja überwindet sich tatsächlich, gemeinsam mit dem Kleinsten und den Mädchen die rasante Schneckenbahn zu fahren. Okay, rasant war natürlich ein Witz.

Aber das ist auch gut so. Im Park gibt’s Fahrgeschäfte für alle Altersklassen. Eine App (iOS / Android) weist hervorragend den Weg und gibt ziemlich akkurate Echtzeit-Informationen über die Wartezeiten an den Fahrgeschäften. Jenseits der Fahrgeschäfte finden sich im Park neben den zahlreichen Essensgelegenheiten unterschiedlichster Art auch immer wieder kleine Oasen der Ruhe. Rund um die Monorail-Schneckenbahn für die Kleinsten ist ein witziger Park angelegt mit Zerrspiegeln und Zwergenhöhlen.

Der Park ist wirklich sehr Liebevoll gemacht, auch in den Details. Überall ist das Märchenthema verbaut, selbst der Geldautomat ist eine riesige Schatztruhe, deren Schlüssel man rausdrehen kann, um die Truhe zu öffnen.

Immer wieder trifft man auf herumlaufenden Figuren aus dem Themenfahrten, um mit ihnen ein Foto zu machen oder nur mal kurz Hallo zu sagen und zu staunen. Das passiert auch im Bosrijk-Park übrigens, wo uns Rotkäppchen beim Frühstück den Weg zum Tisch zeigt.

Nach dem vollen Tag und wunderschönen Wetter am Abend genießen wir noch kurz die Wassershow auf dem Weg zurück zum Bosrijk-Park.

Natürlich sind alle hungrig, weshalb das Abendessen a la carte wie gerufen kommt. Die vegetarische Auswahl ist wie immer und überall überschaubar, aber alles ist sehr lecker. Wer sich vegan ernährt, muss allerdings in den frischen Rohkostteller beißen. Nachtisch gab es ebenso a la carte wie auch in Form von einem Eisbuffet, an dem sich die Kinder ihren eigenen Eisbecher kreieren können.

Die Kids toben sich nach dem Essen mit der Restenergie auf den Spielplätzen aus, wir genießen die Abendsonne.

Klaas Vaak erzählt jeden Abend eine Gute-Nacht-Geschichte vor dem Hotel. Natürlich auf Holländisch, aber die ausladenden Bewegungen machen auch das zu einem eindrucksvollen Erlebnis.

Nach Haus fahren durfte wir nur mit dem Versprechen an die Kinder, bald wiederzukommen. Denn ein Tag im Park reicht nicht aus, um alles zu entdecken. Man kann sicherlich gut eine ganze Woche hier verbringen, ohne dass es langweilig wird. Und auf der Bahnfahrt zurück nach Berlin wurde schon beschlossen, dass beim nächsten Besuch der Mut dann auch für die Fahrt mit der Python reicht…

Vielen Dank an den Freizeitpark Efteling für die Einladung zu dieser Pressereise. Die Unterkunft im Hotel und der Parkeintritt wurden uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Alle Bewertungen und Meinungen in diesem Artikel spiegeln unsere persönliche Meinung wider. Wer mehr über unseren Umgang mit Werbung, Sponsored Postings und unsere inhaltliche Unabhängigkeit lesen will, schaut hier vorbei.

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