Schwiegermuttermilchstau oder die richtige Dosis Besuch im Wochenbett

von Anja

Die meisten Hebammenkolleginnen kennen das: Sonntagabends zur besten Tatort-Zeit ruft eine aufgelöste und fiebernde Wöchnerin an, der die Brust weh tut und die sich auch sonst ganz schrecklich krank fühlt. Die erfahrene Hebamme, die die sonst problemlos stillende Wöchnerin noch in der letzten Woche ganz gesund und entspannt gesehen hat, fragt dann wahrscheinlich als erstes, was denn am Wochenende los war. Oder noch direkter: Wer denn zu Besuch war und wie dieser Besuch verlaufen ist?

Manchmal kullern dann schon am Telefon die Tränen und die junge Mutter schluchzt was von „… den ganzen Tag hat sie hier rumgesessen und mir gute Tipps gegeben“. Oder „ständig wollten sie das Baby auf den Arm nehmen“. Oder „eigentlich war mir das vorab schon alles viel zu viel…“.

Aber wenn die Tränen erstmal fließen, fließt meist auch die Milch schnell wieder. Mit noch ein paar anderen kleinen Tipps und vor allem ein paar Tagen konsequenter Bettruhe ist so ein Schwiegermuttermilchstau dann zwar schnell überstanden, aber trotzdem unangenehm.

Jeglichen Besuch „verbieten“?

Die Frage ist also, hätte man das ganz verhindern können, in dem man jeglichen Besuch im Wochenbett „verbietet“? Das ist sicher auch keine Lösung, aber junge Eltern sollten sich darüber bewusst sein, dass Besuch zu bekommen in den ersten Wochen mit einem Neugeborenen wesentlich anstrengender ist, als es das jemals zuvor war. Besuch ist auch nicht gleich Besuch… ich habe auch ganz wunderbare Schwiegermütter (und natürlich auch Mütter) erlebt, die ein wahrer Segen für die Wöchnerin waren. Aber meist sind es doch die eigenen Eltern der frisch gebackenen Eltern, die viel Stress in die gerade neugeborene kleine Familie bringen.

Besonders wenn es das erste Enkelkind in dieser Familie ist und die Erwartungen entsprechend hoch und vielleicht auch etwas unrealistisch sind. Aber manchmal wandern auch Horden von Freunden und Arbeitskollegen durch das elterliche Schlafzimmer, das eigentlich Rückzugsort für Mutter und Kind sein sollte. Gerne werden dann auch noch mal eigene Kinder mitgeschleppt, die dann das frisch geschlüpfte Kind „begrabbeln“. Die Neueltern trauen sich nicht nein zu sagen, denn man will ja schließlich nicht kinderfeindlich sein, gerade jetzt, wo man selbst Nachwuchs hat. Und als Superglucke möchte auch keine Mutter dastehen, und darum lässt man dann die Nachbarin mal das Baby halten, obwohl es sich irgendwie noch nicht richtig anfühlt…

Der ideale Besucher

Es ist wirklich nicht einfach, das richtige Maß Besuch im Wochenbett zu halten, denn schließlich sind ja alle Leute, die da kommen und kommen möchten, nicht mit schlechten Absichten unterwegs, sondern freuen sich sehr über das kleine gerade geborene Kind. Dass dabei die Wöchnerin gerne mal völlig ins Abseits gerät, wird leider oft übersehen. Dabei ist es so einfach: Will man dem Baby was Gutes tun, muss man nur der Mutter bzw. den Eltern etwas Gutes tun.

Der ideale Besucher ruft also vorher an, um sich zu erkundigen, ob und wann es passt. Dabei versichert er den Eltern aber auch noch mal, dass es nicht schlimm ist, wenn etwas dazwischen kommt und sie den geplanten Besuch kurzfristig verschieben oder absagen müssen. Man kann manche schlaflose Nacht nicht im Voraus erahnen – der Schlaf muss aber am Tag gemeinsam mit dem Baby nachgeholt werden.

Der Idealbesucher ist jedenfalls flexibel und kommt zudem nicht mit leeren Händen. Nein, damit ist nicht der zehnte zu kleine oder zu große oder zu hässliche Strampler und auch nicht die fünfte Spieluhr gemeint. Der Besuch hat etwas gutes zu essen und vielleicht auch zu trinken dabei – gerne auch in größerer Portion, damit sich die Eltern für stressige Tage das Eisfach auffüllen können.

Superbesucher spart sich schlaue Tipps

Der Idealbesuch erwartet keinen Kuchen, sondern hat den selbst dabei und macht sich auch noch den Kaffee selbst. Blumen sind zwar schön, aber meist haben diese ein recht kurzes und trauriges Dasein im Wochenbett, weil die Eltern keine Zeit haben oder es schlicht vergessen, sich auch noch um diverse Sträuße zu kümmern. Also: Leckeres und gesundes Essen ist immer ein sinnvolles Wochenbettgeschenk.

Der Musterbesucher schaut kurz nach Mutter und Kind und findet es überhaupt nicht schlimm, wenn sich diese zum Stillen oder Schlafen schnell wieder zurück ziehen. Die Wöchnerin darf selbstverständlich ungeschminkt und im Bademantel die Tür aufmachen. Sie entscheidet auch, ob und wie viel sie von ihrer Geburt erzählen möchte. Gerade nach Geburten, die anders verlaufen sind als erhofft, möchten manche Frauen das erst einmal für sich in Ruhe verarbeiten und es allenfalls mit dem Mann und der Hebamme besprechen. Der Idealbesuch räumt dann noch das Kaffeegeschirr weg und fragt, wo und wie er helfen kann. Vielleicht ist ein kleiner Einkauf zu erledigen oder Wäsche aufzuhängen. Zu tun gibt es eigentlich immer etwas bei jungen Eltern…

Was der Superbesucher auf keinen Fall macht: schlaue Tipps geben oder kommentieren, was die Eltern da tun. Es sei denn, es handelt sich um positive bestärkende Kommentare oder er wird um Rat gefragt. Wenn der Idealbesucher sich über Dinge wundern sollte („Diese Tücher hatten wir ja damals nicht“, „Ich konnte ja nicht stillen“, „Uns wurde ja gesagt, dass Schreien die Lungen stärkt“), fragt er interessiert nach und begegnet anderen Wegen offen und vorurteilsfrei. Eigentlich sollte sich Besuch ja nur kurz im Wochenbett aufhalten, aber guter Besuch darf auch gerne mal länger bleiben und als gute Seele im Wochenbett die junge Familie unterstützen. Darum ist er idealerweise nicht mehr berufstätig oder hat ausreichend Urlaub…

Bemutterung der Mutter

Ja, ich habe solche guten Seelen tatsächlich erlebt bei einigen Wöchnerinnen und es ist wirklich beeindruckend, wie positiv sich so eine Bemutterung der Mutter auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Wöchnerin auswirkt. Aber in mehr Fällen erlebe ich doch, dass es erst mal kleine oder große Krisen gibt, bis jeder in der Familie und im Freundeskreis seine neue Rolle gefunden hat. Denn eines ist klar: Menschen verändern sich und auch ihre Prioritäten, wenn sie Eltern werden. Das ist vor allem beim ersten Kind der Fall.

Bei weiteren Kindern läuft das mit dem Besuch in den ersten Tagen und Wochen oft wesentlich entspannter. Gerade die Wöchnerinnen nehmen sich noch mal mehr ihr Recht auf Auszeit, weil sie wissen, wie schnell der Alltag sie mit nun mehreren Kindern wieder einholen wird. Und die Großeltern sind in den meisten Fällen sowieso vom größeren Enkelkind belegt. Da bleibt also gar keine Zeit für schlaue und ungebetene Tipps. Auch Freunde bleiben eher kurz und drehen dann vielleicht noch mal eine Spielplatzrunde mit dem großen Geschwisterchen.

Aber gerade beim ersten Kind ist man ja auch so schön leicht zu verunsichern, eben weil man das alles zum ersten Mal erlebt und ja nichts falsch machen möchte. Und vielleicht stimmt es ja am Ende doch mit dem Verwöhnen, wenn das Kind „schon“ seit drei Wochen immer nur an Mamas Seite einschläft… Wöchnerinnen brauchen positiven Zuspruch in ihrem Tun und keine neuen Verunsicherer, denn verunsichert sind sie sowieso schon. Das macht Stress und Stress macht gerne Milchstaus, weil das Stresshormon Adrenalin das Hormon blockiert, was für den Milchspendereflex zuständig ist.

Also vorher (ja, schon vor der Geburt!) gut überlegen, wen man in der ersten Zeit sehen möchte und welchen Besuch man sich besser erst etwas später „antut“. Und wenn sich eher stressiger Besuch gar nicht absagen oder verschieben lässt, ist es erfahrungsgemäß (natürlich je nachdem, wie die Geburt verlaufen ist) sinnvoller, diese Besucher in den ersten zwei Tagen zu empfangen. Bevor der Milcheinschuss und auch der Hormonabfall (die Heultage) kommen. Auch der Schlafmangel schlägt meist erst nach drei, vier Tagen so richtig zu…

Babybflitterwochen

Übrigens sind auch mütterliche und väterliche Bedürfnisse in Sachen Besuch manchmal etwas konträr. Während der stolze Vater am liebsten jeden Facebook-Freund persönlich ins heimische Wochenbett einladen möchte, um das Kind zu präsentieren, sehnt sich die Mutter nach völligem Rückzug. Die Babyzeit ist lang genug, um Besuch entsprechend zu dosieren. Gerade im nicht immer nur spannenden Babyalltag nach ein paar Wochen ist es nett, wenn die Arbeitskollegin mal zum Frühstücken vorbei kommt. Aber die Wochenbettzeit bezeichnen wir Hebammen gerne auch als „Babyflitterwochen“ und man überlegt sich in der Regel gut, wer mit in die Flitterwochen kommt.

In unseren ersten Babyflitterwochen haben wir uns erst mal ganz zurückgezogen auf unsere kleine Wochenbettinsel, nur liebevoll umsorgt von der Patentante unsere Ältesten, die uns auch bei der Geburt begleitet hat – als Freundin und Hebamme. Und das Wochenbett war wunderbar: Immer war etwas zu Essen da oder es stand frisches Obst und Trinken da. Alle Haushaltssachen waren einfach so erledigt. Wenn Christian mal einen Moment nicht vor Ort war, wusste ich die Babytochter in besten Händen, wenn ich duschte. Es war Raum da, um die anstrengende Geburt zu besprechen und gut zu verarbeiten – für uns alle. Die allgemeine Verunsicherung von uns frischen Eltern wurde von der positiven Bestätigung unserer Freundin, damals noch drei- und mittlerweile vierfache Mutter aufgefangen. Auch sieben Jahre später kann ich nur sagen: Danke Mone und ja, wir haben ein bisschen geweint, als du nach ein paar Tagen wieder nach Hause reisen musstest.

Also, gut überlegen, wen man in die Babyflitterwochen mitnimmt. Eltern müssen individuell schauen, was und wen sie in dieser Zeit brauchen und was und wen eben nicht. Zwischen zeitweiliger völliger Besuchsabstinenz bis hin zum Massenauflauf der Großfamilie kann alles gut sein. Wichtig ist, dass vor allem die Mutter im Wochenbett sich damit wohl fühlt – dann gibts auch garantiert keinen Schwiegermuttermilchstau…

Passend zum Thema

34 Kommentare

Natalie 13. März 2020 - 22:39

Passenderweise habe ich gerade in meinem Blog einen Artikel zum Thema Milchstau veröffentlicht. Darin gehe ich auf die von dir beschriebene Problematik ein. Ich würde mich über dein Feedback zu dem Artikel freuen.

Antworten
Stephi 25. November 2017 - 09:33

Stimme dem voll und ganz zu. Vor allem wenn zwischen Mutter und Vater Uneinigkeit herrscht und er während der Heultage noch ein schlechtes Gewissen macht, weil Freunde und Familie schon „enttäuscht“ sind nicht.

Antworten
Hannah 6. November 2017 - 22:21

Das spricht auch mir wirklich aus dem Herzen!!
Erstes Kind, viel zu viel Besuch, nicht „Nein “ sagen können und unterschiedliche Vorstellungen vom Wochenbett zwischen Mutter und Vater…

Antworten
Cat 29. Mai 2017 - 00:54

Hi, bei uns was es eher so, dass Mutter/Schwiegermutter mich zum Vollstillen überreden wollten, obwohl ich davon nicht überzeugt war, nachdem es im KKH nicht geklappt hatte. Mein Mann und ich (ebenso wie Tochtermaus) waren mit einer Mischung aus Stillen, Muttermilchfläschchen (ich wollte nicht ständig öffentlich stillen) und PRE-Zufütterung mit der Zeit sehr zufrieden. Ich wollte auch deshalb nicht voll stillen, da mein Mann die Elternzeit übernommen hat und ich mich nach dem Mutterschutz gleich wieder beworben habe (Branche ist sehr schnelllebig und man verpasst schnell den Anschluss). Ein „richtiges“ Wochenbett hatten wir gar nicht – aber das hätte ich auch nicht gewollt, da ich mich nach wenigen Tagen ohne Trubel/Rausgehen/Menschen um mich rum schon zu Tode langweile. Auf dem Rückweg von KKH waren wir schon Babyzubehör im Rossmann einkaufen, auch extreme Hormonschübe nach der Geburt sind bei mir fast komplett ausgeblieben. Ich denke, mir hat es geholfen, möglichst früh wieder in einen (neu strukturierten) „Alltag“ einzusteigen und viel Austausch/Gesellschaft zu haben. Aber da ist auch jeder anders und deswegen sollte denjenigen, die es zurückgezogener mögen, auch diese Ruhe gegönnt sein. 🙂

Antworten
Lia 30. Januar 2017 - 14:54

Oh ich kann euch allen nachempfinden. Bei Mir war/ist es leider von beiden Seiten stressig.
Ich persönlich hatte leider keine so schöne Geburt.Nach Einleitung wegen Schwangerschaftsvergiftung,hohem Blutverlust und zwei Tagen Kreislaufproblemen kam dann noch der Stress der Besucher hinzu. Den Besuch hat es nicht interessiert dass ich nicht aufstehen durfte oder verheult aussah weil ich mich nicht so kümmern konnte wie ich wollte. ..Meine Schwiegereltern haben es soweit getrieben dass ich irgendwann nur noch genervt reagiert habe,nicht mehr ans Telefon gegangen bin usw. Dann haben wir denen das gesagt (4 Anrufe am Tag waren noch harmlos und die wohnen 1km Luftlinie von uns weg). Dann waren sie beleidigt,man wollte uns ja nur helfen. Bringt mir auch sehr viel wenn man einen Tag nach Entlassung unangekündigt vor der Tür steht und dann Wurzeln schlägt. Meine Bedürfnisse nach Ruhe und Erholung standen auch immer hinten an. Ich wurde teilweise komplett ignoriert. Es sei denn das Kind hatte Hunger…und wenn meine Kleine Hunger hatte,wollte sie alsbald zu Mir. Die Zeit hab ich mir dann auch genommen und den Besuch dann schonmal eine Stunde warten lassen. Aber nicht nur Schwiegereltern und diverse Geschwister ließen mir keine Ruhe. Meine Eltern hatten dann irgendwann auch die Hirnrissige Idee jedesmal zu fragen wie es der kleinen geht und ob sie sich denn schnell wieder beruhigt hat. Beim Stillen wurde mir dann auch über die Schulter geguckt und gefragt ob sie gut trinkt (Nein,sie tut nur so)Und nicht zu vergessen man könnte ja auch mal mit ihr (2 Wochen alt zu dem Zeitpunkt) spazieren gehen,damit Ich zur Ruhe komme usw… was die alle vergessen, man kommt nur zur Ruhe wenn man in Ruhe gelassen wird und nicht ständig auf Draht ist.
Mittlerweile ist es mir egal was meine Schwiegereltern und Eltern von meinem Verhalten halten. Ich sage klipp und klar was Sache ist und wenn irgendwer beleidigt ist,dann kann er das gerne sein,aber nicht in meiner Wohnung :)… ich kann euch nur raten euch nicht alles gefallen zu lassen. Tipps nur von Fachleuten anzunehmen und mehr auf die eigenen Bedürfnisse einzugehen. Kind UND Mutter sind wichtig! Was ich wohl sagen muss,mein Mann stand bis jetzt immer hinter Mir und hat mir in jeglicher Hinsicht den Rücken gestärkt… 😉

Antworten
Lisa 23. Oktober 2016 - 01:55

Der Beitrag ist mehr als wichtig und sollte vor allem von Angehörigen beherzigt werden. Ich hatte meinen persönlichen Wochenbettterror. Diesen Horror habe ich mir bis heute noch nicht heruntergerichtet, wie man bei uns in Österreich so schön sagt. Ich fürchte mich wirklich vor dem nächsten. Absolut KEINER hat meine Wünsche wahrgenommene und wenn ich heute diverse Siatuationen anspreche, bezeichnen mich alle als Sensibelchen. Das macht mich traurig und aggressiv.

Angefangen mit dem Besuch der Schwägerin und zahnenden, fremdelnden Zwillingen am Tag des Nachhausekommens, 11 Stunden Schwiegerelternterror, wo ich für Mittagessen, Kaffee und Kuchen und Abendessen sorgen musste und meine Eltern, die in meiner Wohnung ihren Putzwahn fröhnten und glaubten zu helfen. Jeder, absolut jeder riss mir mein Baby aus der Hand. Ich soll mich nicht so anstellen …
Schade, dass meine Anliegen nicht gehört wurden. Wenn ich an diese Zeit zurückdenke, weiß ich nicht, ob ich mehr Kinder haben möchte, da es der blanke HORROR mit TERROR war. Schade, denn die Geburt war wunderschön und jetzt gehts uns auch sehr gut!
DANKE, für diesen Artikel. Er spricht mir aus der Seele.

Antworten
Anonyme Frau 7. November 2016 - 13:47

Ich kann deine Enttäuschung sehr gut nachfühlen, denn ich habe das Wochenbett benso als Terror erlebt. Bei mir hat es dazu geführt, dass ich mich gegen ein Geschwisterkind entschieden habe. Eine Basis auf Augenhöhe gab es nicht – ich war Luft, meine Wünsche und Äußerungen ebenso. Es wurde sich immer mehr raus genommen z.B. mir und meinem Mann der Rücken zugewandt und ein NEIN entgegenet, als wir unser Kind zurück haben wollten. Was das für Ängste erzeugt kann man mit Worten nicht beschreiben, seitdem halte ich mich mit meinem Kind fern. Ich werde das niemals vergessen.
Ich wünsche dir viel Kraft deine negativen Eindrücke zu verarbeiten, nimm dir die Zeit die du brauchst und lass dich von niemanden unter Druck setzen, du weisst selbst was für dich und deine Kinder am besten ist.

Antworten
Anonyme-Frau 22. Oktober 2016 - 12:59

Diese Zeit ist für mich absolut negativ behaftet und hat mich geprägt (väterlicherseits). Im Rücken hatte ich nur meine Hebamme. So stellt man sich das frischgebacke Familienleben wirklich nicht vor… alleine dazustehen und die Dumme zu sein.
Leider ist es so, dass man psychisch/emotional nicht darauf vorbereitet wird, wie viel Konfliktpotential ein Enkelkind mit sich bringen kann und wenn der Mann sich nicht ins Boot der Neu-Familie begeben will, sieht die Zukunft recht schwarz aus.
Auch wenn der Artikel schon 3 Jahre alt ist…geändert hat sich scheinbar nichts im Wochenbett.

Antworten
Stephi 25. November 2017 - 09:38

war bei mir auch so. krise mit familie des mannes und er stellte sich auf ihre seite. ich hatte wochenbettdepression und wurde als überempfindlich abgestempelt. wir haben uns 3 monate nach der geburt getrennt.

Antworten
katrin 17. Juli 2016 - 23:42

Sehr guter Artikel:)
Und ja, mann muss direkt ab Geburt lernen, sich für die Bedürfnisse des Kindes einzusetzen u auf sich zu achten, plus seine Vorstellungen vor Familie u Freunde selbstbewusst durchzusetzen. Ein Baby muss in den ersten Tagen so viel kennenlernen, dazu gehört beispielsweise nicht die Bandbreite von Douglas. Bei unserem ersten Sohn konnte es keiner verstehen, warum wir es (besonders) in den ersten Wochen nicht wollten, das unser Baby nach Parfüm anderer roch. Wenn das Baby sich mit Schreien u Rekeln äußerte, wollte es eben nicht auf dem Arm des Besuches sein… so viele Situationen, in denen wir reagiert haben u der Besuch sich auf den Schlips getreten fühlte- nicht unser Problem!
Seid stark werdende Muttis, Besuch kann so egoistisch u grenzüberschreitend sein, schützt Euer Kind u achtet auf euer Bauchgefühl! Und ladet die ein, die Euch gut tun u mit leckerem Essen versorgen!!!

Antworten
Missy12 17. Juli 2016 - 11:52

Wieder mal passend veröffentlicht, da ich mich im Wochenbett befinde und auch beim zweiten Mal erstmal an meine Mutter gerate! Nein zu sagen fällt so schwer, erst recht, wenn so viele das süße Baby sehen wollen und ja, Strampler und Schokolade mitbringen. Wir haben so viele Strampler, ich könnte eine Wochenbettstation versorgen und ich wünschte, einer würde mal mit Kartoffelsuppe statt Schokolade ankommen…

Antworten
D. 16. Juli 2016 - 18:33

DANKE!!! Das ist so wahr, nur leider erwähnen es die wenigsten. Diese Zeit ist so wichtig und bringt einem keiner mehr wieder…Leider…Und es ist eine Zeit wo sich selbst die Leute wo man zu kennen dachte sich mal ganz schnell zum Hassobjekt wandeln können.

Antworten
Pedi 14. September 2019 - 18:53

Oh Mann du sprichst mir total aus der Seele… jedes einzelne Wort ist so wahr!! Ein Jahr später versuche ich immernoch das Wochenbettdrama zu verarbeiten… man ist tatsächlich traumatisiert.

Antworten
Kitty 25. Januar 2016 - 18:41

Ja sehr schön geschrieben und so war, doch leider für mich zu spät!!!
Nach der Geburt meines Sohnes wollte ich in Ruhe ins Wochenbett starten….nix da meine Schwiegereltern hatten da andere Vorstellungen…
Ich war verängstigt,kaputt,kraftlos und wollte meine ruhe, wollte mit meiner kleinen Familie ankommen.
Wir wurden aus dem Krankenhaus abgeholt und schon gings los…Schon der erste Besuch im Krankenhaus war reiner Stress für mich…Das rumgeschlepp und rumgetasch an dem kleinen Wesen obwohl er so friedlich geschlafen hat… Hatte mir da eigentlich schon gereicht…
Auf jedenfall ging es nach dem Krankenhaus nicht nach hause, sondern zu anderen Verwandten die glotzen wollten… Ich war genervt…Hatte Angst…Alles war neu… Und jeder hat sich eingemischt…
Und jedes mal Vorwürfe und dumme Fragen….Ich hatte arge Still Probleme und mit 6 Wochen nach der Geburt ging dann nix mehr…Ich war am Boden, schlechtes Gewissen hatte ich auch noch…Denn es ist meine Schuld… Ich hätte nein sagen sollen…Doch die Angst das es dann Zank geben würde war auch da…..War mir von Anfang an zu viel….ständig sollten wir irgendwo hin kommen….
Wenn unangekündigt Besuch kommt…bekomme ich Schweisausbrüche…. Weil jeder ungefragt an dem Kind grabscht….Es einfach nimmt….Und was ich am meisten hasse….Das diese Menschen mein Baby schreien lassen und wenn alles zu spät ist….Sagen Sie geh mal zu deiner Mama….So ein Mamakind. ….Und ich sitze dann da mit einem schreienden Baby…Und laufe Nächtelang auf und ab….
Ich versteh einfach nicht warum niemand Rücksicht nimmt….Warum verstehen es manche nicht…egal wie süß und knuffig so ein Baby ist, ist es kein Spielzeug, sondern ein Lebewesen was Liebe,Fürsorge, Sicherheit und nur seine Eltern braucht….
Der beste der mir da nur einfällt :… SchwiegerEltern sind wie das erste Zahnen beim Baby, kommen einfach ohne zu fragen….bringen Kummer, Schmerz und Leid…. Aber alles wieder gut, wenn sie erstmal draußen sind….
Ich hoffe ich bin nicht die einzige….Der es so geht!!!!

Antworten
Susi 16. Juli 2016 - 14:41

Hallo Kitty, ich kann dich da komplet verstehen… Bei mir war der artikel auch zu spät und es ist eher so abgelaufen wie bei dir und man will ja nicht die nervende Neumami sein… Ich würde jetzt auch vieles anders machen und NEIN SAGEN
Glg Susi

Antworten
Nadine 22. Oktober 2016 - 15:07

Es ist so wichtig, nein sagen zu lernen. Zum eigenen Schutz und zu dem deiner Kinder. Beim zweiten ist mir das schon viel leichter gefallen.

Antworten
Stefanie 15. August 2015 - 13:22

😀 Ich musste lachen, weil ich im letzten halben Jahr drei Schwiegermüttermilchstaue hatte. Alle außerhalb der Wochenbettzeit, weil wir die zu viert genossen haben und den Besuch nach später verlegt haben. Inzwischen stelle ich mich darauf ein noch Quark zu kaufen, wenn meine Schwiegermutter das Haus verlassen hat. Und erst mal ein paar Tage ruhiges Programm.

Antworten
nochnichtmama 30. April 2015 - 08:03

Vorab erstmal DANKE für den tollen Artikel!
Bin in der 37. Woche schwanger und mir grauts schon seit Monaten vor der Woche die meine Schwiegermutter hier verbringen wird in der Zeit nach der Geburt. Leider wohnen beide Familien so weit weg dass meine Eltern 2 Wochen an der Geburt kommen und die Schwiegermutter danach. Würde den Artikel am liebsten übersetzen damit sie dann auch bescheid weiß wie sie sich zu verhalten hat. Sie war mit ihren „Ratschlägen“ schon oft taktlos und ich hab Angst dass mich die Woche total stresst; weiß allerdings auch nicht wie ich meinem Mann klar machen kann dass sie mir manchmal zu viel ist. Es ist das erste Enkelkind auf beiden Seiten und ich weiß wie sehr sich alle freuen, hab aber jetzt schon das Gefühl dass das baby und ich bei der ganzen Freude zu kurz kommen werden.

Antworten
Christian 30. April 2015 - 09:05

Hallo, vielleicht kannst du den werdenden Großeltern mal diesen Text hier. Hat tatsächlich schon einigen geholfen. Und auch Großeltern müssen ja erst lernen, ihre Rolle einzunehmen. Von guten Großeltern

Antworten
Tomi 29. April 2015 - 20:31

Da steckt sehr viel Wahres drin – ich würde aber ein bißchen differenzieren, ob es das erste Kind ist oder weitere. Bei der Tochter haben wir uns damals auch eingeigelt, bzw. den Besuch gerne noch im Krhs kommen lassen: da ist klar, dass die Mama weder Kuchen backt, noch das man länger als ein Stündchen bleibt… zu Hause durfte dann die ersten 2-3 Tage erstmal garkeiner kommen und dann nur in „kleinen Dosen“.
Beim zweitgeborenen Söhnchen war 3 Wochen lang immer jemand von der Familie als „Hauselfe“ da und das war ganz,ganz toll!Ich habe wirklich nur stillend auf dem Sofa gesessen und keinen Finger gerührt ist Sachen Haushalt, Kochen, Einkaufen. Wenn der Kleine während dem Essen mal wieder trinken wollte, wurde ICH parallel gefüttert damit ich auch zum Essen komme… und für die frisch gebackene große Schwester hat die extra Zuwendung ihrer Lieblingsmenschen neben den Eltern sehr gut getan…
Mit den richtigen Helfern an der Seite ist 24/7 Betreuung im Wochenbett grandios!:)

Antworten
Ruvejda 29. April 2015 - 18:49

Ist mir beim ersten auch so gegangen…leider habe ich nur 6 Wochen gestillt! Beim Zweiten war dann alles anders habe mich ganz zurück gezogen mit meinem Baby und 15 Monate gestillt. Das war so wunderbar!

Antworten
Bettie 29. April 2015 - 14:50

Toller Artikel. Wir hatten das Glück, unter anderem auch durch den Rat der Hebammen, sehr dezenten Besuch zu haben, und auch nicht zu oft. Bei einem muss ich Dir aber entschieden widersprechen: Blumen sind immer toll. 🙂 Lieben Gruß, Bettie

Antworten
Katharina K. 29. April 2015 - 11:21

Ein wirklich wichtiger und guter Artikel – hoffentlich lesen ihn auch möglichst viele Verwandte, Bekannte und Freunde, damit die Eltern gar nicht erst in die Verlegenheit kommen müssen, nein zu sagen…

Einen Punkt habe ich allerdings anders erlebt: Wir haben inzwischen drei Kinder und beim zweiten und dritten wurde deutlich weniger Rücksicht genommen, da wurde irgendwie viel mehr erwartet, dass alles sofort wieder in gewohnten Bahnen läuft, da man ja schon „Übung hat“. Dass die Geburt und das Anstillen ja schon körperlich eine Herausforderung sind (und das auch bei jedem weiteren Kind wieder so ist), wurde da gerne mal „vergessen“. Ein Beispiel: Mich haben die neugierigen Nachbarn bei Nummer drei schon am Auto (!) „empfangen“, als ich keine 24h nach der Geburt heim kam, dabei wollte ich nix wie nach Hause, im eigenen Bad in Ruhe duschen und ausruhen. Klar freut man sich über Anteilnahme und wenn andere sich mitfreuen, aber das war dann doch etwas viel des Guten!

Antworten
Mama die Zweite 29. April 2015 - 10:43

Danke! Ich erwarte gerade das Zweite und bin kurz vor der Entbindung. Beim ersten ist das Wochenbett ganz schön schief gelaufen und als ich endlich zu mir gefunden habe und meine Wünsche fast schon rausgeschrien hatte, lief der Kessel schon über und ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich meine Bedürfnisse durchgesetzt hatte.

Diesmal soll es besser – anders – laufen! Dein Artikel bestärkt mich sehr und ich weiß nun – ich bin nicht allein!

Antworten
Stillprobleme: Milchstau - hebammenblog.de 13. April 2015 - 10:39

[…] (mit dem Partner, der Schwiegermutter, […]

Antworten
Abstillgrund: Personalmangel? 16. Januar 2014 - 08:46

[…] zwar vor, während und nach der Geburt. Dann läuft so vieles einfacher und das Wochenbett kann als Babyflitterwochen genossen werden und nicht als eine Spirale aus Stillversuchen, Abpumpen, Zufüttern und der daraus […]

Antworten
Miriam 18. Oktober 2013 - 12:37

Der Beitrag ist so toll geschrieben und sooooooo WICHTIG!!!!!
Meine Hebamme sagte mal, „es heißt nicht umsonst WochenBETT!!! Weil Mutter und Kind da eigentlich ins Bett/ auf die COuch gehören und weder Haushalt noch Besuche noch sonst etwas zu erledigen hat. Sie hat 9 Monate lang einen Menschen in sich wachsen lassen und eine Geburt geschafft, das müssen Körper und Psyche alles erst mal wieder auf Normalmaß zurück bringen und das mit einem Säugling, der rund um die Uhr Bedürfnisse hat, die nur von den Eltern befriedigt werden können. Das ist eine Zeit, in der man sich in diese Rolle hineinfühlen und leben muss.
Mein Wochenbett war sehr bescheiden verlaufen. Bzw. es ist zweigeteilt verlaufen, meine Freunde und Familie waren sehr rücksichtsvoll, während die Familie meines Mannes fürchterlich rücksichtslos war (größtenteils zumindest).
Meine Mutter hat 8 jüngere Geschwister und da unsere Familie sehr kinderfreundlich ist, wusste ich genau, wie doll es all meinen lieben Tanten und Onkels unter den Nägeln gebrannt hätte, mich im Krankenhaus zu besuchen. Aber KEINE hat mich im KH besucht, weil sie alle wussten, dass man da am liebsten seine Ruhe hat und diese auch bräuchte, aber dass es dennoch genug Leute gibt, die einen dann dort überfallen.
Einzig meine liebe Omi, die zum ersten Mal Uromi wurde, hat meine Mama gefragt, ob sie kurz kommen dürfte und das durfte sie auch. Es ist ja auch eine Sache des „Wie“ meine Omi ist nicht hektisch und brachte Ruhe und Besonnenheit und Liebe mit und wollte ihren Urenkel nur mal sehen und streicheln, hätte nie darum gebeten, ihn in den Arm zu bekommen und ich hab ihn ihr so gerne gegeben und das Bild war so traumhaft schön, dass ich es unbedingt festhalten musste.
Die Familie meines Mannes sah das leider anders, mein Sohn kam morgens um 7.18 Uhr zu Welt und mittags standen seine beiden Geschwister mit Kind und Kegel, sowie meine Schwiegereltern auf der Matte (man bedenke, meine Schwiegermutti ist selbst Hebamme, aber mit einer veralteteten unpassenden Einstellung zu so vielen Themen).
Da meine Schwiegermutter selber Hebamme ist und alles, wirklich alles besser wusste als meine Hebamme (meine Mutter) hat sie mich regelrecht irre gemacht die erste Zeit mit dem Baby, immer über meinen Mann gute Ratschläge er teilt, wie „hat das arme Kind keine Decke“ weil er im Schlafsack im Bettchen lag und nicht mit dicker Decke und Wärmflasche im Bett war über „er hat ja EISkalte Händchen“ (ach nee, haben Säuglinge im ersten Lebensjahr immer, egal wie warm sie haben, weil die Durchblutung es einfach noch nicht schafft, Füße und Hände zu wärmen). Dann kam sie täglich vorbei und hat dann stundenlang einfach nur genervt und mir beim Stillen direkt auf die Brust geglotzt und zum guten Schluss hatte ich von meinem Mann so wenig Unterstützung, dass ich aus der Summe von allem nach der ersten Woche Zuhause kaum noch Milch.
Im KH hatte das Stillen so gut angefangen, nach anfänglichem Abnehmen, hatte Marius bei Entlassung fast wieder sein Geburtsgewicht erreicht.

Antworten
Julia von Mama, Couch & Coach 4. Juli 2013 - 14:23

Ein ganz toller Beitrag, habe ihn gleich mal in meinem Post zum Thema verlinkt!
Hier mal das Wochenbett aus Mama-Sicht: „Wie man das Wochenbett überlebt“

http://mamacouchcoach.blogspot.de/2013/04/wie-man-das-wochenbett-uberlebt.html

Ich finde, es wird viel zu selten ehrlich über das Thema gesprochen…

Ganz liebe Grüße
Julia

Antworten
Helga 23. Juni 2013 - 14:27

Ja, das kenne ich, und aus der ersten Wochenbetterfahrung heraus habe ich die zweite dann entsprechend geändert: die ersten zwei Wochen gab es nur jeden zweiten Tag für ein bis zwei Stunden eine Besuchserlaubnis, die Schwiegereltern haben wir nach einer Woche besucht (dann konnten wir auch gleich wieder gehen, als wir genug hatten), und meine Eltern sind erst nach 14 Tagen zu Besuch gekommen (von weiter weg) und haben auch nicht bei uns gewohnt.
Diese Ruhe und dieser Rhythmus hat uns geholfen, mit dem zweiten Kind ein „weint am abend so ein bis zwei Stunden seine Anspannung raus, und dann ist gut“ hinzukriegen, während das erste diese Chance nicht hatte und zu einem Schreibaby mutierte (nach der ersten Lebenswoche von 4 Uhr nachmittags bis 4 Uhr morgens permanent geweint, unvergesslicher Horror). Diese Informationen sollten eigentlich über die Hebammen an alle werdenden Eltern, dass das Wochenbett eine geschützte Zeit sein kann, wenn man sich das entsprechend gestaltet.
Manchmal ist es schwer, genau dann sich den familiären Erwartungen zu widersetzen, aber wann, wenn nicht dann?! Und die jeweiligen Schwiegereltern können ja von den Schwiegersöhnen und -töchtern angesprochen werden, dann braucht nicht das Kind sich die Auseinandersetzung anzutun, wenn eine drohen könnte. Man kann nur gewinnen, wenn man das klärt 🙂

Antworten
Christina 18. Juni 2013 - 21:52

Oh ja, kommt mir bekannt vor… ;o) Aber über den ein oder anderen Strauß Blumen hätte ich mich doch gefreut!

Antworten
Sasila 18. Juni 2013 - 14:06

Ich hoffe, dass ganz viele zukünftige Wöchnerinnen sich an diesen toll geschriebenen Beitrag halten.

Mir erging es leider so, dass die liebe Familie uns nach der Geburt ständig besuchen wollte (ohne Kuchen natürlich in der Hand, der musste von uns besorgt werden) oder wir mussten antanzen und uns dann noch anhören, warum wir da und dort noch nicht waren (oder das neue von Ihnen geschenkte Outfit der Kleinen nicht angezogen haben). Anmerkung dazu: Das Kind war gerade mal drei Wochen auf der Welt.

Ja, und entrissen wurde das Kind dann auch noch. Obwohl im Vorfeld so oft erklärt wurde, dass wir das nicht wollen.

Wozu führte all das? Dass ich weinend und wütend gar niemanden mehr sehen wollte und wir endlich nach 2 Monaten den Kontakt auf das Nötigste beschränkt haben. Und es wurde akzeptiert.
Trotzdem ärgere ich mich noch jetzt, Wochen später, warum wir uns so behandeln ließen.

Liebe Grüße!

Antworten
Sofia Vavlas 18. Juni 2013 - 13:11

So schön geschrieben, dass man das ausgedruckt vor der Geburt in seinem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis in die Hand drücken sollte, damit jeder mal nachlesen kann, wie es sein soll. Leider ist ja in den letzten Jahren eher ein gegenteiliger Trend zu vernehmen. Dank Politikerinnen, die ein paar Tage nach der Geburt wieder zur Arbeit eilen, Models, die über den Laufsteg staksen und diversen anderen „Promis“, von denen man den Eindruck hat, sie wären direkt nach der Geburt aufgestanden, hätten sich die Haare machen lassen und sich direkt wieder in den Privatjet gesetzt, meinen viele Mütter, sie müssten kurz nach der Geburt Parties besuchen oder ihren Alltag wieder aufnehmen, als wäre nichts gewesen. Mit stolz geschwellter Brust wird das dann alles erzählt. Ich denk dann immer mit Freuden an mein „Wochenbett“ zurück, in dem ich mit meiner Tochter schlief und kuschelte, während „draußen“ für uns gekocht, eingekauft und der Haushalt erledigt wurde. Eine der schönsten Zeiten meines gesamten Lebens.

Antworten
junge Mama 18. Juni 2013 - 12:28

Aus meinem Herzen geschrieben! Toll!
Und gerade heute bin ich nach 3 Tagen Umzug mit einem Milchstau aufgewacht (auch nach 11 Monaten stillen hat Stress bei mir diese Wirkung und deshalb wird heute nur die Sonne genossen!).
Auch wir hatten letztes Jahr den obligatorischen Besucherandrang, das Gefühl, nicht „nein“ sagen zu können, mein Mann wollte gleich in die Stadt rennen und Baby vorführen, während ich nach unverarbeiteter Sectio noch kaum laufen konnte…Aber woher weiß man beim ersten Kind schon, was richtig ist? Beim nächsten Mal weiß ich es: mein Gefühl! Aber aus dieser unschönen Zeit haben sich ein paar Freundinnen was abgeschaut und einen „Babymoon“ eingelegt. Und trotz manchem Unverständnis nicht bereut! 🙂

Antworten

Kommentieren