Novasol, Ferienhaus, Bornholm

Ferienhausglück auf Bornholm mit Novasol (Werbung)

von Christian

(Werbung / Pressereise) Es ist früh am Morgen, so gegen 5.30 Uhr. Meistens stehe ich zu dieser Zeit zum Glück nicht mehr auf. Geweckt hat mich der erste Sonnenschein. Ich hatte vergessen, das kleine Rollo am Fenster herunterzulassen. Gestern war ich abends früh in den Federn, bin mit dem kleinen Sohn im Bett eingeschlafen. Die beiden großen Schwester liegen in ihrem Doppelbett im anderen Zimmer. Anja und das Babymädchen in einem weiteren Doppelbett. Alle schlafen noch. Ferien auf Bornholm sind herrlich. Keine Termine, das Meer direkt vor der Haustür. Also stehe ich einfach auf.

Ich schleiche mich durch den Flur in die Küche und weiter ins Wohnzimmer. Der Kamin ist noch warm und das Restholz der Nacht kokelt vor sich hin. Wir haben den Kamin trotz bestem Sonnenwetter angeworfen, weil es abends noch ziemlich frisch war. Das merkt man im Haus komplett aus Holz dann doch ein wenig. Allerdings sorgt genau das auch dafür, dass die morgendliche Restwärme irgendwie noch ein bisschen angenehmer wirkt.

Ich hocke mich auf das gemütliche Sofa und denke ein bisschen nach, an diesem vorletzten Morgen im Urlaub. Wie gut einem diese Insel tut. Bornholm ist kein Geheimtipp, aber durch seine Lage mitten in der Ostsee und die limitierte Menge an Ferienhäusern und Fährenkapazitäten immer ziemlich einsam. Und genau das suchen wir im Urlaub. Einsamkeit, Ruhe und die Option, die Kids aus dem Haus laufen lassen zu können. Runter zum Strand, rein in den Wald. Einfach so. Als Stadtmenschen fehlt uns das – und wir holen es uns hier auf der Insel.

Wie schön es innen wirklich ist

Wir hatten unser Ferienhaus von Novasol bereits letztes Jahr gebucht. Es war endlich mal frei, zu Ostern. Im Sommer war es bisher immer weg. Gesehen hatten wir es von einem anderen Haus aus, in dem wir bereits mehrmals waren. Aber nie gewusst, wie schön es innen wirklich ist. Ich war schon als Kind auf Bornholm im Urlaub. Seit dreizehn Jahren fahren Anja und ich zusammen jedes Jahr auf die kleine Ostseeinsel, manchmal sogar mehrmals im Jahr. Oft schon haben wir unser Ferienhaus bei dem etablierten Ferienhausanbieter gebucht, so auch in diesem Jahr. Deshalb mussten wir auch nicht lange überlegen, als uns Novasol wegen einer Kooperation fragte.

Und es sollte ein sehr besonderer Urlaub werden, sehr entschleunigt, aber mit unerwarteten und sehr netten Ereignissen. Das erste gibt es gleich am ersten Abend. Der Urlaub fängt nämlich mit einem schönen Abendessen in großer Runde an. Wir lernen auf der Fähre von Ystad nach Rønne (die wir nur genommen haben, weil wir die Woche vorher bereits in Dänemark auf dem Festland waren), Jacob und seine zwei Kinder kennen. Sie sitzen am Tisch vor uns, spielen Catan. Das Söhnchen schaut sich das eine ganze Weile an, da fragt Jacob, ob wir mitspielen wollen.

Daraus entwickelt sich schnell ein Gespräch über Brettspiele, Kinder und alles mögliche. Und wir erfahren, dass Jacob mit seiner Frau und drei Kindern auf Frederiksø lebt. Diese kleine Insel gehört zu den Ertholmene-Inseln, den Erbseninseln ein paar Seemeilen vor Bornholm. Dorthin fährt einmal am Tag eine kleine Personenfähre – und Jacob wird sie verpassen, weil er wie wir erst um kurz nach Fünf auf Bornholm ankommt. Spontan laden wir ihn ein, bei uns zu übernachten und die Ertholmene-Fähre am nächsten Tag zu nehmen. Er schläft am Ende dann doch in unmittelbarer Hafennähe, aber kommt spontan zum Abendessen vorbei.

Ferienhausglück ist oben drauf komplett bepflanzt

Unser Ferienhaus ist offiziell für sechs Personen ausgelegt, hat aber genug Stühle und auch Geschirr für mehr Menschen am Esstisch. Und man kann den Esstisch ausziehen und in drei Varianten vergrößern. Es gibt Nudeln und eine schnelle frische Tomatensoße für alle. Obwohl sich die Eltern (und einige der Kinder) nur in Englisch unterhalten können, haben wir einen tollen Abend und fühlen uns besonders willkommen geheißen von der Insel in diesem Jahr.

Wir feiern auch Ostern rund ums Ferienhaus, das selber wie ein verstecktes Nest im Wald liegt. Das Dach ist komplett bepflanzt und macht das Haus aus der Vogelperspektive fast unsichtbar. Hätte es keine Holzterrasse einmal rundherum, man würde es wirklich nicht vom Waldboden unterscheiden können. Am Ostersonntag schleiche ich morgens ums Haus, um die Ostergeschenke und einige Süßigkeiten zu verstecken.

Es laufen dabei tatsächlich drei große Rehe ein paar Meter vom Haus entfernt an mir vorbei. Ich muss sie aufgescheucht haben. Selbst einen echten Osterhasen sehe ich noch vorbeihoppeln, um das Kitschbild perfekt zu machen. Ist aber normal hier, so mitten im Nadelwald fast direkt am Strand. Wir treffen in der Woche mehrere Fasane und Rehe, dazu Hasen und Eichhörnchen, Eulen und Spechte und eine tiefenentspannte Entenmama mit einem Haufen Küken.

Grundsätzlich mit Wäschepaketen und Endreinigung

Wir genießen den Urlaub im Ferienhaus hier auf Bornholm sehr, schon immer. Es schenkt uns das beste von zwei Welten. Wildnis und Wasser direkt vor Tür, aber dahinter ein festes Haus mit allem Drum und Dran. Natürlich müssen wir auch hier kochen und ein bisschen Wäsche waschen, aber das geht alles ganz locker von der Hand, wenn man sonst nicht viel Programm hat, außer den Tag zu genießen. Wir buchen unsere Ferienhäuser übrigens grundsätzlich mit Wäschepaketen und Endreinigung – denn den Teil wollen wir im Urlaub nun wirklich nicht an der Backe haben.

Die Preise hierfür sind bei Novasol fair, wobei man natürlich in Dänemark immer damit leben muss, dass für Deutsche alles ziemlich teuer ist. Die Lebenshaltungskosten hier sind schnell mal doppelt oder dreimal so hoch wie in Berlin. Fünf mittelgroße Softeis in der sehr leckeren Eis- und Schokoladenmanufaktur Kjaerstrup in Snogebæk kosten rund 25 Euro. Allerdings empfinden das auch die Dänen selbst als durchaus teuer. Jacob erklärt uns, dass sich so einige Familien einfach im Supermarkt eine Packung Eis kaufen und mit zum Strand nehmen. Ganz pragmatisch – und natürlich kostet auch diese Packung mehr als doppelt so viel wie in einem deutschen Supermarkt.

Aber Urlaub ist Urlaub. Und wir haben unseren alltäglichen Konsum ohnehin schon seit Jahren etwas reduziert, so dass wir im Urlaub nicht über jeden Cent nachdenken wollen. Das ist für uns Luxus. Ebenso wie der Umstand, vom Ferienhaus in wenigen Schritten am Meer zu sein, die Ruhe und Weite zu genießen oder im feinen Sand zu buddeln. Der ist am „unserem Strand“ so fein, dass er in Sanduhren gefüllt wird. Und einige Meter weiter ragt wieder das Schieferriff an den Strand und liefert ein zerklüftete Landschaft. Wer im Norden von Bornholm unterwegs ist, sieht noch ganz andere Felsformationen aus Granit.

Im Sand gebuddelt und aufs Meer gestarrt

Im April liegt Bornholm stets noch in einer Art Frühlingsschlaf. Viele der Attraktionen für den Sommer sind noch geschlossen oder nur zu eingeschränkten Zeiten geöffnet. Wir haben schon im Vorfeld mit den Kids besprochen, dass wir die wenigen Tage deswegen ohne großes Programm angehen wollen. Was zum Glück auch genauso geklappt hat – des sehr frühlingshaften Wetters sei Dank. Wir sind viel zum Strand und zurück gelaufen mit den Kids oder die alleine. Haben im Sand gebuddelt und aufs Meer gestarrt. Und einfach „nichts“ gemacht.

Ein großer Ausflug allerdings kommt doch hinzu, denn Jacob hat uns nach Frederiksø eingeladen. Also sind wir eine halbe Stunde nach Gudjem hochgefahren und von dort mit der kleinen Fähre zu den Erbseninseln rüber. Die Überfahrt ist für die ganze Familie nicht gerade billig und kostet annähernd so viel wie die Fähre von Rønne zurück nach Sassnitz auf Rügen. Aber natürlich lohnt sich die Fahrt – und das nicht nur, wenn man jemanden auf Christansø oder Frederiksø kennt.

Als wir nach knapp einstündiger Fahrt bei den Insel mitten im Meer ankommen, sehen wir Felsen voller Seehunde In dreizehn Jahren Reisen nach Bornholm haben wir es, warum auch immer, nie auf die Erbseninseln @ertholmene geschafft. Und das, obwohl Christian seinen Namen familiären Überlieferungen zufolge genau wegen dieser kleinen Insel trägt. Jacob lebt auf Frederiksø und arbeitet dort zusammen mit seiner Frau Louise als Lehrer für die Minischule. Die komplett autofreie Inselgruppe hat aktuell knapp 90 Bewohner, davon sind 15 Kinder.

Selbstgemachtes Brot und Maulbeermarmelade

Das Treffen mit Jacob war wohl ein Zeichen, endlich mal mit der kleinen Fähre von Gudjem aus dorthin zu fahren. Auf der Insel gibt uns der ehemalige Museumsdirektor Hans für einen kleinen Obulus als deutschsprachiger Guide eine einstündige Tour. Er lebt selbst seit vielen Jahren dort und erklärt die spannende und teils recht brutale Geschichte der Inseln, die bis heute dem dänischen Verteidigungsministerium unterstellt sind.

Danach haben wir noch mit Louise und Jacob in ihrem kleinen Garten mit Wahnsinnsmeerblick gesessen und selbstgemachtes Brot und Maulbeermarmelade sowie Pesto aus der uralten, dort wachsenden norwegischen Petersiliensorte gegessen. So ein schöner Ort mit so netten Menschen hinterlässt ein wohliges „Ferien auf Saltkrokan“-Gefühl. Und im Sommer, wenn wir wieder auf Bornholm sind, werden wir wiederkommen und ein bisschen länger bleiben. Denn das kleine Boot fährt jeden Tag nach knapp drei Stunden wieder zurück nach Bornholm. Dann winken viele Inselbewohnern den Besuchern nach und genießen danach wieder die Ruhe, die hier draußen noch etwas ruhiger ist als auf der ruhigen Ostseeparadiesinsel Bornholm.

Die restlichen Tage verbringen wir in unserem gemütlichen Holzhaus mit dem Meer vor der Haustür. Morgens joggen Anja und ich am Strand entlang zum Brötchen holen. Am Vormittag buddeln wir mit den Kleinen im Sand. Und am Nachmittag werden auch noch mal gefühlt alle Steine am Strand von den Kindern umgedreht. Und beim abendlichen Spaziergang staunen wir jedes Mal wieder über dieses Licht, dass sich auf keinem Foto so wirklich abschließend festhalten lässt. Aber ein bisschen ist die Magie immer sichtbar.

„Tschüß Bornholm“ und „Bis bald“

Besonderes Highlight dieses Ferienhauses ist für unsere Kinder im Rückblick etwas Profanes: der Kickertisch auf der Terrasse. Wir spielen etliche Partien. Aber natürlich kann man auch einfach die Sonne vom Liegestuhl aus genießen oder draußen frühstücken. Die Ferienhäuser sind in der Regel sehr gut ausgestattet, weil sie meist auch von ihren Eigentümern privat genutzt werden. So gab es auch hier Babyhochstuhl, Waschmaschine und alles, was man als Familie so braucht. Schnelles Internet inklusive.

Am letzten Ferientag wird das kleinkindtaugliche Familienbett wieder zurückgebaut, indem wir das Bett von der Wand wieder in die Raummitte schieben. Die letzte Spülmaschine wird ausgeräumt und natürlich die Sachen gepackt. Als wir mit unserem Auto den kleine Waldweg entlang Richtung Fähre fahren, sagen wir wie immer „Tschüß Bornholm“, aber ergänzt mit einem „Bis bald“. Denn unser Häuschen für die kommenden Sommerferien ist längst gebucht. Wir fahren nach einer Woche wehmütig wie immer in dieser Situation zurück in die Hektik Berlins. Die lieben wir auch, aber anders als diese Insel. Zum Glück sind wir in den Sommerferien wieder hier.

Vielen Dank an Novasol. Die Unterkunft wurde uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Alle Bewertungen und Meinungen in diesem Artikel spiegeln unsere persönliche Meinung wider. Wer mehr über unseren Umgang mit Werbung, Sponsored Postings und unsere inhaltliche Unabhängigkeit lesen will, schaut hier vorbei.

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5 Kommentare

Melli 9. Mai 2019 - 08:51

Könntest du mir den link zu eurem Haus schicken? Das ist sooooo schön und ich möchte genau dahin
Liebe Grüße

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Christian 20. Mai 2019 - 10:34

Ist im Text verlinkt, das Haus. Hier nochmal als Service-Kommentar 😉

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Steffi 6. Mai 2019 - 19:39

Wow – ein toller Urlaub!!! Wir waren über Novasol schon in Kroatien (ist von Nordbayern aus etwas näher als der Norden), hatten Dänemark aber auch schon in Betracht gezogen. Was uns bisher etwas irritiert hat, waren die Verbrauchskosten in den dän. Häusern, die in Kroatien alle im Preis enthalten waren (natürlich auch Endreinigung u Wäschepaket). Habt ihr als erfahrene Dänemarkurlauber Orientierungswerte, mit welchen Verbrauchskosten eine vierköpfige Familie rechnen muss?

LG Steffi

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Christian 6. Mai 2019 - 21:01

Hi Steffi, Kroatien hatten wir lustigerweise auch schon mal auf dem Schirm, ist aber von Berlin aus mit kleinem Kind noch zu weit. Vielleicht 2020/2021. Die Verbrauchskosten sind je nach Haus individuell. Strom muss man fast immer bezahlen (in diesem Haus hier lagen die Kosten bei 36 Euro pro 100 kWh, wir haben zu Sechst rund 140 kWh verbraucht in einer Woche mit sporadischer Nutzung der Heizung, ein paar Mal Wäsche waschen). Manchmal muss man Wasser extra bezahlen, das kostet aber ebenso nicht die Welt. Bestens, Christian

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Steffi 7. Mai 2019 - 11:43

Danke!!!! Ja, von Berlin zieht sichs nach Kroatien. Von uns aus sinds knapp 500km nach Berlin, da wären wir schon mit der gleichen Strecke fast durch Österreich durch.

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