Schwere Geburten

von Anja

In der vergangenen Woche habe ich drei Tage auf dem Perinatalkongress hier in Berlin verbracht. Ein volles Programm mit etlichen interessanten Vorträgen, Kursen und Diskussionen von Gynäkologen, Hebammen und Kinderärzten. Ein Vortrag über eine Studie zur Zufriedenheit von Frauen bezüglich der Geburt machte mich etwas stutzig. Denn das Fazit war, dass der Geburtsmodus keinen signifikanten Einfluss auf die Zufriedenheit der Frauen mit der Geburt hat. Grob gesagt sei es mehr oder weniger egal, ob die Geburt spontan verlaufen oder in einem Notkaiserschnitt geendet ist. Nun, dies deckt sich irgendwie so gar nicht mit meinen Erfahrungen in der Hebammenarbeit.

Und auch andere Kongressbesucher schüttelten etwas verwundert den Kopf. In der anschließenden Diskussion wurde die Referentin noch gefragt, wann denn die in der Studie eingeschlossenen Mütter nach der Geburt zur Zufriedenheit gefragt wurden. Nach ihrer Antwort wurde mir doch etwas klarer, wie es zu diesem Ergebnis kommen konnte. Die Frauen wurden drei Tage postpartum befragt. Wahrscheinlich mit dem Hintergrund, dass man so – also während sie noch stationär in der Klinik sind – mehr Antworten bekommt, als wenn die Frauen später zu Hause befragt werden.

Mit diesem Hintergrund würde ich das Ergebnis nämlich auch bestätigen. Denn viele häusliche Wochenbettbetreuungen beginnen ungefähr am dritten Tag. Da liest man dann aus dem gar nicht mal so detaillierten Geburtsbericht an Hebamme und Frauenarzt schon heraus, dass diese Geburt wahrscheinlich recht traumatisch für die Frau verlaufen ist. Wenn ich dann die Frauen erzählen lasse, wird das aber zunächst gar nicht so berichtet – die Freude über das endlich und nach vielen Strapazen geborene Kind überwiegt. Zudem sind die Frauen mit der zunehmenden Müdigkeit, dem beginnendem Milcheinschuss und überhaupt mit der ganzen neuen Situation so beschäftigt, dass da wenig Raum für große Reflexionen bezüglich der Geburt bleibt. Bei vielen Frauen wird ein eventuelles Trauma auch erst mal in den Hintergrund gerückt, damit sie zunächst in ihrer neuen Rolle „funktionieren“.

Tränen fließen oft viel später

Die Tränen fließen also oft erst viel später. Aber wichtig ist, dass sie fließen. Darum ist es so wichtig, die Frauen auch nach ein paar Wochen oder Monaten zu fragen, wie es ihnen mit ihrem Geburtserlebnis geht. Meist kommt die Seele erst dann hinterher, wenn körperliche Narben allmählich verheilt und Schmerzen abgeklungen sind. Und genau dann gehen alle oft davon aus, dass es der Mutter gut geht und sie alles gut verarbeitet hat. Die eben erwähnte Studie unterstützt diese These ja auch noch irgendwie. Tatsächlich verdrängen manche Frauen ihre Geburtstraumata oft sogar bis zur nächsten Schwangerschaft. Und manche Frauen scheinbar ein Leben lang. Alle Hebammen kennen die ausführlichen Geburtsberichte, die ihnen plötzlich von der Mutter oder Schwiegermutter der Wöchnerin anvertraut werden. Frauen erinnern sich auch nach über 30 Jahren noch sehr genau an unschöne Details ihrer Geburt und fühlen den Schmerz darüber.

Deshalb kann ich es nicht so stehen lassen, dass der Geburtsmodus keine Rolle spielt. Natürlich sind die Faktoren wie Miteinbeziehung bei Entscheidungen oder Unterstützung bei der Geburt ebenso relevant, aber der Geburtsmodus spielt sehr sicher auch eine Rolle. Denn der nicht geplante Notkaiserschnitt oder auch die Geburt, die operativ durch eine Saugglocke oder Zange beendet wurde, wirkt sich auf das Befinden der Mütter aus. Auch ein Dammschnitt hinterlässt nicht immer nur eine Narbe an dieser empfindlichen Stelle.

Enttäuschung und Schuldgefühle

Und es ist keine „Gefühlsduselei“ mancher Frauen, wenn sie ihr Geburtserlebnis nicht so einfach verarbeiten können. Natürlich sind wir alle dankbar, wenn wir unsere Kinder gesund im Arm halten – gerade nach einem dramatischen Geburtsverlauf. Aber so eine Geburt macht auch etwas mit der Mutter und es muss Raum dafür da sein, dass sie das Erlebte verarbeiten kann. Deshalb ist es sinnvoll, auch nach ein paar Wochen mal nachzufragen, wie es ihr geht und welche Unterstützung sie eventuell dabei braucht. Oft stehen nach schweren Geburtsverläufen erst mal Enttäuschung und Schuldgefühle im Vordergrund. Wenn diese Gefühle nach der Geburt überwiegen, ist es sinnvoll, zum Beispiel mit der Hebamme darüber zu reden und gegebenenfalls weiterführende Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Denn wenn Frauen nach einer guten Verarbeitung des Geburtserlebnisses trotz allem mit Stolz auf ihre Leistung zurück blicken können, wird sie das auch in allen anderen Herausforderungen stärken, die das Muttersein mit sich bringt. Eine Mutter, die sich zugewandt und liebevoll um ihr Kind kümmert, sollte sich ebenso gut auch immer um ihr eigenes Befinden kümmern. Ihre negativen Gefühle oder ihre Trauer verdienen genauso viel Beachtung wie das „Gebärmutterheimweh“ des Kindes. Und da in den meisten Fällen ja heute auch die Väter bei den Geburten anwesend sind, sollte man auch diese mal befragen, wie es ihnen mit dem Erlebten geht. Das muss nicht drei Tage nach der Geburt sein, sondern dann, wann es für diese Familie passt.

Es ist wichtig, auch mit unseren Empfindungen als Eltern sehr achtsam umzugehen, denn das ist eine gute Grundlage für den emphathischen Umgang mit unseren Kleinsten.

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30 Kommentare

H. 2. August 2020 - 20:47

Auch ich bin der Ansicht, dass Fragen zum empfinden des Geburtsverlaufs später gestellt werden sollten.
Ich hatte eine sehr schwere Geburt, da das tatsächliche Gewicht unseres ungeborenen um 1,5kg unterschätzt wurde. Die Geburt verlief vaginal und ohne Narkose oder Schmerzmittel. Von saugglocke über Dammriss und dammschnitt IV° hin zu etlichen scheidenrissen. Unser Sohn blieb nach der schweren vakuumextraktion mit der Schulter stecken. Es folgten verschiedene Manöver (mc robots, rubin, Woods), die den schulterstecker nicht lösen konnten. Der Arzt ist schließlich nach 6 Minuten mit seinen Händen in die gebärmutter und hat unser kind – nun leblos – herausgezogen.Die plazenta war dann die nächste Herausforderung, da sie einfach nicht kam. Und schließlich mit einem pressen meinerseits und einem starken ziehen des Arztes kam ein über ein Meter großer Lappen, der über meinen gesamten bauchraum ging.
Unser Sohn starb an den Folgen des Sauerstoffmangels nur 36 Stunden später.
Ich könnte jetzt noch etliches schreiben. Die Geburt ist jetzt 13 Wochen her und mir kommen jetzt erst etliche Details, mit denen ich nicht umzugehen weiß.
Die Panik vor einem spekula und dem gyn Stuhl konnte erst in der nachsorge festgestellt werden und damit auch das trauma, dass die Geburt hinterlassen hat.

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Melanie 25. September 2014 - 09:08

Auch ich muss dazu etwas schreiben. Leider war unsere Geburt auch sehr traumatisch, wobei alles so toll angefangen hat. Regelmäßige Wehen gute Öffnung des Muttermundes und ich fühlte mich einfach nur wohl da wir im Geburtshaus. Doch leider lief alles anders. Geburtsstillstand, rüber in die Klinik Entscheidung zum Kaiserschnitt. Einen Tag nach der Geburt musste der kleine Mann dann noch für 1 Woche auf die Neo, da er eine Infektion hatte. Rückblickend ein schlimmes Inferno für mich und auch für meinen Freund. Im Kreißsaal sprach niemand mit mir, zwischendurch kam ein Spruch wie „zum Glück bin ich keine Frau.“ Es war gerade Schichtwechsel und als ich wieder zu war, die Ärztinnen sich darüber ausgetauscht hatten wo ihre Kinder betreut werden. Waren alle weg. Mir wurde kurz mein Sohn gezeigt und wurde dann schon weg gebracht. Mein Freund wartete im Kreißsaal auf den kleinen Mann. Er hörte wie ich Wehen hatte und konnte mir nicht mehr helfen. Irgendwann drückte die Hebamme ihm seinen Sohn in den Arm und verschwand.
Im Nachhinein noch 6 Monate später bin ich immer noch traurig und erschrocken wie alles verlief. Wenn ich das dann auch mal äußer bekomme ich zu hören, dass ich mich nicht so anstellen soll und es vergessen soll. Das macht mich noch trauriger.
Meiner Schwester wurde zweimal die Fruchtblase gesprengt weil die Hebamme es beschleunigen wollte und der Oberarzt drückte von oben auf ihren Bauch damit die Geburt schneller ging, Kind 1: 2 Stunden, Kind 2: 1 Stunde. Für mich ganz schrecklich für sie ist alles toll und würde wieder so entbinden wollen.
So unterschiedlich sind Meinungen.
Danke fürs lesen.

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Jana 19. Februar 2014 - 00:10

Also, da kann man ja nur den Kopf schütteln über solche Studien. Ich denke auch, dass die Frauen erst viel später befragt werden müssten. Drei Tage nach der Geburt unseres Sohnes hätte ich wahrscheinlich auch gesagt, dass ich zufrieden bin, denn ich war glücklich, dass er überlebt hatte nachdem während der Wehen sein Herzschlag ausblieb und ein Notkaiserschnitt nötig war. Zudem war ich noch völlig benommen von der Narkose und all den Dingen, die in einem Krankenhaus so auf einen einprasseln.
Aber jetzt, nach 3 1/2 Wochen, komm das Empfinden so langsam über mich und ich bin überhaupt nicht zufrieden, ich bin total traurig und manchmal sogar wütend – wir waren eigentlich in einem Geburtshaus angemeldet, ich hatte mir eine Wassergeburt gewünscht, mit meinem Mann an meiner Seite und meiner Lieblingsmusik im Hintergrund, ich hatte mich so sehr darauf gefreut, unseren Sohn in die Arme zu schließen und die ersten Momente zu genießen.
Und nun sehe ich mich oft das Kind in meinem Arm anschauen und fragen, wie es da bloß hinein kommt, wie unwirklich es fast ist, wie unendlich traurig ich darüber bin, dass es eine Lücke in meinem Erleben mit ihm gibt und wie mir das bewusste Erleben der Geburt fehlt, wie mich die Narbe und Stillprobleme quälen und die Erinnerung an den Klinikaufenthalt. Diese traumatische Geburt werde ich noch lange verarbeiten müssen.

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LaMerle 14. Februar 2014 - 09:18

Vielen Dank für diesen wunderbaren Text. Eigentlich schreibe ich keine Kommentare unter fremde Texte aber dieser hat mich so sehr berührt!!! Im Vorfeld hört man immer nur dass man alles sofort wieder vergisst. Heute fahren wir erneut ins KH in dem wir entbunden haben und hoffen dass wir nochmal in den Kreißsaal können. Zusätzlich wollen wir uns bei der Hebamme bedanken die uns sehr geholfen hat und wunderbar war!!
Es ist ein wunderbares Erlebnis, ein Wunder ansich aber auch verdammt hart.

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Madame Mim 29. Dezember 2013 - 13:28

Ich habe im Oktober meinen Sohn geboren. Auf eigenen Wunsch ohne Schmerzmittel und PDA und die Geburt war hart, da es sehr schnell ging und das Kind einen sehr großen Kopf hatte, aber es war okay. Mit meiner „Leistung“ bin ich zufrieden. Das Kind ist gesund und wundervoll.

Schwierig wurde es für mich erst hinterher. Meine Geburtsverletzungen waren so erheblich, dass ich ein „Schaustück“ für die Jungärzte war. Die Ärztin die mich wieder zusammenflickte war übermüdet und rüde.

Traumatisiert hat mich der Abheilungsprozess und die Schmerzen der Verletzungen. Ich musste zum Frauenarzt, um mir einige Nähte aufmachen zu lassen, weil sie durch die Schwellung blutig einschnitten und zum Teil selbst aufplatzten. Eine pikante Geburtsverletzung wurde im Krankenhaus und auch später überhaupt nicht erkannt (ich habe auf einen Verdacht hin dann einen Facharzt aufgesucht, nachdem mir vom Klinikpersonal und dem FA gesagt wurde, dass da nichts sei) und die Ausheilung gestaltet sich nun sehr schwer und wird noch Wochen oder Monate in Anspruch nehmen und ich werde täglich mit diesem Schmerz konfrontiert.
Das macht so unendlich mürbe. Und nimmt mich so sehr mit, dass ich meinem Körper und meiner Seele auf keinen Fall eine weitere Schwangerschaft zumuten kann.

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Freya 28. Dezember 2013 - 15:09

Ich find es ist ein sehr schöner Text, unglaublich defizil in seiner Waage zwischen Empathie und ehrlicher Wertfreiheit, aber gleichzeitig sehr genau, präzise formuliert und einfach passend.
Danke dafür!

Ich find es einfach nur total spannend, wie unter dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit fast alles publiziert werden kann und damit „anerkannt“ ist, obwohl es totaler Käse ist.
Gut, dass nicht nur du, sondern auch noch ein paar andere Köpfer hell genug waren, sich nicht unter diesem Deckmantel zu ergeben. Das geschieht leider nur allzu häufig. Dann wird nicht mal mehr über den Stoff nachgedacht, sondern gilt als Allgemeinargument „aber das ist eine Studie, das muss wahr sein..“

Ich bewundere deine angenehme Ruhe in all diesem Thematiken. Ich reibe mich daran emotional viel zu sehr auf und spüre so viel Wut…
Du musst eine unglaublich tolle Hebammen sein!

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Anne 19. Dezember 2013 - 13:40

Danke für diesen bewegenden Text, der offenbar viele Frauen sehr anspricht. Und ich bin mal wieder entsetzt, wieviel Leid Frauen im Zusammenhang mit der Geburt erleben müssen. Ich kann die Einschätzungen auch nur teilen. Ich brauchte zwei Klinkgeburten und insgesamt 6 Jahre um die beiden Erlebnisse, die ich immer für ganz gute Geburtserlebnisse gehalten hatte, in meiner 3. Schwangerschaft dank begleitenden Hebammen und Cranio-Sacral-Therapeutin aufzuarbeiten. Dank dieser weisen Frauen konnte ich endlich selbstbestimmt gebären, statt fremdbestimmt entbunden zu werden (nebenbei: in Form einer wunderbaren Hausgeburt).

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Sabine 19. Dezember 2013 - 10:19

Die Geburt meiner Tochter war leider sehr traumatisch. Angefangen haben die Wehen nachts um hhaob drei. Alle 5 minuten kamen sie. Nach einer Stunde kamen sie dann schon alle drei Minuten und wir sind dann losgefahren. Im Krankenhaus wurde ich ans ctg gehängt und dann wurde der muttermund getastet. Der war dann bereits vier cm offen und die Hebamme sagte, dass das super sei. Ich durfte dann für gut zwei stunden in die wanne unf wurde dann wieder untersucht. Mumu bei 6 cm. Alles super. Gegen Mittag wurden die wehen dann heftiger undbich bekam ein Schmerzmittel. Um 14:30 bekam ich auf Wunsch eine pda. Leider begann dann bei mir eine wehenschwäche und ich wurde an den wehentropf gehängt. Muttermund bei 8 cm. Inzwischen war die Fruchtblase geplatzt. Die pda wirkte gut und ich konnte mich etwas erholen. Um 19 Uhr war der muttermund endlich komplett offen. Es dauerte aber noch bis die presswehen einsetzten. Plötzlich bekam ich starke Schmerzen trotz pda. Ich sollte bei jeder wehe mitschieben. Also tat ich das. Wir versuchten viele geburtsstellungen. Meine tochter war noch nicht richtig im geburtskanal. Nach gut zwei stunden presswehen ohne erfolg wurde die Ärztin gerufen. Sie drückte von oben mit. Dann nach etlichen presswehen kam endlichbder kopf. Dann wurde es hektisch. Ich fuhlte keine wehen mehr. Ich sollte einfach pressen. Es wurde ein Dammschnitt gemacht (aua..es wurde eimfach geschnitten ohne wehe) und sie zogen meine Tochter raus. Sie wurde mir kurz auf die brust gelegt und dann musste sie zu den Kinderärzten da sie nicht richtig atmete. Sie musste dann auf die kinderstation zur Beobachtung. Marie wog 4685g und war 54cm gross. Um 22:08 uhr kam sie auf die welt. Geschätzt wurde sie auf 3800g. Sie erholte sich schnell. Aber ich bekam Nebenwirkungen von der pda und musste im bett liegen bleiben. Ich konnte nicht mal zu meiner Tochter. Sie brachten sie mir 10 !!!!! Minuten am tag und danm war sie wieder weg. Ich brach innerlich zusammen. Nach 5 tagen liegen bekam ich einen Eingriff am Rücken (blutpatch) und die beschwerden waren nach 5 Stunden komolett weg. Endlich wurde mir meine tochter gebracht. Am nächsten tag verließ ich fluchtartig das kh. warum kein Kaiserschnitt gemacht wurde ist für mich unverständlich. Ich habe mich auf die hebamme und Ärzte verlassen. Und warum man mich so lange hat leiden lassen bis endlich der Eingriff bam rücken gemacht wurde, ist mir ein Rätsel. Auf jedem fall werde ich dieses krankenhaus nicht mehr betreten.

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Nadine 18. Dezember 2013 - 14:45

Hallo!
Meine Tochter war ein Notkaiserschnitt, da sie im Geburtskanal stecken blieb und weder vor bzw nur zurückbewegt werden konnte. Heute scherze ich immer, dass bei Presswehe Nr.9 nix mehr ging. Vorher war alles super.
Mein Sohn drete sich stetig Nacht für Nacht im Bauch herum auch noch in SSW 39 , das tat richtig weh und ich entschloss mich dann zu einem 2 Kaiserschnitt. Es stellte sich auch als richtig heraus, die Nabelschnur war um jeden erdenklichen Körpertei gewickelt und meine Beleghebamme war auch der Meinung, sie hätte es nicht hergegeben. Er hatte starke Anpassungsschwierigkeiten und ich ein schlechtes Gewissen, weil ich ihm die Wehen nicht gegönnt hatte, meine Tochter hatte sie ja wenigstens. Nichtsdestotrotz, ich bin ein Mensch, der sich viel mit Situationnen auseinandersetzt, sich selbst reflektiert und so auch damit klar kommt. Es ist wie es ist und nicht zu ändern und wir haben das Beste draus gemacht. Die Narbe wirkt sich auf den Körper aus, auch das ist mir bewusst, sie verstärkt meine Skolliose auch das ist etwas, mit dem ich für meine Kinder gut leben kann und was sich ganz gut behandeln lässt.
Natürlich stelle ich mir die Frage, warum meine Tochter hängen blieb und mein Sohn nicht so richtig Platzfand sich ins Becken einzustellen und deshalb wie wild rum wühlte. Ein Grund könnte sein, dass mein Schambeinknochen viel zu weit nach innen steht und die eben schon genannte Sklolliose, die sich auch im Beckenbereich befindet.
Wie auch immer, sollten wir ein drittes Kind bekommen würde ich es nocheinmal versuchen auf normalem Weg zu entbinden. Hier stellt sich wiederum die Frage, wer nimmt mich da noch mit zwei vorangegangenen Kaiserschnitten?
Bisher habe ich noch kein Krankenhaus gefunden, welches dieses vermeindlich Risiko eingeht. Geburtshaus? Müsste mir schon arg symphatisch sein aber selbst da sind sie skeptisch und zu Hause? Wäre eine Option und je mehr ich mich damit auseinander setze, desto mehr gefällt mir so ein Gedanke!

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Puppie 18. Dezember 2013 - 13:41

Toll geschrieben. Gerade das Thema wird doch immer gerne verschwiegen. Nach außen hin hat man doch in der Gesellschaft nach der Geburt sofort zu funktionieren.
Ich hatte auch drei Monate nach der Geburt immer noch etwas Kopfkino, hab es aber jetzt nach fast 2 Jahren gut verarbeitet. Meine Geburt wurde eingeleitet. Die ersten 6 Stunden waren trotz großer Schmerzen noch ertragbar, aber danach war es für mich der reinste Horror. Die erste Hebamme war schrecklich, dabei kannte ich Sie von der Akupunktur und fand Sie so nett. Bei der Entbindung war Sie furchtbar, ich war sehr traurig. Gott sei dank kam beim. Schichtwechsel eine tolle Hebamme die uns Super betreut hatte und mich persönlich noch motiviert hat.
Und ganz Super war die Hebamme die ich zu Hause hatte, wir waren echt froh als wir nach wenigen Tagen endlich mit Kind auf eigenen Füßen standen.

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Lucie 17. Dezember 2013 - 23:18

Meine Tochter würde per KS unter Vollnarkose geholt und direkt in die intensiv verlegt. Als ich aufwachte hies es ich dürfte sie erst sehen, wenn ich selbständig laufen könne. Ich hatte eine unerkannte schwamgerschaftsdiabetes und meine Tochter war makrosomisch und völlig instabil, es war knapp für sie, aber ich war Gott froh das sie von sich aus 3,5 Wochen früher raus wollte.
Ich stand also fünf Stunden nach der op auf und ging zu ihr nach oben, durfte sie aber leider nicht anfassen oder ähnliches. Es war zum heulen, mir geht es heute noch so wenn ich nur daran denke.
Sie wurde von einer jungen Schwester betreut die selber keine Kinder hatte und für die es völlig unverständlich war, das ich meine Tochter sehen wollte, die Besuchszeit die von 14-18 Uhr ist endete und ich war gezwungen zu gehen. Das ich und meine bettnachbarin (selbes Schicksal) die ganze Nacht weinten interessierte niemanden denn die Schwestern waren mit den Kindern der anderen Mütter beschäftigt, die sie angaben! Soll kein Vorwurf sein, hätte ich evtl auch getan wenn es Bei mir Normal gelaufen wäre, war aber in dem Fall noch schmerzlicher für mich!
Nach einer Woche durfte meine kleine von der intensiv in die Kinderklinik und ich durfte sie selbst verpflegen was dann noch erschreckender war, denn ich k mir noch hilfloser vor und machte mir selber vorwürfe, da ich die Geburt nicht erlebt hatte, da sie in die Lage kAm weil es nicht früher festgestellt wurde, weil ich die auf der intensiv alleine lassen musste! Hätte ich auf der intensiv sitzen bleiben dürfen, wäre es wahrscheinlich kein solcher seelischer Schmerz gewesen, aber dadurch das ich sie neun Monate unter meinem Herzen tragen durfte und sie plötzlich mir noch 4-6 Stunden am Tag sehen durfte, ist der grausamste Entzug den man Mutter und Kind zufügen kann, das in unserer heutigen zeit! Sie ist jetzt 1,5 und ich bin immer noch nicht bereit für ein weiteres Kind denn die Angst vor dem Ablauf ist immernoch zu groß!

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Blüte 17. Dezember 2013 - 23:00

Hallo.

Ansich hatte ich eine schöne Geburt. Ohne Probleme. Nur das danach. Wir konnten eine Stunde kuscheln dann musste ich den op zur Vollnarkose weil meine Plazenta sich nicht löste. Ich musste meinen Sohn so frisch schon wieder hergeben. Ich fühlte mich danach total dusselig. Habe mich nicht getraut meinen Sohn hochzunehmen. Zum Glück schlief er die Nacht durch. Aber am nächsten morgen wurde ich voll gemeckert warum ich nicht gemerkt habe das er nass ist. Das war für mich ganz schlimm. Ich wusste garnicht wie mir geschieht. Zum Glück wär mein Mann schnell da und wir halfen uns gegenseitig. Wir waren also selbst im Krankenhaus ziemlich auf uns allein gestellt. Zu Hause saß ich auch viel weinend da, da das stillen nicht funktionierte und meine Hebamme schon nach 4 Tagen auf Flasche drängte. Ich konnte keine Flasche anfassen, es war so schrecklich für mich. Mir selbst ging es seelisch und körperlich immer schlechter bis ich dann nach einem Monat ins Krankenhaus ging weil garnichts bei mir mehr ging. Ich hatte Panikattacken, Schwindelanfälle. Ich traute mich schon garnicht mehr meinen Sohn hochzunehmen. Zum Glück wär er immer sehr genügsam. Körperlich war ich gesund, aber die Seele schmerzte. Ich konnte nicht stillen, musste mein Kind öfter im bettchen liegen haben weil es mir so mies ging.
Bei einem zweiten Kind hätte ich keine Angst vor der Schwangerschaft oder Geburt. Ich habe panische Angst vor dem Wochenbett wieder ….

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Kerstin 17. Dezember 2013 - 21:33

Meine Tochter kam mit einer schnöden Zange in München zur Welt, nachdem wir im Kreissaal alleine gelassen wurden, da an diesem Tag Vollmond war und anscheinend viele Kinder den Drang verspürt haben, das Licht der Welt zu erblicken. Keine Hebamme, kein Arzt, angeschlossen an eine Maschine die Herztöne aufschreibt, Erst als die Herztöne rapide abgesunken waren und ich laut nach einem Arzt gerufen bzw. geschrien habe, standen urplötzlich auf einen Schlag 5 Ärzte parat. Ein Arzt, der meine Tochter mit seinem Ellenbogen und Gesamtgewicht auf meinem Bauch, von außen nach unten geschoben hat und eine Ärztin, die meine Tochter von unten mit der Zange heraus zog. Schöner Empfang für das Kind auf dieser Welt! Und tolles Geburtserlebnis für die Mutter….Auch die Tatsache, dass meine Tochter keinen Saugreflex hatte wurde nicht erkannt und hat zu einer nachfolgenden Tortour für Mutter, Kind und Vater geführt. Ein bisschen Ostheopathie hätte damals, vor 17 Jahren, schon geholfen. Leider kannte das zu dieser Zeit auch noch keiner…….Dieses Gesamtpaket hat schließlich dazu geführt, dass 6 Jahre Bedenkzeit für eine weitere Schwangerschaft (Kaiserschnitt), notwendig waren. Ich bin froh über beide Kinder und liebe sie von Herzen. Aber die Geburten waren beide die Hölle, da auch bei dem Kaiserschnitt, in einer anderen Münchner Klinik , nicht alles glatt verlief.

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Lucie 17. Dezember 2013 - 23:58

Ich kann die lange Zeitspanne durchaus verstehen, ich hoffe wir können die etwas verkürzen wobei ich auch das Gefühl Habe das es darauf hinaus laufen wird, denn bereit sein ist etwas anderes!

Antworten
Nicola 17. Dezember 2013 - 20:43

Danke für diesen Blog. Die schrecklichen Erfahrungen mit den Geburten meiner 2 Kids hat mich dazu bewogen aktiv zu werden. Ich habe mich zur Therapeutin und Fachberaterin für emotionelle Hilfe (EEH) ausbilden lassen, mich mit Schatten und Licht e.V. vernetzt und kann nun eine kleine Praxis eröffnen, damit andere Mamis nicht das gleiche durchmachen müssen wie ich.
Ich wünschte mehr Frauen würden sich trauen, darüber zu reden, wie es wirklich in ihnen aussieht und nicht still vor sich hinleiden und funktionieren.
Und es ist so gut einfach zu hören, wie es auch anderen geht und dass nicht alles Sonnenschein und heile Welt ist mit Baby.

Antworten
Raphaela 17. Dezember 2013 - 20:30

Ich, 26, gebar mein erstes Kind im Juli.
Die ersten Wehen waren um 7 in der früh und drei Stunden später war er da… ohne Pressdrang dafür mit Dammschnitt.

Für mich persönlich viel zu schnell, aber das darf man ja in unserer Gesellschaft gar nicht laut sagen! Da muss man ja froh sein, dass es nicht lange gedauert hat!

Bin wochenlang in der Nacht munter geworden und hatte Szenen von der Geburt im Kopf.

Antworten
Isabella 17. Dezember 2013 - 10:51

Auch ich habe erst sehr viel später angefangen mit meinem ersten Geburtserlebnis zu hadern. Kurz nach der Geburt ist man sowieso in einem anderen Universum. Meine zweite Geburt hat mich dann mit meiner ersten ein bisschen ausgesöhnt ich habe sogar im selben Kreissaal entbunden.

Antworten
Nana 17. Dezember 2013 - 10:40

Hey, vielen Dank für den Text.
Ich wurde für diese Studie befragt. Mein Sohn war ein Not-KS und es war verdammt knapp für uns beide. Meine Zufriedenheit mit der Geburt habe ich als „extrem hoch“ angegeben. Weil mein Sohn LEBTE! Ab Tag 4 habe ich dann 3 Monate lang durchgeheult. In Behandlung bin ich immer noch deswegen.
Niemand hat unseren Notfall verursacht und ich habe mich tatsächlich sehr respektvoll und gut behandelt gefühlt. Trotzdem war es ein Schock, den ich nie vergessen werde!

Antworten
Marleen 17. Dezember 2013 - 02:14

Danke für diesen Beitrag!
Mein Noah kam mit einer Lkg-Spalte auf die Welt und leider war die Ärztin, das Krankenhaus, überfordert mit dieser Situation. Meine (Beleg-) Hebamme war toll, aber sie konnte nichts daran ändern, dass ich 2,5 Std nach der Entbindung den Kreißsaal verlassen habe/ musste. Wir haben einen Maxi Cosi in die Hand gedrückt bekommen und sind auf eigene Faust in ein anderes Kh gefahren.
Noch heute, 1,5 Jahre danach, muss ich weinen, wenn ich daran denke. Das Erlebnis wünsche ich niemandem.
Meine Hebamme war in den ersten Tagen nach der Entbindung rund um die Uhr für mich abrufbereit und hat sich um mich gekümmert, trotzdem kann ich bis heute nicht mit den Erfahrungen im Kreißsaal abschließen.
Von der Klinik kam bis heute nichts, keine Reaktion, keine Entschuldigung…

Antworten
Marilena 15. Dezember 2013 - 23:30

Danke für den wunderbaren Beitrag, der mich veranlasst, darauf zu antworten.

Unsere Tochter kam im Mai dieses Jahres auf die Welt. Geplant war ein Hebammenkreißsaal im Krankenhaus, bei dem ausschließlich Hebammen die Regie führen, aber für den Fall der Fälle ein Arzt jederzeit erreichbar ist.
Alles toll, nur mein Kind spielte nicht mit und am Ende wurde ein Kaiserschnitt daraus.
Wie alles gelaufen ist, fand ich gut und plausibel, ich fühlte mich von Hebammen, Ärzten sehr gut betreut, und ich war nach der OP im Reinen mit mir und wie es gelaufen war – trotz anderer Vorstellungen.
Und doch kreisten in den folgenden Wochen meine Gedanken immer wieder um die Geburt und schließlich drängte mich mein Freund, das Angebot des Krankenhauses anzunehmen, und die Geburt noch einmal zu besprechen.
Wir trafen ca. 8 Wochen nach der Geburt die damals verantwortliche und operierende Oberärztin, die Assistenzärztin, sowie eine der drei Hebammen, die wir „verschlissen“ hatten.
Alle nahmen sich sehr viel Zeit, wir gingen alle Details durch, unsere Fragen wurden ausführlich beantwortet, und letztlich stieß ich doch noch auf ein paar Dinge, die mir vorher nicht klar waren.
Zum Abschied wurde uns wieder gesagt, dass wir unbedingt wiederkommen sollen, wenn noch Fragen auftauchten, selbst wenn das in ein paar Monaten oder in einem Jahr sein sollte.
Ich fand es sehr beruhigend, dass man als Mensch/Frau/Patientin ernst genommen wurde und erkannt hat, dass es manchmal einfach der Aufarbeitung bedarf.

Nach diesem Termin dachte und denke ich immer noch an die Geburt, aber es kreist nicht mehr ständig darum und das ist gut so.
Ich bin dankbar, dass wir die Möglichkeit hatten, und würde ich noch ein Kind bekommen, wäre das wieder in diesem Krankenhaus.

Antworten
Katrin Müller 17. Dezember 2013 - 09:37

Es ist schön zu lesen, dass es doch auch Krankenhäuser (bzw. Hebammen und Ärzte) gibt, die das Gespräch suchen und Wert darauf legen, dass auch die frisch gebackenen Eltern im spätestens im NAchhinein die ganze Situation verstehen können. Das ist leider nicht selbstverständlich. Alles Gute, Katrin (Hebamme)

Antworten
Maria 15. Dezember 2013 - 19:58

Vielen Dank für diesen Beitrag.
Da ist es mal wieder, eine Studie, die so gar nicht den alltäglichen Hebammenerfahrungen entspricht! Wie du sagst, wenn man Hebamme ist, hört man Geburtsgeschichten von 80jährigen Frauen, die vielleicht noch nie erzählt wurden, aber doch noch irgendwo schwelen!
Meine Erfahrung ist auch, dass die Verarbeitung schwieriger Geburten viel mit der Betreuungsqualität während der Geburt zu tun hat. Ich habe schon die ein oder andere Frau bei der Geburt begleitet, wo ich mir nachher dachte: Mensch, dass hätte ich mir für dich jetzt anders gewünscht! Aber die Frau konnte, weil sie gut und intensiv von mir betreut wurde, ihren Frieden damit machen, denn sie hatte das Gefühl, dass nichts versäumt oder unversucht gelassen wurde und was passierte eben nicht vermeidbar war.
Leider ist die Betreuungsqualität in den Kreißsälen dieses Landes weit davon entfernt, so eine Betreuung jeder Frau zu ermöglichen um ihr damit die Verarbeitung einer traumatischen Geburt vielleicht zumindest etwas leichter zu machen.
Womit man wieder bei der Hausgeburt wäre, die bei den weiter steigenden Haftpflichtprämien wohl eine vom Aussterben bedrohte Spezies ist…
Viele Grüße,
Maria

Antworten
Lisa 13. Dezember 2013 - 14:05

Richtig, es ist nicht egal wie wir unser Kinder zur Welt bringen und wie dabei mit uns Frauen umgegangen wird. Die Geburt ist ein so einschneidendes Erlebnis in unserem Leben und trotzdem ist es selbstverständlich das man in diesem Zeitraum seine vertrauten Umgebung und vertrautet Personen verlässt. Ich hatte vor 15 Monaten eine Hausgeburt die für mich ein wunderbares Erlebnis war – bei mir brach jedoch das Chaos unmittelbar nach der Geburt aus. Mein Kind wollte nicht atmen, der Notarzt wurde gerufen und ab in Krankenhaus mit ihr. Künstliche Beatmung mit Tiefschlaf und Körpertemperatursenkung – wir wussten über Tage hinweg nicht ob unser Kind überlebt. Laut den Ärzten wäre uns diese Szenario auch bei einer Klinikgeburt nicht erspart geblieben – es wollte so sein. Nun über ein Jahr später haben wir einen aufgeweckten kleinen Wirbelwind der alles wunderbar weggesteckt hat. Ich erinnere mich nur noch ganz dumpf an die schlimmen Tage in der Klinik, aber ich hab noch ein klares Bild von meiner Geburt – gemeinsam mit meiner Hebamme, meinem Mann und meiner lieben Freundin in einer ruhige gedämpften Atmosphäre.
Die Hausgeburt war die richtige Entscheidung, nur so konnte ich mit meiner Hebamme nochmal alles durchgehen was während der Geburt passiert war…und das konnte ich drei Tage nach der Geburt, drei Wochen nach der Geburt und drei Monate nach der Geburt. Und nun als unsere Wirbelwind ein Jahr alt wurde hat uns unsere Hebamme wieder besucht. Hebammen sind wichtige Personen für uns Frauen – wir wissen das halt meist erst zu spät.

Antworten
nichtszubereuen 13. Dezember 2013 - 08:15

Hallo,

danke für deinen tollen Post! Mein Notkaiserschnitt (vorzeitige Plazentalösung) war nötig. Die Narben meines Körpers schmerzen noch ein Jahr später. Viel mehr schmerzt mich meine postpartale Depression. Ich leide sehr darunter, dass aus meiner gewünschten Hausgeburt ein rein klinischer Eingriff wurde. Ich werde nun nach einigem Suchen nach kompetenten Ärzten (Stillen und Behandlung schließen sich nicht aus!!!) gut behandelt, musste aufgrund der Heftigkeit aber nun doch kurz nach seinem ersten Geburtstag abstillen, damit ich um eine stationäre Behandlung herum komme. Wenn ich an meine Entbindung zurück denke, dann muss ich immer noch heftig weinen. Ich fühle mich „Ent-Fraut“, inkompetent und kein bisschen stolz. Auf meinen perfekten Sohn, ja, auf meine „Leistung“? Nein, immer noch nicht…
Trotz kompetenter Hebamme und schönem Wochenbett. Vielleicht wäre das noch einmal eine Idee für einen Beitrag von dir?

Herzliche Grüße und danke für deine tollen Beiträge

Antworten
nichtszubereuen 13. Dezember 2013 - 08:17

Also, den Umgang einer Hebamme mit postpartalen Depressionen… tut mir leid, falls das unklar war 😉

Antworten
Meli 12. Dezember 2013 - 20:37

Jetzt muss ich auch endlich mal ein Kommentar zu dem Blog loslassen: in jedem deiner Berichte finde ich mich irgendwie wieder. Sehr toller Blog!

Meine erste Geburt vor knapp 16 Monaten endete ziemlich schnell in einem Notkaiserschnitt mit Vollnarkose und ich habe immer noch sehr damit zu kämpfen. Heute erst saß ich wieder mit Tränen in den Augen vor dem TV, weil ich eine Geburt gesehen habe, die ebenfalls in einem Kaiserschnitt endete. Klar ist man froh, dass letztendlich alles gut gegangen ist und unsere Maus gesund, munter und entspannt ist. Und drei Tage nach der Geburt erst recht.
Jetzt stehe ich 7 Wochen vor der 2. Geburt und das Kopfkino ist noch eher wieder da… zum Glück habe ich sehr gute Betreuung durch meine Hebamme.

Antworten
Frische Brise 12. Dezember 2013 - 17:07

Es kann doch nicht egal sein, wie unsere Kinder geboren werden und vor allem, wie es den Müttern und Vätern dabei ergeht! Unglaublich.

Trau keiner Studie, die Du nicht selbst gefälscht hast.

oder

Nachtigall, ick hör Dir trapsen…

Antworten
unsichtbares 12. Dezember 2013 - 11:14

danke für diesen text. hatte oft das gefühl, dass ich erst angefangen habe zu hadern, als alle anderen schon ihren frieden gemacht hatten….

Antworten
Trude Weisweiler 12. Dezember 2013 - 11:11

Ein sehr guter Kommentar.

Antworten
svenja 12. Dezember 2013 - 09:46

Danke! Das musste mal gesagt werden. ..

Antworten

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