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Fragen an die Hebamme: Wie verläuft die Gewichtsentwicklung von Babys?

von Anja

Schon zu Bauchzeiten kann das Gewicht des Babys für Stress sorgen. Dabei lässt es sich zu diesem Zeitpunkt gar nicht sachlich ermitteln, sondern wird anhand verschiedener gemessener Parameter vom Programm der jeweiligen Ultraschallsoftware errechnet. Dementsprechend gibt es häufig große Abweichungen zwischen dem vorab ermittelten und dem tatsächlichen Gewicht nach der Geburt.

Zum einen verläuft schon in der Schwangerschaft das Babywachstum in Schüben. Somit sind einzelne Werte meist wenig aussagekräftig und man muss immer einen Verlauf beurteilen. Zum anderen entwickeln sich Babys sehr individuell. So gibt es kleine und große sowie zarte und kräftige Babys. Reifgeborene gesunde Babys haben ein ungefähres Geburtsgewicht zwischen 2400 und 4300 Gramm.

Da in den ersten Tagen Flüssigkeit aus dem Gewebe und auch der erste Stuhlgang (Mekonium) ausgeschieden wird, nehmen Babys in den ersten Tagen zunächst etwas ab. Diese Gewichtsabnahme liegt meist zwischen fünf bis sieben Prozent des Körpergewichtes und beschränkt sich auf die ersten drei Tage. Dann stagniert das Gewicht meist ein oder zwei Tage. Ungefähr ab dem fünften Tag nach der Geburt nimmt das Baby wieder zu. So haben die meisten Kinder spätestens nach zehn Tagen ihr Geburtsgewicht wieder erreicht.

Nicht leichtfertig ohne klare Indikation zufüttern

Wenn ein Baby mehr als sieben Prozent seines Geburtsgewichtes abnimmt, sollte das Stillen genau angeschaut und eventuell Maßnahmen zur Optimierung ergriffen werden. Meist sorgt schon häufigeres Anlegen für eine Steigerung der Milchmenge. Eventuell ist dafür ein sanftes Wecken eines eher schläfrigen Neugeborenen erforderlich. Manchmal sind es aber auch andere Probleme, die die Gewichtszunahme ungünstig beeinflussen. Je früher man bei Stillproblemen die Ursache findet und behebt, umso schneller normalisiert sich die Zunahme wieder. Das gilt natürlich auch, wenn ein mit Pre-Nahrung gefüttertes Baby nicht entsprechend zunimmt. Auch hier können eine Saugschwäche oder eine durch Hyperbilirubinämie (Neugeborenengelbsucht) bedingte Schläfrigkeit dafür sorgen, dass das Baby nicht genug Nahrung zu sich nimmt.

Der jeweilige Handlungsbedarf ist je nach Ursache immer individuell. Bei gestillten Kindern ist in der Regel nicht sofort eine Zufütterung erforderlich. Sie sollte aber auch nicht ausgeschlossen werden, wenn alle zuvor ergriffenen Maßnahmen nicht erfolgreich waren. Denn ein Kind, das nicht gut zunimmt, wird in der Regel noch ein bisschen müder und trinkt dann noch weniger, so dass man schnell in einem Teufelskreislauf landet.

Zufüttern sollte als erstes immer heißen, dass das Baby möglichst die abgepumpte Muttermilch der eigenen Mutter bekommt. Diese wird idealerweise an der Brust zugefüttert, zum Beispiel durch eine kleine Spritze mit einem Saugaufsatz oder einem Brusternährungsset. Wenn diese beiden Varianten nicht möglich sind, ist auch das Füttern mit einem kleinen Becher eine gute Möglichkeit. Bei all diesen Methoden wird das Saugverhalten des Kindes nicht ungünstig beeinflusst. Aber generell gilt, dass es für jede Form der Zufütterung eine wirklich Indikation geben sollte und nicht leichtfertig zugefüttert wird. Eine Beratung durch die Hebamme oder eine Stillberaterin sollte dem immer voraus gehen. Denn gerade in den ersten Tagen und Wochen ist der Stillprozess sehr anfällig für Störungen durch äußere Einflüsse.

Anhaltspunkte für die Gewichtsentwicklung

Sämtliche Zahlen sind natürlich immer nur Anhaltspunkte zur Orientierung. Es muss immer individuell auf jedes Kind geschaut werden. So muss sicherlich auch nicht pauschal bei einer Gewichtsabnahme von zehn Prozent immer zugefüttert werden. Aber in vielen Fällen ist es eben doch erforderlich, weil auch andere Parameter wie die Ausscheidung des Kindes darauf hinweisen, dass es gerade nicht optimal gedeiht.

Anhaltspunkte, die neben der Gewichtszunahme ein gutes Gedeihen anzeigen, habe ich in diesem Artikel aufgeführt. Auch für die weitere Gewichtszunahme nach dem Erreichen des Geburtsgewichtes gibt es Anhaltspunkte. Die Wachstumskurven der WHO für Mädchen und Jungen beziehen sich auf die Gewichtsentwicklung von ausschließlich gestillten Kindern. Die durchschnittliche Gewichtszunahme sollte in den ersten acht Wochen bei 170 bis 330 Gramm in der Woche liegen. Zwischen dem dritten und fünften Monate sind 110 bis 330 Gramm pro Woche eine optimale Gewichtszunahme und dann bis zum siebten Monat gelten 70 bis 140 Gramm pro Woche als normal. Diese Angaben gelten immer für gesunde und im regulären Geburtszeitraum geborene Kinder.

Unter diesen Bedingungen hat ein Baby sein Geburtsgewicht ungefähr mit drei bis fünf Monaten verdoppelt. Die Gewichtsentwicklung von ausschließlich gestillten und oder ausschließlich mit künstlicher Säuglingsnahrung ernährten Babys verläuft unterschiedlich. Stillkinder nehmen in den ersten Wochen und Monaten erst schneller dazu und dann verlangsamt sich die Zunahme. Somit wiegen ausschließlich gestillte Babys in den ersten zwei bis drei Monaten mehr und ab dem vierten bis sechsten Monat weniger als nicht gestillte Säuglinge. Das ist wichtig zu wissen, weil Eltern gestillter Kinder oftmals verunsichert sind, wenn sich die anfangs recht große Gewichtszunahme dann nach und nach reduziert. Dieser Verlauf ist aber normal.

Zu häufiges Wiegen verunsichert viele Eltern

Wie häufig ein Baby überhaupt gewogen werden sollte, ist auch nicht pauschal zu beantworten. Es hat sich bewährt in den ersten Tagen täglich zu wiegen, um einen größeren Gewichtsverlust frühzeitig zu erkennen. Wenn das Baby wieder begonnen hat zuzunehmen, regelmäßig trinkt und gut ausscheidet, können die Wiegeabstände vergrößert werden. Auch nach dem Erreichen des Geburtsgewichtes, ist das Wiegen individuell zu handhaben, aber in den ersten sechs Wochen hat sich das Wiegen einmal pro Woche bewährt, um das Gedeihen anhand des Gewichtsverlaufs gut einschätzen zu können. Bei manchen Kindern ist aber die gute Zunahme so offensichtlich, dass auch selteneres Wiegen völlig in Ordnung ist. Danach kann eine Gewichtskontrolle alle vier bis sechs Wochen oder entsprechend bei den U-Untersuchungen beim Kinderarzt sinnvoll sein.
Das Wiegen vor und nach dem Stillen zur Ermittlung der getrunkenen Muttermilchmenge bringt in der Regel keine Vorteile, sondern führt oft nur zu großer Verunsicherung und voreiligen Interventionen im Stillprozess.

Ein zu häufiges Wiegen führt zudem eher zu einer Verunsicherung der Eltern, weshalb immer mit Hebamme oder Kinderarzt individuell vereinbart werden sollte, was für das jeweilige Baby passt. Das Wiegen sollte immer unter gleichen Bedingungen (am besten ohne Kleidung und Windel) mit der gleichen Waage zu einer ähnlichen Uhrzeit (zumindest bei täglichem Wiegen) stattfinden. Das Wiegen mit dem Kind auf dem Arm auf einer herkömmlichen Personenwaage ist viel zu ungenau. Es ist nicht für eine genaue Gewichtsbestimmung geeignet.

Entsprechende Babywaagen wiegen aufs Gramm (in 5-10 Gramm-Schritten) genau und sind damit wesentlich besser geeignet. Die Hebamme bringt zu ihren Hausbesuchen eine passende Waage mit beziehungsweise hat der Kinderarzt diese in seiner Praxis. Nur in ganz seltenen Fällen sind tägliche Gewichtskontrollen durch die Eltern erforderlich, wofür eine elektrische Babywaage auf Rezept in der Apotheke ausgeliehen werden kann. Eine Waage gehört also nicht zur Erstausstattung für Babys. Ganz im Gegenteil führen zu viele Zahlen eher zur Verunsicherung im anfangs meist sehr herausfordernden Babyalltag.

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5 Kommentare

Tabea 26. August 2018 - 05:44

Das liebe Gewicht… Ist ja so eine Sache für sich. Unser Sohn wurde kurz vor der Geburt bei einer Kontrolle im Krankenhaus auf 4300g geschätzt. Das hat viel Stress verursacht – er war zwei Tage drüber und wegen der hohen Gewichtsschätzung wurde uns ans Herz gelegt, sich Gedanken über eine baldige Einleitung zu machen, um die Risiken bei der Geburt im Falle einer noch höheren Gewichts niedrig zu halten.
Mir kam die Schätzung nicht ganz glaubwürdig vor, da er 4 Wochen zuvor auf 3,4kg geschätzt worden war und das eher dem Wachstumsverlauf in der Schwangerschaft entsprach. Aber gut – wie beschrieben verläuft Wachstum ja in Schüben. Aber dennoch: ein Riesenstress.
Er kam schließlich mit 3600g zur Welt.
Das meiste an Kolostrum, das er getrunken hat, hat er in den ersten zwei Tagen seines Lebens wieder ausgespuckt. Daraufhin verlor er 10% seines Gewichts – die Brust war voll, aber offensichtlich bekam er nicht viel raus. Da er an einem Freitag geboren wurde, war bis Montag keine Stillberaterin im Krankenhaus, die mir hätte helfen können.
Wir fütterten also an Tag 3, nachdem er vor Hunger entsetzlich schrie und ich vollkommen mit den Nerven am Ende war, mittels Sonde an der Brust etwas zu. Das entspannte die Lage erstmal.
Am Montag dann kam endlich ein Stillberaterin, wobei ich sagen muss, dass mir dieser Besuch nur bedingt geholfen hat. Tatsächlich war es die Hebamme, die zur Nachsorge kam, die dem kleinen Kerl und mir einmal gezeigt hat, wo es lang geht. Danach hat er auch angefangen zuzulegen, wenn auch schleppend. Zumindest sagte das die Waage der Hebamme.
Daraufhin gab es Globuli „zur Stimulierung des Saugverhaltens“, die ich ihm vielleicht zwei Tage konsequent gegeben habe (aus Verzweiflung), bevor ich mich bewusst dazu entschieden habe, mein Kind nicht mehr mit Zucker zu füttern. Außerdem gab es den Tipp, ihn nur alle drei Stunden trinken zu lassen, da die Gewichtszunahme so schleppend verlief. (Ich weiß nicht, ob ich das heute nochmal machen würde, aber daraufhin nahm er tatsächlich besser zu & die Brust war deutlich weicher nach dem Trinken als zuvor rein nach Bedarf.)
Zum Kern der Sache: Auf der Waage der Hebamme hatten wir nach einigem, sehr stressigen und von vielen Ängsten begleitetem Auf und ab, nach fast 3 Wochen das Geburtsgewicht endlich wieder erreicht, nach einem Start bei -10%. Nach einem Monat lagen wir dann bei 3,8kg.
Am Tag nach dieser erfreulichen Messung stand die U3 an und unser Sohn hatte auf wundersame Weise über Nacht 4kg erreicht. …

Soweit eine persönliche Anekdote zum Thema Gewicht, Waagen, Ungenauigkeiten und der unglaubliche Stress der damit einhergeht, dass Fachmenschen ihre Ergebnisse nicht kritisch einordnen – sowohl das Messergebnis im Ultraschall hätte von der Ärztin kritisch hinterfragt werden müssen (und zwar nicht nur in ihrem Kopf), genauso wie potentielle Messfehler auf der Waage der Hebamme. Das hätte zumindest mehr zu meiner inneren Ruhe beigetragen als das Angebot mir Globuli gegen meine wegen der Gewichtsprobleme blankliegenden Nerven anzubieten.

Antworten
Sina 13. Juni 2018 - 08:06

Es kann auch eine große Rolle spielen an welcher Stelle am Boden genau die Waage abgestellt wird, insbesondere wenn die Böden schepp sind. Da kamen wir schonmal auf Differenzen von 50 Gramm und mehr was viel ausmacht, wenn das Geburtsgewicht nicht so schnell wie “gesollt“ wieder erreicht wird. Da kann schnell mal diagnostiziert werden, dass das Baby wieder abgenommen hat.
Am Ende haben wir den Umriss der Waage mit Bleistift auf den Boden gemalt um sicher vergleichbare Ergebnisse zu bekommen.

Kliniken sind (unserer Erfahrung nach) leider schnell dabei eine Zufütterung zu empfehlen. Gerade wenn die Wöchnerinnenstation voll ist, geht das einfach schneller und einfacher als ausführlich die Stilltechnik zu überprüfen. Lasst euch nicht schon zweiten oder dritten Tag verunsichern! Da lässt sich die Gewichtsentwicklung ja noch gar nicht richtig beurteilen. Und ja, das Baby darf auch alle halbe Stunde stillen wollen!

Ist es nicht auch so dass der anfängliche Gewichtsverlust größer sein kann wenn die Mutter unter der Geburt Flüssigkeit als Infusion bekommen hat?

Antworten
Anja 13. Juni 2018 - 09:58

Liebe Sina,

stimmt, der Untergrund kann auch einen Einfluss haben.
Stillberatung ist gerade in den ersten Tagen zeitaufwendiger als Zufüttern. Der Personalmangel in den Kliniken begünstigt also leider eher ein zu frühes Zufüttern 🙁
Es gibt Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass das Geburtsgewicht durch Infusionen unter der Geburt beeinflusst wird. Ganz geklärt ist das noch nicht. Es gibt dazu auch eine Bachelorarbeit von zwei Hebammenstudentinnen, die sich verschiedene Studien zu dem Thema angeschaut haben:
https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/1030
„Relevante Ergebnisse: Bei einem Vergleich der 5 bearbeiteten Studien wird
ersichtlich, dass aus 4 Studien ein positiver Zusammenhang zwischen der
maternalen intrapartalen Flüssigkeitsaufnahme und dem neonatalen Gewichtsverlust
resultiert. Daher kann ein Zusammenhang weder vollkommen ausgeschlossen, noch
bestätigt werden.
Schlussfolgerung: Anhand der Resultate kann keine klare Aussage über den
Einfluss von maternaler intrapartaler Infusionstherapie auf den neonatalen Gewichtsverlust postpartal gemacht werden. Um die Aussagekraft der
Studienresultate zu stärken, ist weiterführende Forschung zu dieser Thematik
notwendig.“

Liebe Grüße,

Anja

Antworten
Johannes 11. Juni 2018 - 10:27

Hi,

ich bin Medizintechniker im Krankenhaus und wollte nur der Genauigkeit halber darauf hinweisen, dass auch die Waage beim Kinderarzt und insbesondere die Waage der Hebamme NICHT aufs Gramm genau wiegen wie geschrieben steht, sondern auf 10g genau. Als Ingenieur ist einem dann auch sofort klar, dass dort der Fehler mindestens in dieser Größenordnung liegt (also +- 10g). Lasst euch also nicht durch zu viele Zahlen verunsichern. Sind es mal 20g mehr oder weniger dann kann das locker an der Unsicherheit der Waage liegen.

Übrigens besteht in Deutschland eine Ausnahme von der allgemeinen Eichpflicht für medizinische Waagen für:
a) Personenwaagen in Apotheken
b) Säuglingswaagen in Apotheken zum Ausleihen für den privaten Gebrauch
c) Säuglingswaagen von Hebammen

Folglich ist dem Messwert eigentlich nur beim Kinderarzt zu trauen. Ich habe drei Kinder und es war immer wieder spannend zu sehen zu was für unterschiedlichen Gewichten Arzthelferin und Hebamme am selben Tag gekommen sind…

Antworten
Anja 11. Juni 2018 - 10:42

Lieber Johannes,

danke für die Ergänzung. Das stimmt, es wird meist in 10 Gramm-Schritten gewogen. Ich ergänze das noch mal. Dass mit den geeichten und ungeeichten Hebammenwaagen ist ein nicht ganz geklärtes Thema. Kennst Du diesen Artikel: https://www.dhz-online.de/de/das-heft/aktuelles-heft/heft-detail-abo/artikel/saeuglingswaagen-sicher-und-genau/ ?

„Die Beschränkung auf ärztliches Tun wäre jedoch falsch, sobald die Hebamme eine Betreuung auf ärztliche Verordnung durchführt. Mit dieser Interpretation wird die Hebamme zwar scheinbar begünstigt, jedoch auch in ihrer Professionalität im Betreuungsprozess diskriminiert. Wie es sich verhält, wenn die Hebamme eine Säuglingswaage einsetzt, um das Geburtsgewicht zu ermitteln, lässt die Schrift der AGME offen.

Als Begründung zur Aufnahme einer Eichverpflichtung in QM-Vorgaben wird oft angeführt, dass das Geburtsgewicht als „amtliches Gewicht“ in die Geburtsurkunde eingetragen wird. Demnach würde das Mess-EG in § 36 Ausnahmen bei den Eichpflichten erlauben, wenn wie in Punkt 3 „bei einem amtlichen Verwenden von Messgeräten die Messrichtigkeit nicht von Bedeutung ist.“ Diese Ausnahmen sind jedoch in den Eichbestimmungen ebenso wenig formuliert wie die Verpflichtung der geburtshilflich tätigen Hebamme zur Nutzung einer geeichten Waage.

Sicher von amtlicher Bedeutung wäre die Messrichtigkeit des Geburtsgewichts, wenn es um die gesetzliche Bestattungspflicht bei Totgeburten unter 500 Gramm geht oder um die Verlängerung der Mutterschutzfristen bei einer Frühgeburt. Von medizinischer und haftungsrechtlicher Bedeutung wäre die Messrichtigkeit auch in vielen anderen Fällen, so dass die unterschiedlichen Interpretationen des unklaren Gesetzestextes mehr Fragen aufwerfen als beantworten.

Die gesetzlichen Regelungen zu Medizingeräten lassen weniger Spielraum für Interpretationen als die Mess- und Eichbestimmungen (siehe DHZ 8/2016, Seite 52ff.). Dort wird festgelegt, dass die Regelungen des MPG gelten, wenn ein Gerät wie die Säuglingswaage beruflich genutzt wird und dem Zweck „der Erkennung, Verhütung, Überwachung, Behandlung oder Linderung von Krankheiten“ oder „der Untersuchung… eines physiologischen Vorgangs“ dient. (§ 3 MPG)

Einschränkungen auf bestimmte Berufe oder Orte der Berufsausübung gibt es nicht. So gelten alle Bestimmungen des MPG und der MPBetreibV für Säuglingswaagen, die von Hebammen beruflich genutzt werden.“

Im Zuge der QM-Verpflichtung wird das gerade immer noch diskutiert…

Aber Dein Hinweis ist absolut richtig, dass letztlich viele Waagen viele verschiedene Ergebnisse liefern;)

Liebe Grüße,

Anja

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