Grossfamilie, Liebe, Gewollt, Wunschfamilie

„Ihr habt das doch so gewollt!“

von Anja

Eltern, die mehr als ein oder gar zwei oder drei oder vier Kinder haben, kennen den Satz – und hassen ihn. „Ihr habt das doch so gewollt!“ ist die Antwort, die man häufig von der eigenen Familie, von Freunden, aber auch gerne von Fremden bekommt, wenn man gelegentlich über Erschöpfung, große Müdigkeit oder permanenten Zeitmangel klagt. Auch dass das Leben teurer mit mehr Kindern ist, sollte man besser nicht zu laut erwähnen.

Eine junge Mutter berichtete mir kürzlich, dass sie diesen „Selbst-Schuld-Satz“ bereits neun Wochen nach der Geburt des dritten Kindes um die Ohren geworfen bekam. Auch in der Schwangerschaft sollte man besser nicht zu laut jammern, wenn schon mehrere Kinder vorhanden sind. Schließlich hat man das ja selbst so gewollt, sich vielleicht sogar sehnlich gewünscht oder einfach nicht aktiv genug verhütet. Wenn Zwillinge plötzlich die Familie um zwei weitere Kinder bereichern, sollte man eventuell besser auch nicht in allzu lautes Gejubel ausbrechen. Denn sonst heißt es hinterher noch, dass man sich das ja genau so gewünscht hätte. Und wenn man etwas so gewollt hat, darf man anschließend scheinbar hinterher nicht meckern.

Außer die Hebammen, die dürfen das. Denn merkwürdigerweise ist mir im beruflichen Kontext dieser Satz noch nie begegnet. Dabei jammern wir Hebammen anerkanntermaßen und zu Recht ja aktuell immer noch viel: über schlechten Verdienst, zu hohe Haftpflichtprämien und ein Arbeitspensum immer knapp an der Burnout-Grenze. Es hat mich aber auch niemals und zu keinem Zeitpunkt, jemand gezwungen, Hebamme zu werden. Dabei war der Verdienst schon vor 15 Jahren schlecht, die Karrierechancen dürftig und die Arbeitszeiten so unregelmäßig und schlecht planbar wie heute. Und trotz dieses Wissens hat mir noch niemand an den Kopf geknallt, wenn ich dieses Bedingungen beklage, dass ich es ja so gewollt habe. Ganz im Gegenteil. Man bekommt viel Anerkennung und die meisten Menschen nehmen an, dass es trotz der schlechten Rahmenbedingungen ein großartiger Beruf ist. Also darf ich jammern…

Manchmal ist das Leben anstrengend

Das Muttersein ist für mich trotz oft echt mieser Arbeitsbedingungen sogar der noch schönere Beruf. Trotz Stress, Müdigkeit, Zeitnot, Geldmangel und ständigen kleinen und großen Sorgen macht es glücklich. Und das bei jedem Kind. Ob eine Familie sich mit einem, zwei, drei oder mehr Kindern komplett fühlt, darf diese mit viel Glück sogar selbst entscheiden. Genau wie die Wahl des Berufes.

Und genauso wie es ökonomisch vielleicht nicht sehr sinnvoll ist, Hebamme zu werden, bedeuten mehrere Kinder natürlich mehr Arbeit und weniger Freizeit. Mehr Chaos beseitigen, mehr Einkaufen, mehr Kochen, mehr Geschirr spülen. Größere Wäscheberge abarbeiten, mehr Zähne nachputzen, mehr Kinderköpfe nach Läusen absuchen. Noch mehr Elternabende besuchen, mehr kleinkindliche Wutanfälle begleiten, mehr schlaflose Nächte überstehen. Und noch weniger Zeit für sich selbst haben – und damit sicher gelegentlich auch mehr Erschöpfung und zeitweilige Überforderung.

Aber eine große Familie zu haben, es ist ein großes Glück und all das wert. Und einen Beruf zu haben, den man liebt, macht auch glücklich. Genau das ist der Grund, warum ich nach all den Jahren – trotz sich weiter verschlechternden Rahmenbedingungen – noch immer Hebamme bin. Ich hab auch das so gewollt und manchmal ist das Leben anstrengend – so oder so. Ob mit keinem, mit einem Kind oder mit fünf Kindern. Das möchte man manchmal einfach nur sagen dürfen. Und dann wünscht man sich vielleicht ein bisschen Verständnis, Mitgefühl oder eine Umarmung – und wenn es passt, sogar noch etwas Hilfe. Auch wenn man es ja selbst so gewollt hat.

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35 Kommentare

Napoleon 1. Januar 2017 - 23:30

Da es mit drei Kindern (übrigens heutzutage unverantwortlich;-) ) total stressig sei, hätte ich doch über eineSterilisierung nachzudenken. Dies und noch weitere Gehässigkeiten durfte ich mir anhören, obwohl wir gut situiert und Akademiker sind. Lustigerweise hört mein Mann diesen Unsinn nicht. Egal, wer sich für Kinder entscheidet, trifft meiner Meinung nach eine Entscheidung aus dem Herzen. Und auch wenn die Selbstverwirklichung (beruflich? Mehr Urlaub, Party, schickes Haus und Auto?) da auf der Strecke bleiben kann, haben wir doch etwas viel wertvolleres geschaffen, nämlich Familie (familia lat. = Vertrauensgemeinschaft). Aber mal jammern ist auf jeden Fall erlaubt, wenn die liebe Brut mal wieder die schöne Vorstellung vom kleinen Familienunternehmen, uns zum Trotz, umkrempelt. Familienleben ist eben nicht immer Frieden, Freude, Eierkuchen und das muss man auch mit vielen Kindern mal sagen dürfen. Wir werden jedenfalls unsere Familienplanung noch nicht abschließen. Ätsch, sag ich nur, und das sicherlich trotzig.

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Jacqueline 7. Dezember 2016 - 10:42

super Beitrag! überhaupt immer sehr gut geschrieben deine Texte…Regen sehr zum Nachdenken und Nachmachen an…;-)
vielen Dank! Liebe Grüße aus Österreich

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Stefanie 21. November 2016 - 11:47

Danke für diesen Artikel, ich höre den Satz auch immer wieder und bin meist sprachlos. Mir fehlt leider die passende Antwort dazu. Irgendwelche Ideen? Was kann ich entgegnen, um klar zu machen, dass ein „Du hast es doch so gewollt“, weder zulässig ist noch in irgendeiner Weise hilft?

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Angela 26. November 2016 - 18:22

Der Punkt ist: ja, ich habe zwei (oder mehr…) Kinder gewollt. Aber ich habe nicht zwingend die ganzen Sorgen und Anstrengungen dazu gewollt. Nur: Kinder gibt’s halt nur im Komplettpaket, da kann man sich kein best-of herausspicken. Wer sagt denn, dass ich es wirklich genau SO gwollt habe? Das Leben mit Kindern kann SO, oder eben doch auch ganz anders sein. Ist ja im Beruf eigentlich das Gleiche. Jeder jammert da mal (manche auch ständig). Nur wird da den Jammerern (insbesondere anscheinend den Hebammen, wie Anja schreibt 😉 ) selten mal gesagt, dass das ja auch eine selbst getroffene Wahl ist (die übrigens bedeutend leichter zu beeinflussen und vor allem zu ändern ist als die der Kinder!). Vielleicht lässt sich das irgendwie in einer Antwort verwenden? So nach dem Motto: du jammerst nie über deinen Job? Hast du dir den nicht selbst ausgesucht?

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Helena 21. November 2016 - 09:25

Jeder anstrengende Job kann einen an die Belastungsgrenze bringen und Elternsein ist eben einer davon. Das “ Jammern“ darüber und verständnisvolle Zuhörer helfen oft, dass diese Grenze nicht überschritten wird und man mit neuer Energie weiter machen kann.

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Mona 22. Juni 2016 - 13:07

Vielleicht hilft es, einfach übers Elternsein zu jammern. So machen es meine Kollegen, von denen die meisten 2 und mehr Kinder haben. Statt immer zu betonen, es sind 3 oder 2 oder 5. Wieso wird das immer betont? Mancher ist mit einem Kind so gestresst wie es ein anderer mit 5 Kindern nie sein wird. Und oft hört man, wenn man ein Kind hat: na wart mal ab, wenn du 2 hast. Dann erst weißt du was Stress/Schlafmangel/hohe Kosten/etc. ist! Warum muss das so sein?

Und nicht einfach jammern, einfach sagen was genau schwer ist. Das die letzte Woche anstrengend war, die Mittlerste kriegt Zähne. Oder das man 2 Nächte nicht geschlafen hat, der Kleinste brütet scheinbar was aus. Dann helfen einen die Leute im Umfeld gern und holen das Kind mal für eine Runde im Kinderwagen ab oder laden einen zum Essen ein. Und wenn sie es nicht tun, dann sind sie keine Freunde/Familie, dann kann man sich da auch ruhig zurücknehmen wenn sie mal jemanden zum Streichen brauchen. 🙂

Die meisten Eltern nehmen ja doch keine Hilfe an. Ich habs im Umfeld so oft versucht. Erst wird groß gejammert wie schwer alles ist und wie sehr man auf dem Zahnfleisch kriecht und wenn ich Hilfe anbiete (Essen bringen, mal aufpassen, einfach auf nen Kaffee vorbei kommen und ablenken,…) dann wollen sie es nicht und es ist alles kein Problem. Wie kommt das?

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Icke 18. November 2016 - 21:35

Ich bin auch so eine, die bis kurz vor dem BurnOut alles geben würde, um meine Familie, den Vollzeitjob und den Haushalt unter einen Hut zu bekommen und ich nehme sehr ungern Hilfe an. Ich habe das Gefühl, so lange ich keine Hilfe „von außen“ brauche, habe ich die Situation irgendwie im Griff. Vielleicht nicht immer optimal und logisch betrachtet liefe es mit besagter Hilfe garantiert besser, aber ich habe das Bedürfnis, es alleine zu bewältigen. Es ist eine psychische Sache: mal maulen wie schwer es ist, ist okay, es dann tatsächlich nicht ohne Hilfe zu schaffen, wäre undenkbar.

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Mama Blume 3. August 2015 - 16:33

Ich bin eine, die bei einer Person manchmal dachte „Hast Du Dir doch selbst so ausgesucht..!“

Lag aber vorrangig daran, dass diese Person mein „Jammern“ stets kommentierte mit „Na, ich hatte drei Kinder und ein Mann im Schichtdienst UND eine Umschulung!“

Ich bestreite nicht, dass es für sie anstrengend war, im Gegenteil. Hab es damals ja hautnah miterlebt aber mir drängte sich dieser Gedanke irgendwann schon auf, wenn man statt Mitgefühl für die eigene Situation dazu genötigt wird, Mitgefühl für jemand anderen zu empfinden, weil sie es „noch schwerer hat(te) als man selbst!“

Ob ich wirklich Grund zum Jammern hatte.. keine Ahnung. Ich denke bis heute, dass ich durchaus Grund zu hatte, die Person von der ich spreche sieht das jedoch nicht so.

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Sarah 16. Juni 2015 - 12:26

Ich kann das absolut nachempfinden! Ich habe einen kleinen Sohn,3 Jahre. Zwei Wochen nach seiner Geburt wurde von meiner Familie erwartet, wieder genauso zu funktionieren wie vorher. Für meine Mutter einkaufen und ihr im Haushalt helfen, um meinen Bruder zu entlasten, der das alles vermehrt während meiner Schwangerschaft tun musste, weil ich mich schonen musste. Nach einem Jahr habe ich wieder angefangen mit 30 Stunden in der Woche zu arbeiten. Nachdem der kleine ca. 1,5 Jahre alt war, habe ich geäußert, dass wir uns noch ein zweites Kind wünschen. Mein Bruder meinte, nur, ob das so eine gute Idee wäre, wenn ich mit dem ersten schon nicht klar käme. Ich war zutiefst verletzt. Der Kinderwunsch nach dem zweiten ist immer noch da, allerdings hat es noch nicht geklappt! Auch frage ich mich des Öfteren, ob es so eine gute Idee ist, jetzt noch ein zweites Kind zu bekommen. Ich bin auch häufig erschöpft und genervt, weil mein Sohn schon sehr fordernd ist und sehr lebhaft. Aber das ist ja auch schön! Wir versuchen es nach wie vor, auch wenn es nicht einfach sein wird, weil wir keine Großeltern oder Ähnliches hier haben. Aber soll ich deswegen meinen Kinderwunsch verwerfen? Ich denke nicht daran! Wenn es sein soll, bekommen wir auch noch ein zweites Kind! Ich werde es aber auch akzeptieren, sollte es nicht mehr klappen! Lg Sandra

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Karima 15. Juni 2015 - 20:56

tja die sätze hab ich alle gehört… auch die in den Kommentaren…
mein kiddis sind 4 und zwei und haben einen Bauchzwerg….
ich weiss wenn ich mit 100 auf mein leben zurückschaue würde mir was fehlen würde, ich diese wunderbaren kleinen Wesen nicht in meinem Leben hätte…
wer weiß was noch kommt…. einen Berechtigungsschein habe ich nach gesellschafltichen Gesichtspunkten nicht, vielleicht grad mal für eines……
ich finde diese entwicklung sehr sher traurig…
ich bin auch nicht überzeugt von den Argumenten die mir entgegengebracht werden…
ich freue mich dass ich hier von vielen Gleichgesinnten gelesen habe….
dacht schon wir sind nur so ein „nichtgenehmigt exemplar“ …..
schöner Beitrag

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tati 15. Juni 2015 - 13:26

Schön geschrieben!:)
Ich höre diesen spruch leider sehr oft! Meine jungs sind 10,5,2 und jetzt im mim schwanger mit dem dem 4ten…ich bin gern mama und habe auch Spaß daran aber sobald es einem mal nicht gut geht un sich traut n klein bissi zu kammern bekommt man von allen seiten irgendwelche blöden sprüche und es nervt! Ich bereue keinen meiner jungs und bin suoer stolz auf sie!:)

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anja 15. Juni 2015 - 11:25

Sehr schön! Wir haben neun Kinder zwischen 1-16 . Zwar habe ich diesen Satz selten gehört, aber wahrscheinlich weil ich an die richtigen Adressen gerichtet jammere- die die auch mehrere Kinder haben. Fazit ist dann aber am Ende des Gesprächs, dass wir glücklich sein können, trotz aller Sorgen und Herausforderungen die unser Leben mit sich bringt, dass es nicht an den existenziellen Dingen an de4 Gesundheit, Job etc. mangelt. Aber klar, auch jede Mutter darf sich kaputt, überfordert und genervt fühlen. Das ist ja kein Privileg einer Ein-Kind-Mutter.;)

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Mikmo 15. Juni 2015 - 10:40

Sehr wahr,
Ich mama von 6 kindern (13, 11, 6, 4, 3 und fast 2) habe es auch genauso gewollt. Es gibt diese tollen sprüche ja! Ich liebe diesen fragenden blick……alle von einem mann? Ja alle von einem! Dann Könnt ihr ja gut Vom kindergeld leben! Die wissen wohl nicht was kinder kosten. Oder toll ist auch……dann bekommt ihr ja geld Vom amt! Nein kriegen wir nicht!!!!! Mein mann arbeitet und auch ich arbeite. Ich putze und koche täglich. Andere leute bemittleiden mich, dass ich so viel arbeit habe. Das brauch ich auch nicht. ich geniesse jeden tag ,auch wenb es mal schwierig ist. Ich finde es einfach nur sehr schade, das es gleich heisst gross familie gleich asozial. Warum wird nicht gesehen, dass nicht alle gleich sind? Es gibt familien mit nur einem kind wo ich Denke, holt das kind daraus!!!
Leben und leben lassen!!!!!!

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Maike 15. Juni 2015 - 10:14

Ja, so ist es, DANKE!!
Wir haben zwei Kinder (6 und 2) und wollen noch eins! Auch wenn wir jetzt schon überfordert und müde sind und das Geld knapp ist. Schlimm ist nicht, viele Kinder zu bekommen. Schlimm ist, dass es in unserer Gesellschaft so gut wie unmöglich ist, drei Kinder ordentlich großzuziehen, ohne finanziell und kräftemäßig auszubluten (außer man hat reiche Eltern oder Großeltern/Tanten/Onkel, die sich viel kümmern).
Aber Politik wird ja nicht für uns junge Familien gemacht, sondern für die Rentner. Denn das sind ja die Wähler!

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S.Krause 15. Juni 2015 - 10:00

Auch ich habe drei kinder im alter von 7,2 und 0,5 jahren….bei dem satz “ du hast es doch so gewollt“ , den ich leider auch oft zu hören kriege, bin ich oft am zweifeln, ob es die richtige entscheidung war….aber wenn ich dann das lachen meiner kinder sehe, weiß ich, JA, es war gut so und ich bin stolz auf meine mäuse. auch wenn es wirklich oft nicht einfach ist, sich gemecker und gejammer von mehreren kindern gleichzeitig anzuhören, sich zu ärgern wenn die kinder nicht zuhören, sich aufzuregen wenn grad wieder ein kind am trotzen ist…..ohne sie wäre mein leben zu langweilig!!!

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stefania 15. Juni 2015 - 09:38

Hallo, ich bin Mutter von 3 Kindern (7J., 6J., 4 Monate). Selber bin ich 26 J. alt und ich darf nicht jammern, da ich es selber so wollte. Die Frauen, die jammern sind selbst schuld. Ich putze jeden Tag meine 180qm Wohnung (3.Stock, 2 Badezimmer), habe einen Hund zu Hause und bin zufrieden.

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Yva 19. November 2016 - 00:15

Na dann ist doch alles schön.

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Eva 15. Juni 2015 - 09:36

Hallo, es ist nicht nur dieser Satz der das Leben von Familien mit mehreren Kindern schwierig macht. Sehr schön sind auch die Sätze:
Die sind doch nicht alle vom gleichen Vater,oder?
Bei drei Kindern lohnt sich das ja mit den Sozialleistungen, oder?
Ihr wusstet wohl auch nicht wie verhüten geht,oder?
Solche Leute habe ich aus unserem Umfeld Verband, denn ich liebe meine drei Kinder und habe sie natürlich alle gewollt. Trotzdem darf ich wie jeder Mensch ab und zu meckern und jammern.

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Regina Friedrich 15. Juni 2015 - 08:52

Danke für Ihren Beitrag!
Tut nach diesem anstrengenden Wochenende so gut!
Hatten eine Klassenparty von unseren Jüngsten (5.kind) bei uns im Garten. Er und seine Mitschüler/innen hatten so eine Freude mit Wasser und Bechern sich bespritzen, Spiele ausdenken, auf einen Baum klettern (für manche Mädels war es zum ersten Mal auf einen Baum klettern)… Uns wurde es im nachhinein bewusst was das für eine Strahlkraft bei den Kindern hatte, beim Bedanken. Und konnte ein Vater doch mal in Ruhe seine zwei Autos putzen.
Nun ist der Jüngste auch schon in der 6. Klasse, inzwischen die Schwiegermutter dement, da verletzen mich schon dann manchmal Kommentare wie oben beschrieben, oder du tust nicht arbeiten…

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daniela 15. Juni 2015 - 08:21

Das hast du schön und sehr treffend geschrieben. Mir geht es mit 3 Kindern nicht anders, aber wehe, ich würde jammern. Gerade jetzt,wo sich Sommerfest, elternabende und Einladungen überschlagen. Ich bin froh, wenn der Juni um ist,auch, wenn dann 9 Wochen Ferien auf uns warten. Auch nicht leicht, aber machbar. Und ja, wir würden es immer wieder so wollen.

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ivonne 15. Juni 2015 - 07:00

Hallo bin mutter von 3 kindern 10.8 und 3 jahre
Ich willmit nienmanden tauschen.
Und auch ich darf sagen wenn ich muede bin u d auch sagen ich schaff das nich allein.warum nur muetter angiften.ohne vaeter gaebe es die kiddis nicht aber die haben ja nich soviel damittun wie wir muetter aber im gegensatz zu uns mamis duerfen die das.
Verkehrte welt.aber ich lass mir das nich vetbieten.ich jammere wann ich will und das ist selten.
Lasst euch nich unterkriegen….

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Ina Gudat 14. Juni 2015 - 22:56

Ganz besonders toll ist der Satz, wenn man ihn von Menschen um die Ohren gehaun bekommt, die (noch)keine Kinder haben. Meine beiden Kinder sind das größte Geschenk und trotzdem ist es oft sehr anstrengend, eben weil ich meine Aufgabe als Mutter sehr ernst nehme. Das darf man auf jeden Fall sagen, also lasst euch nicht ärgern !!!

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Frische Brise 14. Juni 2015 - 22:20

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Fräulein im Glück 13. Juni 2014 - 12:47

Wohoooo! Einfach nur Danke für diesen Text!

Liebe Grüße vom Fräulein und ihren zwei Kindern

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Sanne 13. Juni 2014 - 10:45

Es tut mir gerade so richtig gut, daß ich scheinbar nicht die einzige bin, die sich diesen Satz anhören muß. Wir haben 4 Kinder und seit dem dritten Kind muß ich mir immer wieder diesen Satz anhören wenn ich mal über eine schlaflose Nacht oder einen anstrengenden Tag „jammere“, leider innerhalb der Familie. Trotzdem bin ich unheimlich Stolz auf meine Großfamilie!

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anne 12. Juni 2014 - 21:08

hey hey … ich habe 2 kinder .. einer 10 und einer wird am sonntag 2 … ich habe es so gewollt und es steht mir trotzdem zu .. das ich mal jammer .. weil es einfach auch mal sein muss .. ich gehe in 3 schichten arbeiten .. habe eine ausbildung nach geholt wo der große 3 war … ich habe also auch was für den staat getan .. so is nun nicht .. und ich habe bewiesen .. das ne junge mutter auch noch ne ausbildung machen kann und nen job findet .. und doch alles unter einen hut bekommt …. ich finde … man muss auch mal vor müttern den hut ziehen .. falls euch das mal aufgefallen is .. auch wenn väter jammern … da wird nix gesagt .. nur bei den mamas … ich habe es auf arbeit auch total lustig … wenn ich keinen für die zwerge habe .. weil papa unterwegs is … und den dienst tauschen muss, gibt es kollegen … die sagen .. hättest ja kein 2. kriegen müssen …. das ist geil … oder wie doof ich bin … das ich ja noch nen 2. nach so langer zeit bekommen habe .. wo ich den großen aus dem gröbsten raus hab .. da platzt mir fast der kragen …

ich ziehe den hut vor den muddis .. die das packen mit 2 ++++++ kindern … wie die das meistern .. der wahnsinn …..

einen lieben gruß an alle muddis …ihr macht das toll …

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N. Christiane 12. Juni 2014 - 17:16

Ich habe 4 Kinder und es tut weh wenn ein die Leute so ansehen aber ich liebe meine Kinder oft höre ich die Frage ist doch viel Arbeit und Stress dann sag ich Nein es kommt auf die Erziehung an

Antworten
Lena 12. Juni 2014 - 17:03

Liebe Anja,
Bei dem Satz geht mir das sprichwörtliche Messer in der Tasche auf, denn: Jeder darf über alles meckern und jammern, ohne dass jemand auf diesen Satz käme:
– Benzinpreise („du hast es doch so gewollt – verkauf das Auto und fahr Fahrrad!“)
– Vermieter („du hast es doch so gewollt – die Studentenbude war dir ja zu klein!“)
– Chef („du hast es doch so gewollt – verdien dein Geld doch anderswo!“)
– Wetter („du hast es doch so gewollt – zieh doch nach Spanien!“)
Nur mit Kindern kriegt man ihn zu hören. Und ganz ehrlich: schlaflose Nächte und Trotzanfall wegen Schuhe-anziehen-müssen-im-Dezember will doch keiner, und das muss ja auch mal gesagt werden….
Liebe Grüße,
Lena

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Ines 16. Juni 2015 - 15:58

Super geschrieben Lena! genauso ist es 🙂 lg von einer dreifachen Mutter, die solche Sprüche auch nur zu gut kennt…zumal ich dann auch noch berufstätig bin als Erzieherin- Kommentar: dann gibst du deine Kids ab und die von anderen zu betreuen wie blöd ist das denn…ne, ist nicht blöd,denn zufällig liebe ich meinen Beruf und auch meine drei Kinder!

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Alisa H. 12. Juni 2014 - 13:33

Ich bin Mutter von 4 Kindern. Ich liebe meine Kinder, keine frage. Doch tun empörte Blicke und Kommentare manchmal weh. Oft fühle ich mich nicht wohl in der Haut wenn Beleidigungen mir an den Kopf geworfen werden. Wurde sogar paar mal als Hartz 4 Empfänger beschimpft. Weil ich 4!!! Kinder habe! Es ist warum auch immer ein Hass Impuls wenn eine Frau mehr als nur 3 Kinder hat. Anfeindungen erster Klasse. Schade. :'( Meine Kids waren alle wunschkinder. Möchte keins missen, genieße die zeit mit dem Nachwuchs den irgendwann gehen sie ihre eigenen Wege.

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b.wichert 12. Juni 2014 - 12:07

Schön find ich auch immer den Satz..Du hast vier gesunde Kinder…unter dem Motto damit kein Recht mehr persönliche Wünsche zu haben.

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andrea lange 12. Juni 2014 - 11:18

Ja das finde ich auch. Wir haben insgesamt 10 Kinder, zwischen 28 und 5 Jahren. auch ein erstes Enkelkind , was natürlich unser ganzer Stolz ist.
Gott sei Dank, kann man die Entscheidung, wie groß und klein man die Familie haben möchte, selbst entscheiden.
Auch wenn der Tag manchmal zu wenig Stunden hat, so ist es doch ein sehr erfülltes Leben. Man bekommt unheimlich viel Liebe und Lebensfreude zurück. es ist wie bei Allem ohne Fleiß kein Preis.
Niemals möchte ich mit Familien tauschen die keine oder nur 1 Kind haben. Die machen sich allemal mehr Streß ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten, werden das aber niemals zugeben.
Ich kenne einige un d Zufriedenheit ist nicht gerade ihre Stärke…
Wir sollten echt dankbar sein, das es Familien gibt, die diesen „undankbaren Job“ wie Hebammen oder Mütter von Großfamilien noch wollen.
Vorallem vergesst, was andere über Euch denken!

Antworten
Anna 12. Juni 2014 - 10:31

Habe eben gerade mit meiner besten Freundin telefoniert, die 2 kleine Kinder zwischen 5 und 3 und 1-jährige Zwillinge hat. Ich bin auch berufstätige freiberufliche Hebamme mit drei Kindern zwischen 6 und 2.
Und wir beide haben gerade ml so richtig schön gejammert! Herrlich! Mir gehts viel besser, auch nach Deinem Text, liebe Anja!
Das beste nach Familie, Gesundheit, sinnstiftendem Beruf sind FREUNDE!!!

Antworten
Puschinski karin 12. Juni 2014 - 10:18

In Deutschland ist jeder frei,seine Lebebensentscheidung-Schicksal in die Hand zu nehmen.Das Grundgesetz darf nicht nissverstanden werden als Auftrag an den Staat,jedem ein gutes Leben zu garantieren.Der Bürger ist mit der Fähigkeit zu seiner eigenverantwortlichen Lebensgestaltung sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.Also,Gleichberechtigung ohne Kinder -oder mit Kindern.

Antworten
Inge Stoffels 12. Juni 2014 - 09:45

Ich habe 7 Kinder und die beiden letzten waren sogar eineiige Zwillinge. Ja und ich habe es so gewollt und bin sehr glücklich damit. Meine Kinder sind schon alle erwachsen und haben eigene Familien. Acht Enkelkinder sind schon da. Wunderbar! Ich bereue nichts. Es war teilweise eine schwere Zeit, aber hauptsächlich war es eine schöne Zeit an die ich gerne zurück denke.
Lg Inge Stoffels

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