Lieblingsbuch: Das bewegte Buch

von Christian

(Werbung / Affiliate-Link) Der Titel ist eher unprätentiös, aber wer Das bewegte Buch einmal gemeinsam mit seinem Kind gelesen hat oder zwei Geschwister beim gemeinsamen Lesen beobachten durfte, realisiert schnell die große Kraft, die auf den knapp 80 Seiten zu Papier gebracht wurde. Schon auf der ersten Seite gibt es die Aufforderung, vorsichtig auf die dort abgebildeten Eier zu klopfen, damit etwas schlüpft…

Und in dieser Art geht es weiter. Die Lesenden sollen schmetternd singen, müssen das Buch auf den Kopf stellen, den Inhalt der Seiten wegrollen, die Buchseiten abknutschen, Flöhe aus Monstern kratzen, pusten, streichen, suchen, lachen. Kurzum: Das Buch ist keines, das man zum Einschlafen lesen sollte, denn nach der Lektüre sind garantiert alle hellwach und halten sich die Bäuche. Spätestens, wenn der wütende Marsimoto auf marsianisch beruhigt werden muss, ist alles vorbei.

Entdeckt haben wir das Mitmachbuch übrigens zufällig in einem unserer drei kleinen Lieblingscafés. Es lag dort rum, ein Kind schnappte es sich und begann zu lesen. Binnen kurzer Zeit „eskalierte“ die eigentlich als kleine Bitte für etwas mehr Ruhe gemeinte Anregung von etwas übermüdeten Eltern auf Kaffeesuche an zwei Schwestern und ihren Bruder in eine lautstarke Lesung für uns und den anderen Gast. Aber hey, wer so ein Buch in sein Café legt, der will es nicht anders – was natürlich nur noch mehr für Sympathie sorgt. Allerdings hat die Besitzerin nach dem lustigen Vortrag der Kids das Buch wieder mit nach Hause genommen. Nicht etwa, weil sie die Lautstärke nicht wollte. Sondern weil sie es mal wieder mit ihren Kindern lesen wollte.

Das bewegte Buch
von Die Krickelkrakels
Oetinger Verlag, 80 Seiten
12,95 Euro

Die vorgestellten Lieblingsbücher sind ganz persönliche Empfehlungen, die uns gefallen und die sich bewährt haben. An dieser Stelle gibt es keine Produkttests oder gesponserte Beiträge. Diese sind wie gewohnt immer offiziell gekennzeichnet. Der Text enthält Affiliate-Links.

3 Kommentare

Marie 11. März 2017 - 13:07

Ich habe mir aufgrund dieses Artikels das Buch gekauft und bin mehr als enttäuscht.

Mir ist unverständlich, wie man dieses Buch gut finden kann. Lediglich die Grundidee des Mitmachens ist toll. Aber: das Buch hat keine Hauptfiguren, keine zusammenhängende Handlung und wirkt so als hätten die Autoren es auf einem Drogen-Trip geschrieben. Die Zeichnungen sehen entsprechend aus (das Schwert des Prinzen ist gezeichnet wie ein Penis).

Warum Oetinger dieses Buch verlegt (und offenbar nicht lektoriert) hat – ein Rätsel.

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KriMaEm 22. Februar 2017 - 17:20

Es gibt von den Krickelkrackers auch das Rütelschüttelpustebuch.
Das ist fast noch besser! Unbedingt auch lesen. ;-).

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Doro 22. Februar 2017 - 15:31

Meine Tochter wird im April 2 und ist absolut begeistert von den Büchern von Jörg Mühle. “Nur noch kurz die Ohren kraulen” und “Badetag für Hasenkind.”
Da wird gepustet, getreichelt, geklatscht, “schschsch” gesagt und eingecremt.

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