Stillzwang? Abstillzwang! Was denn nun?

von Anja

Der Babysohn ist nun mittlerweile 15 Monate alt. Wir stillen immer noch. Als „noch“ empfinde ich es eigentlich nicht. Schließlich bezieht er doch noch immer einen Großteil seiner Nahrung aus Muttermilch. Die WHO empfiehlt eine Stillzeit von zwei Jahren oder darüber hinaus – wenn Mutter und Kind es wünschen. Aber trotzdem merke ich wieder, dass man doch öfter mal irritiert oder neugierig oder vielleicht auch empört angeschaut wird.

Dabei werden hier in Berlin viele Kinder länger gestillt als die durchschnittliche Stilldauer von 6,9 Monaten in Deutschland. Aber selbst mein geschätzter Kinderarzt teilte mir bei der U6 mit, dass ich ja nun nicht mehr stillen brauche. WHO-Empfehlungen gelten ja schließlich nicht für Industrieländer, war seine persönliche Idee. Der Babysohn, der damals knappe elf Monate alt war, wäre wohl recht empört gewesen, wenn ich dieser Empfehlung nachgekommen wäre.

Etwas anderes ist es, wenn das Abstillen von der Mutter gewünscht wird, was in unserem Fall aber nicht zutrifft. In dem Buch Stillen ohne Zwang von Sybille Lüpold ist mir in einem Kapitel der Begriff „Abstillzwang“ begegnet. Und ich kann vieles von dem dazu Geschriebenen nur bestätigen.

„Bei der Diskussion um den Stillzwang wird oft etwas Wichtiges vergessen: Während sich manche Mütter nach der Geburt ihres Kindes gedrängt fühlen, es zu stillen und dies als unangenehm empfinden, erleben stillende Mütter (zumindest im westlichen Kulturkreis) ein halbes Jahr später ein anderes Phänomen: Sie fühlen sich zunehmend unwohl, wenn sie ihr Kind an die Brust nehmen, und sie werden auf direkte oder subtile Weise zum Abstillen gedrängt.“

Stillen ohne Zwang, Sybille Lüpold

Mütter, die ihrem Kind sehr früh die Flasche geben, weil sie nicht stillen möchten oder können, erleben wohl ähnliches wie die Mutter, die über die „üblichen“ 6,9 Monate hinaus stillt. Irgendwie geben einem andere durch irritierte Blicke oder kritische Kommentare das Gefühl, etwas „falsch“ zu machen. Dabei fühlen sich wahrscheinlich die Mütter, die sich klar von Anfang an gegen das Stillen entscheiden haben, nicht so unwohl wie diejenigen, die unfreiwillig abgestillt haben.

Alle Mütter wollen das Beste für ihr Kind

Denn Frauen, die direkt nach der Geburt nicht stillen möchten, sind eine kleine Gruppe. Diese Frauen erlebe ich in der Regel im Einklang mit ihrem Baby und ihrer Entscheidung gegen das Stillen. Studien belegen, dass über 90 Prozent der Mütter initial nach der Geburt zu stillen beginnen. Doch schon nach wenigen Wochen stillen viele nicht mehr ausschließlich oder haben bereits ganz abgestillt.

Die dafür angegebenen Gründe sind vor allem das subjektive Gefühl, nicht mehr genug Milch zu haben, Brustprobleme oder wunde Mamillen. All dies sind klassische Situationen, in denen eine entsprechend versierte Hebamme oder eine Stillberaterin in der Regel schnell helfen kann. Diese Frauen haben oft keine Unterstützung erhalten, denn die Zufütter- oder Abstillempfehlung wird den Studien zufolge meist selbst getroffen und nicht von Fachpersonal angeraten. Der Anteil von Frauen, die aus körperlichen Gründen tatsächlich nicht stillen können, ist mit etwa zwei Prozent sehr klein.

Frauen, die sich also nicht aus freien Stücken, sondern aus einer problematischen oder schmerzhaften Situation heraus für das Abstillen entscheiden, sind verständlicherweise traurig. Sie fühlen sich vielleicht auch durch jeden Artikel verletzt, der die Vorzüge der Muttermilch erwähnt. Denn alle Mütter wollen das Beste für ihr Kind. Und auch wenn es keine Schuld der Mutter ist, dass sie vielleicht keine rechtzeitige Information oder Hilfe erhalten hat, haben viele Mütter schnell doch entsprechende Schuldgefühle. Das betrifft nicht nur das Thema Stillen…

Stillzwang nicht wirklich vorhanden

Wenn man sich also die durchschnittliche Stilldauer in Deutschland anschaut, ist der viel zitierte „Stillzwang“ scheinbar nicht wirklich vorhanden. Die fehlende Unterstützung scheint das viel größere Problem zu sein. Da mit zwölf Monaten bereits 92 Prozent der Kinder abgestillt sind, betrifft das Thema Abstillzwang momentan nur eine kleine Gruppe. Aber ich erlebe es auch in den Stillgruppen permanent, dass Frauen auf Kritik stoßen, wenn sie länger stillen.

Es sind seltener andere Mütter, sondern Familie, Freunde oder auch medizinisches Fachpersonal, die die längere Stillzeit in Frage stellen. Auch ganz fremde Leute mischen sich gerne mal in die Stillentscheidung ein. Wenn stillende Mütter sich über Schlafmangel oder Erschöpfung beklagen, wird dies fast immer in Zusammenhang gebracht. Dabei weiß doch jede Mutter und jeder Vater, dass die ersten Monate und Jahre mit Babys und Kleinkindern anstrengend und oft schlaflos sind. Ganz egal, ob gestillt oder Ersatznahrung gefüttert wird. Aber „Stillen ist an allem Schuld“ wird halt schnell daher gesagt.

„Wenn Mütter jedoch länger als sechs oder zwölf Monate stillen, werden sie mit einem anderen, unbedingt überdenkenswerten gesellschaftlichen Zwang konfrontiert: dem Abstillzwang. Es scheint paradox zu sein; zuerst fühlen sich manche Mütter zum Stillen gezwungen, Monate später werden sie davon abgehalten!…“

Stillen ohne Zwang, Sybille Lüpold

Und wieder muss man als Mutter zu der Erkenntnis kommen, dass man es wohl nie „richtig“ machen kann. Man stillt zu kurz oder zu lang… so richtig zufriedenstellend ist das wohl nie! Oder halt… hat mal jemand die Kinder gefragt?

Kein Anlass für Schuldgefühle

Die fühlen sich wohl, wenn sie von ihrer Mutter gerne und lange gestillt werden. Sie fühlen sich genauso wohl, wenn eine Mutter ihre eigene Abstillentscheidung trifft, bevor es das Kind von sich aus tun würde (was in der Regel nicht im ersten Lebensjahr der Fall ist). Sie sind vielleicht auch ein bisschen traurig, wenn es ihrer Mutter nicht gut geht, weil sie unfreiwillig abstillt. Aber sie sehen garantiert keinen Anlass für Schuldgefühle. Die Liebe zwischen Mutter und Kind bemisst sich ganz sicher nicht an der produzierten Muttermilchmenge.

Als Hebamme darf ich ganz lange oder auch ganz kurze Stillzeiten begleiten, aber vor allem Mütter und Kinder auf ihrem ganz persönlichen Weg, für den es nun mal keine einheitliche Empfehlung gibt. Ich wünsche mir aber, dass alle Mütter die Hilfe und Unterstützung bekommen, um ihre ganz eigene persönliche Entscheidung dazu treffen zu können.

Genauso wie keine Frau mit Unbehagen stillen soll, soll keine Mutter aus Schmerzen, Sorge ums Kind oder ganz falschen Empfehlungen heraus (zu früh) abstillen müssen. Die Mutter, die ihrem drei Monate altem Baby liebevoll das Fläschen füttert, soll sich genau wohl, kompetent und normal fühlen, wie die Mutter, die ihr zweijähriges Kind stillt. Denn fühlen sich die Mütter wohl, geht es auch ihren Kindern gut. Und das ist doch das Wichtigste am Ende…

38 Kommentare

Larissa 27. August 2016 - 16:17

Fehlende Unterstützung – das kenne ich nur zu gut! Schon in der Klinik wurde uns lieber Fläschchen gegeben, anstatt ordentlich beim Stillen zu helfen. Meine Hebamme hat es dann nicht besser gemacht. Sie hätte mich fast dazu genötigt, entweder praktisch ununterbrochen zu stillen oder zuzufüttern – bei einem völlig gesunden, wohl genährten Kind! Zum Glück habe ich mir anderweitig Unterstützung geholt und alles war gut. Mein Kind ist jetzt etwas über ein Jahr und ich stille noch, weil es nie einen Grund gegeben hat, damit aufzuhören. Also, warum sollte ich? Ich muss aber zugeben, dass ich nicht mehr tagsüber/öffentlich stillen wollen würde, dafür fühle ich uns schon “zu groß”. Wir haben schon recht früh fast völlig auf richtige Ernährung umgestellt, weil ich es körperlich einfach nicht mehr geschafft habe und mein Kind gut gegessen hat. Alle sind glücklich, also warum sollte sich da jemand einmischen?
(Mich interessiert aber tatsächlich, wie Frauen es schaffen, ihr Kind lange überwiegend zu stillen. Ich war nicht mal ansatzweise in der Lage, genug zu essen, dass wir beide genug Kalorien abbekommen hätten – und das schon als sein Bedarf noch überschaubar war.)

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Stefanie 26. August 2016 - 11:11

Ich fühle mich immernoch als Versagerin, da mein Sohn nach 7,5 Monaten nicht mehr wollte. Bzw. beim Versuch ihn anzulegen jedes zweite mal fürchterlich anfing zu brüllen. Und ja, ich hatte eine Hebamme sowie eine Stillberaterin. Ich beneide alle für die Stillen etwas Schönes und Inniges ist. Aber nicht immer ist Stillen einfach. Meine Stillberaterin meinte, Angebot znd Nachfrage passen nun mal nicht immer zusammen. Ich war froh von diesem Druck befreit zu werden, dass ich etwas falsch mache gleichzeitig schaue ich immer neidisch auf noch stillende Mamas. Es wäre schön bei diesen vielen Stillbeiträgen auch mal auf die Nicht bzw nichtmehr Stillendem einzugehen!

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Silvia Meier 3. Februar 2015 - 14:51

Das mit dem Abstillzwang kenne ich auchvon meiner Grossen damals. Ich hab aber nur “ja ja” und trotzdem weitergestillt. So etwa um ihren 4. Geburtstag herum hat sie dann von selbst nichts mehr gewollt. Das lange Stillen hat weder ihr noch mir geschadet.
Beim Sohn habe ich mit 18 Monaten abgestillt, weil er mich total wundgebissen hat. Er hat herzhaft zugebissen und sich nen Spass draus gemacht. Da war dann eindeutig Schluss, obwohl ich noch Sehr vi,el Milch hatte. Das abrupte Abstillen war unglaublich schmerzhaft für mich, aber notwendig, da der junge Mann mir sonst wohl die Brustwarzen irgendwann abgebissen hätte. Und die wurden ja noch gebraucht 🙂 Unsere Kleinste ist jetzt fast 10 Monate alt und wir werden auch wieder solange wie möglich stillen. “Richtiges Essen” bekommt sie, wenn sie es haben möchte. Sie zeigt Interesse, dann biete ich es ihr an, und wenn es ihr schmeckt, dann bekommt sie mehr. Aber aufs Stillen verzichten möchten weder sie noch ich. Wie eine andere SChreiberin schon bemerkt hat: wie aufwändig muss es doch sein, erstmal alles vorbereiten zu müssen und dann das mittlerweile aufgeregte Kind wieder zu beruhigen.
Besonders in der Nacht oder unterwegs gibt es nichts Bequemeres als Stillen. Man hat immer alles dabei, muss nichts sterilisieren, braucht keinen Platz für den ganzen Flaschenkram etc pp.
….vielleicht bin ich auch einfach nur zu faul für Fläschchennahrung 😛

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Christin 26. Oktober 2014 - 22:49

Einige sagen hier stileln und Arbeit geht nicht wieso? Ich bin von anfang an alleinerziehend, bin direkt nach 1 Jahr Elternzeit wieder Vollzeit arbeiten gegangen und stille meinen 17 Monate alten Sohn immer noch abends, nachts und morgens
In der Kita isst und trinkt er ganz normal. Er unterscheidet schon wer die gute mamamilch gibt und wer nicht.
Hab da auch nicht groß drüber nachgedacht ich habs einfach gemacht, ein Weg findet sich

Und was juckt mich was andere Leute sagen? Ich bin Kinderkrankenschwester und von Berufswegen eher negativ auf das Thema stillen programmiert worden.
Trotzdem wurde ich völlig ungeplant zur Langzeitstillerin, weil ich es so immer am einfachsten und schönsten fand und da wurde mir auch nur ganz selten reingeredet.
Mein Kind ist gesund und sehr offen für alles.
ich höre auf mein Gefühl und meinen Instinkt und nicht auf andere Leute.
Sollten viel mehr Leute tun und das hat nichts damit zu tun ob man schon 1 oder 2 oder mehr Kinder hat

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Ulrike 6. Januar 2014 - 08:38

Niemand wird am Ende der Elternzeit noch Stillabstaende von 2-4 Stunden haben also allen Langzeitstillerinnen zu unterstellen ihnen ginge es wohl zu gut geht an der Lebensrealitaet völlig vorbei. Die meisten Stillen zu diesem Zeitpunkt gerade noch abends, nachts und morgens. Und wer früher wieder einsteigen muss oder möchte hat ein Anrecht auf Stillpausen vom Gesetzgeber in denen dann entweder gestillt oder gepumpt werden kann. Eine Kollegin (Krankenschwester) von mir hat auf diese Weise schon vor 10 Jahren direkt nach dem Mutterschutz wieder Vollzeit gearbeitet- ohne abzustillen.

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suai 5. Januar 2014 - 21:41

Zum Thema Arbeit & Stillen: ich habe meine Tochter trotz Arbeit noch weitergestillt (bis sie 18 Monate alt war) bloß dann hält nur noch abends (nachts? Morgens? Weiss ich nicht mehr 🙂 war super )
zum Thema Medikamente & stillen: kann man auf der Internetpräsenz von embryotox.de nachsehen (da war So ein Kommentar bezüglich einer Hausärztin die ein Medikament nicht rezeptieren wollte)

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Claudia 2. Januar 2014 - 14:56

Hallo, ich stille meinen Sohn jetzt seit 12 Monaten. Zwar nicht mehr voll, da er seit einem halben Jahr Beikost bekommt, aber immer noch sehr viel zwischendurch und besonders nachts. Wir haben eine sehr schöne und innige Stillbeziehung. Alles klappt wunderbar :). Doch berufsbedingt müsste ich jetzt abstillen. Nur weiß ich nicht wie? Er braucht es einfach und es tut ihm so gut. Ich würde ihn das gerne selber entscheiden lassen, aber leider geht es nicht. Wie kann ich ihn zum Abstillen motivieren?

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Milo 31. Dezember 2013 - 22:16

Es ist so lange möglich zu stillen, wie man (Mutter / Kind) möchte unabhängig von der Dauer der “Elternzeit”!

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Jane 30. Dezember 2013 - 22:54

Ich will jetzt hier niemanden angreifen, aber meines Erachtens ist es nur möglich so lange zu stillen, wenn man sich dafür entscheidet zwei Jahre zu hause zu bleiben (und man das nötige Kleingeld dafür hat) oder wenn man keinem Job nachgeht, da der Lebensgefährte genug Geld verdient oder man anderweitig sein Geld bezieht. Denn ich bekomme in einem Jahr gerade mal soviel Elterngeld um meine Nebenkosten zu bestreiten und noch etwas für mich zu haben und könnte es mir nicht leisten ein zweites Jahr zu hause zu bleiben.
Meine Tohter hat mit 41/2 -5 Monaten angefangen Brei zu essen, da sie sich für unser Essen interessiert hat und warum sollte ich ihr das dann verweigern. Selbst wenn ich länger stillen wollen würde, könnte ich es gar nicht, da ich wieder anfange mit arbeiten wenn meine Tochter ein Jahr wird.

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Marla 26. August 2016 - 23:20

Arbeitest Du im Schichtdienst? Dann hättest Du Recht. Aber ansonsten abends, nachts und/oder morgens. Mein Sohn ist 18 Monate hnd ich stille immer noch. Arbeiten gehe ich seit 6 Monaten auch…

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Larissa 27. August 2016 - 16:22

Quark, man kann ja auch stillen und dem Kind normale Nahrung geben. Ich stille schon seit Monaten nur noch nachts, mittlerweile fast nur noch jede zweite oder dritte Nacht. Ob man nachts jetzt stillt oder dem Kind ein Fläschchen macht – da finde ich stillen einfacher.

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Ulrike 29. Dezember 2013 - 18:09

Ein Kommentar hier hat mich stutzig gemacht und zwar der in dem es hieß man könne ein Baby abends mit der Flasche “abfüllen” damit es vom ersten Tag an durchschläft und es dann auch irgendwem in die Hand druecken um Zeit fuer was anderes zu haben. Ich selber Stille zwar aber auch meine Flasche fütternden Freundinnen können dies nicht – es scheint sich also weniger um ein erfolgreiches Konzept als um persoenliches Glueck der Schreiberin zu handeln- welches ihr selbstverständlich gegönnt sei 😉

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Amanda 27. Dezember 2013 - 23:34

Die Mütter die aus körperlichen Gründen tatsächlich nicht stillen können, machen nur 2 Prozent aus!!! Trotzdem hört man soooo oft “ich hatte keine Milch, ich konnte nicht stillen…….” Wenn man sich dazu entscheidet, gar nicht oder nur kurz zu stillen sollte man auch dazu stehen.
Ich musste berufsbedingt nach 18 Monaten abstillen und war immer noch totunglücklich…
Ich habe auch nie negative Meinungen gehört, im Gegenteil!

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Marla 26. August 2016 - 23:23

Es ist halt auch eine Frage der Statistik und der Stichprobe…
Wie hast Du abgestillt? War es für euch beide schlimm?

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Larissa 27. August 2016 - 16:23

Ich glaube nicht, dass diese Frauen das entschieden haben. Die meisten bekommen bei Schwierigkeiten einfach keine Hilfe.

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Cris 1. Dezember 2013 - 10:20

Ich habe meinen Sohn 2 1/2Jahre gestillt und bin selten auch Menschen gestossen die es positiv sahen. Es wurde tendentiäll negativ gesehen: zu starke Mutterbindung, kann nicht loslassen, will das Kind nicht an die normale Ernährung der Gesellschaft gewöhnen….

Viele fingen auch mit der Stilldiskussion an, darauf habe ich eigentlich keine Lust.

Guter Artikel! Viuelen Dank.

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Sabine 16. November 2013 - 13:44

Meine Tochter ist fast 10 Monate alt.
Sie war bei der Geburt sehr zart und hat es einfach nicht geschafft zu stillen. Unser Krankenhaus ist WIRKLICH stillfreundlich und es wurde wirklich alles getan, doch die Kleine schaffte kaum mehr als drei Nuckler und schlief ein, trotz Kitzeln, Ausziehen, Wechselstillen etc.
Am zweiten Tag wurden 5 ml Glukoselösung gebechert (!), weil Maus langsam drohte auszutrocknen. Am dritten Tag bekamen wir Stillhütchen. Wir durften nach Hause und abends hatte ich dann den Milcheinschuss, doch Mausi war schon so schlapp, dass es selbst mit Hütchen nicht mehr klappen wollte. Also habe ich abgepumpt, bekam auf Anhieb 60ml Milch in 10 Minuten, die die Kleine sich mit Flasche bis auf den letzten Tropfen einverleibte und dann erst mal fast 5 Stunden schlief.
Danach klappte das Stillen plötzlich und mit elf Wochen rupfte die Kleine selbst das Hütchen vom Busen und stillt seitdem leidenschaftlich “nackig”.
Ich möchte hier mal das Gegenteil von Abstillzwang berichten: Diese Woche war ich mit der kleinen Dame im Café und irgendwann wurde sie nörgelig und zupfte mir am Shirt (sie zieht dann den Kragen zur Seite und fummelt oder knabbert am Stillverschluss des BH). Ich hab sie auf den Schoss genommen und angelegt, wo sie Minuten später glucksend und schmatzend zu einem Power-Nap wegdöste.
Da sprach mich eine alte Dame an, sie neben mir am Tisch saß: Das sei ja so schön zu sehen, dass junge Mütter heutzutage wieder stillen, sie habe alle ihre elf Kinder (hui!) gestillt und dann beobachtet, wie ihre Enkel mit Flasche gross geworden sind, aber das sei doch nix! Ich mache das schon richtig so und das sehe man ja, da müsse man sich die Kleine doch nur ansehen!
Hach, das hat richtig gut getan! 🙂

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Jana 15. November 2013 - 22:32

Ich schließe mich den positiven Meinugen zu dem Artikel an 🙂 Ich muss sagen, dass ich bisher sehr gute Erfahrungen bzw. kaum negative gemacht habe. Ich bin auch dem Perfektionismus, der mir allerdings von Natur aus eigen ist, erlegen und habe nahezu 6 Monate unter z.T. heftigsten Schmerzen und mit häufigen Milchstaus, gestillt. Ich habe Rat bei meinen beiden Hebammen und bei meiner FÄ gesucht. Keiner wusste Rat, aber niemand hat mir interessanterweise zum Abstillen geraten, es blieb die ganze Zeit meine Entscheidung. Nur hat mir eben auch niemand helfen können. Ich wollte nicht “einfach so” aufgeben, habe abgepumpt, zugefüttert und in Minischritten die Stillmahlzeiten erhöht und das Zufüttern reduziert. Letztlich hat dann der Gang zur Heilpraktikerin die (Er-)Lösung gebracht – kann ich bei hartnäckigen Stillproblemen ergänzend unbedingt empfehlen! Das Resultat war, dass ich beim Vollstillen angelangt war, als andere bereits ans Abstillen gedacht haben. Ich war so glücklich! Nun stille ich seit knapp 7 Monaten völlig schmerzfrei (meine Tochter ist 13 Monate alt). Meine Schwiegermutter hat bisher 2 Mal gefragt, ob ich noch stille und sich gewundert, dass ich noch Milch habe, weil da doch nach 3 oder 4 Monaten gar nichts mehr kommen dürfte. Und besagte Heilpraktikerin, die mir so sehr gehlfen hat, rät mir unerwarteterweise zum Abstillen, da das Stillen nun an meine Substanz gehe (das Gefühl habe ich selbst aber gar nicht). Ansonsten habe ich ein Umfeld, das gar nichts zum Stillen sagt bzw. nichts Skeptisches oder Negatives, denke, da habe ich Glück.

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Madame Mim 15. November 2013 - 19:45

Mein Milcheinschuss kam sehr spät und im Krankenhaus haben sie mich nicht richtig beraten und wollten mich, nachdem auch das Anlegen nicht geklappt hat, zum Fläschchen drängen.
Zuhause hat mir meine Nachsorgehebamme, die auch Stillberaterin ist, mit dem Anlegen helfen können.
Leider kann ich, trotz aller Hilfe, tatsächlich nicht voll stillen. Aber das ist ok. Ich wollte mich da von Anfang an nicht stressen und bin total im Reinen damit, keine “gute Milchkuh” zu sein. Und das Kind auch. 🙂

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ReKuh 15. November 2013 - 08:28

Bei wirklich jedem Thema, wenn es ums Kind geht, hat absolut jeder Gesprächspartner die Wahrheit für sich gepachtet. Aus Stillmüttern werden Ökos, aus Flaschenmüttern Abschiebemütter. Das hleiche Phänomen findet sich beim Tragen, Familienbett, Erziehung, Beikost und und und. Als begeisterte Stillmutter (13Monate), Stillberaterin in Ausbildung, Familienbetterin und Teilzeittragemutter schäme ich mich oft in Grund und Boden, was Gleichgesinnte anders Handelnden gerne vorwerfen. Niemand macht alles richtig. Und niemand macht alles falsch. Aber (fast) alle machen das, was sie für SICH und ihr Kind für richtig halten.
Leben und Leben lassen.

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Jessica 14. November 2013 - 23:30

Danke, Anja für diesen pointierten Text zum Thema – den mussten wir gleich in unserem Blog teilen: pipsandbeck.tumblr.com. Ich folge dir seit kurzem und bin gespannt, auf mehr gute Denkanstöße!

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Rosalie 14. November 2013 - 17:20

Da muss ich aber entschieden widersprechen. Ich hab viele Gleichgesinnte getroffen, die wie ich irgendwann abgestillt haben und/oder Flasche zufüttern, weil sie keinen Bock mehr hatten. Vielleicht ist Frau ja nicht traurig abzustillen, sondern froh, dass ihr nimmer andauernd ein Baby an der Brust hängt.
Ich z.B. fülle das Kind vom ersten Tag an abends mit der Flasche ab und hab vom ersten Tag an mit Kind durchgeschlafen. Das war mir viel wichtiger als voll zu stillen. Und ich kann auch immer, wenn ich mag, das Kind jemandem in die Hand drücken und was mit dem großen Kind unternehmen. Ich würd nie im Leben nur stillen wollen.
Also ich wurde beim ersten Kind sogar richtig angegangen von der Stillberaterin, als ich gefragt hab, wie man denn am besten abstillt. Die Dame hat mich da zum letzten Mal gesehen.

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junge Mama 14. November 2013 - 12:31

Ich denke auch, dass man/frau es nicht richtig machen kann. Zuerst wurde meine Freundin schief angesehen, wenn sie die Flasche raus holte (und sie litt schon so schrecklich, weil das stillen nicht geklappt hat Dank unzureichender Hilfe), ein halbes Jahr später wurde ich dann “ran genommen” mit den Fragen, wie lange ich noch stillen will und ob das Kind nicht langsam mal was richtiges braucht. Jetzt, nach 16 Monaten, fragt keiner mehr. Die meisten haben ihre (leider meist negative)Meinung darüber, aber es ist mein Körper, unser Einschlafritual/Tröster und im Fall meiner Tochter auch noch Nahrung. Ich sage auch niemandem, wie er zu essen/schlafen/laufen hat. Das ist persönlich und sollte es auch bleiben(im Sinne von respektieren, nicht verheimlichen). Das gilt für Stillende wie für Flaschenmamas und auch für alle anderen Bereiche des Elternseins!

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Anna 13. November 2013 - 22:55

Liebe Anja!
Wieder mal ein absolut relevanter und guter Blogeintrag von Dir!
Komme gerade von meinem Geburtsvorbereitungskurs zurück. Heute war das Stillen dran. Alle Frauen wollen es versuchen, haben aber großen Respekt davor, weil sie schon so viele Horror-Stories gehört haben.
Ich denke auch, dass die anfängliche Betreuung massiv wichtig für den weiteren Verlauf der Stillbeziehung ist. Frauen sollten schon in der Schwangerschaft die wichtigsten Informationen zum korrekten Anlegen und der Häufigkeit des Stillens bekommen. Und vor allem darin bestärkt werden sofort kompetente Hilfe anzufordern wenn es weh tut oder das Anlegen nicht klappt.
Im übrigen stille ich unseren 18 Monate alten Sohn noch und bin mittlerweile komplett abgehärtet, was unqualifizierte Kommentare zum Langzeitstillen angeht.
Stillen hilft auch sehr bei der Selbstbewusstseinsbildung!

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Jolanta Lepper 13. November 2013 - 21:02

Liebe Mamis,
…hört doch auf Eure innere Stimme und wenn Du und Dein Kind bereit seid, dann stille ab.
Liebe geht durch den Magen ! 🙂

Lieben Grüsse
Eure Jolanta
Hebamme

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melimama 13. November 2013 - 20:09

Also ich muss Anna Recht geben: Auch ich zähle zu der Minderheit, die ihre drei Kinder nicht stillen konnte – und ich wurde immer von med. Fachpersonal (Sanatorium und Hebamme) dazu angehalten, von Anfang an zuzufüttern, weil das Gewicht meiner Kinder stetig nach unten ging und auch nach 1 Woche statt Zunahme nur Abnahme zu verzeichnen war… Zudem hatte ich furchtbare Schmerzen, geschwollene, rote, Brüste, Entzündungen etc. – obwohl für mich immer klar war, dass ich stillen WILL; es hat einfach nicht geklappt! Vor allem beim ersten Kind war ich tief enttäuscht darüber, Stillen wird immer als selbstverständlich hingestellt – aber das ist es nicht. Ich finde es schön, wenn Mama und Baby sind einig sind, wie lange gestillt wird. Ich denke, dass ist der einzig richtige Weg – egal wie lange das auch sein mag!

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Simone 13. November 2013 - 18:31

ja auch mein kinderarzt meinte nach 6 monate , daß ich unbedingt abstillen müßte …ich habs natürlich nicht getan . nun ist sie schon 3 und wir stillen nun nicht mehr wegen der guten ernährung , aber zum trösten , runterkommen u einschlafen .
und die blicke die ich ernte wenn die leute das mitbekommen , als wenn es die unnatürlichste sache der welt ist ?!
mittlerweile kann ich gut damit umgehen und bin glücklich , dass ich mich nie habe beeinflußen lassen !!!

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Sassa 13. November 2013 - 18:06

In der Kinderarztlogik gilt die Impfempfehlung dann bestimmt auch nicht für Industrieländer.

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Astrid 16. November 2013 - 17:47

Ja, tatsächlich wird z.B. Hepatitis in Industrieländern eher nicht am ersten Lebenstag geimpft.

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Kathleen 13. November 2013 - 14:47

Danke, so ist es!! Ich stille meinen 17 Monate alten Sohn auch noch und ernte vor allem von der Schwiegerfamilie böse Blicke und Kommentare, sogar ein “Was tust Du meinem Sohn (den Vater) und Felix damit nur an, still endlich an!” von der Oma. Unverschämtheit. Seitdem stille ich ganz unverblümt. Die grössten und lautesten Maulhelden sind die die keine Kinder haben oder nie gestillt…!

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Frische Brise 13. November 2013 - 12:51

Kernsatz: “Die Liebe zwischen Mutter und Kind bemisst sich ganz sicher nicht an der produzierten Muttermilchmenge.”

Danke!

Antworten
Katharina Mraz 13. November 2013 - 12:08

Hallo. Ich bin erfreut diesen Artikel gerade jetzt zu lesen. Ich stille gersde meinen 8 Monate alten Sohn ab. Die Große habe ich bis 1 1/2Jahre gedtillt und das sehr genossen. So hatte ich mir beim zweiten das auch vorgenommen. Doch gab es nur Probleme. Von anfänglichen trinkschwierigkeiten über eine Brustentzuendung die 10 wochen ging. Da ich keine Medikamente nehmen durfte. Mittlerweile habe ich das stillen nur noch als Belastung empfunden. Und mir ständig Gedanken darüber gemacht wie ich es wieder positiv angehen könnte.
Nun habe ich mich entschlossen abzustillen. Und mein sohn nimmt gerne die Flasche! Mein schlechtes Gewissen hast du mir nun genommen. Danke also dafür. 🙂

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Fanny 13. November 2013 - 11:48

Ich finde den Artikel großartig. Wir hatten auch unsere Startschwierigkeiten… angefangen von zufüttern weil Milcheinschuss spät war, dann Stillhütchen weil es alles nicht so passen wollte, dann im Anlegen falsch beraten… sollte immer beide Seiten nur 10 min anlegen, was meinem Kleinen absolut nicht gefiel. Ich habe dann viel im Internet gelesen, nach 3 Wochen die Hütchen wieder abgewöhnt, alle Kommentare zu stilldauer und co ignoriert und mich ganz auf uns konzentriert… das Stillen ist besser geworden, wir sind auch eine Einheit dabei geworden und das geht mittlerweile seit 6 1/2 Monaten… hatten trotzdem noch eine Trotzphase, aber auch gemeistert und zwischendurch eine Stillberaterin kontaktiert. Durfe mir aber auch schon lange anhören, ob ich meinem Spatz nicht mal was “ordentliches” geben mag.
Ich habe auch zwei Freundinnen, die beide Stillprobleme haben und da konnt ich mir den Mund fusslig reden, dass sie sich doch lieber an eine Stillberaterin wenden sollten.
Persönlich finde ich, dass dies leider zu wenig publick gemacht wird, dass es ja da spezielle Leute für gibt.

Antworten
Sandra 13. November 2013 - 11:26

Die Hebamme, die den Pekip-Kurs leitete, sagte, dass wenn mein Kind nicht ab dem 4. Lebensmonat Brei ißt, es Eisenmangel bekommen wird. Ich war aus lauter Sorge fast versucht, ihm den Löffel in den Mund zu zwingen, aber die Kinderärztin (keine begeisterte Stillbefürworterin) sagte, dass sie noch kein Kind gesehen habe, dass so eindeutig an keinem Mangel leide und dass ich das machen solle, was ich für richtig halte.
Das Stillen lief so gut, ich habe so gut schlafen können. Er hat bei mir geschlafen und bin kaum richtig wach geworden, wenn er getrunken hat. Er ist sehr ausgeglichen und außergewöhnlich selbstbewußt. Inzwischen ist er 3,5 und stillt noch manchmal nachts, aber ich merke, dass er es bald beenden wird.
Es ist schade, dass das Stillen bei vielen so negativ gesehen wird. Mir hat es die erste Zeit mit meinem Sohn so viel einfacher gemacht. Wie unglaublich anstrengend muss es sein, nachts aufzustehen und ein Fläschchen warm zu machen, um dann ein Kind zu beruhigen, dass sich in der Zwischenzeit wahrscheinlich schon in Rage gebrüllt hat. Und wieviel stressiger muss es sein, wenn der Körper nicht mehr soviel Gelassenheit gebendes Oxytocin ausschüttet, weil man das Stillen beendet hat.
Keine Frau sollte stillen müssen, aber es sollte doch jede Frau die Möglichkeit haben, ohne Vorurteile zu entdecken, wie hilfreich das Stillen sein kann.

Antworten
Regine Gresens 13. November 2013 - 11:04

Liebe Anja, ich sehe es genauso wie Du.
Mangelnde Unterstützung und falsche Ratschläge am Stillbeginn sind meistens der Grund dafür, dass Mütter vorzeitig abstillen, obwohl sie es anders geplant hatten. Da alle Eltern für ihr Kind das Beste wollen, bleiben dann oft Bedauern und das Gefühl versagt zu haben zurück, was von manchen Müttern dann wohl als Stillzwang erlebt wird.

Mein Rat bei Stillschwierigkeiten jeder Art lautet daher, sich unbedingt frühzeitig und schnellstmöglich eine kompetente Stillberatung zu suchen!!!
Nicht alle möglichen Tipps und Ratschläge einfach nacheinander ausprobieren, sondern die Ursache fachlich abklären lassen und dann gezielt vorgehen. Meistens lassen sich die Probleme nämlich relativ schnell lösen.
Wenn aber doch abgestillt werden muss, bleibt dann wenigstens das beruhigende Gefühl, tatsächlich alles versucht zu haben.

Keine Mutter sollte gegen ihren Wunsch (weiter)stillen müssen, aber umgekehrt genauso.

Antworten
Andrea 13. November 2013 - 10:43

Danke für diesen Artikel! Mein Kleiner ist gute 16 Monate alt und fordert gestillt werden nach wie vor vehement ein – und für mich stimmts absolut. Die Umwelt kennts meistens, jedenfalls die direkte. Der Rest ist mir egal. Kürzlich habe ich aber meine Hausärztin – nicht FA – aufgesucht, weil ich evtl. ein Medikament brauche. Sie will mir dieses nur verschreiben, wenn ich abstille – obwohl meine Frauenärztin klar sagt, dass es auch mit stillen geht! Ich versuche nun zuerst, ohne das Medikament über die Runden zu kommen. Und sonst muss ich entweder ein ernstes Gespräch mit meiner (superguten) Hausärztin führen oder mir das Medi vielleicht von meiner FA verschreiben lassen. Aber abstillen werde ich nicht. Ich habe es mir kurz überlegt und gemerkt, dass es meine Situation massiv verschlechtern würde. Denn mein Sohn und ich geniessen das Stillen sehr. Und so bleibe ich, bleiben wir dabei, so lange, wie wir es beide wollen 🙂

Antworten
Daniela 13. November 2013 - 09:40

Danke! Das mit der fehlenden Unterstützung (bzw. lauter falschen Ratschlägen) habe ich auch erlebt und meinen Sohn mit 2 1/2 Monaten abgestillt, da sich der komplette Tag nur noch um die Ernährung meines Kindes drehte…und den Stress wollte ich weder ihm noch mir zumuten.
Also habe ich mir lange die schiefen Blicke angucken dürfen, wenn ich mein Kind in der Öffentlichkeit mit der Flasche gefüttert habe. Das ist zum Glück durch, dafür muss ich mir jetzt dumme Kommentare anhören weil ich ihm noch keinen Brei aufzwinge >.<
Als "Erstlingsmama" wird man von allen Seiten verunsichert, ohne dickes Fell geht gar nichts (und meines wächst von Tag zu Tag)

Antworten
Anna 13. November 2013 - 09:27

Toller Artikel! Ich habe die große Tochter über 3 Jahre gestillt und die kleine wird mit 17 Mon. auch noch weitergestillt. Bei der Großen war es so, dass schlagartig um die 6 Monate (“magische Grenze”) von allen Seiten und vor allem vom Kinderarzt Druck gemacht wurde, abzustillen.

In einem Punkt muss ich der Studie jedoch widersprechen: und zwar werden die meisten Mütter (die nicht stillen oder sehr früh abstillen) vom med. Fachpersonal dazu angeraten zuzufüttern usw. Das geht schon im Krankenhaus los, wenn der Milcheinschuss auf sich warten lässt und beim Kinderarzt geht es weiter. Es gibt auch mal Ausnahmen und manche Frauen haben Glück, dass die diensthabende Schwester sich auskennt, aber die Realität sieht leider schlecht aus. Ich musste meine beiden Kinder im Krankenhaus entbinden und habe es gut beobachten können. Richtige Hilfe hat kaum eine Frau bekommen … und beides waren “stillfreundliche” Krankenhäuser (leider nur auf dem Papier).

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