Fotoapparat, Babyfotos, Familienfotos

Zwölf von zwölf

von Anja

Am Wochenende waren unsere langjährigsten Freunde zu Besuch mit ihren vier Kindern. Zusammen mit unseren vier Kindern sind das mittlerweile zwölf Menschen, die tatsächlich nicht mehr so ganz an unseren nicht gerade kurzen Esstisch passen. Es ist halt sehr „kuschelig“, aber so ist das eben.

Die älteste Tochter unserer Freunde hatte an diesem Wochenende einen Plan mitgebracht: Sie wollte ein Foto machen, auf dem wir mal alle drauf sind. Eine ziemliche Herausforderung, die uns in den letzten Jahren mit stetig steigender Kinderzahl nie gelungen ist.

Ganz am Anfang unserer Freundschaft, da waren es „nur“ zwei Kinder, die man mit aufs Foto bekommen musste. Aber mittlerweile sind es acht, die natürlich in alle Richtungen unterwegs sind. Die einen, weil sie mit über zwanzig Jahren irgendwo weiter weg studieren. Die anderen, weil sie mit ihren nicht mal zwei Jahren immer aus dem Bild laufen oder irgendwo hochklettern, wenn wir versuchen, ein Foto zu machen.

Freundschaften für ein Stück Leichtigkeit

Seit nun bald zwanzig Jahren kennen wir unsere Freunde jetzt. Und immer waren und sind da auch Kinder in dieser Freundschaft, kleine und große Kinder. Und damit verbunden auch kleine und große Sorgen. Und mal mehr oder mal weniger müde Eltern. Aber vor allem immer ganz viel Freude und Dankbarkeit darüber, dass es all diese Kinder gibt: Patenkinder, Kinder von Freunden, eigene Kinder, die man beim Großwerden begleitet. Und die Kinder von Freunden sind jene, die sich mittlerweile auch immer ein bisschen wie die eigene Familie anfühlen.

Was ich auch mit diesen Freundschaften und all unseren vielen Kindern verbinde, ist immer ein Stück Leichtigkeit und Entlastung im Elternsein. Dieses Gefühl, dass da noch mehr Menschen sind, die auch für unsere Kinder da sind, jeder auf seine Art. Es tut so gut, wenn man nicht immer alles allein tragen muss. Wenn man die schönen und die besonders schönen Momente teilen kann. Vielleicht sogar Geburten miteinander erlebt hat. Aber auch die anstrengenden Tage, all diese Höhen und Tiefen, die das Elternsein nun mal mit sich bringt.

Es ist gut, wenn man sich einfach mal ausheulen kann, weil gerade alles ein bisschen zu viel wird. Und weil sich eher alles nach „von schlechten Eltern“ anfühlt. Und so machen wir an diesem Wochenende also dieses Fotos mit unseren acht Kindern. Die zusammen 99 Kinderjahre ausmachen. Was für eine Fülle von Erfahrungen und Emotionen. Und so viele Elternjahre liegen noch vor uns. Vielleicht und hoffentlich auch irgendwann Großelternjahre. Dann wird es bestimmt noch schwieriger, alle auf ein Bild zu bekommen. Aber wer weiß, manchmal braucht es nur den richtigen Anstoß.

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