Manchmal bestimmt einfach des Leben die Zeitspanne zwischen dem ersten und dem zweiten Kind. Manchmal ist es auch eine bewusste von Eltern Entscheidung für einen möglichst kurzen Altersabstand.

Manchmal liegt es daran, dass ein (Zweit-)Kinderwunsch im höheren Alter doch etwas dringlicher ist mit dem Wissen, dass die biologische Uhr zunehmend etwas lauter tickt. Manchmal ist so ein Altersabstand aber auch ganz bewusst gewählt, damit die Geschwister alterstechnisch und in ihren Interessen nah beieinander liegen.

Aber erst einmal liegen die Interessen und die Bedürfnisse eines Babys und eines Kleinkindes doch sehr weit auseinander. Nach den ersten anstrengenden zwei, drei Jahren spielen so dicht beieinander geborene Geschwister häufig tatsächlich viel miteinander. Ausgeschlossen ist das natürlich auch nicht bei einem größeren Altersabstand.

Immer im Standby-Modus

Jedenfalls ist die Konstellation „Zwei unter zwei“ in den ersten Jahren nicht immer einfach. Ein Zweijähriges braucht noch immer viel Begleitung und kann vor allem auch nicht kurzzeitig mit dem Baby allein gelassen werden. Also gilt es immer, im Standby-Modus für zwei Kinder zu sein. Ganz egal, ob man nur mal kurz auf die Toilette möchte. Oder versuchen will, eine warme Mahlzeit zu kochen.

Tragetage

Auch die Geduld für die meisten Dinge ist mit zwei Jahren noch nicht allzu ausgeprägt. Das gemeinsame Sandkastengebuddel kann aus Kleinkindsicht nicht warten, bis das Baby auf der Spielplatzbank fertig gestillt ist. Oder das Kleinkind kippt von der Schaukel, weil Mama ihm akut nicht helfen kann, da das Minigeschwisterchen nun auch noch gewickelt werden möchte. Na klar, kann man als zweijähriges Kind gut laufen. Aber halt nur dann, wenn man möchte. Und wenn man auf den Arm will, dann doch bitte sofort. Außerdem ist es schon ungerecht, dass der „Babyparasit“ scheinbar 24/7 an Mama oder Papa hängen darf – ob auf dem Arm oder im Tragetuch versteckt. Das Tragetuch erlaubt einem aber wenigstens, noch das müde Kleinkind huckepack nach Hause zu tragen. Was der ohnehin gerade überlastete Beckenboden dazu sagt, kann in diesen Momenten meist nur ignoriert werden.

Doch auch der Kleinkindwunsch, alles alleine machen zu wollen, ist im Grunde noch viel zeitaufwendiger als die Vollzeitversorgung eines Babys. Alleine anziehen, alleine aufs Klo, alleine Essen – alles wundervolle Schritte, die man aber mit einem übermüdeten nörgeligen Baby auf dem Arm manchmal so gar nicht genießen kann. Und dann versucht man es noch mit Drängeln. Und prompt geht gar nichts mehr in der Hochzeit der kindlichen Autonomiephase. Denn das Tempo gibt schließlich immer noch das Kleinkind vor. Und natürlich sind auch die Nächte mit Baby und Kleinkind durchaus herausfordernd.

Natürlich gibt es auch die Momente, die das Elternherz dahinschmelzen lassen. Wenn das große Baby das kleine Baby herzt, sein Eis mit dem Stillkind teilen möchte oder liebevolle, kauderwelsche Worte für das Geschwisterchen findet. Doch die Momente der kleinen und großen Alltagsdramen überwiegen nicht selten. Zumindest dann, wenn man alleine mit diesen Doppelbelastungssituationen ist.

Das Kleinkind ist klein

Die Beschreibungen hier aus dem Alltag von Eltern mit „Zwei unter zwei“ soll niemanden erschrecken, der gerade mittendrin in dieser Konstelllation steckt oder ein Geschwisterchen mit kurzem Abstand erwartet. Es soll viel mehr das Bewusstsein- auch für das Umfeld der Eltern- schärfen, dass es ganz schön herausfordernd ist. Und wirkliche Unterstützung herzlich willkommen.

Die Eltern sind in permanenter Halbachtstellung, weil man weder Baby noch Kleinkind groß aus den Augen lassen kann. Das sorgt für einen recht hohen Stresspegel. Außerdem fällt das Extraschläfchen mit Baby häufig mal weg, weil gleichzeitig ein Kleinkind zu beaufsichtigen und zu bespaßen ist. Und weil das Kleinkind so klein ist und auch noch so viel Mama braucht, hat man gleich immer noch ein paar Schuldgefühle parat, wenn man beim Eisenbahn spielen abrupt abbrechen muss, weil sich ein hungriges Baby meldet.

Und da zwei Kinder unter zwei oder auch drei Jahren so betreuungsintensiv sind, überlässt man die bedürftige kleine Meute auch weniger mal gezielt nur einem Elternteil. Früher hieß es „Einer hat das Kind, einer hat frei“. Jetzt fühlt es sich nahezu leicht an, wenn man mal „nur“ ein Kind zu versorgen hat und man sich mal nicht zwei- oder dreiteilen muss.

Akzeptanz und Humor

Was also tun, damit man gut durch diese Zeit kommt?

  • Als erstes solltet ihr anerkennen , dass es so ist, wie es ist und euch als Eltern Müdigkeit und Erschöpfung auch zugestehen. Auch in der Beziehung sind sicher eine Zeit lang erst mal ganz praktische Absprachen bezüglich der Familienlogistik an der Tagesordnung anstatt romantischer Worte oder tief schürfender Gespräche. Auch hier hilft es, das Ganze mit gewissem Humor zu betrachten.
  • Setzt Prioritäten in allen Bereichen. Lieber die Wohnung etwas verwahrlosen lassen, als mit dem Putzlappen in der Hand stehend am Fenster einzuschlafen. Vielleicht muss man auch beruflich einen Schritt zurücktreten, zumindest vorübergehend. Meist steht man sich dabei meist selbst mehr im Weg als ein Arbeitgeber oder das jeweilige Arbeitsmodell, in dem man sich gerade befindet.
  • Außerdem gilt: Je kleiner die kleinen Kinder sind, umso mehr Hilfe sollte man organisieren – Freunde, Familie oder notfalls auch gekaufte Hilfe. Das zweijährige Kind wird nicht unbedingt gleich über Nacht von zu Hause weg sein wollen, aber ein paar Stunden Tierpark mit dem Patenonkel können die Eltern nutzen, um mit dem Baby einen langen Mittagsschlaf zu halten.
  • Sorgt für kleine Auszeiten, die komplett kinderfrei sind. Das kann eine Stunde in Ruhe im Badezimmer sein, während das andere Elternteil eine Spielplatzrunde mit beiden Kindern dreht. Oder du verlässt das Haus für ein Frühstücksdate mit der Freundin oder gönnst dir eine Massage als Ausgleich für die vielen Tragetage gerade.
  • Genießt auch das Familienleben trotz aller Anstrengungen. Haltet die schönen Momente in Bildern oder mit Worten fest und erinnert euch daran, wenn es gerade schwierig ist. Und wenn beide Kinder nach und nach größer werden, genießt auch die neuen alten Freiheiten, die nun nach und nach wiederkommen. Versprochen .

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Kommentare

17 Antworten zu „Zwei unter zwei“

  1. L
    Liz

    so ein schöner Artikel. Hat mir wieder Mut gemacht, meine Situation mit Humor zu sehen und ich nicht alleine da stehe mit dieser „anstrengenden“ Konstellation.

  2. L
    Lila

    Ich habe auch 2 Kinder (beides Mädels) 🙂
    Sie haben einen Altersabstand von 14 Monaten. Mittlweile sind beide 3 und 2 Jahre alt.
    Ich konnte die Elternzeit perfekt auf beide aufteilen und und so konnten beide Kinder die ersten beiden Lebensjahre zu Hause verbringen. Trotzdem lieben sie ihren Kindergarten und ihre Spielkameraden. Es war zwar eine anstrengende Zeit, aber auch eine tolle. Die Große war noch nicht in der Eifersuchtszeit, als die Kleine zur Welt kam. Sie spielen ganz toll miteinander, lieben sich oder ärgern sich auch gegenseitig mal.
    Nun gehe ich seit 2 Monaten wieder arbeiten im Schichtsystem und dank Großeltern und dem Papa der Kinder klappt das auch sehr gut 🙂

    Übrigens war bei uns der geringe Altersabstand geplant.

  3. Y
    Yvonne Mevissen

    Unsere Tochter ist 21 Monate älter als unser Sohn. Das erste Jahr war sehr hart, weil sie mit Aggression gegenüber dem Kleinen reagierte. Jetzt ist sie drei und er 16 Monate und beide spielen schön miteinander. Und anstelle, sich einfach mal auszuruhen, kommt im April Nummer drei. Dann sind 20 Monate Abstand zwischen den beiden Jüngeren. Wir sind gespannt, wie das klappen wird. Vielleicht schreib ich dann den Artikel „Drei unter vier“…

  4. K

    Klasse der Artikel! Ich erinnere mich an unsere Anfangszeit zurück! Meine Tochter war ein Jahr alt, da kamen unsere Zwillingsjungs zur Welt. Ich hatte also drei unter 2 Jahren!
    Heute sind alle drei in der Grundschule.
    Aber es war (und ist!!) immer viel los bei uns. Ich bereue den geringen Abstand aber nie.
    Man darf auf keinen Fall den Humor verlieren. Aus Selbsttherapie (hihi) habe ich begonnen, einen Blog über uns und unser Leben mit den Pseudodrillingen zu schreiben.
    Schaut doch mal rein, wenn ihr Lust habt!
    http://www.dachbuben.com
    Liebe Grüße!

  5. G

    Nachdem ich diesen Beitrag gelesen habe, und mir einige noch bewusstere Gedanken gemacht habe, sehe ich mit noch größerem Respekt auf meine Schwiegertochter – auch mit „ZWEI UNTER ZWEI“ 🙂

  6. W
    wolldrache

    ich glaube, es kommt auf die Kinder an.
    wir haben auch einen 24Monats-Abstand (Bewusst) hingelegt, und ich wusste, dass das erste Jahr anstrengend werden wird.
    Aber sooo anstrengend?! – und das sage ich , obwohl Kind No.2 seit Kleinauf der reinste Sonnenschein ist.
    aber im Nachhineien: Ich würde es wieder so machen.

    Der Große war noch zu klein, um eifersüchtig zu sein; er hat nach ca. 5 Monaten gemerkt, dass da irgendwas schief gelaufen ist, mit seinem Thron. Aber was genau, weiß er nicht so genau, Den Bruder liebte er heiß und innig, auf uns Eltern war er manchma sauer.

    Und bereits nach 1 1/4 Jahren spieten die beiden miteinander und es wurde ruhiger für uns.

    Klar, aufeinander aufpassen können sie nicht mit 1 3/4 und 3 3/4, aber wenn ich Ihnen jetzt im Alltag zusehe, dann denke ich oft: Noch 2 Jahre, dann ist Kind 2 so weit, wie jetzt Kind 1 – und was da alles möglich wird!

    Ich freue mich drauf!

    Und trotz des kurzen Abstands hatten wir die unschönen Sachen alle schon wieder verdrängt; so haben wir z.B. den kleinen mit 3 Monaten zum Großen ins Kinderzimmer ausquartiert (konnte eh nicht im Liegen stillen, und zum Glück danach schnell wieder einschlafen), weil das beim Großen ja auch super geklappt hat. Und dabei haben wir komplett die Zeit des Zahnens verdrängt …. und dann also lange Zeit doch jeder mit einem Kind in getrennten Räumen geschlafen (oder wach gewesen).

    Aber wenn sie nun endlich beide abends vor dem einschlafen nicht mehr gemeinsam das komplette Kinderzimmer auf den Kopf stellen wollen … – dann …. Dann haben wir’s geschafft.
    Oder so.

  7. A
    Anne

    Jaaa, so war das! Ich habe damals den typischen Spruch gehasst: „Aber später können sie ja mal so schön zusammen spielen.“ Und alle beneidet, die mit ihrem 2jährigen in Ruhe auf dem Spielplatz weitertratschen konnten und ohne Baby im Tuch im Turnen waren oder Martinslaterne basteln konnten.
    Und jetzt ist es genauso gekommen: Jetzt sind sie 5 und 6, spielen (und streiten) zusammen und sind sich die beste Freunde. Und jetzt sitze ich tratschend auf dem Spielplatz und muss nicht Fangen spielen oder Trampolin hüpfen. 🙂

  8. R
    Rabea

    Mir geht es ähnlich, wenn auch ohne Abstand. Meine zwei Söhnchen sind 13 Monate alt und es ist schon ein Hammer, gleich zwei so Kleine zu haben. Auch die „schöne“ Zeit mit dem ersten hatten wir nicht, weil sich da gleich beide auf einmal in unser Leben geschmuggelt haben… 🙂
    Gleich voll mittenrein…so fühlt es sich oft an.
    Es gibt viel Schönes, die beiden spielen viel zusammen und da kann man sie schon mal alleine lassen…und aus der Ferne beobachten und sich freuen…
    Aber beide zugleich Zahnen etc. bedeutet nachts sehr oft aufzustehen…
    Wir haben uns damals gefragt, wann wir uns vorstellen könnten, das zweite Kind zu haben…da wussten wir noch nichts von unserem Doppelglück…und die Frage hatte sich damit erledigt….“Familienplanung“? Pustekuchen… 🙂

  9. K
    Katharina Mraz

    Hallo. Schön zu lesen dass es auch anderen so ergeht. Denn ich bin Alleinerziehend mit einem 14 Monate alten Jungen und einer 3 Jährigen. Das letzte Jahr und auch die Schwangerschaft hat mir manchmal den letzten Nerv und ALLE Kräfte geraubt. Bald kommt der jüngste in die Kita und ich hoffe auf Entspannung.
    Finde am Anstrengensten wenn beide krank, oder die Zähne kommen bei Kind Nr. 2 plus Alpträume bei Kind 1. Das hatte ich gerade. Im Prinzip 4Wochen komplett kein Schlaf. Ich dachte ich fall um. Erstaunlich was wir alle leisten können.
    LG Katharina aus Berlin

  10. I
    Imke

    Ich habe 2 Kinder 19Monate Abstand. Jetzt fast 1Jahr alt und eben 2,5.

    Ich liebe den Abstand. Der Große ist sehr zärtlich. Ok auch mal wüst. Aber ein toller großer Bruder. Ich habe den großen bis vor 2 Monaten noch zum einschlafen gestillt. Jetzt hat er beschlossen er braucht es nicht mehr.

    Ich finde den Unterschied ein Kind oder zwei Kinder geringer als eins oder keins. Wir überlegen grade mit dem Abstand von Kind No3 denn eigentlich mag ich den nicht erhöhen. Er ist einfach perfekt – für uns.

    Ich kann die meisten Alltagssorgen nicht bestätigen. Und finde schon dass die Bedürfnisse sich ähneln oder gut parallel erfüllbar sind. Tragetuch mit Baby und Spielplatz geht super. Dann gibts halt ausnahmsweise einen keks während des stills oder ein Buch oder oder…

  11. V
    Verena

    Kann ich so unterschreiben

  12. H
    Helen

    Hm hm hm, ich bin auch gespannt. Meine Tochter ist 22 Monate und das Brüderchen kommt im Oktober. Sie schläft immer noch nicht durch und braucht ab und zu auch noch die Brust zum Wiedereinschlafen… ich will das unbedingt ganz sein lassen, bevor das Baby kommt. Außerdem ist sie plötzlich sehr anhänglich und lässt sich nicht mal mehr von Oma und Opa wirklich unkompliziert betreuen 🙁 Und mein Mann hat einen neuen Job, so dass er während der Woche in einer anderen STadt ist :-O

  13. S
    Saskia

    „…. oder versuchen will, eine warme Mahlzeit zustande zu kochen.“ … *lol* … selten so gelacht.

    Mein Tipp für anstrengende Kleinkindzeiten: Buttergemüse aus dem Tiefkühler! Gesund, fettarm, meinetwegen auch noch bio … „kocht“ sich von ganz alleine und lässt sich in großen Mengen bevorraten. Und schmeckt den Kleinen.

    Danke für diesen Artiel, ich bin mal gespannt, wie es bei mir ab August wird. Tochter Nr. 1 wird dann zwei Jahre alt (gerade eben) und Tochter Nr. 2 kommt auf die Welt. Mein Radius wird sich wohl noch weiter verkleinern … und Mutti das perfekte Chaos leben. Kommt Zeit, kommt Rat.

    S.

  14. I
    Isabel

    Oh ja!
    Wir sind grade mittendrin in diesem Chaos. Unser erster ist ein Extremfrühchen (26.Ssw), etwas entwicklungsverzögert u nun korrigiert etwa zwei Jahre alt. Der Kleine ist im Mai ein Jahr geworden…. wir haben diesen Abstand bewusst gewählt u ich finde es immernoch gut. Abe manchmal ist es sosososo anstrenend, dass ich heulend auf dem Küchenboden sitze, weil ich das Gefühl habe, dass es mich gar nicht mehr gibt. 99% Mutter, 1% Ehefrau, 0% ich.
    Bald wird es hoffentlich einfacher.

  15. S

    Ich kann das völlig bestätigen. Unsere Kleine ist zwei Wochen alt und unsere „Große“ 26 Monate. Wer bei einem Kind schon müde ist, weil man halt wenig Schlaf bekommt, sollte sich beim zweiten Deinen abrät mit der Hilfe wirklich zu Herzen nehmen. Ich bin so froh, dass unsere Große schon in den KiGa geht und das Oma seit zwei Wochen statt mir mit ihr zum Kinderturnen geht… Und ich ein bisschen Zeit zum Schlaf nachholen habe… Das erleichtert es mir ungemein. Sonst würd ich auch beim Rasenmähen (Fenster Putz ich nicht so oft … 😉 ) einschlafen.

    Danke wieder mal für einen tollen Beitrag. Ich lese hier immer wieder gerne mit! Lg, Judith

  16. D
    Daniela

    Ui, ein Artikel zeitlich passend wie die Faust auf’s Auge! Noch vier Wochen, dann befinde ich mich in genau dieser Konstellation – mit Zweien unter zwei und nach 2 Wochen alleine mit Haus und Alltag. Kein Wunder, dass ich schon bereits die gesamte Schwangerschaft über eher mit den Sorgengedanken über die Bewältigung des Alltags hadere als mich – wie in der ersten Schwangerschaft – endlos vielen schönen Gedanken und Vorstellungen hinzugeben.

    Doch, es gibt nichts, das einem dabei hilft. Außer Gelassenheit, Offenheit und Akzeptanz für die Ist-Situation. Und wirklich jede Hilfe, die man bekommen kann.

    Ich bin gespannt und werde aber zunehmend ruhiger. Es muss ja funktionieren. Ein Risiko sehe ich allerdings in Bezug auf den „Kleinen“: er ist gerade in einer rasanten Entwicklungsphase mit Selbständigkeit, Quasseln und Selber-Wollen, so dass man ihn häufig überschätzt. Er ist aber noch sehr klein und bedürftig. Da muss man sich glaube ich, besonders wenn das zweite da ist, sehr oft dran erinnern und darf den plötzlich großen Geschwistern nicht zu viel abverlangen oder von ihnen erwarten. Wir hoffen mit Mama- und Papa-Ritualen (währenddessen der andere dann Nr. 2 hütet) seinen Bedürfnissen gerecht zu werden.

    Dein Artikel beruhigt (andere haben es ja auch geschafft) einerseits, macht mir aber dennoch auch Unruhe (mal so unverblühmt auf den Punkt gebracht, was einen erwarten wird und das selbst von dir als Hebamme eher als wirklich fordernde Situation beschrieben…).

    Aber am Ende werden einem sicher vor allem die schönen Momente Kraft geben. Hoffe ich.

  17. R
    Rebekka

    Danke für diesen ehrlichen Artikel!
    Ich habe in der letzten Zeit oft über ein weiteres Kind nachgedacht und meine rationals Seite fühlt sich bestätigt, dass ein zweites Kind in einem Abstand unter 2,5-3 Jahre im Moment nur schwer zu tragen wäre. Meine emotionale Seite schönt die Vorstellung nämlich gerne mal 😉 . LG Rebekka

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