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Wochenbettdepression nach der zweiten Geburt

von Anja

Nach der Geburt ihres ersten Kindes im Jahr 2016 erkrankte die Hebamme Christina an einer Wochenbettpsychose, über die sie hier schon berichtet hat. Sie wusste also, was kommen kann. Und teilt nun mit uns ihre Erfahrungen mit dem Thema während ihrer zweiten Schwangerschaft und der Wochenbettdepression nach der Geburt ihres zweiten Sohnes.

Ich nahm, bedingt durch meine Vorerfahrung, in meiner Schwangerschaft 2019 ein Neuroleptika (Abilify) vorbeugend ein. Ich hatte keinerlei Nebenwirkungen. Allerdings waren da schon Ängste, dass der Spiegel, der sich beim Kind aufbaut, ihm irgendwie schadet. Auch wenn mich meine Psychiaterin, die mich seit drei Jahren betreute, zu beruhigen versuchte, da es dafür keinerlei Hinweise gibt.

Die Schwangerschaft verlief gut. Doch ich hatte von Anfang an auch andere Ängste. Sind es Zwillinge? Eileiterschwangerschaft? Schlägt das Herz? Liegt es in Schädellage? Ist es zu groß für mein Becken? Letztere Befürchtung drohte zuzutreffen, denn im Feindiagnostik-Ultraschall war unsere Maus drei Wochen größer geschätzt, als für die Schwangerschaftswoche normal gewesen wäre. Ab der 26. Schwangerschaftswoche musste ich liegen, da ich vorzeitige Wehen hatte und sich mein Gebärmutterhals auch drastisch verkürzt hatte.

Ich sprach bei einer Gebärmutterhals-Kontrolle mit meiner Ärztin auch über das Risiko, erneut an einer Psychose zu erkranken und dass auch das Risiko erhöht sei, an einer Wochenbettdepression zu erkranken. Sie fragte mich, ob ich Panik davor hätte. Ich verneinte. Mein Mann und ich hatten gemeinsam mit meiner Ärztin besprochen, wie wir mich möglichst gut im Wochenbett entlasten könnten. Wir haben uns für eine liebevolle Familien-Lotsin entschieden, die uns im Wochenbett unter die Arme greifen sollte. Außerdem wollte mein Mann vier Monate Elternzeit nehmen, um mich zu entlasten. Denn da war ja auch noch unser großer Sohn.

Massive Schlafstörungen ab der ersten Nacht

Ich fühlte mich gut vorbereitet. Die Familien-Lotsin kam bereits in der Schwangerschaft und putzte einmal die Woche die Wohnung, denn ich musste ja liegen. Mir machte das nichts aus. Ich tat es gern für mein Kind. Bei 35+5 kam dann unser Wunder als Frühchen zur Welt. Nach einer schleppenden Eröffnungsperiode kam er regelrecht herausgeschossen – eine Austreibungsperiode von 14 Minuten nach Blasensprung. Ich war so glücklich, unser zweites Wunder endlich in den Armen zu halten. Ich hatte 600 Milliliter aus einer Rissverletzung geblutet. Wir blieben für sechs Tage in der Klinik.

Ich bekam massive Schlafstörungen, von der ersten Nacht an. In der ersten Nacht schlief ich gar nicht. Da war ja unser kleines Frühchen und ich sorgte mich um ihn. Ist er zu kalt? Bekommt er genug Milch? Ist sein Blutzucker okay? Dann noch die ganzen Hormone, Glücksgefühle, Schweißausbrüche. Ich konnte nicht alleine auf Toilette gehen, weil mein Kreislauf versagte. Viele Umstände, die mich vom Schlaf abhielten.

Am Morgen nach der ersten Nacht kam die Krankenhauspsychologin zu mir ans Bett. Wir unterhielten uns fast eine Stunde lang. Sie war begeistert und beruhigt, weil wir in ihren Augen gute Maßnahmen ergriffen hatten, um einer erneuerten Psychose entgegenzuwirken. Ich versuchte, meinen Sohn zu stillen, er war auch sehr geschickt von der Technik her. Doch ich merkte schnell, dass ich nicht so viel Milch hatte, wie bei meinem ersten Sohn. Es kamen nur wenige Tropfen helle Milch. Ich wusste, dass das Abilify die Milchproduktion hemmt. Doch dass es so krass ist, hatte ich nicht geahnt.

Das war echt dramatisch für mich

Recht schnell begannen wir mit der Zufütterung, da er auch schläfrig war und stark abgenommen hatte. Ich konnte die zweite Nacht wieder nicht schlafen, sagte das zur Visite und verlangte ein Schlafmittel. Mir wurde Tavor aufgeschrieben, was ich dann zur Nacht in recht hoher Dosierung bekam. Damit konnte ich vier Stunden schlafen, jedoch sehr unruhig. Die kommenden Nächte waren auch nicht zufriedenstellend. Die Milchbildung war immer noch nicht in Sicht und mein Sohn nahm nicht zu. Ich pumpte ab, doch es kam nur drei Milliliter, die wir verwerfen mussten wegen des Beruhigungsmittels. Am dritten Tag wurde unser Sohn dann wirklich sehr schlapp und gelb. Bei der Blutuntersuchung kam heraus, dass er Gelbsucht hatte.

Er wurde auf die Kinderstation verlegt und musste getrennt von uns unter das Blaulicht für 24 Stunden. Das war echt dramatisch für mich. Ich war sowieso ziemlich emotional. Konnte mich schlecht konzentrieren und musste viel weinen. Ich wollte nicht getrennt sein von meinem Sohn und ihn stillen. Beides war nicht möglich. Mein Sohn berappelte sich und der Bilirubinwert sank unter der Fototherapie, sein Gewicht leider auch. Dennoch wurden wir am sechsten Tag nach der Geburt nach Hause entlassen. Ich war so froh und glücklich auf der einen Seite, auf der anderen Seite besorgt und irritiert, was das Stillen und die Gewichtsentwicklung anging.

Und ich war so durch. Fünf Nächte nicht richtig geschlafen. Aber die Müdigkeit war nicht da. Mein Körper war ein Wrack, doch mein Kopf war auf Dauerleistung aus. Bloß nicht abschalten. Vielleicht übersiehst du was, verpasst etwas. Mein Mann versorgte unseren Sohn nachts mit Nahrung und nahm ihn mir auch tagsüber ab, damit ich mich ausruhen konnte. Doch es ging einfach nicht.

Krasse Schlafstörungen

Als wir nach Hause kamen, kam auch am nächsten Tag meine Nachsorgehebamme. Wir kennen uns schon zehn Jahre. Sie sprach das Thema Abstillen an. Wieder liefen die Tränen. Doch ich sah ein, dass das Abstillen das beste sein würde, weil mich das Abgepumpe auch stresste und die Milchmenge nicht mehr wurde. Also stillte ich ab. Mein Sohn war immer noch sehr schläfrig. Man musste ihm die Milch eine dreiviertel Stunde lang einflößen.

Die nächsten Tage waren hart. Ich konnte trotz Tavor vom Hausarzt nicht richtig schlafen. Ich hatte so krasse Schlafstörungen und meine Psychiaterin war im Urlaub! Ich war verzweifelt. Dennoch bekam ich den Alltag noch relativ gut hin. Aber ich hatte immer Sorge um mein kleines Frühchen. Angst vor dem plötzlichen Kindstod und anderen Gefahren. Nach vier Tagen zu Hause bekam ich abends einen seltsamen Zustand. Von jetzt auf gleich fing mein Herz an zu rasen. Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Es war wie in der Psychose. Ich hörte nebenan den Fernseher laufen und verstand kein Wort und kein Zusammenhang, was der Sprecher da sagte.

Ich ging ins Bett, rief meinen Mann und sagte ihm, dass es wieder losgeht und ich ins Krankenhaus muss. Doch wir entschieden uns dafür, dass ich Tavor nehme und versuchen würde zu schlafen. Nach einer dreiviertel Stunde war die Attacke vorbei und ich versuchte zu schlafen. Wieder ohne Erfolg.

Irgendwie fehlt die Freude

In den nächsten zwei Nächten konnte ich dank Zopiclon, was mir meine aus dem Urlaub zurückgekehrte Psychiaterin empfohlen hatte, gut schlafen. An einem Montagmorgen fasste ich meinen Sohn an und er war ganz warm. 38,4°C. Er hustet und schniefte fürchterlich. Nach Rücksprache mit meiner Hebamme fuhr mein Mann ins Krankenhaus mit ihm. Ich war verängstigt. Hoffentlich nichts schlimmes. Ich war alleine mit meinem großen Sohn zu Hause. Das machte mir Angst. Was, wenn ich wieder so eine Attacke bekomme?

Mein Mann blieb bei meinem Sohn mit in der Klinik. Es wurden verschiedene, teils invasive Tests gemacht, um auszuschließen, dass er eine Neugeborenensepsis erlitten hatte. Doch Gott sei Dank war es nur ein heftiger Infekt, den er sich bei seinem Bruder eingefangen hatte. Doch das erfuhren wir erst einige Tage später. Bei dahin war mein Herz voller Sorge um mich und mein kleines Frühchen. Meine Mama und Schwiegermama kümmerten sich um mich, solange mein Mann in der Klinik war. Doch er ließ sich dann zeitnah entlassen, weil er merkte, dass ich ihn zu Hause brauchte.

An einem Freitagmorgen – ich hatte wieder kein Auge zugetan – wollte meine Hebamme kommen. Ich versuchte, die perfekte Mutter zu spielen. Hoffentlich würde sie nicht denken, dass ich in dem Zustand in die Klinik muss. Doch dann sagte sie ihren Besuch kurzfristig ab. Ich rief meinen Psychiaterin an. Sie wollte täglich wissen, wie es mir geht. Sie hatte auch keine Zeit. Ich fühlte mich komisch. Meine Konzentration war weg. Wir wollten dann unseren Sohn gemeinsam besuchen fahren. Ich hatte keine Vorfreude darauf, überlegte nur, wo ich die Kraft dafür hernehmen sollte. Als wir vorm Parkplatz zur Kinderstation liefen, sagte ich zu meinem Mann, irgendwie fehlt die Freude.

„Ich bin depressiv! Ich muss ins Krankenhaus.“

Ich wollte mich freuen, aber es ging nicht. Als wir ankamen, schlief mein Sohn. Dann kam der Oberarzt rein und erzählte uns in Fachsprache, was die Ergebnisse sind. Er wusste ja, dass ich Hebamme bin. Ich konnte nichts begreifen. Verstand nur, dass er keine Sepsis hatte. Und dann sagte er, bitte wenden sie sich an ihre Psychiaterin, wenn ihnen was auffällt. Dann ging er wieder, nachdem ich mit einem einfachen Ja bestätigte, dass ich in Kontakt mit meiner Psychiaterin stehe. Als er gegangen war, umarmte ich meinen Mann und sagte ihm mit Tränen: „Ich bin depressiv! Ich muss ins Krankenhaus.“

Mein Mann verstand das nicht richtig. Gerade war doch noch alles gut gewesen. Ich konnte nichts mehr sagen, nur noch starren. Wir gingen zum Auto, nachdem ich meinen Sohn mit einem Kuss verabschiedet hatte. „Ich muss ins Krankenhaus“, sagte ich mehrmals im Auto. Ich konnte nichts mehr denken. Doch dann dachte ich an meinen großen Sohn, was er jetzt durchmachen müsste und es nicht begreifen konnte. Ich wollte weinen. Doch es ging nicht.

Ich rief meine Ärztin an und sagte: „Notfall, wir kommen jetzt zu Ihnen.“ Sie meinte, wir können normal auf die Station kommen. Als wir auf dem Parkplatz ankamen, vergoss ich in den Armen meines Mannes doch noch ein Paar Tränen mit den Worten, es tue mir so leid. Ich wolle das alles nicht. Als wir die Station betraten, kam uns Schwester Diana entgegen. Sie nahm meine Hand und fragte, was los sei. Ich konnte nichts sagen, sie nur anstarren und mit den Schultern zucken. „Wir reden später, setzen Sie sich, ich sage ihrer Psychiaterin Bescheid.“

Nach zwei Wochen schlief ich, endlich

Wir setzten uns. Da waren wir nun. Am selben Punkt wie vor drei Jahren. Dann kam meine Psychiaterin und holte uns zu sich ins Zimmer. Sie fragte, was los sei. Ich konnte wieder nicht sagen, was los ist und starrte zum Fenster hinaus. Dann fragte sie meinen Mann, was los sei. Er erzählte von den letzten Tagen und von den Veränderungen, die er heute bemerkt hatte. Sie fragte mich, was ich für Medikamente genommen habe. Ich wirkte auf sie so, als ob ich eine Überdosis Beruhigungstabletten genommen hätte. Ich verneinte. Sie stellte nach dem Gespräch fest, dass es sich um eine beginnende Wochenbettpsychose handeln könnte, jetzt aber in erster Linie alle Symptome einer Wochenbettdepression erfüllt seien. Sie riet mir dringend, da zu bleiben, um mich zu entlasten und Schlaf zu ermöglichen.

Ich war verzweifelt und stimmte zu. Sagte ihr, dass ich mir Sorgen machte, dass mein Mann das nicht schaffen würde. Sie beruhigte mich und sagte, er schaffe das schon. Zwar Note 4, aber er mache das schon. Ich verabschiedete meinen Mann, der nun meine Sachen holen fuhr. Ich wartete auf die Blutentnahme und eine neurologische Untersuchung durch den Stationsarzt. Schwester Diana nahm mir Blut ab und ich konnte dabei seit langem wieder lachen. Sie scherzte, dass ich das mit dem Blutabnehmen sicher alleine machen könnte. Dann bekam ich mein Zimmer und verabschiedete meinen Mann.

Ich versuchte meine Sachen in den Schrank zu räumen. Es fiel mir so unglaublich schwer. Ich konnte meine Handlungen nicht koordinieren. Meine Zimmerkollegin kam und war sehr nett. Auch Depressionen. Ich pinnte Bilder meiner Familie an die Pinnwand über meinem Bett und richtete mich im Bad ein. Jesus, wo bist du? Nach dem Abendbrot nahm ich das wieder neu angesetzte Zyprexa und fragte, ob ich die Zopiclon gleich bekommen könnte. Nach zwei Wochen schlief ich, endlich.

Stück für Stück, Tag für Tag

Die kommende Woche war ich noch in diesem Zustand, aber es besserte sich Stück für Stück, Tag für Tag ein wenig. Ich hatte diese komplette Woche noch zweimal am Tag Tavor, zur Angstlösung. Da war wirklich vor allem Angst, wie ich den Alltag mit zwei Kindern jemals bewältigen soll? Ob ich wieder richtig gesund werde? Ich hatte Angst um die Gesundheit meiner Kinder. Langsam aber kam ich wieder zu mir und konnte auch Tag für Tag mehr Therapien in Angriff nehmen. Die Kunsttherapie und Kreativwerkstatt haben mir sehr gut getan. Ich hatte mehrere Gespräche mit meiner Psychiaterin und mit einer netten Psychologin.

Doch all das konnte meinen Schmerz über die erneuerte Trennung von meiner Familie nicht wettmachen. Der entscheidende Punkt kam nach einer Woche. An dem Freitagmorgen kam die Frühdienstschwester rein – die Chefin der Station – und fragte, wie es mir gehe. Ich erzählte ihr von meinen Gedanken. Im Laufe des Gesprächs entdeckten wir einen wichtigen Bereich in meinem Leben, von dem ich Abstand nehmen musste. Ich erkannte, wie gefangen ich in diesem Bereich war und wie mir die Abhängigkeit zu dieser Sache schadete.

Ich traf den Entschluss, mich von diesem Bereich zu distanzieren und schrieb meinem Mann einen Brief, in dem ich ihm davon berichtete, denn auch ihn betraf die Angelegenheit. Mein Mann nahm es gut auf und gemeinsam beschlossen wir, uns von diesem Lebensbereich zu distanzieren. Von da an ging es mir Tag für Tag besser. Ich konnte wieder ohne Schlaftablette schlafen! Ich freute mich auf meinen Besuch. Mich kamen echt viele Leute besuchen. Arbeitskolleginnen, Freunde, meine Eltern und Geschwister, meine Familienlotsin. Aber am meisten freute ich mich wieder auf meine Familie.

In den Alltag zurückfinden

Nach zwei Wochen begann die Belastungssteigerung in Form von Wochenendurlauben. Und ich habe es soooooo genossen. Ich kam mit der zunehmenden Belastung gut klar und konnte sogar ohne Schlaftabletten zu Hause eine Nacht schlafen. Auch Weihnachten konnte ich Dank der Urlaubstage zu Hause verbringen. Nach sechs Wochen stationärem Aufenthalt kam ich in die Tagesklinik für weitere sechs Wochen.

Immer mehr durfte ich in den Alltag mit zwei Kindern zurückfinden und meine Ängste ablegen. Am 28. Januar 2020 wurde ich komplett entlassen. Seitdem bin ich mit einem wirklich tiefen Schlaf gesegnet und psychisch stabil. An der Medikation hat sich nichts geändert. Antidepressiva kamen nicht zum Einsatz. Mir ist bewusst, dass es sich hierbei wahrscheinlich nicht um eine klassische Wochenbettdepression handelt. Dennoch hoffe ich, dass ich mit diesem Erfahrungsbericht Frauen in einer ähnlichen Situation Mut machen kann. Es wird besser. Es geht bergauf. Gib dich nicht auf! Liebe Grüße Hebamme Christina.

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3 Kommentare

Lira 14. August 2020 - 17:30

Hallo Christina,
ich habe gerade deinen älteren Post kommentiert und sehe gerade erst diesen. Glückwunsch zum zweiten Kind – aber oh Gott, das ist meine schlimmste Angst, dass ich das ein zweites Mal trotz Medikation in der Schwangerschaft, Familienlostin und Vorkehrungen durchmachen müsste… Alles gute euch als Familie!

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Lisa 13. Juni 2020 - 09:27

In der Tat ein sehr sensibles Thema! Ich bedanke mich herzlich für die nützlichen Erfahrungen, welche auf diesem Blog vermittelt werden. Was die Wochenbettdepression anbetrifft, so kann man betroffenen Müttern nur die Daumen drücken, dass es auch wieder vorrüber geht. Ein langfristiger Zustand davon ist in der Tat nicht sehr angenehm. Zum Glück pegelt sich das bei vielen Müttern wieder ein.
Liebe Grüße
Lisa

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Hamburger Deern 12. Juni 2020 - 21:25

Von Herzen vielen Dank für diesen Bericht

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