Lieblingsessen: Blumenkohl-Quiche

von Anja

„Mama, kannst du was aus deinem Buch kochen?“, fragt die Siebenjährige. Also blättere ich mal wieder das Breifrei-Kochbuch durch und stoße auf die Blumenkohl-Quiche. Denn Blumenkohl ist eines der wenigen Gewächse, die das Gemüsemuffelchen auch in der gekochten Variante mag.

In der Buchschreibephase hatte ich die Quiche schon mal für Christian und mich gemacht, aber die Kinder sind ja ab einem gewissen Alter die größere Herausforderung. Geschmeckt hat es schließlich allen und Gemüsetartes sind eh immer eine ganz nette Idee, weil sie so kuchenartig daherkommen und damit für Kinder oft interessanter wirken als das Gemüse im Topf. Nur der Zweijährige schob seinen Teller, nachdem er ihn fast leer gegessen hatte, mit einem dramatischen „Bähhh“ zur Seite. Aber das macht er gerade immer, egal was es gibt. Und egal, wie viel er davon gerade verputzt hat. Er will wohl nur noch mal auf seine momentan sehr ausgeprägte Autonomiephase aufmerksam machen.

Rezept:
– 250 g Mehl
– 125 g kalte Butter
– 3 Eier
– 500 g Blumenkohl
– 250g Sahne
– 25 g Parmesan gerieben
– Muskatnuss
– Pfeffer, Salz ggf.

Für den Mürbeteig muss man eine Stunde Vorlauf einplanen. Mehl in einer Schüssel häufen und die Butter in kleinen Flöckchen darüber verteilen. Beides mit den Händen zu Streuseln verreiben. Dazu 1 bis 2 EL kaltes Wasser und ein Ei dazugeben und alles rasch zu einem glatten Teig verkneten. Diesen zu einem ca. 2 cm hohen Block formen und in Folie eingeschlagen für mindestens eine Stunde kalt stellen.

Den Blumenkohl in etwa 2 x 2 cm große Röschen zerteilen und ca. fünf Minuten in einem Topf mit Siebeinhang über Wasserdampf dämpfen. Nun den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 0,5 cm dick und etwas größer als die Quicheform (24 cm Durchmesser) ausrollen, sodass genug Material für einen Rand vorhanden ist.
Die Form mit dem Teig auskleiden, den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen und auf der mittleren Schiene des Ofens etwa 15 Minuten backen. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Der Ofen bleibt an.

Blumenkohl auf dem Teigboden verteilen. Für den Guss zwei Eier, Sahne und Parmesan gut verquirlen. Mit Muskatnuss, Pfeffer und ggf. Salz würzen. Eierguss über den Blumenkohl gießen und das Ganze ca. 35 Minuten backen. Der Guss muss gestockt sein, was man durch Rütteln an der Form überprüfen kann. Es sollte sich nichts mehr bewegen.

Alternativ kann statt Blumenkohl auch Broccoli oder Romanesco verwendet werden, die allerdings eine etwas kürzere Dämpfdauer haben.

Das Rezept haben wir aus diesem Kochbuch übernommen: Das Breifrei!-Kochbuch von Loretta Stern und Anja Constance Gaca, 144 Seiten, Kösel, 14,99 Euro

Die vorgestellten Lieblingsessen sind ganz persönliche Empfehlungen, die uns gefallen und die sich bewährt haben. Der Text enthält Affiliate-Links zu unserem Amazon-Konto.

Passend zum Thema

6 Kommentare

Sarie 29. Juli 2015 - 16:04

Das ist mir irgendwie misslungen. Der Teig ist total runter gerutscht. Rand? Negativ.
Ich hab trotzdem alles raufgeklatscht.
Ich hoffe es lässt sich nachher irgendwie portionieren, einiges vom Guss ist sicher unter den Teig gelaufen… Ach ich bin eine so schlechte Köchin… Die Räuchertofu-Pasta ist mir allerdings ganz gut gelungen.
Ich liebe eure Rezepte!

Antworten
Anja 29. Juli 2015 - 16:43

Oh wie schade, liebe Sari 🙁
Beim nicht geglückten Mürbeteig sind die klassischen Fehler meist, dass die Butter nicht kalt genug war, die Kühlzeit zu früh beendet wurde, das Einpieken mit der Gabel vergessen wurde . Wenn der Teig rutscht, weil er zu weich ist, war vielleicht der eine EL Wasser zu viel. Das könntest Du beim nächsten Mal noch mal ausprobieren.
Blindbacken wäre auch noch eine Option, damit der Rand nicht rutscht, aber macht es schon wieder aufwendiger: http://www.effilee.de/rubriken/susis-basics/blindbacken-93007

Oder einfach den Fertigmürbeteig nehmen;)
Ich hoffe, es schmeckt Euch trotzdem:) Liebe Grüße, Anja

Antworten
Judith 16. Juli 2015 - 13:55

Liebe Anja,
danke für das Rezept. Haben einen großen Blumenkohl aus dem Garten, der verarbeitet werden will. Da kommt deine Rezeptidee gerade richtig.

Antworten
Anja 16. Juli 2015 - 09:24

Liebe Katrin,

das ist definitiv etwas, was wir kochen, wenn beide Eltern da sind. Einer Kinder, einer Küche:) Wenn Du aber einfach einen fertigen Mürbeteig dafür nimmst, geht es ganz schnell.
Wenn man damit leben kann, dass die Küche hinterher wie Sau aussieht, lasse ich die Kinder immer helfen. Der Zweijährige hat gestern Kartoffeln geschält. Es lagen zwar Schalen überall, aber in der Zeit konnte ich alles andere vorbereiten.
Wenn die Zehnjährige mitmacht, ist es sogar schon eine richtig tolle Hilfe. Manchmal bespielen die Mädchen auch den kleinen Bruder, während ich koche. Vieles wird mit mehreren Kindern einfacher, vor allem wenn die Größten nicht mehr ganz klein sind.
Wir kochen aber auch nicht jeden Tag “aufwendig” und entscheiden das immer aus der Situation heraus.
Ansonsten schmecken Nudeln mit Pesto auch sehr gut:)

Liebe Grüße, Anja

Antworten
Katrin 16. Juli 2015 - 09:17

Klingt sehr lecker! So ein Rezept ist für uns zur Zeit aber immer noch zu zeitaufwendig, weil man nie davon ausgehen kann, dass man so lange ungestört am Herd werkeln kann – die eindreiviertel-Jährige lässt einen nie so lange am Stück irgendetwas machen;-). Ehrlichgesagt gehört “etwas Richtiges kochen, auch wenn es länger als 30 Minuten dauert” daher auch zu den vielen Dingen, bei denen ich darauf warte, dass sie irgendwann wieder möglich werden. Anscheinend geht das also, wenn der Jüngste zwei ist? Bei Susanne Mierau wundere ich mich auch immer sehr über die aufwendigst gedeckten Tische und das in kunstvolle Muster auf Tellern dekorierte Obst und Gemüse. Und das schon beim Frühstück – wo kommt die zeit her? Stehen die um 5 Uhr auf??? Ich kapiere das nicht; ich bin froh, wenn wir es überhaupt schaffen, Müsli, Brötchen, Käse und Marmelade auf den tisch zu stellen, bevor die hungrigen Kinder und insbesondere das hungrige, ungeduldige und willensstarke Kleinkind sich über alles hermacht. Ach ja, selbst mir einen Tee zu kochen, ist eine große Herausforderung! Da klingt Blumenkohlquiche geradezu wie eine Utopie;-).

Antworten
Susanne 16. Juli 2015 - 09:52

Liebe Katrin,
ich gebe Anja ganz recht: Bei uns geht es auch nur zu zweit und mein Mann dekoriert ja das Sonntagsfrühstück so kunstvoll. Und die Kinder können nach ihren Möglichkeiten schon mithelfen beim Schneiden und Sachen aus dem Kühlschrank holen etc. Gib Dir und Euch Zeit, das wird schon wieder 😉

Antworten

Kommentieren