Wir unterwegs: Hotel Victory in der Therme Erding

von Anja

Als die Einladung ins in der Therme in Erding integrierte Hotel Victory kam, waren wir uns nicht ganz sicher, ob wir die fast achtstündige Bahnfahrt mit drei Kindern für einen Wochenendtrip auf uns nehmen wollen. Doch als die Töchter auf der Homepage der Therme sahen, dass es dort mehr als zwanzig Wasserrutschen in allen möglichen Variationen gab, hätten wir Eltern ohnehin keine Chance mehr gehabt, diese Reise abzusagen. Also ging es am Freitagmorgen los mit dem ICE in Richtung München.

Dort angekommen trafen wir Sophie von Berlinfeckles und ihre drei Kinder, die das gleiche Ziel hatten. Wir waren bereits im letzten Jahr schon mal gemeinsam unterwegs und freuten uns auf eine nette Zeit mit den sechs Kindern zwischen zwei und zehn Jahren. Von München aus braucht es noch eine knappe Stunde mit der S-Bahn nach Erding. Wenn man in Alt-Erding aussteigt, ist man nach ungefähr 15 Minuten Fußweg vorbei an gelben Rapsfeldern direkt an der Therme und dem dazugehörigen, Ende 2014 eröffneten Hotel Victory angekommen. Im Zimmer erwartete uns ein netter Begrüßungsteller sowie ein kleines Geschenk für die Kinder. Besonders der Tigerwaschlappen hatte es dem Söhnchen angetan und begleitete uns die nächste drei Tage überall hin.

Die Mädchen hatten ein eigenes Zimmer neben unserem und für den Sohn war in unserem Zimmer noch das dritte Bett “aktiviert”. Aber wie zu Hause schlief er in unserem Bett, was auch reichlich Platz dafür bot.

Das ganze Hotel ist in den Zimmern architektonisch wie ein Schiff gestaltet und das maritime Thema findet sich überall wieder. So waren unsere Zimmer im Stil einer modernen Hochseeyacht gehalten und die so ganz besonders gestalteten Wände aus teurem Edelholz und auch die Deckenform gaben einem tatsächlich das Gefühl, im Zimmer “an Bord” zu sein.

Sogar der Balkon war wie ein Bug gebaut, nur dass der Ausblick nicht aufs Meer, sondern auf das weite, knallgelb blühende Rapsfeld hinaus ging. Auch wunderbar.

Dass der Architekt des Hotels selbst Vater und sogar sechsfacher Großvater ist, macht sich immer wieder in der Familienfreundlichkeit bemerkbar. Sophie war mit ihrer Familie auf der anderen Hotelseite in der Kapitänskabine untergebracht, in der bis zu sechs Personen gut Platz finden. Das besondere Highlight sind die zwei Jollen, in der Kinder bis 1,50 Meter Größe gut schlafen können. Durch das Netz an dem kleinen Schiff muss auch keiner Angst haben, aus diesem Hochbett herauszufallen. Dieses Zimmer lässt sich mit einer herausfahrbaren Wand in zwei Bereiche teilen. Das ist sehr praktisch, wenn die Kinder am Abend vielleicht schon etwas früher schlafen und man als Eltern noch etwas länger wach sein möchte. Da wurde wirklich mitgedacht, wie bei vielen liebevollen und praktischen Details im Hotel. Wer zum Beispiel das Babyphone vergessen hat, kann sich einfach zwei Hotel-iPods leihen, die mit entsprechender App ein perfekter Ersatz sind.

Die Kapitänskajüten haben einen Ausblick auf Wasser und Palmen im sich direkt anschließenden Wellenbad der Therme.

Am frühen Abend wurden wir in der gemütlichen Hotelbar von Rainer, der für die tolle Organisation dieser Reise verantwortlich war, herzlich begrüßt. Der Barkeeper der “Kaleidoskop Bar” mixte den Kindern einen leckeren Fruchtcocktail und auch sonst begegnete das gesamte Personal den Kindern hier überall sehr freundlich und vor allem entspannt, auch wenn die Kids durch die Lobby tollen.

Damit man nicht ständig Karten oder Bargeld mit sich herumtragen muss, bekommen alle Hotelgäste ein Armband, mit dem sie nicht nur das Zimmer öffnen, sondern auch überall bezahlen können. Bei den Kindern ist das Budget auf den Armbändern limitiert, so dass man später nicht hunderte Euro für euphorische Eiscreme-Großbestellungen bezahlen muss. Die Bänder kann man natürlich auch im Wasser einfach anlassen, es gibt sogar in einem der Außenpools eine Bar im Wasser. Bademäntel und Handtücher bekommt man großzügig von der Rezeption zur Verfügung gestellt, so dass man direkt vom Hotel aus in das angrenzende Wellenbad gehen kann, von wo aus man die gesamte Therme nutzen kann.

Das Abendessen an unserem Ankunftstag haben wir im “Hafen Restaurant” eingenommen, wo man an Tischen, die in Holzboote eingebaut sind, auch mit einer großen Runde wunderbar und entspannt sitzen kann. Das Buffet bot für kleine und große Gäste mehr Auswahl, als man essen kann. Dort wartete am Morgen auch das ebenso leckere Frühstücksbuffet.

Die Therme hat regulär bis 23 Uhr geöffnet, so dass auch nach dem Abendessen noch genug Zeit bleibt, die Angebote dort zu nutzen. An dem Samstag, an dem wir dort waren, gab es sogar eine lange Thermennacht mit Öffnungszeiten bis ein Uhr nachts. Aber da schlafen müde Eltern ja längst. Im Wellenbad gibt es bis zu drei Meter hohe Wellen. Aber auch mit kleineren Kindern kann man im vorderen Bereich viel Spaß haben oder sich gemütlich mit den Poolnudeln etwas treiben lassen. Am Tag wird bei schönem Wetter das riesige Glasdach über dem Wellendach geöffnet, so dass man nicht nur unter echten Palmen, sondern auch unter freiem Himmel badet.

Neben viel Bewegung im Wasser waren auch die langen Hotelflure eine beliebte Rennstrecke für die Kinder. Die Flure wechseln je nach Tageszeit das Licht und geben einem ein bisschen das Gefühl, im Bauch eines riesigen Kreuzfahrtschiffes herumzulaufen.

Wir hatten an einem Tag die Gelegenheit, uns die Therme vor den offiziellen Öffnungszeiten anzuschauen. Ohne Badegäste kommt einem die weltgrößte Therme noch riesiger vor. Man kann hier sicherlich gut eine ganze Woche Urlaub machen und schafft es trotzdem nicht, alle Optionen – gerade im ausgiebigen Wellnessbereich – auszuprobieren.

Am interessantesten für unsere Kinder war der “Galaxy”-Bereich mit 26 Rutschen unterschiedlicher Kategorien. Draußen gibt es bei warmen Temperaturen zusätzliche eine große Sommerrutschenanlage. Auch für Kleinkinder gibt es einen eigenen Rutschenbereich. Die Rutschen bieten unterschiedliche Schwerpunkte und Kicks. Es gibt extrem steile und schnelle Rutschen, die erst von Jugendlichen genutzt werden dürfen. Dazu Rennrutschen für direkte Duelle, chillige Reifenrutschen und dunkle Röhrenrutschen. Christian und die Kids waren jedenfalls immer wieder für Stunden auf den Rutschen verschwunden – das spricht für sich.

Auch ohne Kinder wird einem hier aber ganz bestimmt nicht langweilig. Der Bereich der “Vitaloase” mit Thermalquellen, Vitalpool, Meditationshaus, Ruhetempel, Bali-Garden und vielem mehr ist für Gäste ab 16 Jahren gedacht. Ideal also sicherlich, um leere Elternakkus mal wieder aufzufüllen. Auch kürzere “Auszeiten” zwischendurch sind großartig. Wir hatten jeder eine einstündige Massage nacheinander gebucht, so dass sich jeweils einer um die Kinder kümmern und der andere die Massage genießen konnte.

Die Therme ist im Sommer wie Winter einen Besuch wert. Die warme Luft- und Wassertemperatur ist gerade in der kühleren Jahreszeit bestimmt herrlich. Im Sommer hingegen können die Glaskuppeln geöffnet werden und man kann den großen Außenbereich ausgiebig nutzen. Wir hatten total Glück mit dem Wetter und sind bei jenseits der 20 Grad auch viel draußen geschwommen und haben uns im Strudelbecken zur Außenbar treiben lassen.

Das Tropenfeeling mit Blick auf satte bayrische Wiesen ist schon eine gut gelungene Mischung. Wenn dem Kleinen der Thermentrubel zu viel wurde, sind wir einfach etwas am Feld entlang spazieren gegangen und haben Pusteblumen gesucht. Die Mädchen hingegen waren kaum aus dem Wasser zu bekommen.

Auch wenn wir schon lange keine Wickelkinder mehr haben, fielen mir die die gut ausgestatteten Wickelecken positiv ins Auge. Sogar kostenlose Windeln werden hier zur Verfügung gestellt.

Genug Möglichkeiten zum Ausruhen gibt es auch überall. Wenn man noch etwas mehr Privatsphäre möchte, kann man auch eigene Loungebereiche für einen Tag mieten. Als Hotelgäste waren natürlich unsere Zimmer ein schöner Rückzugsbereich zum Beispiel für ein Mittagsschläfchen.

Essen und Getränke bekommt man auch überall. Es gibt viele Cafés, Saftstände und Bars, zum Teil eben sogar direkt im Pool. Wir haben die Mittagskarte des “Hafen Restaurants” genutzt, die auch genug vegetarische Optionen bot.

Am zweiten Abend haben wir im edleren Restaurant “Empire” gegessen und wurden auch hier mit einem Wildkräutersalat mit Spargel und einer wahnsinnig leckeren Trüffelpasta vegetarisch glücklich. Die Kinder hatten andere geschmackliche Bedürfnisse und durften sich im “Hafen Restaurant” wieder am Buffet bedienen. Außerdem versorgte sie das Restaurantpersonal mit reichlich Malpapier und Stiften.

Und auch der köstliche Nachtisch trug zu dem Urlaubsgefühl bei, was sich hier bereits nach wenigen Stunden eingestellt hatte.

Als wir am nächsten Tag wieder mit Kindern und Koffern am Feld vorbei Richtung Bahnhof noch mal auf Therme und Hotel zurückblickten, war relativ schnell klar, dass dieses schöne Wochenende die weite Anreise mehr als wert war. Wir werden bestimmt wiederkommen, vermutlich spätestens, wenn uns der graue und trübe Winter in Berlin auf die Nerven geht und wir etwas “Urlaub unter Palmen” brauchen können.

Vielen Dank an das Hotel Victory, das uns zu dieser Reise eingeladen hat. Alle Bewertungen und Meinungen in diesem Artikel spiegeln unsere persönliche Meinung wider. Wer mehr über unseren Umgang mit Werbung, Sponsored Postings und unsere inhaltliche Unabhängigkeit lesen will, schaut hier vorbei.

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3 Kommentare

Anika 28. Juli 2021 - 13:33

Die Therme Erding kann ich nur empfehlen! Es ist herrlich dort und die Kinder hatten ihren Spaß. Danke, dass du uns daran teilhaben lässt!
LG Anika

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Marlissa 30. September 2016 - 20:49

Wow das sieht einfach alles so toll aus und vielen lieben Dank für deinen Beitrag.

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Steffi 30. Mai 2016 - 14:23

Wow, wahnsinnig tolle Bilder.
Klingt als hättet Ihr eine sehr schöne Zeit gehabt.

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