Hexenverbrennung 2.0?

von Anja

Gerade eben habe ich das Haus einer Wöchnerin verlassen, mit der ich zurzeit ihre traumatische Geburt aufarbeite. Traumatisch für sie vor allem deshalb, weil die Hebammen in der Klinik kaum Zeit hatten und sie unter der interventionsreichen Geburt sehr viel allein gelassen wurde. Es gab sehr viele Geburten an diesem Tag und nur wenig Personal. Bevor ich auf mein Fahrrad steige, schaue ich meist noch mal kurz auf dem iPhone meine Mails durch. Die Nachricht vom Hebammenverband treibt mir immer noch die Tränen in die Augen, denn da steht nun konkret, was schon länger angekündigt wurde: eine erneute Erhöhung der Haftpflichtversicherungsprämie im zweistelligen Prozentbereich. Innerlich hatte ich mich schon auf zehn bis zwölf Prozent eingestellt. Aber nein, es sind 20 Prozent geworden, um die die Haftpflichtprämie im nächsten Jahr angehoben wird.

Damit müssen Beleghebammen, aber auch Geburtshaus- und Hausgeburtshebammen satte 5090 Euro bezahlen, wenn sie weiter in der Geburtshilfe tätig sein wollen. Zum Vergleich: Die Beleghebamme bekommt 273,22 Euro für die Geburtshilfe, womit bis zu acht Stunden vor und drei Stunden nach der Geburt vergütet sind. Davon müssen Krankenversicherung, Rechtsschutz, Altersvorsorge und natürlich alle beruflichen Kosten für Ausstattung, Auto, Material, Fortbildungen, Fachliteratur und so weiter bezahlt werden. Und natürlich die Haftpflichtversicherung, ohne die eine Hebamme eben nicht arbeiten darf. Da kann man sich mal ausrechnen, wie viele Geburten begleitet werden müssen, nur um die Haftpflichtprämie allein zu stemmen. Da auch Hebammen wohnen und essen müssen, kann es sich eigentlich zukünftig kaum noch eine Hebamme leisten, freiberufliche Geburtshilfe anzubieten. Der stetige Rückgang an geburtshilflich tätigen Hebammen bestätigt dies ja auch.

Die Krise im Kreißsaal spitzt sich zu

Die massive Erhöhung betrifft natürlich auch alle anderen Versicherungsformen für Hebammen. Und bei einem Nettostundenlohn von unter acht Euro werfen auch zunehmend mehr nicht geburtshilflich tätige Kolleginnen das Handtuch und bieten keine Schwangerenvorsorge und Wochenbettbetreuung mehr an. Auch ich arbeite mittlerweile vermehrt im Bereich Fort- und Weiterbildung oder halte Vorträge. Diese Tätigkeiten sind besser bezahlt und das bei planbaren Arbeitszeiten. Ich mache das auch sehr gerne, aber mein Herz hängt an der Hebammerei.

Deshalb habe ich jetzt auch diesen dicken Kloß im Hals, wenn ich erneut merke, dass weder ich noch viele Kolleginnen auf Dauer weiterhin voll in diesem Beruf arbeiten können, wenn sie auch davon leben wollen oder müssen. Wer versucht eigentlich immer wieder, systematisch diesen Beruf auszurotten? Und warum? Hebammen standen schon oft in der Geschichte an Punkten wie diesen. Deshalb ist da auch immer noch ein Fünkchen Hoffnung, dass doch noch alles gut werden wird, auch wenn von politischer Seite bisher nichts weiter als Lippenbekenntnisse kamen. Meist waren es die Mütter, die sich für die Hebammen und damit nicht unwesentlich auch für ihre Rechte als Frauen eingesetzt haben. Vielleicht brauchen wir jetzt auch noch die Väter und die Großeltern, damit auch in Zukunft weiterhin alle Familien die so wichtige Begleitung für den Lebensbeginn erhalten können, die sie brauchen. Die Krise im Kreißsaal jedenfalls wird sich weiter zuspitzen, wenn jetzt nicht mal mal langsam was passiert…

111 Kommentare

Ingr. Becker HP,Geburtshelferin aD.D. 19. Dezember 2020 - 20:56

Ergänzung zu meinem Kommentar vom 11.3.2014:

Dem habe ich heute nichts mehr hinzuzufügen- noch bereue ich meine Worte-im Gegenteil, es wäre mir lieber andersherum…nein, es hat sich n i c h t s getan – seither -im Gegenteil..Hierzu noch eine Meinung zum alles entlarvenden Film in mehreren Fortsetzungen -zur Abendunterhaltung – lustig, oder nicht.Mittels teils geschmacklos fantasievoller -besonders fatal- auch fehlerhafte Darstellung eingeschlossen-für die Liga gestandener Geburtshelferinnen nicht selten obendrein beinahe zum Hohne gereichend:
Einem wohl doch eher teils voyeuristisch geprägten Autor-erlaubte man freimütig – komödiantisch mit einem nahezu diskriminierenden Titel :“Toni-männlich(er)Hebamme“ hat man unserer „Abschaffungslobby“ auf äußerst fragwürdig – überhaupt nicht lustige Art eher noch in in die Hände gespielt.. Reaktionen von Verriss bis teils naiv geprägter Zustimmung ..Die Zeichen stehen weiterhin auf Sturm. Männer in den Startlöchern Unsere teils wirklich netten „Herren Hebämmer“ rücken den Frauen zusehends auf den Pelz? Was macht die Frau, wenn dieser ihr weniger sympathisch schiene-alternativlos ausgeliefert-Schamgefühle? Gleich(berechtigt) mit abgeschafft! Zitatumkehr: „Gedenk` ich heute unserer Mütter, Kinder, Familien ..in der Nacht ..oder „nach mir die Sintflut? “ Niemals. Man fühlt sich zunehmend um den Schlaf gebracht…

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Dr.Ingrid Becker 14. April 2015 - 18:47

Zu Kommentar 108 :Johanna 153 ,Sie haben anscheinend nicht verstanden wie ernst es ist und worum es in diesem Beitrag eigentlich geht.Um eine Geburtshilfe von Frauen für Frauen, die einen medizinisch hochqualifizierten Beruf ausüben , aber eine mittelalterliche Berufsbezeichnung tragen ,die nicht mehr zeitgemäß ist.
Analoge zur Historie der Zahnheilkunde, die vor gut 100 Jahren noch überwiegend von Dentisten -ohne äztlichen Status- ausgeübt wurde, hat allein durch diese längst ü b e r f ä l l i g e akademische Aufwertung
ihren heutigen Status erreichen können.Was wäre los, wollte man diese nun auch mal eben „abschaffen“???
Übrigens lesenswert für alle , die „keine Probleme mit Männern als „Entbinungspfleger“ haben.Literatur: „Geburt ist Frauensache2 von Sheila Kitzinger!!!

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J C Vogt 8. April 2015 - 21:44

[…] und Petition dazu gibt es hier und hier – daher nur ein paar Worte von mir, warum ich es besonders erwähnenswert finde, dass […]

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Ulrich Maeker 5. September 2014 - 11:56

„Von der Vernunfthöhe herab sieht ddas Leben einer bösen Krankheit und die Welt einem Tollhaus gleich ……..“! Goethe

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"Hebamme" versus "Geburtsärztin" 11. März 2014 - 01:39

Im Jahre 1963 veröffentlichte eine bekannte Illustrierte eine eindrucksvolle Fotoreportage, die ich bis heute aufbewahrt habe .Titel:“ D i e s e r B e r u f i s t u n s n i c h t s w e r t “ Dennoch habe ich ihn damals gewählt,
Seither habe ich hunderte Kolleginnen das Handtuch werfen sehen, viele sind heute erfolgreich als Heilpraktikerin , oder als Gynäkologinnen tätig, . Weshalb gibt man denn wohl einen der schönsten und vornehmsten Berufe auf?
Keinerlei Aufstiegsmöglichkeiten, keine zeitgemäße Berufsbezeichnung (denn“ Ammen“ sind wir wahrlich nicht im Wortsinne).
Beispiel: „Studium der Geburtswissenschaften“ , mit Promotionsmöglichkeit und angemessen Verdienstmöglichkeiten Was spräche denn heutzutage eigentlich dagegen??? Angesichts der Steine , die man uns seit Jahrzehnten in den Weg legt, weil wir angeblich nicht lange genug an Hochschulen „studiert“ haben. Wir haben es uns bis heute nicht aussuchen dürfen, trotz jahrelanger Bestrebungen in den 90ern, uns ein -Studium via FH zu ermöglichen.Es verlief alles im Sande. Jetzt wissen wir vielleicht weswegen..Daher sind wir so angreifbar und „überflüssig“ geworden, was natürlich unverfroren ist.
Heutzutage muß man einfach in einem so anspruchsvollen , f r e i e n Beruf ein Studium vorweisen können, um – auch wirtschaftlich- besser überleben zu können, .Obwohl nahezu alle jüngeren Hebammen das Abitur besitzen und zahlreiche „alte“ Berufe eine enorme Aufwertung erfahren haben, vorausgesetzt der Beruf ist „männlich“ dominiert..!!!
An Fachhochschulen , wie z.B. in- Osnabrück lehren Hebammen seit Jahren bereits an Lehrstühlen mit eigener Professur- mit und ohne Promotion- seit 1985 schlossen sich nahmhafte Hebammen.freiwillig. (natürlich unentgeltlich). zu Forschungsgruppen zusammen, um dem Berufsstand entsprechendes Gewicht in Fachkreisen und Öffentlichkeit verleihen zu können! .Doch diese Persönlichkeiten sehen und hören Sie selten in den offiziellen Medien. Dieser Beruf ist defnitiv nicht mit reinen P f l e g e b e r u f e n vergleichbar ,ohne hier eine Wertung vornehmen zu wollen, Geburtshilfe leistet man mit großer Kompetenz, ist mit Verantwortung für zwei Leben (!),sowie medizinischen Aufgabenstellungen von hohem Niveeu (u.a. chirurgische Wundversorgung), selbstständige Geburtsleitung, usw., verbunden!
.Als Taxifahrer,Feuerwehrmann ,Laie, „Hebamme“ zu „spielen“ suggeriert uns allenfalls eine herabwürdigende Sensations- Presse infolge unvorhergesehener wahrer „Not“ fälle! !
Was aus Sicht der betroffenen Mütter und ( unfreiwilligen) Helfer betrachtet eher als Katastrophe wahrgenommen werden dürfte!
Dies bleibt in der Regel gebetsmühlenartig unerwähnt und geht weit über den Anspruch reiner „Begletung“ eines bestimmten Vorganges hinaus. Vor allem dann , wenn es um rasches Handeln unter der Geburt, sowie differentialdiagnostischen Weitblick geht. Dieser wäre innerhalb unseres Fachbereichs allgemeinärztlicher Kompetenz gleichzusetzen.
Zudem vermisst man während dieser gesamten Diskussion den Hinweis ,daß es hierbei auch intimster Pflegeverrichtungen -ohne Zeugen- bedarf .Wobei per se einer männlichen Person keinerlei Berechtigung zustünde diese „berufshalber“ einzufordern, insbesondere bei fehlender Wahlfreiheit der Frauen unter Klinikhierarchischen Bedingungen.
Daß es bereits vielfach nachweislich(Dunkelziffer??) zu Mißbrauchsfällen kam, dürfte ebenso hinreichend bekannt sein und könnte gerade hier besonders schamlos und perfide ausgenutzt werden. Dies alles gälte es zu bedenken und abzuwägen, denn ich stelle fest, daß das gesamte Berufsbild teilweise nur äußerst vage verstanden, teilweise sogar gravierend mißverstanden wird.
.
Selbst wenn man es nicht glauben mag,, doch es gab diese o.g.Fälle, wobei jeder einzelne Fall einer zuviel ist!, Hier ist Gleichmacherei völlig fehl am Platz! Nicht einmal zu dieser Thematik wurden die Hebeammenverbände seinerzeit. ernstgenommen!
Neuerdings aber will man diesen allerwichtigsten Beruf auch noch durch die Hintertür geradezu „aushebeln“ !,
Bis heute ohne ausreichende Lobby wäre das sogar im Bereich des Möglichen, wenn auch unvorstellbar.! So schafft man sich selber ab!
Die wahren Leidtragenden aber sind die meist hilflosen jungen Mütter und deren Kinder, die schutzbedürftigsten aller Wesen und deren Familien, die man jetzt mit ihren ernsthaften Anliegen im Stich ließe.
Einzig erfreulich ist die große Resonanz in dieser so eminent wichtigen Angelegenheit, die uns alle angehen sollte .Erfreulich zudem der positive Zuspruch aus Kreisen der Ärzteschaft., wie bereits an anderer Stelle zu lesen..Hier ist gegenseitiger Respekt gefordert und hilfreich.
Eine „Geburts- und Familienärztin““ – mit a n g e m e s s e n e r V e r g ü t u n g wäre auch
in der Lage Problemfamilien zu Hause zu betreuen und zwar so lange und so oft w i e
n ö t i g!! Die beste Prävention gegen Überforderung, Folgen von Depressionen , sowie zum Schutz der Säuglinge und Kleinkinder vor unkontrollierten Übergriffen überforderter Eltern, wozu unsere Jugendämter einfach nicht in der Lage sind. E s fehlt die Praxis mit entspr. Fachkompetenz , wie Hebammen sie seit altersher besitzen.Auch dies kein öffentlich diskutiertes Thema. Weshalb eigentlich nicht???
Millionen an Folgekosten würden eingespart werden und könnten an anderer Stelle den Familien zugute kommen!Warum dafür neue „Hilfsberufe“ schaffen???Um diese wiederum miserabel zu vergüten?

Nach insgesamt nahezu 50 Berufsjahren, 10 Jahren Kliniktätigkeit, 15 Jahren Freiberuflichkeit in Vor- und Nachsorge , 1500 fach geleisteter Geburtshilfe,als Mutter zweier erwachsener Kinder, sei dies heute (m),ein allerletzter Beitrag zu diesem Thema. Um für den Erhalt dieses wundervollen Frauenberufes -in dem Männer definitiv n i c h t s verloren haben, zu kämpfen (!) .Allein die Berufsbezeichnung des „Entbindungs-Pflegers“ ist als unangemessen und irreführend zu werten. Doch bei der seinerzeitigen Einführung dieses “ Berufes“ -im Jahre 1972 durch die Klage eines Einzelnen (!) hatten die Hebammenverbände trotz ihres Protestes keinen Einfluß, weder dies zu verhindern , weil vollkommen überflüssig,noch bei der Wahl einer angemessenen Berufsbezeichnung für solche Männer, wobei man ihnen das Attribut der/des „Geburtshelfer(in)“ partout nicht zugestehen wollte.
Hierbei hatten die -traditionell ausschließlich männlichen- „Hebammenlehrer“ wohl größtenteils das Sagen!
Abschließend :
Eine irgendwie geartete „Profililierungssucht“ hätte an dieser Stelle ganz gewiß nichts zu suchen, was hiermit nochmals klargestellt sei., Es geschieht jedoch im Bewußtsein daß diese umfassende Darstellung gewiß auch im Sinne vieler meiner langjährigen Kolleginnen geschieht. Dies hat sich aus zahlreichen , jahrelangen -Diskussionen immer wieder in dieser Form herauskristallisiert.
Weil unser einstiger und noch immer wundervoller Beruf vielen von uns bis zum letzten Atemzug am Herzen liegen wird. Trauer und Hoffnungslosigkeit überwiegen jedoch. an dieser Stelle.
Mögen die viel tausendfachen Sympathiebekundungen der letzten Monate das Ihre zu unserer langfristigen Rettung beitragen.Ausschließlich zum Wohle unserer Familien. Es ist überwältigend, was bisher in allen diesbezüglichen Foren zum Ausdruck kam, dafür kann man nur allen so engagierten Beteiligten , den Müttern, Vätern, Großeltern, Kolleginnen, u.v.m. herzlich danken.

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Anja 11. März 2014 - 20:12

Liebe Kollegin,

vielen Dank für Deine weisen Worte.

Liebe Grüße, Anja

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Johanna153 21. Juli 2014 - 07:42

Was für ein Schwachsinn!!!! Ich dachte es geht bei diesem Beruf um die Qualifikation, nicht um das Geschlecht. Ich würde dann tausendmal lieber von einem Entbindungspfleger betreut als von Ihnen als von einer „Hebamme“, die offensichtlich ein – wie auch immer geartetes Problem – mit Männern hat.

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Meine Mutter war früher mal Hebamme… 13. Februar 2014 - 15:44

[…] Scheiterhaufen für die Hexenverbrennung 2.0 ist jedenfalls nun scheinbar bereits […]

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Freya 28. Dezember 2013 - 15:21

Was ich vor allem so überhaupt nicht verstehe, ist die Tatsache der unendlich langen Verjährungsfrist, der ja diesen horrenden Versicherungsbeitrag teilweise bedingt…

30 Jahre kann eine Hebamme rechtlich belangt werden…30 Jahre? Wieso?
Bei allem anderen medizinischen und hilfsmedizinischem Personal sind es doch nur 10 Jahre, oder?

Ich erinnere mich das hier gelesen zu haben: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/11/28/kaum-geburten-wenig-geld-beruf-der-hebamme-stirbt-aus/

Kann das jemand erklären?

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Sahra 28. November 2013 - 20:04

Spiel mir das Lied vom Hebammentod…. ich kann diesen Artikel als Übersicht nur wärmstens empfehlen: http://anwaltauskunft.de/magazin/beruf/selbststaendig/202/spiel-mir-das-lied-vom-hebammentod/

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Anja 28. November 2013 - 10:24

Ich finde diese Erhöhung unmöglich. Nachdem jetzt langsam immer mehr Krankenkassen die Geburt im Geburtshaus finanzieren und die Wahl der Geburt nicht mehr von den finanziellen Möglichkeiten der Frau abhängt, kommt jetzt die Haftpflichtversicherung und macht diesem Beruf das Leben schwer.
Das ist wirklich ein enormer Rückschritt insPatriarchat. Ich verstehe das überhaupt nicht.

In einigen Städten Werden extra Familienpfleger angestellt, große Programme gestartet für neue Mütter und junge Familien, um nach der Geburt Orientierung und Hilfestellung zu geben. Nichts anderes leistet aber doch die Hebamme! Nur eben ganzheitlich und von Anfang an!
Ich hatte zwei schöne Geburten im Geburtshaus ohne irgendwelchen Hickhack und das habe ich der Vertrauensarbeit der Hebammen im Vorfeld zu verdanken.
Es ist schade, dass die Hebammen im Laufe der Medizingeschichte soviel Ansehen an die Ärzte verloren haben. Frauen brauchen in erster Linie Hebammen für die Geburt und nicht den Arzt. Dafür gilt es sich einzusetzen.

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Lana 24. November 2013 - 15:07

Jeder Frau ist „Sicherheit“ bei der Geburt zu wünschen. Für die eine ist dies der Kreißsaal mit der Nähe des Operationssaales und der Möglichkeit der Überversorgung. Für die andere ist es die Umgebung, in der sie sich sicher fühlt mit den von ihr ausgewählten Menschen und der Möglichkeit, dass Hilfe von außen erst beigezogen werden muss.
Die eineFrau fühlt sich also im Kreißsaal gut aufgehoben, die andere in ihrer eigenen Umgebung. Jede verdient ihre eigene mitfühlende und kompetente Hebamme, die bei diesem komplexen Geburtsgeschehen tatsächliche Gefahren sehr früh erkennt.
Ist es wohl ein typisch „deutsches“ Problem, dass sehr viele Leute zu wissen glauben, was für jede das Beste ist?

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Bemerkenswert 24. November 2013 - 05:48

[…] der Hebammenberuf langsam aus? Wenn ich die aktuelle Entwicklung beobachte, werde ich traurig und hilflos. Ich arbeite gerade noch mit meienr Hebamme zusammen an […]

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Melanie Schwabe 22. November 2013 - 15:11

Ist es nicht traurig, dass wir uns um die wichtigsten Begleiter in Schwangerschaft und Geburt sorgen müssen. Ich bin selbst Mutter von 3 Kindern. Da ich die Vorsorgen bei meiner Hebamme hatte, weiß ich deren Hilfe sehr zu schätzen. Gerade meine letzte Schwangerschaft war nicht gerade ein Traum. Aber meine Hebamme stand mir und meiner Familie in der ganzen Zeit treu zur Seite. Da sie in einer Hebammenpraxis arbeitet, waren auch ihre Kolleginnen immer für mich da.
Auch die Nachsorge ist über meine Hebamme gelaufen. Meine (leider) Kaiserschnitt nach wollte nicht heilen und ist immer wieder aufgegangen. Und wer war für mich da? Natürlich meine Hebamme. Meinen behandelten Frauenarzt hat es nicht wirklich interessiert.
Selbst, jetzt meine Jüngste ist ein halbes Jahr, ist sie immer noch für Fragen für mich da. Welcher Arzt kann das von sich behaupten?
Eine Hebamme ist soviel mehr als nur die Frau, die bei der Geburt da ist. Sie ist in der schönsten aber auch anstrengendsten Zeit für einen da.
Es bricht mir immer das Herz zu wissen, dass so viele Hebammen um ihre berufliche Existenz bangen müssen. Es ist eine Schande, dass man darüber überhaupt reden muss. Aber leider ist es in diesem bürokratisierten Land immer ein Thema des Geldes…
Ich kann nur für alle werdenden Mütter hoffen, dass bald etwas für unsere Hebammen getan wird.
Melanie

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Maria 22. November 2013 - 15:11

Eigentlich passt der Artikel in das Bild der Versorgung im Jahr 2013. Alle stehen unter Druck., nur das wirtschaftliche Ergebnis der Krankenhäuser zählt. Das ist die „Konkurrenz“ durch ambulante Hebammen oder auch Heilpraktiker nicht erwünscht. Deshalb geraten die Berufsgruppen immer weiter unter Druck.
Allerdings ist von kompetenter und vor allem menschlicher Versorgung nicht mehr viel zu spüren. Das zieht dann wieder Probleme nach, mit denen die Betroffenen allein gelassen werden.
Ich frage mich wie weit Deutschland den Wahnsinn einer immer umfangreicheren Diagnostik und intensiven medizinischen Betreuung noch treiben will? Dabei wird allerdings die menschliche Begleitung der Betroffenen und deren Angehöriger vergessen.

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Mann 21. November 2013 - 16:51

Menschen in unserer Gesellschaft entwurzeln immer mehr. Verantwortung für sich selbst tragen, eigenes erschaffen, eine Beziehung zu Dingen haben, gesunde Dinge essen etc. ist im Prinzip für alle und jeden gar nicht erwünscht. Bürokratie, „Qualitätssicherung“, soziale Ausgrenzung bewusster Menschen und das Schüren von Angst gegenüber jeglichem unerwünschten Verhalten legen uns unsichtbare Fesseln an. Dass es Hebammen so schwer gemacht wird, ihren wertvollen, alten, einzig am Mensch orientiertren Beruf ausüben zu können, ist nur eine Ausprägung der Kontrolle, die über uns augeübt wird.
Deshalb seid euch gewiss: ich schätze eure Arbeit sehr, macht weiter!

Und überhaupt: Punk’s not dead!

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weib yvonne 21. November 2013 - 16:19

interessante neuigkeiten gibt es hier zu lesen:

http://geborgen-wachsen.de/2013/11/20/hebammen-im-koalitionspapier-dank-jens-spahn/

ob sich etwas positives tun wird?

wir dürfen gespannt sein.

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Silvia 21. November 2013 - 15:25

Hier noch einmal für alle zum selbst nachlesen – ist ja nicht so, dass das geheime Dokumente wären!

http://www.aok-gesundheitspartner.de/bund/heilberufe/vertraege/hebammen/index.html

Hier könnt ihr genau nachlesen, was die Krankenkassen alles vergüten!

Zusätzlich muss man dann noch alle anderen Angebote von freien Hebammen mit anrechnen: Kurse, Akupunktur, Verkauf von Schwangerschafts-Artikeln etc., Vorträge…

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Sahne 21. November 2013 - 15:01

Ich verstehe gar nicht, warum so viele vorallem auf dem Thema Hausgeburten rumreiten. Eine Hebamme ist doch nicht nur dafür zuständig. Eine Hebamme ist doch für so vieles zuständig.
Ich bin Mutter von 3 gesunden Kindern. Alle 3 Kinder habe ich im Krankenhaus bekommen, mithilfe der dort zuständigen Hebammen. Und hier haben die Hebammen viel mehr geleistet und hatten viel mehr Arbeit, als die Ärzte, die selbst bei der Geburt fast nur Zuschauer waren.
Bei einer Geburt hat dann eine Hebamme sogar so schnell und vorallem RICHTIG gehandelt, daß mein Kind überlebt und keine Schäden davongetragen hat!
Auch die Betreuung (direkt) nach der Geburt lief über die Hebammen! Es hat kein Arzt nach mir gesehen, sondern immer die Hebamme!
Meine Hebamme hatte ich speziell für die Vor- und auch Nachsorge. Ich war und bin froh, daß es den Beruf der Hebamme gibt. Deshalb kann ich nicht verstehen, daß man(n) sich wünscht, der Beruf solle aussterben!
Für mich war meine Hebamme eine große Hilfe, eine wunderbare Zuhörerin, eine tolle Ratgeberin, und für mich auch immer erreichbar! Sowas wünsche ich noch ganz vielen schwangeren Frauen! Deshalb bin ich definitiv für eine bessere Bezahlung und niedrigeren Beiträgen für Hebammen! Der Beruf DARF nicht aussterben!

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anni 21. November 2013 - 07:09

das wirklich gravierende sind die kommentare-sie zeigen wieder mal, dass in unserem land menschen bzw. mehrheiten das sagen haben, die meist von dem über das sie entscheiden,nur einseitig, vorgefertigte meinung und fachlich nicht die leiseste ahnung haben…. zum kotzen!!! ich sollte mich beeilen mit dem kinderkriegen. ich will nämlich nicht im krankenhaus, und das könnte in wenigen jahren angesichts dieser entwicklung ganz vorbeisein. ich selbst habe in meiner ausbildung zum arzt ca. 200 kh-geburten gesehn. etwa 20 davon waren so, dass ich gerne die frau gewesen wäre. der rest war von seelisch traumatisch da völlig anlleine gelassen und in den nebenräumen das chaos mitkriegend bis hin zu einem vaginalen schlachtfeld und einer vollkommen apathischen frau und einem verstörten jungvater – ohne JEGLICHE anschließende psycholgische begleitung!!- vielfältig aufgestellt. eine ganz traurige vielfalt. ich hoffe wirklich, dass da noch ein wunder geschieht.

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jawe 20. November 2013 - 22:33

nicht alle krankenhausgeburten müssen schlimm sein. ich habe mein erstes (und bisher einziges kind) in einer klinik zur welt gebracht.
11std. insgesamt, davon die letzten 6 stunden mit einer tollen (mir vorher unbekannten) hebamme.
kein dammriss, kein dammschnitt, mein wunsch nach PDA wurde vorsichtig „verschoben“, weil sie gemerkt hat, dass ich eigentlich kein wollte.
mir eine PDA zu verpassen wäre ein leichtes gewesen, sie hat sich aber die „mühe“ gemacht, mich davon zu überzeugen, dass es nicht nötig ist.
der arzt, der einmal zum ende für den „offiziellen“ teil kam, hat mit mir auch kaum gesprochen, das empfand ich aber als absolut positiv, denn hier war klar: die hebamme hat das kommando, er machte, was sie sagte (rauf auf den geburtshocker und dort kam dann mein sohn) und hielt sich einfach zurück. in dieser klinik war ganz klar, die ärzte und hebammen arbeiten wirklich als team zusammen.
alles in allem wirklich toll.
die zeit auf der station bis wir nach hause kamen, empfand ich zwar als nicht so entspannt, dies lag aber wiederum an den schwestern/kinderkrankenschwestern. die hebammen (von denen es leider zu wenige gab) waren durchweg sehr einfühlsam und freundlich.
ABER ich kann mir durchaus vorstellen, dass es sehr hektische geburten gibt, dass es an machen tagen einfach schief läuft, dass zu viele frauen gleichzeitig da sind und dass auch hier fehler gemacht werden, unter anderem aus kosten- bzw. zeitgründen. und so wie eine meiner vorrednerinnen schon sagte: eine klinik verklagt man nicht so schnell, hier gibt es soviel mechanismen, wer wie wen deckt und was getan wird, um zu verheimlichen, was eigentlich passiert ist (wenn es tatsächlich ein fehler des personals war).

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Anja 20. November 2013 - 22:28

Liebe Leser,

bitte bleibt sachlich und postet keine beleidigenden Kommentare. Diese werde ich nicht freischalten. Bei der ganzen Hebammenmisere geht es übrigens nicht um Hausgeburt kontra Krankenhausgeburt, sondern um die nicht mehr vorhandene Wahlfreiheit für Mütter und das betrifft auch ganz massiv die Geburten in den Kliniken. Die Belegegburtshilfe ist am schlechtesten bezahlt, so daß diese Kolleginnen wahrscheinlich zuerst aufgeben. Außerdem gibt es viele geburtshilfliche Abteilungen, die komplett im Belegsystem arbeiten. Diese schließen seit Jahren zunehmend (auch weil die geburtshilflich tätigen Ärzte die Haftpflicht nicht mehr finanzieren können). Viele Frauen müssen schon jetzt etliche Kilometer zu ihrem Geburtsort fahren- unter Wehen… Die Bedingungen, unter denen angestellte Hebamme arbeiten, sind ebenso katastrophal. Eine sichere und frauenfreundliche Geburtshilfe wird somit immer unwahrscheinlicher… Natürlich betreue ich auch Frauen mit positiven Geburtserlebnissen in der Klinik- aber zunehmend werden diese Geburten die Ausnahmen…genauso berichten es auch die Klinikolleginnen. Es geht also nicht nur um das mögliche Aussterben der außerklinischen Geburt, sondern darum, daß Frauen keine interventionsarme, sichere und zugewandte Geburtsbegleitung mehr bekommen, wenn keiner da ist, der sie betreut… Anja

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Alexa 20. November 2013 - 22:06

Als allererstes: Ich möchte auch nicht, dass der Beruf der Hebamme ausstirbt und bin den Hebammen, die mich bei der Geburt meiner beiden Kinder begleitet haben, wirklich dankbar für den tollen Job, den sie gemacht haben. Allerdings möchte ich auch mal eine Lanze für Geburten in KH und damit auch für das weitere KH-Personal brechen, denn nicht jede Entbindung im KH muss traumatisch ablaufen – ganz im Gegenteil. Meine Kinder waren beide zu früh dran (8 und 6 Wochen) und da bei uns die nächste Klinik mit Neonatologie 70 km (über kurvenreiche Bergstraßen) entfernt liegt, bekam ich nach der ersten Untersuchung durch die Hebamme vor Ort einen Wehenhemmer, um die Fahrt bis zur Geburtsklinik mit Neonatologie zu überstehen. Dort hat sich meine Erstgeborene dann doch noch 7 Stunden Zeit gelassen. Zeit, die ich ganz entspannt, betreut von einer Hebamme, aber auch besucht und beraten durch die Kinderärztin (die mich aufgeklärt hat, was alles auf so ein Frühchen zukommen kann), mit meinem Mann und meiner engsten Freundin in einem gemütlichen Kreissaal warten durfte, bis es dann so weit war. Und auch unseren Sohn, der es extrem eilig hatte, habe ich im KH zur Welt gebracht; auf der Krankenwagenfahrt begleitet von einem jungen Arzt, dem ich auch nur ein großes Lob zollen kann, weil er mich einfühlsam und (relativ) stressfrei (zwischendurch musste er Wohl den Krankenwagenfahrer anfeuern) den Weg bis zur Klinik begleitet und dort in die Hände einer netten Hebamme übergeben hat. Beide Male fühlte ich mich gut betreut, auch nach der Geburt und hatte während des weiteren Aufenthaltes auch immer einen Ansprechpartner bei Fragen rund ums Kind…
Also liebe Hebammen: Ihr macht einen tollen Job, egal ob in der Klinik oder außerhalb, deshalb hoffe und wünsche ich Euch, dass auch diejenigen, die darüber zu bestimmen haben, ob und wie Ihr Euren Job ausüben könnt, das möglichst bald einsehen.
Aber ich möchte auch an alle Schwangeren oder zukünftigen Mütter einen Appell richten: Wenn man mit der Geburt in einer Klinik ein besseres Gefühl hat, ist man nicht schon von vorneherein eine schlechte Mutter. Es gibt KH, in denen man entspannt entbinden kann, von einer tollen Hebamme begleitet (auch wenn man diese vorher noch nie gesehen hat) und trotzdem der komplette medizinische Apparat in Rufweite ist. Denn leider gibt es trotz aller Vorsorgeuntersuchungen auch genügend Fälle, in dem die unmittelbare Nähe eines Kinderarztes Leben gerettet hat. Ich denke, dass gerade die Wahlfreiheit ein großes Plus ist und die sollte unter allen Umständen erhalten bleiben…

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Kinderkrankenschwester 20. November 2013 - 21:51

Jeder, der meint, für eine Geburt muss man nicht in die Klinik, dem rate ich, mal auf einer geburtshilflichen Abteilung zu hospitieren. Klar, die größte Anzahl der Geburten verläuft komplikationslos. Aber nun mal nicht jede. Aber einen selbst trifft sowas ja nie, sondern immer nur den anderen.
Viele Kinder wiegen über 4kg und kommen „schlecht raus“ unter umständen auch asphyktisch.
Ein Rettungswagen braucht für sowas a) zu lange und b) ist das Rettungspersonal wegen mangelnder Routine mit kindernotfällen schlichtweg überfordert.
Aber Komplikationen treffen ja immer die anderen..,,

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Hausgeburtsvater 20. November 2013 - 20:03

… Geburten sind im Krankenhaus besser aufghoben. Das ich nicht lache. Ich bin Vater von 2 äußerst gesunden Kindern. Beides Hausgeburten. Gut betreut von einer Hebamme. Das große Problem ist doch: Schwangere Frauen sind NICHT krank. Warum also Geburten ins Krankenhaus verlegen? Weil es bekannte Probleme während der Schwangerschaft gibt? Ja. Richtig. Dann geht es ins Krankenhaus. Dafür sind die Einrichtungen da … aber doch nicht weil es evtl. und vielleicht doch falsch laufen könnte. Ich nehme an alle Befürworter von Krankenhausgeburten und rein ärztlicher Betreuung von Schwangerschaften haben eine Toilette neben ihrem Kopf am Bett installiert. Schließlich könnte man ja nachts auch mal müssen. Und für den Fall daß es Komplikationen beim Wasserlassen gibt stehen natürlich Arzt und Putzfrau direkt daneben. Intimsphäre? Das Tolle ist doch … Frauen können alleine Kinder kriegen. Das hat glaube ich schon ein paar Jahre funktioniert. Hm… Wozu dann die Begleitung durch eine Hebamme? Mal überlegen. Weil der Partner ja alle Fragen beantworten kann? Weil der Partner während der Geburt ganz in Ruhe für seine Frau da sein kann? Klar kann auch ne Freundin… und die kennen sich alle bestens aus mit schmerzlindernden Methoden und bspw. guten Gebährpositionen? Schwigermutter? Google? Hebammen sind für die Geburten da. Und auch für Vorsorgen. Da lernen sich die Schwangere und die Hebamme kennen. Früh lassen sich spezifische Fragen klären, Risiken erkennen und persönliche Vorlieben besprechen. Unser 2. Kind war übrigens eine Wassergeburt.Zuhause. Wenn ich vor der Wahl stehe einen schön angemalten Klinikkreißsaal zu sehen wo viele fremde Personen in Schichten die Frauen abfertigen, dann denke ich gerne an das warme Feuer im Kaminofen, die leise Lieblingsmusik im Hintergrund, das gedämpfte Licht und die stolze große Schwester nach der Geburt … direkt zu Hause. jajaja…. Ich weiß, es gibt viele Leute, die eben die „sichere“ Umgebung des Krankenhauses brauchen. Im Krankenhaus gibt es ja zum Glück keine gefährlichen Erreger und so. 😉 Hebammen im Krankenhaus leisten Super-Arbeit. Im Akkord und sehr langen Diensten muß dort versucht werden Frauen gerecht zu werden, die man bis vor kurzem gar nicht kannte. Wie schön ist es dann, wenn man die Hebamme, die man über Monate während der Entwicklung des Kindes kennengelernt hat und dies natürlich auch umgekehrt, dann vorher um Rat fragen konnte, um sich Tipps und Hilfen für die Situation in der Klinik geben zu lassen. In der Nachsorge, übrigens im Gegensatz zu ärztlichen Untersuchungen auch alles gemütlich und bequem zu Hause, geht die Hebamme dann direkt auf die Frau, das Kind und die Geburt ein. So kann es entspannt in die neue aufregende Zeit gehen. Eine Welt ohne Hebammen wäre schrecklich und ein deutlicher Schritt in Richtung „Fließbandproduktion“. Kaiserschnittautomaten wären bestimmt ein cooles Feature und würden der Industrie super Futter für ganz tolle Werbeideen bieten und massig Einnahmen. Die Maschinen kosten ja schließlich Geld … und die ganzen Medikamente die im Zusammenhang mit der Nutzung stehen. Achja… wer meint der Kaiserschnitt ist doch ne tolle „hebammenfreie“ Alternative, sollte sich bewußt machen, daß es a) eine OP ist mit allen Risiken die dazugehören und b) evolutionär wohl eher nicht vorgesehen war. Aber klar, anstatt zu essen, will ich auch lieber die „bequeme“ Magenleitung gelegt bekommen. Man könnte sich ja auf die Zunge beißen. Letztlich ist alles schon gesagt und geschrieben worden. Immer mehr Hebammen geben auf. Sehr schade. Und warum? Weil es wie bei so vielen Dingen eine starke Industrie im Hintergrund ist, die irgendwas verkaufen will. Statistisch gesehen sind Hausgeburten und auch die Betreuung durch Hebammen wesentlich günstiger und gesünder als alles andere. Nur, wenn 1 Hebamme alleine eine Versicherung für den Fall der Fälle abschließen muß, steht das in keinen Verhältnis zu den Kosten die eine große Klink aufbringen muß um den Bereich „Geburtshilfe“ mit abzudecken. Davon ab sind wir daran ja auch alles selber schuld. Es wird ja immer mehr geklagt. Wenn mein Kind später blind, taub und doof wird…. dann muß ein Schuldiger her. Naja, die Hebamme bietet sich ja an. Hat bestimmt bei der Geburt oder Betreuung was übersehen. Also klagen. Klingt ziemlich naiv und dämlich? Richtig! Ist es auch! Wenn die Gesellschaft nach den Idealen Familie und Leben strebt, dann sollte man an der Basis anfangen, da wo diejenigen sind die es betrifft. die Kinder. Und die kommen, oh Wunder, von Schwangeren. Hm. Alle wollen Bio haben… also die Schweine sollen glücklich sein, wenn sie aufwachsen und Platz und entspannte Atmosphäre genießen. Schwer kranke und sehr alte Menschen, die nichts mehr wirklich mitbekommen, sollen in Frieden zu Hause sterben im Kreis der Familie. Das Auto braucht regelmäßge Wartung und wie geil wäre es wenn regelmäßig jemand zu mir nach Hause kommt und sich den Wagen ansieht ob alles ok ist. Man entpannt fachsimpelt über dies und das und wenn es mal etwas zu tun gibt, dann kennt sich der Schrauber total gut mit dem Wagen aus, weil er ihn schon kennst und indivudell drauf eingeht. Autos sind keine Frauen! Richtig, also ist die Idee mit Massenabfertigung doch keine gute Idee, oder?. Aber naja. Es geht ja nur um unsere Liebsten und die Kleinsten. Wer will sich da schon Gedanken machen was das Richtige ist.

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Marius 20. November 2013 - 19:38

Ich bin bei der Securvita BKK versichert. Die Securvita unterstützt die natürliche Geburt und zahlt Hebammen z. B. 250 Euro für die Rufbereitschaft. Das ist zwar nicht viel, aber immerhin etwas. http://www.securvita.de/presse-medien/mitteilungen/schwangerschaft-und-geburt-umfangreichste-leistungen.html

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Anni 20. November 2013 - 18:15

ach was ein mist,
ich selbst bin erzieherin und habe das gefühl, dass in unseren berufen ähnliche probleme bestehen. nämlich, dass es in unserem land keine gute lobby für kinder und familien gibt. es ist nicht so neu, welche rolle bindung und beziehung für einen neuen kleinen menschen spielt. wie wichtig eben der start für familien ist (damit meine ich mit beginn der schwangerschaft, oder meinetwegen auch schon mit beginn des kinderwunsches) und diesem start könnt ihr hebammen auf großartige art und weise auf die beine helfen und stärken. und das ist meiner meinung nach soo verdammt wichtig für unsere gesellschaft. denn da ist was ganz schräg, wie unter den kommentaren(die ich nicht komplett weiterlesen konnte) für mich ebenfalls zu erkennen. ich möchte nichts weiter als wahlfreiheit in diesem punkt. und davon kann man ja nun anscheinend bald nicht mehr sprechen. ich habe meine große tochter in einer kleinstadt im kh zur welt gebracht. ich war die einzige gebärende in dieser nacht. 1zu1 betreuung. pures glück wie ich heute weiß. obwohl ich mich damals sehr jung auch nicht für eine hausgeburt oder geburtshaus entschieden hätte. ich hatte die wahl und es war für mich zu diesem zeitpunkt genau das richtige. in zwei wochen kommt das zweite kind im geburtshaus zur welt. da ich alles daran setzen wollte wieder so ein glück zu erleben. und ich hoffe für alle schwangeren, dass dies eben nicht vom glück abhängt, sondern eben jeder frei wählen kann. so ich hoffe das es nicht zu sehr hormongetränkt ist. allen hebammen weiter viel kraft und danke dass es euch gibt^^

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Nadine 20. November 2013 - 17:04

Vielleicht solltest du dir dann mal anschauen, wie in norwegischen Kliniken entbunden wird! Dannwürde ich natürlich auch in der Klinik entbinden. So wie die Geburten dort gehandhabt werden läuft es hier nur in Geburtshäusern oder eben zu Hause eventuell nochbgerdae mit einer Beleghebamme. Also laber nicht so viel dummes Zeug!
DAS, so wie es dort gehandhabt wird, bezahlt hier kein Mensch!

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Nadine 20. November 2013 - 16:54

Meine persönliche Erfahrung: Geburten in Kliniken sind der Natur so fern wie es nur irgend sein kann. Gebärende werden behandelt wie ein medizi nischer Notfall, der sie nicht sind, daher rührt eine hohe Kaiserschnittrate und die hohe Rate medizinischer Intervention während einer geburt und somit traumatische Erlebnisse für die Mütter, die absolut nicht sein müssen und es auch nicht dürfen!
Arbeiten die Hebammen die in einer Klinik angestellt sind nicht auch noch freiberuflich, machen sie bei dem Wahnsinn auch noch mit! Ich hätte jedenfalls nicht per Kaiserschnitt entbinden müssen, wenn die Klinik sich an normale Geburtsvorgänge halten würde- Natürlich dauerts dann länger und bringt nicht so viel Kohle.
Der 2. Punkt ist, wer macht die Nachsorge wenn freischaffende Hebammen gezwungen werden aufzugeben? Wie viele Frauen werden sich dann zusätzlich beispielsweise gegens Stillen entscheiden, weil einem in den Krankenhäusern so hahnebüchene Dinge erklärt werden, man dürfe sein Kind nur alle 2 Stunden anlegen oder es müsse unbedingt Zusätze bekommen in den ersten Tagen …….meine Argumente sind hier schier unerschöpflich.
Letztendlich wird diese Geschichte nur zu einem weiteren Geburtenrückgang führen. Wer begibt sich schon freiwillig in eine Notsituiation, die so eine Schwangerschaft und Geburt laut Medizinischer Lobby nun mal sind?
An alle, die hier die Kliniken so hoch jubeln, guckt mal hinter die Kulissen, schaut über den Tellerrand, im genauen statistischen Vergleich sind Geburten die alleine von Hebammen betreut werden zu 80% komplikationsloser als Klinikgeburten mit ärztlichem Beistand!

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WeltVerbesserer 20. November 2013 - 15:45

Geburten sind eh im KH besser aufgehoben!!! Man denke mal an die Risiken. Kein Arzt, kein OP in der Nähe… und und und …

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Vater 20. November 2013 - 16:30

Lieber Weltverbesserer, ganz offensichtlich haben Sie von der Materie keinen blassen Schimmer. 🙂

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Informierte 20. November 2013 - 20:00

Und genau diese Ängste werden schön geschürt 🙁
Kein Vertrauen mehr in Frauen und Kinder das dies auch ohne Manipulation gelingen kann 🙁

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WeltVerbessererVerbesserer 20. November 2013 - 21:29

Geburten sind statistisch gesehen im Geburtshaus oder bei der Hausgeburt sicherer als im KKH! Kein gestresstes, überarbeitetes und obendrein noch fremdes Personal, keine fremde Umgebung, keine Krankenhauskeime. Und rein von den Kosten her ist eine Geburt im KKH mind. 3x so teuer, wie eine Geburt zu Hause oder im Geburtshaus.

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Name (notwendig) 23. November 2013 - 15:28

Das ist nachweislich falsch. Die perinatale Mortalitätsrate ist in der außerklinischen Geburtshilfe doppelt so hoch.

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Maria 7. März 2014 - 02:01

Sage mir welche Studie Du meinst und ich sage Dir wie und von wem sie gefälscht wurde!

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Lilly 20. November 2013 - 12:29

Was ich mich eher frage: Weshalb wurde die Versicherungssumme so angesetzt? Liegt das an den Schadensfällen? Wenn ja, dann sollten wir darüber diskutieren! Denn das kann ja nur heißen, dass viel zu viel bei von Hebammen betreuten Geburten passiert. Sorry, aber für mich ist das ein ziemlich wichtiges Argument gegen Geburtshaus und Co.

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Nitya Runte 20. November 2013 - 12:55

Deine Annahme ist nicht korrekt.

Trotz leicht rückläufiger Schadensfälle in der Geburtshilfe steigen die Kosten pro einzelnen Schadensfall drastisch an. Dazu zählen sowohl die Aufwendungen für die medizinische, pflegerische als auch die soziale Versorgung und lebenslange Einkommenssicherung der Geschädigten. Hohe Prozess- und Anwaltskosten kommen hinzu. Durch das Einklagen von Regressforderungen erzielen Sozialversicherungsträger einen Anteil von bis zu 10 % ihrer Einnahmen.
Der Anstieg dieser Kosten lässt die Haftpflichtprämien für alle in der Geburtshilfe Tätigen (Hebammen und Ärzte) in die Höhe schnellen.
Schau Dir mal diesen Artikel im Ärzteblatt an, der öffnet die Augen:
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/37926/Geplante_Hausgeburt_so_sicher_wie_Entbindung_in_der_Klinik.htm

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Lari 20. November 2013 - 13:55

@Lilly Ich habe keine Ahnung, ob Du bereits ein Kind zur Welt gebracht hast oder nicht – aber jede Mutter weiß eigentlich, dass die Hebamme ( ob im KH Geburtshaus oder Zuhause) den größten Part hat. Wer sollte deiner Meinung nach denn die Kinder auf die Welt bringen?

Die Frage welche ich mir Stelle ist, dass Beleghebammen von KK bezuschusst werden sollten und die Familien einen (evtl dem Einkommen angepassten) Anteil zusätzlich noch selber tragen. Der Start ins Lebens erscheint mir a oberster Stelle zu stehen und da hängt einiges an der Geburt selbst und den ersten Minuten…

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Celinita 20. November 2013 - 09:20

Oh ja, es ist zum Heulen! Bitte liebe Hebammen haltet durch! Wer sonst bringt unsere Kinder mit Liebe und Herz auf diese Welt? Und vorallem – bleibt bei den Hausgeburten – es gibt doch nichts schöneres als sein Kind im gewohnten Umfeld mit einer bekannten, erfahrenen und verlässlichen Hebamme zur Welt zu bringen – die die ganze Zeit da ist! Kein hektisches rausgerenne in den nächten Kreissaal, sondern Ruhe und Zeit nur für die Gebärende! Ich kann es nur nochmal sagen: Bitte liebe Hebammen haltet durch! Wir brauchen euch! Und wir brauchen mehr Hausgeburten und weniger Kaiserschnitte!
Ich hatte selbst eine Horror-Klinikgeburt mit Kaiserschnitt am Ende weil keiner Zeit hatte! Ich wollte danach nie wieder ins Krankenhaus – mein 2. Kind habe ich zu Hause bekommen. Eine schöne Hausgeburt an die ich mich gerne erinnere „Frauenpower pur“ 🙂 Es ist einfach was völlig anderes zu Hause und die Hebamme ist die ganze Zeit da und kümmert sich! Das war eine sehr schöne Erfahrung und hat gezeigt das es auch anders geht!

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Sahummel 20. November 2013 - 07:48

Oje was ich hier alles lese…
Ich hatte eine recht schnell und unkomplizierte Geburt innerhalb von 6 Stunden ohne PDA in einem Krankenhaus mit Kinderklinik, bin dann aber nach 3 Stunden nach Hause gegangen. Ich wollte bei dem ersten Kind kein Risiko eingehen, wo ist es besser als im Krankenhaus? Dachte ich.
Das nächste werde ich mir gut überlegen ob ich es dort entbinde.

Die erste Hebamme unterstützte meine Wünsche, ohne PDA und eben ambulant zu entbinden. Die nächste die bei der Geburt dabei war, verunsicherte mich unter den Wehen, fragte nur was ich möchte auch nachdem ich ihr gesagt habe, das ich zur Zeit keine Ahnung habe was ich wollen würde, was ich den machen könnte wurde ich liegen gelassen. Unter den Presswehen musste sie den Raum verlassen und ich habe mich sehr verloren gefühlt. Der Arzt tauchte nach 15 Minuten auf, griff als erstes zur Schere und, ja vielleicht hat er 2 Worte mit mir gesprochen. ( er hat übrigens kein Wort zum Kind, oder einen Glückwunsch zur Geburt über die Lippen gebracht) Und unsere erste gemeinsame Zeit wurde mit einer Dreiviertel Stunde Näherei irgendwie gestört.

Ich finde es schade, das ich trotz der problemlosen Geburt immer an diese Sachen denken muss und nicht an das schöne Erlebnis an sich. Die Hebamme war mir sehr wichtig unter der geburt, auch wenn sie nicht mein „Typ“ war. Sie hat mich dennoch gut angeleitet und wie der Wortkarge Arzt das hinbekommen hätte weiß ich nicht. Für das nächste wünsche ich mir bisher ein Geburtshaus oder wenigstens eine Beleghebamme. Ich hoffe das es bis dahin soetwas noch gibt. Soweit ich weiß befindet sich das nächste Geburtshaus in unmittelbarer Nähe zur Uniklinik, was mir die Sicherheit gibt im Notfall schnell besondere medizinische Versorgung zu haben. Beleghebammen zum Beispiel gibt es hier garkeine mehr. Die Krankenhäuser Wollen das auch garnicht mehr.

Schon bei der ersten hab ich mit meiner Nachsorge Hebamme gesprochen, das auch sie es sich nicht mehr leisten kann hausgeburten o.ä. zu begleiten und das es ihr sehr fehlt. Ich habe auch lange suchen müssen bis ich eine Hebamme hatte die bereit war meine ambulante Geburt zu begleiten. Auf dem Land gibt es hier nicht mehr viele Hebammen und man muss sich bemühen überhaupt noch eine zu bekommen die einen im Wochenbett begleitet.

Ich habe jetzt eine Krankenkasse gefunden die , wenigstens auf dem Papier, Hebammen mit Prämien fördert und für gut befindet. Das wird sich diese Kasse ja auch aus einem guten Grund gedacht haben.

Wer hausgeburten oder Geburtshaus Geburten verteufelt, sollte vielleicht erstmal selbst eine miterlebt haben um wirklich darüber einschneiden zu können. Vor der Ersten hatte ich auch eine andere Einstellung und wollte eben die Sicherheit einer Klinik. Rückwirkend entsprach diese nicht meinen Bedürfnissen und Vorstellungen die ich unter der Geburt hatte. Ich kann mir allerdings keine Geburt ohne Hebamme vorstellen, mir ist jetzt klar wie wichtig und wertvoll deren Arbeit ist.

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jess boadi 20. November 2013 - 07:06

Warum wir Hebammen bei Protestaktionen unsichtbar sind? Wir arbeiten um unseren Lebensunterhalt zu finanzieren…
Leider bedeutet es eine lange Wochenarbeitszeit als Hebamme über die Runden zu kommen…
Momentan ist mein Schwerpunkt Vor-& Nachsorgen und Kurse.
Ich stehe auch gerade vor dem Dilemma ob ich eine Frau zur Hausgeburt im Mai annehmen soll… sie möchte gerne mit mir ihr Kind zur Welt bringen, gehört aber nicht zu den Betuchten. Das heißt, ich werde ihr die Kosten für ihr die Versicherung nicht anteilig überlassen können, weder als Rufbereitschaft noch sonst wie versteckt… Vermutlich werde ich am Ende also nicht nur für Umme arbeiten, sondern draufzahlen. Schade eigentlich..
Warum ich es wahrscheinlich trotzdem machen werde? Weil ich mein nächstes Kind auch zu Hause gebären möchte und sich dann hoffentlich auch eine Hebamme findet die es macht!

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Conni 20. November 2013 - 05:40

Da steckt doch sicher wieder die Pharma-Industrie hinter!!
Gute freiberufliche Hebammen distanzieren sich meistens von Chemie-Medizin und öffnen die Augen zu diesem mörderischen Impfprogramm an den Babys (weil sie einfach mal belesen sind und gesunde Babys und Mütter lieben).
Gut so und es müssen noch 1000e mehr Hebammen werden!!!!
Die Krankenkassen haben,soweit ich weiß,den wenigsten Einfluss auf die Leistungen. Das,soweit ich weiß,bestimmt Vater Staat unter der Regie der Pharma-Lobby. Denn letztlich muss die KV für die weitaus höheren Krhs.Kosten aufkommen und das dürfte „freiwillig“ nicht in deren Interesse stehen.
Ich habe 6 Kinder und leider nur mein letztes daheim entbunden. Aber bei den anderen Kindern hab ich nach den erbärmlichen Entbindungen im Krhs. dieses nach wenigen Stunden fluchtartig verlassen. In den wenigen Stunden dort habe ich Vieles erlebt,auch eine Extra-schäbige Umsorgung als Strafe,weil meine Privatversicherung nun nicht eine unnötige Krhs.-Versorgung bezahlte ;-).
Alle meine Kinder sind wohlauf,gaanz selten krank (wenn man eine Erkältung jetzt mal als krank bezeichnet).
Dieses Krhs.-Prozedere ist doch nur vergeschoben,um gleich mal die ersten Tage nach der Geburt einen Einfluss auf Mama und Kind zu haben und gezielt das Pharmazeug dauerhaft unabdingbar zu machen (ich denk nur an dieses gelbe „Vorsorge-Heft“;-).
Und noch was:
Nicht in allen Krankenhäusern ist ein Kinderarzt anwesend!!!! Der müsste im Notfall auch erst „eingeflogen“ werden. Und durch die Betreuung vor der Geburt wissen die Hebammen oft besser über den Zustand von Baby und Mama bescheid als die Herrschaften nach Kurzdiagnose im Krhs. und würden bei Komplikationen entweder ebenso einen Arzt anrufen oder gar eine Krankenhaus-Entbindung anraten!!!
Hebammen sind keine Möchte-Gern-Helden sondern deren Sinnen ist: das Beste für Mama und Baby.
!!! Immerhin bekommen freie Hebammen ihre „Kunden“ meistens durch Empfehlungen ;-)!!!!
Nachsatz:
Aber es ist nicht meine Absicht,alle über einen Kamm zu scheren,es gibt bestimmt auch schwarze Schafe unter den Hebammen und ebenso auch sehr gute gewissenhafte Ärzte,aber das ist jeweils die Ausnahme.
Das ist übrigens nur meine Meinung – nachdem ich mir die Kommentare durchlas.
Die Pedition habe ich selbstverständlich unterschrieben.

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Caro 19. November 2013 - 23:55

auch ich habe im Geburtshaus entbunden und bin den Hebammen sehr dankbar, dass sie so einen guten Job gemacht haben. Die Geburt meines Sohnes wäre im Krankenhaus definitiv anders ausgegangen. Evtl. sogar Kaiserschnitt, ansonsten zumindest Wehentropf. Hatte eine Wehenschwäche aber dem Kind ging es zu jeder Zeit gut. Dann hat es eben ein bisschen gedauert und genau diese wichtige Zeit wurde uns gegeben. Irgendwann kamen dann schon wieder „vernünftige“ Wehen und unser Sohn kam gesund zur Welt. Auch mein Mann ist überzeugt davon, dass es für uns die beste Lösung war.
Das Risiko, verlegt zu werden, haben wir von vorne herein in Kauf genommen. Ich würde jederzeit wieder ins Geburtshaus gehen.
Wenn es im Vorfeld schon Probleme gibt, wird man dort doch eh nicht genommen.
Auf jeden Fall muss endlich was passieren in der Politik!
Hebammen haben doch den verantwotungsvollsten Job überhaupt!

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Anja 19. November 2013 - 22:29

Warum werden Hebammen immer mit Geburtshäusern und Hausgeburten verbunden? Die Arbeit in der Klinik ist ein so wichtiger Faktor. Die Ärzte haben doch überhaupt nicht das Einfühlungsvermögen eine Gebärende in den Phasen der Geburt zu begleiten. Warum muss das natürlichste der Welt – eine Geburt verärztlicht werden? Es gibt genug Studien wie wichtig eine natürliche Geburt für Mutter und Kind ist und warum sollte etwas das seit Anbeginn der Menschheit funktioniert sich überhaupt rechtfertigen müssen?

War einer der Hebammengegner hier eigentlich schon mal in einem Kreissaal bei einer Geburt dabei?

Es ist eine Frechheit das ein Beruf der sogar nachweislich positiv für Mutter und Kind ist hier so niedergemacht wird. Welcher der hier Anwesenden Gegner hatte schon Milchstaus? Warum soll ich mir Antibiothika ein werfen wenn solche Probleme mit fachkundiger Hebammenunterstützung gut zu regeln sind? Die Ärzte haben doch gar nicht die Zeit und das emotionale Vermögen sich so auf ein Thema einzulassen!

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Dani 19. November 2013 - 21:32

Hallo, es wird einfach am falschen Ende gespart. Bei meinen Kindern konnte ich mir aussuchen ob ich eine Beleghebamme möchte oder nicht. Mein erstes war ohne und die anderen beiden mit. Und es gibt nichts schöneres bei einer Geburt, als das Gefühl in guten Händen, rund um die Uhr gut betreut zu sein. Einfach jemanden da zu haben, außer seinem Partner meine ich. Wie gesagt ich hatte das Glück einer Beleggeburt und habe es vielen Müttern weiter empfohlen. Schade nur das es immer Menschen gibt die aus allen Situationen mehr und mehr Geld schlagen wollen. Und die Hebamme einfach aus liebe zum Beruf für einen Hungerlohn weiter arbeitet. Und dabei bringt grade dieser Job soviel Verantwortung mit sich.

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Buhmann 19. November 2013 - 20:38

Vielleicht solltet ihr euren geschätzten Hebammen einfach privat mehr bezahlen?

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Anja 19. November 2013 - 21:05

Hallo Buhmann,

dies wäre keine Option, da zu einer Kassenleistung keine Zuzahlung seitens des Versicherten erfolgen darf. Dies ist nur für IGEL-Leistungen möglich.
Außerdem wäre diese Option sicherlich nicht für alle Eltern, die sich eine Hebammenbetreuung wünschen, finanzierbar…

Viele Grüße, Anja

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jawe 20. November 2013 - 22:09

vielleicht macht der ein oder andere genau das auch, weil viele wissen, wie schlecht die arbeit der hebammen vergütet wird.
das ist aber nur ein kleines trostpflaster und dient dazu auszudrücken, wie sehr man deren arbeit wertschätzt. eine lösung kann und darf das nicht sein, weil es auch hier natürlich ums prinzip geht!
so wie in vielen anderen sozialen/medizinischen berufen auch, werden genau die menschen am schlechtesten bezahlt, die in der regel mit sehr viel herzblut und leidenschaft ihre arbeit machen.
wer würde schon gerne für 8euro netto arbeiten gehen, obwohl er weiß, dass er eine gute ausbildung hat, eine sehr gute arbeit macht und sehr viel verantwortung trägt?
ich kann den frust so gut verstehen, vnatürlich auch weil es mir in meinem job als logopädin ähnlich geht (nur fehlt uns leider die lobby). auch ich muss sagen, dass ich an manchen tagen auch überlege einfach alles hinzuschmeißen, wenn ich mir ausrechne, was unterm strich rauskommt. ich könnte bei LIDL an der kasse mehr verdienen… nur glücklich machen würde es mich nicht.

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Tanja 19. November 2013 - 20:26

Ich hatte das Glück in meinen beiden Schwangerschaften durch klasse Hebammen betreut zu werden. Mein Großer kam vor 7 Jahren nach 12 Stunden zu hause zur Welt und mein Kleiner bereits nach 4 Stunden vor 3 Jahren. Alles ohne größere Komplikationen und das mit SICHERHEIT dank der vertrauensvollen Beziehung zu meiner Hebamme VOR, WÄHREND und NACH der Geburt. Ich konnte ENTSPANNT bleiben, weil ich wusste, meine Hebamme ist da. Sollte etwas nicht o.k. sein, so wird sie es als Expertin richtig einschätzen und die erforderlichen Maßnahmen einleiten.Diese Erfahrung wünsche ich jeder Frau und letztlich jedem Kind. Hebammen sind so wertvoll für unsren Start ins Leben.

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hebämmer 19. November 2013 - 20:23

ich sag dazu nur eines:

wer meint ausserklinische geburtshilfe ist genauso sicher wie klinische

DER LEBT AUF DEM MOND

Antworten
mickey 19. November 2013 - 20:35

ja hebaemmer, da hast du recht. es ist naemlich so das ausserklinische geburtshilfe viel sicherer ist.
sieben kinder habe ich zur welt gebracht, davon eines in der klinik, was wie ein alptraum war, 4 davon in einem freistehenden geburtshaus mit tollen hebammen, und zwei habe ich zur hause zur welt gebracht, mit freiberuflicher hebamme. alles ohne komplikationen.

Antworten
Sarah 19. November 2013 - 20:38

Bevor man solche, Entschuldigung -DUMMEN Kommentare schreibt, sollte man sich wohl besser informieren. Zum Beispiel hier: http://www.quag.de
Ich kenne soo viele Frauen die wegen Geburtsfehler im Krankenhaus ein behindertes Kind bekommen haben. Damit Sage ich nicht dass es zu Hause, oder auch bei einer 1:1 Betreuung nicht passieren kann. Aber eine Hebamme oder ein Arzt, der keine Zeit hat, nützt mir auch nichts wenn er im entscheidenen Moment woanders ist, erst von Zuhause Kommen muss (wie in sovielen Kliniken ab 16:00 Uhr), oder vor Müdigkeit nach einem 24h Dienst etwas gravierendes übersieht.
Wer glaubt eine Klinikgeburt wäre das sichere Rezept füreinander gesundes Kind, DER lebt hinterm Mond.

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Lore 19. November 2013 - 19:30

Nur zum Verständnis: Im Text wird nicht explizit die Hausgeburtshebamme erwähnt, sondern die Beleghebamme. Eine Beleghebamme begleitet eine Frau in einer 1:1 Betreuung in die Klinik. Diese umfassende Aufmerksamkeit gibt Frau Sicherheit und Selbstvertrauen. Warum also sollte sie abgeschafft werden, lieber Hebämmer?

Sollte Frau dennoch auf resistente Krankenhauskeime, unnötige Interventionen unter der Geburt durch hypermotivierte und finanziell nicht abgeneigte Ärzte (die dann Komplikationen provozieren und im rentablen Kaiserschnitt enden) oder geburtsbeschleunigende Maßnahmen, weil der Kreissaal frei werden muss, verzichten wollen, warum gönnst man ihnen ihre Entscheidung nicht, in Ruhe zu Hause und mit vertrauten Personen gebären zu können.
Frau kann sowas nämlich im Normalfall…und das hat seit Jahrtausenden nichts mit Esotherik und Hype zu tun.

Und traue nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast…die britische Studie wurde übrigens auch schon kritisch reflektiert. Aber i h will hier keine Krümel kacken.

Antworten
sammy 19. November 2013 - 19:19

auf der anderen seite kann man aber auch den eltern danken, die sich gleich nen anwalt nehmen und hebammen etc verklagen, falls das kind einen geburtsschaden erleidet, egal wie schwerwiegend dieser nun ist. da wird dann immer nach einem schuldigen gesucht, und dieser ist klar wiedermal die hebamme, die dann einen fehler gemacht haben muß, und wenn man sich dann mal vor augen hält, was eine lebenslange „rente“ für ein kind an kosten ist für die hebamme, kann man sich schon vorstellen, warum sie versicherungen haben müssen

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Jelly 19. November 2013 - 19:18

Hebämmer, bist Du ein Kerl oder Satire?

Antworten
hebämmer 19. November 2013 - 19:06

berichtigung:
ich hab geschrieben das hausgeburten in norwegen verboten sind, das war ein flüchtigkeitsfehler. verboten sind sie natürlich nicht, sie werden nur praktisch nicht durchgeführt.

das ändert natürlich nichts daran, dass in solchen ländern (wo man die esoterisch gehypte hausgeburt entzaubert hat) weitaus weniger komplikationen auftreten.

Antworten
mullemaus 19. November 2013 - 19:27

Das es nicht nur um Hausgeburten geht, sondern dass alle freiberuflichen Hebammen, also auch die, die in KRANKENHÄUSERN arbeiten im Belegsystem mehr zahlen müssen wissen Sie aber schon??? Durch genau diese 1:1 Betreuung wird ein Risiko für Mutter und Kind deutlich reduziert! Outcome von Mutter und Kind sind nachweislich besser! Leider wird auch diese Möglichkeit die Geburt mit einer vertrauten Hebamme die für eine Frau alleine zuständig ist bald ausgestorben sein.

Antworten
Ca 19. November 2013 - 19:55

Das kann doch nur einer sagen, der keinerlei Ahnung von Schwangerschaft, Geburtshilfe und Wochenbett hat. Schauen.Sie sich mal aktuelle Studien an. Außerklinische Geburtshilfe ist genaus sicher wie Geburtshilfe in der Klinik. Wenn nicht noch sicherer. Im Krankenhaus hat man als Frau ein erhöhtes Risiko, dass in die Geburt interveniert wird und es Zu ,,hausgemachten Pathologien“ kommt. Frauen und Kinder sind nicht sicherer als in der Klinik. Das sage ich als Frauenärztin! Ich kenne ein Krankenhaus was eine 50 % Damschnittrate hat, nur damit sie das Nähen abrechnen können. Soweit sind wir schon gekommen in.unserem Gesundheitssystem. Die steigenden Sectioraten sprechen Bände. Ich halte Hebammen für total wichtig, nicht nur in der Vorsorge, sondern auch in der Geburtshilfe und in der Wochenbettbetreuung sind sie nicht wegzudenken. Oder wollen SIE das übernehmen?

Antworten
mickey 19. November 2013 - 20:38

mister hebaemmer,
dann nehmen sie sich mal holland zur leibe. dort ist die hausgeburten zahl sehr hoch und das mit guten erfolg.

Antworten
Ingo 19. November 2013 - 19:01

Mich würde interessieren, wie die Erhöhung zustandekommt. Üblicherweise ist die Höhe von Versicherungsprämien (abgesehen von der Sozialversicherung) ja nicht Politiksache, sondern ergeben sich aus Statistik und Wirtschaft. Wenn also das erwartete Risiko steigt (hier: Fälle von Haftungsplflicht der Hebammen), so steigen auch die Prämien. Da Versicherungen per se solidarisch funktionieren, wird in dem Fall die Gruppe der Hebammen für ein steigendes Risiko in der Berufsgruppe herangezogen. In diesem Fall interessiert mich, warum das Risiko gestiegen sein mag.

Nun weiß ich nicht, ob der Versicherungsfonds staatlich subventioniert wird und die Erhöhung durch eine Kürzung der Subvention zustandekommt.

Wonach richtet sich eigentlich das Entgelt für eine Geburt? Ich vermute mal, daß das, ähnlich wie bei den Psychologen, mit von der Ärztekammer bestimmt wird. Die haben natürlich kein Interesse daran, Hebammen mehr Geld zuzugestehen. Also folgt die Frage danach, warum in dem Fall die Hebammen der Ärztekammer angegliedert sind (man korrigiere mich, wenn ich falsch liege). Hat das der Gesetzgeber festgelegt? Oder fehlt es nur an einer Solidarisierung der Hebammen?

Für Aufklärung bin ich dankbar. In jedem Fall bin ich dafür, das Problem ersteinmal zu ergründen und sodann in die passende Richtung zu agieren.

Antworten
Tina 19. November 2013 - 21:12

Die Versicherungsprämie steigt so massiv vor allem deshalb, weil Kinder, die mit einer Behinderung auf die Welt kommen, medizinisch sehr gut betreut werden. Allerdings hat diese gute Versorgung den Nachteil, dass sie sehr kostenintensiv ist. Und Kinder, die noch vor einigen Jahren an ihren Erkrankungen früh gestorben wären, leben so länger und damit müssen die Versicherungen länger und mehr bezahlen. Das ist doch ein Glück, wer möchte kranken Kindern ihr Recht auf ein längeres Leben mit einer guten Versorgung absprechen?!

Es handelt sich also eher um ein ethisches Thema, dass unsere Gesellschaft angeht und nicht um ein geburtshilfliches Thema. Kinder, die unter hochtechnisierten Bedingungen per Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden sind nicht automatisch gesünder, als Kinder nach einer Spontangeburt Zuhause.

Hebammen sind nicht der Ärztekammer angegliedert, sondern sie verhandeln ihre Vergütung mit den Krankenkassen und es gibt eine Vergütungsvereinbarung zwischen Hebammen und Krankenkassen. Und da es sich um eine recht kleine Gruppe handelt, die leider keine große Lobby im Rücken hat, gestalten sich diese Verhandlungen sehr zäh.

Eine Hebamme muss von ihrer Vergütung durch die Krankenkasse unter anderem auch die Versicherungsprämie bezahlen. Es gibt KEINE Subventionen und so begleiten Hebammen rechnerisch einige Geburten ehrenamtlich, bevor sie in einen Bereich kommen, der sich finanziell rechnet. Da der Beruf ein Broterwerb ist und kein Hobby, müssen viele Hebammen ihre geburtshilfliche Tätigkeit aufgeben. Zwangsläufig ergibt sich daraus, dass Schwangere damit keine Wahlfreiheit bezüglich des Geburtsortes mehr haben.

Antworten
Silvia 21. November 2013 - 14:59

Dass Hebammen rein rechnerisch einige Geburten ehrenamtlich begleiten, ist Quatsch.

Hebammen, die nicht angestellt sind, sondern selbstständig oder freiberuflich tätig sind, geht es da ganz genau so, wie jedem anderen Selbstständigen auch! Man hat ein gewisses Unternehmerrisiko und man muss die Ausgaben, die man hat, erstmal reinwirtschaften. Und auch jeder andere Selbstständige muss davon seinen Lebensunterhalt bestreiten, Steuern und sämtliche Versicherungen bezahlen.

Sorry, aber das Gejammer der Hebammen nervt mich diesbezüglich ein wenig – denn so ergeht es eben jedem Selbstständigen!

Des Weiteren ist es ja so, dass eine freiberufliche Hebamme nicht nur mit der Geburt an sich Geld verdient und ausschließlich auf die Vergütung durch Krankenkassen angewiesen sind.

Die Hebamme erhält Vergütungen für die Geburtsvorbereitung, die Geburt an sich (+ evtl. Nacht-/Wochenendzuschlag), die Wochenbettbetreuung und Wegegeld. Zusätzlich verdienen sie mit zusätzlichen privaten Leistungen, wie z.B. Akupunktur, Moxen, Schwangeren-Yoga und sonstigen Kursen sowie dem Verkauf allerlei vermeintlich nützlicher Dinge (Stilltee, Stillkissen, Aromatherapie etc. pp.). Zusätzlich lassen sich z.B. hier im Umkreis alle freien Hebammen ihre Rufbereitschaft von den künftigen Eltern vergüten.

Man sollte hier also schon mal ein wenig Ehrlichkeit an den Tag legen und die echten Zahlen nennen!

Interessant auch das hier:

http://www.gkv-spitzenverband.de/presse/pressemitteilungen_und_statements/pressemitteilung_28864.jsp

http://www.gkv-spitzenverband.de/presse/pressemitteilungen_und_statements/pressemitteilung_9600.jsp

Antworten
Jitka 21. November 2013 - 18:35

hallo sylvia,
ich denke, dass du in deiner argumentation 2 grobe denkfehler hast:
1. hebammen können im gegensatz zu allen anderen selbständigen ihre eigenen preise nicht einfach erhöhen, wenn ihre beruflichen kosten ansteigen. ein handwerker, der mehr für strom, benzin o.a. aufbringen muss, kalkuliert neu und legt seine kosten auf den kunden um. dies ist hebammen rechtlich nicht möglich, da wir an die von dir auch verlinkten verträge gebunden sind und keine zuzahlung nehmen dürfen.
2. es ist ja schön und gut, dass hebammen unter umständen IGEL leistungen wie akupunktur oder yogakurse anbieten dürfen. aber es geht doch darum, dass eine hebamme von ihrer originären tätgkeit ihren lebensunterhalt bestreiten können soll. de facto bleibt vielen nichts andres übrig, als einen solchen „bauchladen“ vor sich her zu tragen, um ihre ureigene arbeit zu subventionieren.
wer tag und nacht rufbereit ist, stundenlang höchste körperliche und psychische leistung erbringt und verantwortung für 2 menschenleben trägt, sollte doch am ende auch geld daran verdienen und nicht einen derart anstrengenden beruf wie die geburtsbegleitung über kurse und hausbesuche zusätzlich querfinanzieren müssen. wie krank ist das?

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weib yvonne 22. November 2013 - 06:34

kurse und zusatzleistungen zum geld verdienen sind ja eine gute idee – aber nicht jede schwangere nimmt dies in anspruch(ich gehoere dazu).
genau dann funktioniert die rechnung naemlich schon nicht mehr.

gleichbehandlung der krankenhaus-und andernorts gebaerenden ist der punkt – denn die versicherten zahlen die (inzwischen sehr haeufige)koerperverletzung = dammschnitt, kaiserschnitt etc. und den daraus resultierenden gewinn fuers krankenhaus.
schwangere mit 1:1 betreuung haben dies seltener, bringen den hebammen weniger geld – und muessen privat noch gut draufzahlen fuer eine gute betreuung(die EIGENTLICH alle frauen bekommen sollten).

da stimmt leider etwas ganz und gar nicht in diesem system.

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hebämmer 19. November 2013 - 19:01

dieser artikel fasst sehr schön zusammen, was die gründe dafür sind das die versicherungen vollkommen zurecht steigen und zum glück immer mehr frauen das russische roulette für ihren nachwuchs lassen, und ins krankenhaus gehen.

http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin/geburtsmedizin-warnung-vor-der-hausgeburt-11561702.html

und das mit norwegen steht da auch erklärt.

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mickey 19. November 2013 - 20:44

russchisches roulette, was sind sie ein jude???????
wenn eine frau regelmaessig zu den untersuchungen geht, und alles nach plan laeuft, dann ist eine hausgeburt durch eine professinelle hebamme auf jeden fall viel sicherer als eine krankenhaus geburt.

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nori 19. November 2013 - 21:15

leider, leider kann so etwas nur ein dummer mensch verfassen der von tuten und blasen null ahnung hat. ich als kreißsaalhebamme bin immer wieder über die gefährliche geburtshilfe in einem uniklinikum erschrocken, geschweige denn über die inkompetenz vieler ärzte … den mist den ich schon gesehen habe, den kenne ich von außerklinischer geburtshilfe nicht. und die frage ist … niemand geht mal eben gegen eine riesen klinik gerichtlich vor. die kleine hebamme ausm Wohnzimmer jedoch ist schnell fertig zu machen. allein für die verantwortung die man hat als hebamme, egal ob klinik oder esotherik, gehört eine anerkennung. nicht ohne grund ist aus euch allen was geworden.

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hebämmer 19. November 2013 - 18:57

traumatische geburt?
das war eine traumatische geburt wenn die hebammen keine zeit hatten?

will mal wissen ob die ca. 12 stunden dauerndge geburt, die mit fruchttod endete, von deren gerichtsprozess man so viel hört derzeit nicht „traumatisch “ war.

der hebammenberuf soll aussterben! es ist das beste fürs kind!

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Frau 19. November 2013 - 22:06

Entschuldigung, dass ich das jetzt mal loswerden muss, aber WAS BIST DU EIGENTLICH FÜR EIN ARMES WÜRSTCHEN?!

Wer bitteschön soll denn die Kinder auf die Welt bringen? Den Frauen Zuversicht und Sicherheit geben in einer Situation die für sie wahrscheinlich sehr beängstigend wäre, müssten sie sie alleine durchstehen?! Ich selbst habe noch keine Kinder, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass eine Geburt in einer Klinik, in der alles sehr hektisch ist, und keine ZEIT da ist, SEHR WOHL traumatisch ist! Es ist eine fremde Umgebung, es gibt beängstigend Geräusche, Gerätschaften, Maschinen, das kann eine werdende Mutter alleine kaum verdauen, geschweige denn dass arme Kind, dass unter diesem Stress zur Welt kommt!

Ich kann nur darüber staunen, wie ignorant unsere Gesellschaft ist, und wie SELBSTVERSTÄNDLICH sie sich das Recht herausnimmt, etwas zu verdammen, was ja wohl das wichtigste ist, was wir haben. Un-fucking-fassbar.

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Mutter 20. November 2013 - 11:36

Ich bin Mutter von drei Kindern und habe alle 3 in einer Klinik zur Welt gebracht. Ohne Hektik, ohne Stress und mit einer genügend und angenehmem Versorgung seitens der Hebammen. Schließlich hatte ich ja auch 40 Wochen Zeit mich darauf vorzubereiten und mich um eine, zu mir passende Klinik zu kümmern. Wir haben in Deutschland den Luxus uns für das entscheiden zu können was wir wollen und müssen für die Grundversorgung (Vorsorge, Geburtsvorbereitung , Entbindung, Nachsorge, Rückbildung) nicht einmal etwas bezahlen. Alles weitere ist wie bei allem anderen auch, TEUER. Der Beruf der Hebamme ist wichtig und soll anständig vergütet werden da stimme ich voll und ganz überein. Aber jeder der sich Sonderleistungen, wie eine Rundumversorgung wünscht, muss nun mal dafür bezahlen. So Ist das überall.

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hagia 20. November 2013 - 07:58

Hallo Hebammer,

ein sehr weiser Ratschlag, Hebammen aussterben zu lassen. Am besten gleich die Mütter dazu, dann hätte man auch den Stress mit den Schwangeren nicht mehr. Künstliche Gebärmutter- alles Paletti. Frauen hätten dann noch nicht mal mehr mit einem Karriereknick zu kämpfen. Fragt sich nur, wer dann noch in so einer Gesellschaft leben möchte.

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Maba 20. November 2013 - 12:05

Hallo Hebammer.DU tust mir leid. wer weiss was aus dir geworden wäre mit einer guten hebamme. Früher waren die hebammen vor allem gute Dienstleister. Bonding, Nähe, Wärme Hülle und ein Neugeborenes liebevoll umsorgen war geprägt von Haushalt, Ordnung und dem Mann dienen, wenn erheim kam. Da litten viele Kinder drunter. Manchen fehlt noch heute das was man Empathie nennt. Nie erfahren kann man es auch nicht selber leben.
DAS ist es was die hebammen heute in jedem Falle mit bringen. Allerdings in erster Linie für die Frau und das Kind. Und das scheint dein größter Neid zu sein gleich nach der Kompetenz die Hebammenmit bringen. Ja mag sein, das das brotlos ist, aber es öffnet die Herzen aller Beteiligten. Du warst anscheinend noch nicht dabei. Schade für dich.

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Maria 7. März 2014 - 02:05

Hey, Dein Name ist eher Belämmerter

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Silvia 21. November 2013 - 15:10

Die Schreiben an die Krankenkassen kann man sich sparen. Nicht jede Krankenkasse allein bestimmt die Vergütungen für die Hebammen, sondern der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen. Hier kommen alle zusammen und entscheiden – wie schon im Januar 2013, als zuletzt eine 15%ige Erhöhung der Vergütung beschlossen wurde – über die neuen Pauschalen (der Vertrag ist übrigens gültig bis 2015!).

Des Weiteren ist das, was in dem Schreiben steht, schlicht falsch.

„Von 2009 bis 2012 hat sich die Zahl der Hebammen von 15.274 auf 17.997 erhöht, gleichzeitig ist die Anzahl der Geburten zurück gegangen.“

Vgl. hier: http://www.gkv-spitzenverband.de/presse/pressemitteilungen_und_statements/pressemitteilung_9600.jsp

Und diese Zahlen sind absolut seriös, da jede Hebamme, die mit der Kasse abrechnen möchte, eine Abrechnungszulassung beantragen muss und somit registriert ist!

Dass die Geburten gleichzeitig zurück gehen, ist seit Jahren so und kein Geheimnis.

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Helga 19. November 2013 - 18:49

Da hier viel rumgespekuliert wird, ein Link zu den Zahlen: „Was zahlen Krankenkassen?“

http://www.hebammenfuerdeutschland.de/kosten-geburt

DIe Zahlen sind von 2010, trotz 2 Erhöhungen sind sie aber nicht deutlich gestiegen. Statt 237 Euro pro Geburtsbegleitung bekommen Hebammen jetzt fast 280 Euro. Brutto für einen Tag mit (oft auch mehr als) 12 Stunden Arbeit.

Weiter zeigt sich, dass Krankenhäuser mehr Geld für Kaiserschnitte bekommen, als andere Geburten. Krankenhäuser bekommen auch mehr Geld, wenn sie angestellte Hebammen haben, statt Beleghebammen. Das betrifft vor allem kleinere Krankenhäuser, die Gynäkologin und Hebamme nur bei Bedarf heranziehen (also Belegpersonal). Diese Ärztinnen, Ärzte und Hebammen müssen ihre Versicherung selbst tragen.

Freiberufliche Hebammen bekommen am wenigsten Geld, für Hausgeburten mehr als für Geburtshäuser, Beleggeburten sind am unteren Ende der Skala.

Kaiserschnitte haben darüberhinaus weitere Vorteile für Krankenhäuser, weil sie z.B. recht gut planbar sind. Statt einer Woche ohne Geburt und dann 5 Geburten an einem Tag können diese Geburten „passend“ gemacht werden.

Antworten
Steven Roger Anderas Demorelle 19. November 2013 - 18:19

Ich hab mir jetzt nicht alle Kommentare durchgelesen, aber sagt mir wo & wann & ich gebe meine Stimme, meine Anwesenheit um eine Änderung herbei zu führen!

Antworten
Richter 19. November 2013 - 18:08

Es ist doch überall im Gesundheitswesen so. Einerseits sparen am Personal und anderseits Millionen für sinnlose Operationen ausgeben.Bleibt am Ende etwas übrig, dann verschleudern es die Krankenkasse. Die Politik muss handeln.

Antworten
Ute Cewe 19. November 2013 - 16:46

Super Artikel! Für meine Tochter und mich zwar ca. 28 jAHRE zu spät – aber auch damals schon haben die Hebammen – die für mich (nur meine Meinung) den schönsten Beruf auf Gottes weitem Erdboden – ausüben – einen schweren Stand gehabt. Ich eiss noch sehr gut – obwohl es schon fast 30 Jahre her ist – wir liebevoll sich die Hebeamme bei den Hausbesuchen um meine Kleine und auch mich gekümmert hat. Wir sollten uns jetzt endlich ins Zeug legen, damit auch unsere Kinder und Kindeskinde in eben diesen Gesnuss kommen kkönnen!
Was können wir tun?

In guter Gesinnung
Ute

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Lia 19. November 2013 - 16:38

Wir können die Arbeit der Hebammen selbst bezahlen. Wie viel ist uns eine gute Betreuung wert? Der Heilpraktiker läuft ja auch meist nicht über die Krankenkasse…

Antworten
KaTz 20. November 2013 - 10:02

Und die natürliche Geburt damit zum Luxusartikel werden lassen? Das kann doch auch nicht das gelbe vom Ei sein, dass eine ganz normale Geburt nur noch möglich ist wenn man das entsprechende Kleingeld dafür übrig hat!!

Die Versicherer regieren hier nur auf die immer kritischer werdende Situation durch Klagen, der Knackpunkt ist doch die unangemessene Bezahlung durch die Krankenkassen!!!!!!

Antworten
Silvia 21. November 2013 - 15:17

Warum sind immer die Krankenkassen diejenigen, die den schwarzen Peter zugeschoben bekommen?

Die Vergütungsvereinbarungen werden nicht allein von den Krankenkassen bestimmt, sondern VERHANDELT mit den Berufsverbänden der Hebammen!!!

Wieso wehrt sich keiner gegen die Haftpflichtversicherer? Die heben ihre Beiträge doch einfach so um 20% an!?!

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hebämmer 19. November 2013 - 16:33

Europäisches land mit Niedrigster Säuglingssterblichkeit:

Norwegen

Wo sind Hausgeburten verboten?

Norwegen

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Christian 19. November 2013 - 16:43

Das ist erstmal nur eine Korrelation. Kannst Du (valide) Studien nennen, die einen kausalen Zusammenhang beweisen?

Antworten
Laurina 19. November 2013 - 17:35

In Norwegen sind Hausgeburten verboten???? Wo kommt denn dieser blanke Unsinn her! Eher im Gegenteil, hier gibt es Geburtsabteilungen, die einem Geburtshaus gleichzusetzen sind-und sind voll abgedeckt von fest angestellten Hebammen.. Und auch private Hebammen, die Hausgeburten machen und private Praxen haben..mit bezahlbaren Versicherungen (hier gibt es einen Fond). Und Hebammen haben hier einen sehr hohen gesellschaftlichen Status und eine sehr gute Bezahlung! Was für ein Blödsinn…

Antworten
KaTz 20. November 2013 - 10:06

So ein absoluter Käse hebaemmer… im Endeffekt unterstützt du ja genau unsre Aussagen mit deinen Links. Die Geburten in Norwegen laufen doch ganz anders als hier im Krankenhaus; die Kreissääle sind hebammengeleitet und mehr mit Geburtshäusern zu vergleichen. Hebammen sind respektiert, ordentlich bezahlt und die Haftpflicht ist über eine Fondregelung absolut bezahlbar. NATÜRLICH ist deshalb die Quote so gut, weil die Frauen gut und kompetent betreut sind, nicht soviel interveniert wird, und die Frauen geborgen und in Ruhe gebären können. GENAU DAS WOLLEN WIR DOCH auch für uns!! Egal ob Im Krankenhaus,m Geburtshaus oder daheim- aber nichts davon wird so mehr möglich sein wenn sich nicht bald was ändert.

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weib yvonne 19. November 2013 - 16:31

und dann gibt es da noch…die hebammenverbände.

die für öffentlichkeit sorgen könnten, die mit verantwortlichen politikern reden könnten und an einem strang ziehen – im interesse aller hebammen – und aller frauen.

passiert leider so nicht.

ich bin schon länger am ball(schwanger und unschwanger) in vielfältiger form(unter anderem per brief mit bild an alle bundstagsabgeordneten), ich lese bei bekannten von gesprächsterminen mit politikern, demos – wer bei den aktionen fehlt, sind die betroffenen – die hebammen.
ein paar sind sicherlich zu geburten unterwegs.
ganz viele jedoch sind nicht sichtbar. schade.

den kampf nur auf die frauen/familien zu verlagern, ist nicht das richtige signal.

die politik tut NICHTS, demos sind wenig besucht, petitionen erreichen zu wenig – also bleibt wohl nix anderes als BILDUNG für alle potentiellen irgendwann gebärenden und hilfe zur selbsthilfe in form von geburtsbegleiterinnen, die von wissenden frauen ausgebildet werden/ weitergabe des wissens innerhalb der familien.

männliche weißkittel rotten den frauenberuf systematisch aus, lassen das wissen um sinnvolle hilfestellungen(oder eben unsinnige interventionen) verschwinden – beckenendlagen(als regelrechte längslage)werden nur noch per kassierschnitt bearbeitet, weil die hebammen kein wissen mehr dazu haben…..

es ist zum HEULEN und es TUT SICH seit jahren leider NICHTS.

desillusionierte grüße vom weib mit 5 kids und kinderwunsch

2 klinik-, 3 hausgeburten, die letzte dank superbestärkung durch meine hebamme eine alleingeburt

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Gerald 19. November 2013 - 15:46

@Gudrun: Woher nimmst du deine Information, dass Geburten für Krankenhäuser kein Geschäft seien? Dagegen spricht u.a. das enorme Buhlen (Info-Abende, Wellness-Kreißsäle und immer größere Geburtsgeschenke wie z.B. Autositze in den Berliner Helioskliniken) um die werdenden Eltern dazu zu bringen, sich für das jeweilige Krankenhaus zu entscheiden.
Laut einer Doktorarbeit, die ich im letzten Jahr gelesen habe bringt eine Spontangeburt durschnittlich 150€ Reingewinn pro Kind, eine Sectio hingegen schon 1500€. Dass die Krankenhaus-Ärzte also lieber in Richtung der Kaiserschnitte entscheiden verwundert daher nicht weiter. Nur werden die Kaiserschnitte eben auch mit OP-Pflegern durchgeführt und nur unter begrenzter Mitwirkung von Hebammen…
Summasummarum ist es für die Krankenhäuser gut, wenn freiberufliche Hebammen Ihnen nicht mehr das Geschäft abnehmen können.

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Hanna 19. November 2013 - 15:27

Mangels Hebamme habe ich mich für einen Kaiserschnitt entscheiden müssen, da ich aufgrund der ersten Geburt und der katastrophalen Unterstützung mich nicht in der Lage sah dies noch einmal allein durchzustehen.
Schade.

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Gudrun 19. November 2013 - 15:03

Nein, es stimmt nicht, dass Geburten im Krankenhaus viel geld bringen. Die Geburtshilfe ist meist ein defizitärer Bereich. Und auch Kaiserschnitte bringen finanziell nicht viel – an großen Häusern.
Und es betrifft nicht allein die hebammen. Niedergelassene mit Belegklinik, die Geburten anbieten, zahlen 30.000 bis 40.000 € Haftpflichtversicherung pro jahr pro Arzt !!!
Große Häsuer haben eher keine Haftpflichtversicherung,, mal ein Schadensfall zu zahlen, ist eher weniger Teuer.
Wir müssen uns als Gesellschaft fragen:
Wei viel wert sind unss Kinder??
Und Kinder kommen nur, wenn (nach Schwangerschaft) eine Geburt stattfindet.
Warum rentiert es sich mehr, Krankheiten zu behandeln und Operationen zu machen in einem Krankenhaus, als eine Geburtshilfe zu haben???
Es betrifft eben nicht NUR die Hebammen, sondern alle!

Antworten
Christian 19. November 2013 - 15:32

Danke für die Berichtigung meiner anscheinend falschen Annahmen, auch wenn es mich noch ratloser und kopfschüttelnder zurücklässt. Es bleibt immer noch die Frage offen: Qui bono? Politisch gewollte Weichenstellungen, das zeigt die Geschichte, erfolgen so gut wie nie aus purer Dummheit und Ignoranz, auch wenn es bei oberflächlicher Betrachtung so scheint; es gibt so gut wie immer Profiteure. Sind es vielleicht ganz platt und banal einfach doch nur die Versicherungsgesellschaften (bzw. deren Lobbyisten?)? Wundern tät’s mich ja nicht…

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LAME 19. November 2013 - 14:57

Das macht mich einfach nur traurig! Warum wird ein so wertvoller Berufsstand dermaßen schlecht gestellt? Ich würde mir wünschen, dass meine Töchter auch einmal die Wahk haben werden, zuhause statt im Krankenhaus zu entbinden. Doch wenn sich da politisch nichts tut, wird mir Angst und Bange. Schlimm genug, dass unnötige Kaiserschnitte an der Tagesordnung sind. Aber, dass man sich dieser Gefahr möglicherweise bald gar nicht mehr entziehen kann, weil die Möglichkeit der Hausgeburt schlichtweg nicht mehr gegeben ist, macht mich wütend! Ich habe lange nach einer guten Hebamme gesucht und bei der Krankenkasse viel Unmut dafür kassiert, dass die Gute eine ziemlich weite Anreise abrechnen musste. Aber, wenn schlichtweg keine andere Hebamme vorhanden ist, weil alle anderen aufgegeben haben, müssen die Kassen zumindest diese Kosten tragen. Angst habe ich nur davor, dass ich beim nächsten Kinde garkeine Hebamme mehr finde…

Antworten
Christian 19. November 2013 - 14:21

Ich nehme an, dass gewisse Interessengruppen die außerklinischen Geburten abschaffen wollen. Perinatalzentren spülen unglaublich viel Geld in die die Kassen der daran beteiligten Kliniken. Sectios bringen auch mehr Kohle ein als Spontangeburten, warum würden die Gynnies auch sonst den Wahnsinn mit den vielen unnötigen Wunschsectios mitmachen? Warum gilt eine gesunde Schwangere für immer mehr Anästhesieabteilungen als ASA II-Patientin? Ist Schwangerschaft eine Krankheit?

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Mama notes 19. November 2013 - 13:30

Ein Berufsstand nur für Frauen. Geburt und Dings. Kann ja nix sein….
Das macht mich traurig und wütend!

Antworten
Jasmin 19. November 2013 - 13:19

Ich schließe mich an! Das ist eine riesen große Ungerechtigkeit! Hebammen leisten in ihrem Job so unglaublich viel…. und ich bin sowohl meiner in der Vor-& Nachsorge betreuenden Hebamme, als auch der Hebamme, die mir so wunderbar dabei geholfen hat, meinen Sohn auf die Welt zu bringen, täglich dankbar!!! Beide haben uns so wundervolle Erinnerungen verschafft und einen wunderbaren Job gemacht! ♥ Danke an alle die diesen Beruf ausüben und an die Herren der Regierung: Das kann doch alles bald nicht mehr wahr sein!!!

Antworten
Valeria 19. November 2013 - 13:02

Hier eine aktuelle Petition „Menschenwürde ist kein Ehrenamt – Hebammen brauchen höhere Vergütungen sichere Geburt“

https://www.change.org/de/Petitionen/menschenw%C3%BCrde-ist-kein-ehrenamt-hebammen-brauchen-h%C3%B6here-verg%C3%BCtungen-sicheregeburt

Auszug zu den Forderungen der Petition:

1. Wir fordern, daß zur Sicherung des Hebammenwesens und zum Schutz der Wahlfreiheit in Kooperation mit Hebammenverbänden und Krankenkassen höhere Vergütungen für Hebammen sichergestellt werden. Dabei müssen die explodierenden berufsbedingten Kosten, insbesondere die weiter steigenden Prämien zur Haftpflicht, und die hohe Verantwortung, die Hebammen tragen, berücksichtigt werden.

2. Wir fordern dazu auf, eine Lösung für die Haftpflichtproblematik zu finden.

3. Wir fordern dazu auf, die Stabilisierung des Hebammenwesens schnell voranzutreiben. Die Gründung einer interministeriellen Facharbeitsgruppe war ein erster wichtiger Schritt. An diesen soll mit einem fachübergreifenden Runden Tisch angeknüpft werden, um gemeinsam an einer menschenwürdigen Geburtshilfe zu arbeiten.

Antworten
Joachim Schaefer 19. November 2013 - 12:42

Ich bin 63 Jahre alt, habe 3 Kinder und alle meine Kinder wurden durch Mithilfe einer Hebamme zur Welt gebracht. (es war eine super Arbeit der Hebammen) Meine zweite Ehefrau ist auch Hebamme und ist wie ich entsetzt von den Machenschaften der Versicherer. Dies ist Abzocke hoch 3 und der Hebammen-Verband macht mit. Oder kassiert er vielleicht auch mit ab?? Die Krankenkassen schauen zu und stapeln ihr Geld in Milliardenhöhe. Millionen werden in Renovierungen von Geburtsstationen in Krankenhäusern gesteckt, wozu, wenn es demnächst keine Hebammen mehr gibt. Das Geld sollten die Krankenkassen oder die Wohlfahrtsverbände besser den Hebammen geben. 5.000,00 Euro Versicherungsprämien bedeutet für eine Hebamme rd. 18 Geburten im Jahr um sonst zu arbeiten, oder die Rufbereitschaftspauschale steigt in unzahlbare Höhen. Der Stundenlohn liegt dann bei rd. 3,50 Euro pro Stunde. Liebe Regierung wo bleibt hier der Mindestlohn ?? Meine Frau kann bei diesen Versicherungsgebühren keine Hausgeburten mehr durchführen. Dies kommt einem Berufsverbot gleich. Das Bundesverfassungsgericht sollte sich hiermit befassen.

Antworten
stephanie 19. November 2013 - 12:39

Hi!
Falls du einen ähnlichen Artikel für meine Seite schreiben möchtest oder ich deinen hier zitieren kann, stelle ich meine Website gern zur Verfügung. Allein über Facebook erreiche ich etwa 2000 direkte Kontakte / Fans. Weiteres gerne per PN. LG

Antworten
Frische Brise 19. November 2013 - 11:05

Das ist himmelschreiende Ungerechtigkeit!!!!

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Marcus 19. November 2013 - 10:58

@ LindaHammer: die Pedition ist wohl momentan das einzige. Einen medialen, deutschlandweiten Aufschrei zu erzeugen ist meiner Meinung nach das Einzige was hilft. Nur wie kommen wir zu so großem Aufsehen? Wie schaffen wir es die großen Zeitungen dazu zu bringen auf die unsäglichen Missstände aufmerksam zu machen. Das große Problem ist meiner Meinung nach folgendes: Solange die Mütter und Väter schwanger sind interessieren sie sich dafür. Wenn das Kind dann da ist ist die Situation wieder anders. Die Eltern haben viel Neues zu erleben. Das Kind braucht viel Aufmerksamkeit und dadurch haben die Eltern keine Zeit für die Hebammenbelange. Das ist auch verständlich. Es müsste eine koordinierte Aktion geben: Alle Hebammen, Mütter und Väter und Unterstützer müssen zeitgleich an Ihre regionalen Zeitungen schreiben, mit der Bitte um Berichterstattung. Sonst geht das wieder unter. Doch das ist einfach schwer zu organisieren.

Antworten
Victoria mit Tarek und Anna 19. November 2013 - 10:50

Ganz schön krass.
Ich verdanke meiner Hebamme so viel. Ich bin durch sie selbstbewusster geworden, sie war immer da. Helferin und Freundin für mich.
Ich hhabe gelernt auf mich und mein Gefühl zu hören, war das doch immer so schwer entgegen den Anforderungen zu handeln und zu denken.
Ich bin groß geworden um zu funktionieren, doch bei ihr war ich Mittelpunkt mit meinem baby, Frau!
Ich wüsste nicht was ich ohne sie gemacht hätte. Ich bin ihr so dankbar.

Aber wenn das so weiter geht werden wir Frauen allein da stehen, schreckliche Vorstellung, so sind doch sie es die uns am besten verstehen und unterstützen. Die sanft heilen und zuhören. Hier sind wir kein Produkt das abgefertigt werden will. Wir sind besonders und der Mittelpunkt.

Wenn wir was tun können so lasst es uns wissen.

Danke an meine wundervollen Hebammen!

Antworten
Diana 19. November 2013 - 10:34

Einen Vorteil hat die beschriebene Alleingeburt: Es kann niemand verklagt werden, wenn es nicht so läuft, wie man sich das vorgestellt hat. Will man das?

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Liz 19. November 2013 - 09:53

Ja, es macht einen wirklich fassungslos. Ich krieg das Paradoxon gar nicht in meinen Kopf – ständig betet uns die Regierung vor, dass wir doch bitte Kinder bekommen sollen. Und dann werden den Geburtshelferinnen massiv Steine in den Weg gelegt. Ist für mich nicht nachvollziehbar.

Ich bin jetzt in der 30. Woche, es ist mein erstes Kind, und ich bin froh und dankbar darüber, eine tolle Beleghebamme gefunden zu haben. Dass es sie gibt, lässt mich mit wesentlich weniger Sorge und Bammel auf die Geburt zusteuern.

Ich frag auch nochmal: Was kann man machen? Petition? Bringt das was?

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Jessica Kelleher 19. November 2013 - 09:07

Hebammen sollen selbstverständlich den gleichen Stundensatz die zumindest Heilpraktiker bekommen, sprich 60€ die Stunde. Dann wäre die Prämie nicht mehr so schlimm und die Hebamme bekäme eine ordentliche Vergütung. Meine Vor – und Nachsorge Hebamme ist immer noch, fünf Monate nach der Geburt, eine wichtige Person in unserem Leben, auch, wenn wir sie nur beim Elterntreff sehen…. Sie hat mich beim Stillen ermutigt, und die ersten Tage über super überstürzt und uns mit ihrer Art das Selbstvertrauen gegeben, alles so zu machen, wie wir es für richtig halten.
Meine Geburtshebamme aus dem Krankenhaus ist natürlich im Krankenhaus angestellt. Dennoch war sie unter der Geburt wahnsinnig toll. Sie hat uns die Zeit genießen lassen und die Geburt war traumhaft. Ohne Hebammen geht’s nicht. Für eine vernünftige Vergütung, damit es wieder mehr Hebammen gibt..

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Diana 19. November 2013 - 08:17

Ja klar NWO. Macht ja auch Sinn. Menschen muessen in Medikamentoese Behandlung, wenn es ihnen nicht gut gehen. Und so ein Geburtsschock kann ganz schoen tief gehen. Fuer Kind und Mutter.
Da gehoert einiges an Aufklaerungsarbeit getan.
Sehr schade, dass so ein hoher Betrag gezahlt werden muss. Ich hoffe, du machst weiter! Alles kommt wie es kommen muss. Wird zeit, dass wir daraus kernen.

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Thorsten Wetzig 19. November 2013 - 02:25

Ich wohne in Kanada. Die naechsten Hebammen fuer Hausgeburten sind 300 km weit weg. 300 km nach Norden oder Sueden, da haben wir die Wahl. Wir haben uns fuer eine Alleingeburt bei uns zu Hause entschieden. Ich vermute, Alleingeburten wird es in Deutschland auch bald oefter geben. Auf der einen Seite ist es untragbar, wie Versicherungen in Deutschland in das Leben der Menschen eingreifen. Doch auf der anderen Seite ist es stets unsere Entscheidung, ob wir diesen Versicherungswahnsinn mitmachen wollen. Ist ein Gesetz unmenschlich, zerstoert es unsere Natur oder fuehrt zu anderen derartigen gravierenden Schaeden, empfinde ich es als meine Pflicht, mich nicht daran zu halten. Ich glaube nicht, dass Petitionen hier viel ausrichten koennen. Selbst 1 Million Unterschriften wiegen die Milliarden Euro nicht auf, die wir den Versicherungen jedes Jahr geben, damit sie genau so weiter arbeiten koennen wie bisher. Es gibt keine Sicherheit ausser in uns selbst. Und schon gar nicht kann eine Versicherung fehlerhafte Handlungen bei der Geburt verhindern. Ganz genau hingeschaut, foerdert sie solche Fehler sogar. Entscheiden wir uns fuer Solidaritaet statt Sicherheit. Und erlauben wir uns, Sicherheit aus uns selbst heraus zu erfahren.

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absentee 18. November 2013 - 23:35

ich stimme Sabine voll und ganz zu: ein untragbarer zustand nicht ins geburtshaus zu können.

für mich wäre es tatsächlich nur eine notlösung gewesen und ansonsten gar nicht vorstellbar und eher angsteinflößend, in ein krankenhaus zu müssen,
ich bin unendlich dankbar das es beleghebammen und geburtshäuser gibt, denn das war die schönste geburt, die ich hätte haben können. (nun ja war ja auch die erste) 😉

ich bin allerdings auch stark davon überzeugt, das ein krankenhaus, mit meiner sehr spontanen geburt , stark überfordert bzw, unterbesetzt gewesen wäre und ich mein baby im ctg-raum oder auf dem gang bekommen hätte!

deshalb auch hier nochmal danke, an die beste hebamme, die ich haben konnte, für ihre spontanität, flexibilität, improvisationstalent und immer im richtigen zeitpunkt zu wissen was zu tun ist!

was können wir tun?

p.s. ganz nebenbei verstehe ich eine bundesregierung nicht, die auf der einen seite appelliert mehr kinder zu bekommen und dann aber nicht gut auf den berufsstand, der imens wichtig für „mehr kinder“ ist, achtet.

und danke, Miriam 🙂 *daumenhoch*

Antworten
Miriam Sonnenbichler 18. November 2013 - 23:24

Es ist wirklich unfassbar… Bitte tragt eure Forderungen in die Koalitionsverhandlungen rein. Anke Bastrop hat dazu eine Petition gestartet und bereits über 80.000 Unterschriften überreichen können. Briefvorlagen für eure Schreiben findet ihr hier: http://www.happybirthday-deutschland.de/2013/11/aktion-zu-koalitionsverhandlungen-ueber-75-000-menschen/

Antworten
Linda Hammer 18. November 2013 - 22:43

Was du da schreibst, liest sich gar nicht gut!
Was kann man machen? Als Bürger, als Familie, als Mama?

Antworten
Sabine 18. November 2013 - 22:42

Das ist einfach nur zum Heulen… 🙁
Hier haben schon so viele Hebammen ihre Arbeit mit Außerklinischen Geburten beenden müssen und es wird immer schwerer, eine Hebamme zu finden, die eine Hausgeburt oder Geburtshausgeburt begleiten kann. Auch für die werdenden Eltern ein untragbarer Zustand…

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