Anio5, Smartwatch, Kinderuhr

Smartwatch anio5 für mehr Sicherheit im Kinderalltag (Werbung)

von Christian

In Zeiten von Smartphones interessieren sich Kinder immer weniger für Uhren. Frage ich meine große Tochter nach der Uhrzeit, zückt sie ihr iPhone. Fragt man mich nach der Uhrzeit, schaue ich trotz iPhone in der Hand auf meine mechanische Uhr am Arm. Natürlich lernen die Kinder immer noch die Uhr in der Schule. Das haben unsere größeren Kinder auch getan. Aber nach den ersten Analog-Uhren in der Grundschulzeit kamen keine neuen hinzu. Eine Armbanduhr ist für sie eher Ballast. Und nicht einmal Schmuck. 

Nun hat inzwischen das dritte Kind gelernt, mit dem dem Thema Zeit umzugehen. Der Sohn hat mehr Interesse an der „alten“ Armbanduhr seines Papas, schaut aber noch lieber auf die iWatch der Mama. Und auf die Smartphones der Schwestern. In diesem Dreieck aus Zeitmessmöglichkeiten haben wir für ihn eine gute Lösung gesucht… und mit der anio5-Smartwatch für Kinder gefunden (bis Ende März gibt’s mit dem Code GuteEltern15 für euch 15% Rabatt). 

Die Uhr des Bremer Unternehmens Anio vereint alle drei oben genannten Ideen in einem Produkt. Die Eigenentwicklung leiht sich unverkennbar das Aussehen bei der iWatch von Apple. Sie hat eine Reihe Features eines normalen Smartphones. Und doch auch wieder die Schlichtheit einer mechanischen Uhr. Denn die anio5 glänzt vor allem dadurch, dass sie ganz bewusst wenig kann. Und genau das haben wir für unseren Sohn gesucht. 

Wissen, wo das Kind rumstromert

Er ist deutlich faszinierter von Smartphones & Co. als seine Schwestern es in seinem Alter waren. Mag sein, dass es daran liegt, dass er älteren Geschwister erlebt, wie sie ihre Smartphones für die Kommunikation mit Freunden oder eben das Herausfinden der Uhrzeit nutzen. Vielleicht ist er aber auch einfach interessierter dran. Dennoch wollen wir Eltern ihm bewusst so spät wie möglich ein eigenes Smartphone geben – die hohe Anziehungskraft kennen ja auch wir Erwachsenen nur allzu gut. Es gibt bei dem Thema auch kein richtiges und kein falsches Alter, sondern es muss immer individuell vom Kind und der Situation abhängig gemacht werden, wie in Familien damit umgegangen wird. Wichtig ist eben nur, das Eltern über den Umgang nachdenken – für jedes Kind in der Familie immer wieder neu.

Unser Zweitklässler ist nun in dem Alter, in dem er sich von zu Hause wegbewegt, um mal eine Runde Roller zu fahren oder auf den Spielplatz zum Kicken oder Tischtennis spielen zu gehen. Und auch andere kleine Wege, ob zum Bäcker oder zur Schule, will er alleine bewältigen. Als Eltern sind wir hierbei prinzipiell relativ gelassen – weil er meist auch mit seiner größeren Schwester oder einem Freund unterwegs ist. Aber nicht immer. Und auch wenn wir die Kinder nicht durch Tracking oder ständige Anrufe auf dem Smartphone überwachen, ist es doch immer wieder gut und wertvoll, wenn wir sie und sie uns erreichen können. 

Und das geht auch ohne eigenes Handy und den damit verbundenen „Nebenwirkungen“. Die anio5 gibt uns Eltern die Möglichkeit, nebenbei ein Auge drauf zu haben, wo das Kind rumstromert und es eben sogar anrufen zu können. Und umgekehrt kann das Kind anrufen – entweder über eine der zehn einspeicherbaren Rufnummern oder indem es eine Nummer eintippt (wenn das Wählfeld aktiviert wurde in der zugehörigen Eltern-App für iOS oder Android). Oder es nutzt den rot markierten SOS-Knopf an der Seite. 

Mobiltelefon am Handgelenk – und eine Uhr

Wird dieser SOS-Knopf länger als fünf Sekunden gedrückt, werden bis zu drei hinterlegte Nummer direkt angerufen und kriegen zusätzlich die Koordinaten der aktuellen Position via Nachricht geschickt. Denn in der Smartwatch steckt eine SIM-Karte, deren verknüpfter Mobilfunkvertrag all diese Features ermöglicht. Hierfür reicht eine Prepaid-Karte, natürlich kann man auch eine Partnerkarte eines bestehenden Vertrags nutzen. Es geht in erster Linie darum, dass die Karte die Onlinefunktionen der Smartwatch ermöglicht. Und das ein Telefonat möglich ist, wenn es nötig wird.

Die anio5 ist also tatsächlich ein Mobiltelefon am Handgelenk. Dazugehörig sind GPS- und WLAN-Ortung ebenso integriert, so dass man als Eltern über die App den Ort nachvollziehen kann, an dem sich die Uhr befindet. Über die App ist auch der Austausch via Chat und Sprachnachrichten möglich, was allerdings immer etwas zeitversetzt läuft. Das irritiert anfangs, denn man ist nicht mehr gewohnt, auf die Zustellung einer Nachricht länger als wenige Sekunden zu warten – und genau das kann hier mal passieren. 

Man kann als Eltern Schulruhezeiten einstellen, damit während dieser Zeit die Smartwatch eben schlicht eine simple Digitaluhr ist. Sie zeigt aber ein schlichtes, analoges Zifferblatt an, so dass weiterhin das Lesen der Uhr geübt wird. Dort zeigt sie auch das Datum und das Wetter an. Außerdem sind eine Stoppuhr und ein Schrittzähler integriert, der tatsächlich stärker zum Rumlaufen motiviert, als man zunächst denkt. Bedient wird die anio5 via Touch-Steuerung auf dem Display und einer Seitentaste.

Mittelmaß finden zwischen Beschützen und Loslassen

Nochmal zur Eltern-App namens anio Watch. Die wurde von den Bremern selbst entwickelt und bietet Anschluss an eine Serverstruktur in Deutschland – und damit ein DSGVO-konformes Umfeld. Die App zeigt in Echtzeit die Wegdaten des Kindes an. Die anio5 ortet im Freien via GPS und in Gebäuden via WLAN. Die WLAN-Ortung läuft über eine Google-Schnittstelle, die zur erfassten WLAN-ID die Position liefert. Zusätzlich gibt es eine Geofence-Funktion. Hier definieren die Eltern „sichere“ Bereiche auf der Karte. Wenn das Kind diese Grenze überschreitet, wird man per Push-Notification informiert, ohne die App öffnen zu müssen. Das klingt jetzt natürlich alles ein bisschen überwachungsmäßig, aber kann sicherlich dann und wann hilfreich sein. 

Auch wenn wir alle „ohne Tracking“ und „den ganzen Tag draußen im Wald und auf dem Feld“ trotzdem irgendwie groß geworden sind, hätten sicherlich auch unsere Eltern ihre Sorge an der einen oder anderen Stelle gerne ein bisschen reduziert. Wie immer gilt es, ein gutes Mittelmaß zwischen Beschützen und Loslassen zu finden. Und ganz ehrlich, ich hätte mir als Kind an so mancher Stelle gewünscht, meine Eltern schnell mal erreichen zu können. Wenn man den Bus verpasst und kein Kleingeld für die Telefonzelle hatte. 12 Kilometer mit dem Skateboard nach Hause zu rollen, macht nicht wirklich Spaß. Und wahrscheinlich hätte mich mein Vater auch lieber abgeholt, als mich die Landstraße entlang skaten zu lassen.

Leichtgewicht am Kinderhandgelenk

Und wo wir schon bei großen und bei kleinen Elternsorgen sind: Auch in Sachen passiver Gesundheit hat sich der Hersteller der Smartwatch Gedanken gemacht. Bei den Strahlungswerten werden die gesetzliche Grenzwerte deutlich unterschritten. Die anio5 ist zudem nach dem europäischen EN71-Standard für Sicherheit bei Kinderspielzeug zertifiziert. Als einer von wenigen Herstellern von Kinder-Smartwatches wird von anio garantiert, dass sich keine Weichmacher oder andere schädlichen Stoffe in Plastikteilen oder im Armband der Kinderuhr befinden. Das robuste Armband lässt sich einfach per Klett sicher verschließen und ist auch für sehr schmale Handgelenke passend. Für 19,99 Euro kann es bei Bedarf oder Wunsch auch getauscht werden. Die Farbauswahl dabei: blau, schwarz, grau, rosa und lila. Die gesamte Uhr ist wertig produziert und ihren Preis von 169 Euro wert. Mit 35 Gramm ist sie zudem ein Leichtgewicht am Kinderhandgelenk.

Der einzige Kritikpunkt betrifft den Ladevorgang. Der Akku der anio5 hält gut einen Tag durch – sie muss also in aller Regel abends einmal geladen werden. So wie fast alle Smartwatches. Das Ladekabel dockt via Magnet an die Uhr an. Allerdings ist dieser Magnet so schwach, dass man genau gucken muss, dass sich die Uhr beim Ablegen nicht ungewollt vom Kabel trennt. Aber das ist tatsächlich der einzige Nachteil.

Wir versuchen den Kindern im Alltag weiterhin Wurzeln und Flügel zu geben für ihr Leben. Aber eine gewisse Erreichbarkeit, wenn sie ohne uns unterwegs sind, ist tatsächlich eine gute Unterstützung dabei.

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Anio GmbH. Die Produktbewertung in diesem Artikel spiegelt unsere persönliche Meinung wider.

3 Kommentare

Nila 31. Januar 2021 - 22:31

Hallo, eine Frage: ist diese Uhr mit „abhörfunktion“? In unserer Schule wäre sie dann nicht erlaubt…. viele Grüße

Antworten
Christian 1. Februar 2021 - 00:01

Man kann die Uhr komplett als Uhr aktivieren – also quasi alle Trackingsachen ausschalten. Damit ist sie meines Erachtens nach in der Schule kein Problem. Eine Abhörfunktion im Sinne etwa eines Babyphones hat sie ohnehin nicht. Der Hersteller schreibt: „In der Anio App legen Sie für die Wochentage Mo.-Fr. fest, wann Ihr Kind Schule hat. In diesen Zeiten färbt sich das Display der Uhr automatisch rot. Der Touch-Screen der Uhr ist jetzt gesperrt und es wird nur noch der Homescreen angezeigt. Alle ankommenden Anrufe werden blockiert und eingehende Nachrichten stummgeschaltet. Nach dem Ende der Ruhezeit wird die Sperrung automatisch aufgehoben.“ LG Christian

Antworten
Lotti 29. Januar 2021 - 22:53

Danke für den Artikel. Unsere großen Kinder lechzen auch nach einem Smartphone (1. und 4. Klasse), alternativ eine Kindersmartwatch. Für mich ist das Mittelmaß zwischen „Beschützen und Loslassen“ von dem ihr schreibt aber mit der Trackingfunktion schon überschritten.
Unsere Lösung ist bisher, dass die Kinder, wenn sie im Viertel spielen, ohne doppelte Sicherung unterwegs sind. Sie wissen, wie weit sie laufen dürfen. Wenn sie mit ihren Freunden Richtung Wald wollen, sollen sie vorher Bescheid geben und ja, nur mit Freunden, nicht alleine hin. Die Wege sind weitläufig und auch ich hab mich dort schon verlaufen. Da möchte ich wenigstens wissen, wo wir suchen müssen, sollten sie mal nicht wiederkommen. Für Wege mit der Straßenbahn/ Bus, also außerhalb des Viertels, geben wir das „Kinderhändi“ mit, ein einfaches Nokiahändi, das nur zum Telefonieren und sms-Schreiben taugt. Auch ins Freibad nehmen sie es mit. Sollten Sie mal in der falschen Bahn sitzen , oder Unvorhergesehenes passieren (Schienenersatzverkehr, Ausfall einer Linie, jemand hat sich verletzt) können sie Bescheid geben, ohne fremde Menschen um Hilfe bitten zu müssen. Trotzdem kennen sie unsere Nummer auswendig und wir haben gemeinsame „sichere“ Anlaufstellen in der Stadt identifiziert, sollte das Händi mal vergessen worden oder abhandengekommen sein.
Die Erwartungshaltung ist da, dass es zum Schulübertritt ein eigenes Smartphone gibt. Ob wir diese Erwartung erfüllen werden, darüber sind wir uns noch nicht sicher.

Antworten

Kommentieren