Meine Schwangerschaft: der achte Monat

von Anja

Der achte Monat, also die 29. bis 32. Schwangerschaftswoche, war eine recht arbeitsintensive Zeit, aber dennoch blieb immer genug „Zeit zum Schwangersein“. Dafür sorgte nicht nur der regelmäßige Yogatermin, mit dem ich meine Woche immer beginne. Besonders gut tun mir auch die Massagen bei meiner Heilpraktikerin, die ich mir in dieser Schwangerschaft ab und an gönne. Mittels spezieller Polster kann ich dabei nämlich auf dem Bauch liegen und es fühlt sich so wunderbar leicht an, eine Stunde in dieser Position zu verbringen.

Auch meine Hebamme sehe ich in diesem Monat einmal, weil sie zur Vorsorge kommt. Es ist so angenehm, dass ich dafür nirgendwo hinfahren muss. Mit steigender Kinderzahl wird das ja organisatorisch nicht wirklich einfacher. Bei der Vorsorge ist alles bestens. Das Baby bewegt sich fleißig und liegt mal quer und mal schräg in der Gebärmutter. Der Bauch hat mittlerweile mehr als einen Meter Umfang und auch die Waage zeigt bald zehn Kilo mehr an. Alles wächst und gedeiht also.

Ein weiterer geburtsspezifischer Termin in dieser Schwangerschaft ist der Besuch bei der Psychologin Alexandra Kopf, die hypnotherapeutisch auf die Geburt vorbereitet. Von meinen guten Erfahrungen damit habe ich bereits hier schon einmal berichtet. Und auch jetzt in dieser Schwangerschaft tut es gut, sorgenvolle Gedanken einfach dazulassen und mit einem guten Gefühl dem entgegen zu blicken, was da kommt. Bei unserem zweiten Termin bekomme ich wieder eine individuell besprochene CD, mit der ich mich zu Hause weiter auf unsere Geburt vorbereiten kann.

Mit allem bleibt noch ein bisschen Zeit

Zum Thema Geburt bin ich in diesem Monat auch noch mal in der Schule unserer Tochter zu Besuch. Im letzten Teil des Hebammenunterrichts schauen wir zusammen, welche Bedürfnisse ein Baby nach der Geburt so hat. Es ist wirklich schön mit den so neugierigen und aufgeschlossenen Kindern zwischen sechs und neuen Jahren zu arbeiten. Und unsere Achtjährige freut sich schon darauf, ihr Wissen in die Praxis umzusetzen, wenn das Baby erst da ist.

Und ich schreibe weiterhin am neuen Buch und mache Haubesuche, die aber auch so langsam weniger werden. Auch wenn ich nachts öfter mal wach bin, fühle ich mich doch nach wie vor wirklich gut und gesund in dieser Schwangerschaft. Der Bauch wächst und ich werde sicherlich dadurch auch im Alltag ein bisschen langsamer – aber vor allem genieße ich es, wenn sich das kleine Menschlein darin zunehmend immer kräftiger bewegt.

Nach und nach zieht hier auch die eine oder andere Anschaffung fürs Baby ein, zum Beispiel die Transportschale fürs Auto. Die Kinder freuen sich über alles, was irgendwie mit unserem Baby zu tun hat und würden alles am liebsten sofort einbauen oder einräumen. Aber noch haben wir ja mit allem ein bisschen Zeit, wobei ich mich erinnere, dass die letzten sechs bis acht Wochen der Schwangerschaft dann plötzlich doch immer irgendwie rasend schnell vergingen.

Elterngeldanträge und Co. im Hinterkopf

Das sollten wir zumindest in Bezug auf so organisatorische Dinge wie Elterngeldanträge und Co. besser im Hinterkopf behalten. Denn auch Christian ist nach wie vor sehr entspannt und hat keine Eile mit etwaigen Babyvorbereitungen. Nicht, dass wir nachher beide noch wegen zu viel Entspanntheit in Zeitstress geraten.

Da die Haftpflichtversicherung auch ohne Geburtshilfe mittlerweile alles andere als günstig ist, habe ich derweil doch beschlossen, mich temporär von der Versicherung abzumelden. Mein eigentlicher Hauptgrund ist aber, dass ich mir dadurch selbst noch ein wenig Mutterschutz verschaffe und nicht doch noch „eben mal schnell“ ein paar Hausbesuche kurz vor dem Geburtstermin mache. Spätestens vier Wochen vor dem ET ist also vorerst Schluss mit der Hebammerei. Und es ist auch gut, dann einfach mal „nur“ Schwangere sein zu dürfen.

Wer mehr von dieser Schwangerschaft lesen will:
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2 Kommentare

Saskia 23. Februar 2017 - 10:06

Liebe Anja,
meist bin ich nur stille Mitleserin und immer wieder begeistert ob der Ruhe die ihr so ausstrahlt. Dabei herrscht bei drei Kindern sicher mehr als einmal am Tag lautes Chaos.
Ich wünsche dir für die letzten Wochen ein schönes „nur“ schwanger sein, ein bisschen mehr Ruhe und ganz viel Vorfreude.
Ich selbst muss noch ein bisschen warten, unser zweites Kind kommt im August. Aktuell warte ich in der 16. Woche sehnsüchtig auf die ersten Bewegungen. Darauf freu ich mich so sehr! Endlich richtig Kontakt zum kleinen Wesen aufnehmen.
Was mich noch interessieren würde ist, wie hast du denjenigen/diejenige gefunden für eine Einweisung ins Hypnobirthing? Nach meinem ersten nicht so schönen Geburtserlebnis, habe ich großes Interesse daran diesmal in allen Belangen so gut es geht für mich zu sorgen im Vorfeld der Geburt, damit ich nicht wieder dem Krankenhaussystem ausgeliefert bin.
Dir alles Gute und eine schöne Restwoche,
Saskia

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Anja 23. Februar 2017 - 11:31

Liebe Saskia,

ja, Chaos herrscht hier auch oft- aber ich nenne es gerne „ein meist harmonisches Chaos“ 😉
Alexandra Kopf habe ich bei einer Weiterbildung für Hebammen kennengelernt. Für mich passte das menschlich sehr gut, weil sie pragmatisch, aber trotzdem sehr einfühlsam ist. Die fertigen CDs in den Hypnobirthing-Büchern waren für mich persönlich stellenweise zu esoterisch. Aber da hat natürlich jeder andere Bedürfnisse.
Von Alexandra Kopf gibt es auch ein Buch zum Thema. Darüber hatten wir auch mal geschrieben:
http://www.vonguteneltern.de/?p=5604

Ich wünsche Dir bald den Zauber der ersten zarten Kindsbewegungen und natürlich auch sonst alles erdenklich Gute für Deine Schwangerschaft <3

Liebe Grüße, Anja

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