Abstillgrund, Kita, Kindergarten, KInderladen

Abstillgrund Kita?

von Anja

Als unsere Kinder anfingen, stundenweise in den Kinderladen (Eltern-Initiativ-Kindertagesstätte) zu gehen, wurden sie alle noch gestillt. Es war nie ein Problem. Ja, es war noch nicht mal ein Thema. Oder wenn es das war, dann höchstens im positiven Sinne. Etwa dann, als sich eine der Erzieherinnen etwas wehmütig an ihre eigene schöne Stillzeit mit ihrem Kind erinnerte. Und wir uns darüber unterhielten. Unsere Kinder waren da keine Säuglinge (erstes Lebensjahr) mehr, sondern bereits in der Kleinkindzeit zwischen etwa 20 und 24 Monaten. Ein großer Teil der Kinder fängt hier in Berlin kurz vor oder nach dem ersten Geburtstag mit der Kitabetreuung an. Also zum Teil wirklich noch im Babyalter, in dem das Stillen oftmals noch eine sehr große Rolle spielt.

Durch die eigenen positiven Erfahrungen ging ich davon aus, dass das Stillen von kleineren oder größeren Kitakindern überhaupt kein Problem darstellt. Beruflich mache ich aber leider bis heute auch ganz andere Erfahrungen. Immer wieder melden sich Frauen, die Unterstützung beim Abstillen suchen, weil das Kind bald in die Kita kommt. Oder weil es gerade bereits in der Eingewöhnung ist. Manchmal ist es einfach der für sie passende Zeitpunkt. Oftmals aber resultiert dieser Wunsch aufgrund erwarteter Schwierigkeiten bei der Eingewöhnung. Manchmal ist es eine Empfehlung von Seiten des Kitapersonals mit der Idee dahinter, dass es den Eingewöhnungsprozess einfacher macht.

Kita wirklich ein Abstillgrund?

Abstillen ist in der Regel ein langsam verlaufender Prozess, der vom Kind ausgeht. Oder er verläuft eben auch vom Wunsch der Mutter aus geleitet. Die Stillmahlzeiten reduzieren sich sehr individuell nach und nach.  Ein wirklich ganz plötzliches Abstillen ist nur in äußerst seltenen Fällen erforderlich. Denn weder eine anstehende Operation noch eine Medikamenteneinnahme sind in den allermeisten Fällen ein Abstillgrund. Mit dem immer näher rückenden Kitabeginn steht oftmals auch ein gewisser zeitlicher Druck dahinter. Manche Eltern wünschen sich, dass das Abstillen bis dahin auch abgeschlossen sein sollte.

In der Stillberatung frage ich zunächst immer genau nach, was die Mutter sich wünscht. Möchte diese zum jetzigen Zeitpunkt abstillen oder ist allein der geplante Übergang in die Kita der Abstillgrund? Es ist wichtig, sich individuell darüber Gedanken zu machen. Denn gerade bei einem zügigeren Abstillen, das nicht vom Kind induziert wird, ist eine wichtige Voraussetzung, dass die Mutter sich ihrer Entscheidung sicher ist. Sonst entsteht meist „Chaos“ und eine damit verbundene Verunsicherung beim Kind.

Stillen und Kuscheln

Als Argument für das Abstillen vor dem Kitaeintritt wird gerne angeführt, dass die Kinder zu sehr an der Mutter hängen. Somit hätten es die Erzieher viel schwerer, da sie ja das Kind weder mit der Brust ernähren noch trösten können. Das können der Vater des Kindes oder die Oma übrigens auch nicht. Trotzdem lassen sich natürlich auch gestillte Kinder auf andere Bezugspersonen ein. Und Kinder, die nicht mehr zwingend zur Ernährung Muttermilch erhalten müssen, lassen sich genauso auf anderes Essen ein. Erfahrungsgemäß in der Kita sogar mit einer viel höheren Bereitschaft, auch Neues zu probieren.

Das Stillen kann sogar hilfreich dabei sein, diese neue, ungewohnte und mit Stress für die Kinder verbundene Situation zu meistern. Nicht gestillte Kinder verarbeiten ihren Tag auch mit viel Kuscheln und Körperkontakt mit ihren Eltern. Beides tut kleinen Menschenkindern gut, besonders wenn gerade viel Neues im Leben passiert. Stillen ist mehr als reine Nahrungsaufnahme. Das Saugbedürfnis besteht auch noch über das erste Babyjahr hinaus. Non-nutritives (ernährungsunabhängiges) Saugen stillt das Bedürfnis nach Geborgenheit und Entspannung. So ein ganz neuer Alltag in der Kita ist mit vielen Veränderungen verbunden und entsprechend aufregend für das Kind. In den Armen des Lieblingsmenschen durch ein vertrautes Ritual wieder emotional auftanken zu können, hilft beim Verarbeiten der neuen Eindrücke.

Stillen als guter Schutz vor Krankheitserregern

Längeres Stillen ist ein guter Schutz vor Krankheitserregern, denen Kindern in der Kita nun jetzt vermehrt ausgesetzt sind. Das heißt nicht, dass das Stillkind nicht auch krank werden kann. Aber die in der Muttermilch enthaltenen Abwehrstoffe unterstützen das kindliche Immunsystem bei der Bewältigung. Oft sind auch bei schweren Infektionen die Verläufe milder. Das in Muttermilch enthaltene Enzym Lysozym, welches Zellwände von Bakterien zerstört, ist in der Muttermilch für ein 18 Monate altes Kindes sogar in größeren Mengen vorhanden als in der für ein sechs Monate altes Baby.

Auch bei häufig in der Kita übertragenen Magen- und Darminfektionen ist es oft hilfreich, wenn das Kleinkind noch stillt. Die Gefahr der Dehydrierung ist bei diesen Infekten immer hoch. Muttermilch wird aber selbst dann meist noch gut und ausgiebiger getrunken.

Genug Zeit für Kind und Eltern

Für die Mutter selbst hat längeres Stillen ebenfalls gesundheitlich positive Aspekte wie die Verringerung des Risikos, an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken. Auch in Bezug auf andere Erkrankungen (z.B. kardiovaskuläre Erkrankungen) gibt es eine Risikoreduktion durch das Stillen. Die Forschung in diesem Bereich bringt stetig neue spannende Erkenntnisse dazu, wie sich Stillen auf die Gesundheit von Frauen weit über die Stillzeit hinaus auswirkt. Niemand muss mit gesundheitlichen Vorteilen argumentieren, wenn es darum geht, auch ein in der Kita betreutes Kind weiter zu stillen. Aber es ist wichtig, alle relevanten Informationen zu haben. Nur so kommt eine Stillende zu einer guten informierten Entscheidung.

Wie gut der Prozess der Eingewöhnung gelingt, wird von anderen Faktoren als vom Stillen bestimmt. Schwierigkeiten in dieser Zeit treten sowohl bei noch gestillten als auch bei nicht (mehr) gestillten Kindern auf. Manchmal ist es einfach noch zu früh für ein Kind oder es ist von der Situation aktuell überfordert. Gerade einem momentan ohnehin verunsicherten Kind nun noch das Stillen zu nehmen, wäre eher kontraproduktiv. Auch für Mütter (und sicherlich auch Väter) ist diese Phase – von der Babyblase zurück in den Arbeitsalltag – emotional recht herausfordernd.

Ein zu schnelles Abstillen könnte auch für die Mutter hormonell eine zu abrupte Umstellung bedeuten. Auch das ist eigentlich genau in so einem Moment unpassend. Es ist immer wieder wichtig zu sehen, dass das Kind auch jetzt noch klein ist. Auch wir als Eltern reagieren in dieser Zeit sehr sensibel auf besondere und belastende Situationen. Eine gute Kitaeingewöhnung ist darum auch immer eine Eingewöhnung für die Eltern. Die müssen sich eben auch auf die nun veränderte Situation einstellen – nicht nur organisatorisch, sondern eben auch emotional. Dafür brauchen das Kind und die Eltern genug Zeit.

Ein Schritt nach dem anderen

Natürlich muss keine Frau ihr Kind länger stillen – auch trotz der oben beschriebenen positiven Aspekte nicht. Doch für die Mütter, die es gerne tun, ist es wichtig zu wissen, dass eine Kitaeingewöhnung nicht das Abstillen bedeutet. Wenn unabhängig davon ein Abstillwunsch besteht, sollte das am besten zeitlich nicht unbedingt direkt mit der Kitaeingewöhnung kollidieren. Denn beides sind große neue Schritte im Leben eines Kleinkindes. Wie auch im Leben seiner Eltern. Es ist sinnvoller, diese nacheinander zu gehen. Welche Reihenfolge da auch immer persönlich passt.

Für kleinere Kinder und Babys, die ernährungsphysiologisch noch komplett auf Muttermilch angewiesen sind, gibt es ein Merkblatt vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zum „Umgang mit Muttermilch in der Kita oder Tagespflege“. Darin geht es aber vor allem um den korrekten Umgang mit abgepumpter Muttermilch. Ich würde mir wünschen, dass dieses Merkblatt noch um die oben beschriebenen Aspekte ergänzt wird. Denn dies würde sicherlich die Bedenken einiger Kitamitarbeiter:innen bezüglich einer erschwerten Eingewöhnung mildern.

Ob und wann ein Kind in die Kita geht und ob und wie lange es optimalerweise gestillt wird, darf und muss jede Familie für sich überlegen und entscheiden. Stillende, die sich für eine kürzere oder längere Betreuung außerhalb der eigenen Familie entscheiden, sollen nicht zum Abstillen gedrängt werden, wenn es zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch gar nicht passt – weder für die Mutter noch für das Kind. Hebammen beraten auch bei diesen Still- und Abstillfragen. Und dafür diskutiere ich dann auch gerne immer wieder mit den Mitarbeiter:innen der Krankenkassenabrechnungsstellen. Die fragen nämlich immer wieder irritiert nach, wenn man die Kosten für die Stillberatung der Mutter eines ein- oder zweijährigen Kindes in Rechnung stellt. Bezahlen müssen sie aber „bis zum Ende der Abstillphase“. Und dieses Ende bestimmen weder Kita noch Krankenkasse, sondern einzig und allein Mutter und Kind.

Dieser Beitrag wurde aktualisiert im Mai 2021.

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32 Kommentare

Sarah 26. Dezember 2020 - 10:29

Vielen Dank für diesen Artikel! Bin werdende Mutter und freue mich über jeden nützlichen Ratschlag.
LG

Antworten
Maja Sophie 23. Juni 2020 - 19:14

Ich habe 2 Kinder (3 Jahre und 4 Monate) und stille beide noch – gegen jedes Augenrollen und Bequatschen von Außen. Die Große kam mit 1,5 Jahren in die Krippe und ich habe sie durch meine Arbeit lange da lassen müssen, bis zu 9h. (Mittlerweile habe ich diesen Job deswegen gekündigt und bin jetzt flexibler.) Da wollte sie in der Garderobe erstmal an die Brust und kuscheln, klar. Mittagsschlaf in der Kita hat aber immer geklappt, weil andere Kinder ihr gezeigt haben, wie man ohne Mama einschlafen kann. Die Erzieher waren sehr verständnisvoll und boten mir ihren Erzieherraum zum Stillen an. Aber Familie, Ärzte, Freundinnen und andere Mütter bequatschten mich, endlich abzustillen: Ich hätte ein Problem loszulassen, das würde sich aufs Kind auswirken etc. Als dann das Baby kam plus Umzug plus dadurch Neu-Eingewöhnung in eine neue Kita und Entzug der alten Kita-Freunde, entschied ich mich aus dem Bauch heraus: Ich stille die Große erstmal weiter. Der Einschnitt ist so groß, sie braucht erstmal Sicherheit, und wenn sie weiter an die Brust will, dann ist das so. Befreundete Mütter und Familienmitglieder quatschten wieder auf mich ein und machten Druck. Ich holte mir nur Rat von geschultem Fachpersonal: Hebammen und Stillberaterinnen. Während ich mir mittleweile einen mega Stress machte, dass die Große bis zur Geburt des Babys unbedingt abgestillt sein sollte, und mich schämte dafür, bekamen die Hebammen und Stillberaterinnen freudige Sternchenaugen. Plötzlich hieß es verzückt: „Sie stillten die Große noch?! Oh wie wunderbar! Hören Sie bloß nicht auf, nur weil ein 2. Baby kommt! Wenn es Sie nicht stört und Sie weiter gern stillen, BITTE bleiben Sie dabei! Es fördert den Geschwisterzusammenhalt, beugt Eifersucht vor und ist einfach wunderschön für beide. Außerdem geht nie die Milch aus oder die Große trinkt der Kleinen was weg: Dafür hat die Natur einem doch 2 Brüste gegeben!“ Ich hatte dann eine tolle Hebamme, die selbst als Mutter tandemgestillt hat. Sie brachte mir Regeln bei, so dass es funktioniert: Die Große nur zum Einschlafen wie vor der Geburt der Kleinen, die Kleine nach Bedarf. Und es klappt und alle sind glücklich. Ich weiß, ich bin ein Extremfall, aber ich bin auch froh, dass ich bisher nur auf mein Bauchgefühl und das Kindswohl geachtet habe und nicht auf unqualifizierte Meinungen von Außen.

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Katrin 16. Oktober 2019 - 17:17

Liebe Mamis, vielen Dank für eure Beiträge! Wenn ich das so lese, fühle ich mich gleich doch nicht mehr so exotisch… unser Sohn ist jetzt 23 Monate, geht seit knapp einem halben Jahr in die Krippe und ich stille noch. Tagsüber kein Thema, er ist ein guter Esser. Problematisch scheint aber das Einschlafen! Ich stille zu Hause immer zum Einschlafen (außer wir sind unterwegs und er schläft im Kinderwagen ein), in der Kita hat es von Anfang an so mittelmäßig gut geklappt. Er hatte seine Startschwierigkeiten mit der Umgewöhnung, aber irgendwann ging es auch mal. Allerdings scheinen die Tage, wo er ausreichend schläft, die Ausnahme zu sein. Seit einigen Wochen höre ich von der neuen Erzieherin, die meist da ist, wenn ich ihn abhole, immer wieder, dass es nicht klappt, er viel weint, die anderen aufweckt, nur kurz oder gar nicht schläft… des Öfteren sei er auch tagsüber sehr anhänglich. Man muss dazu sagen, es gab viele Vertretungssituationen wegen Krankheit, jetzt ist seine Bezugserzieherin weg, da schwanger… ich fühle mich unter Druck, Erklärungen und Lösungen liefern zu müssen. Heute kam der Knaller, als sie fragte, wie es denn zu Hause sei. Ich sagte, wir stillen… – ob ich das nicht mal lassen wollte, fragte sie. Bitte??? Ich sagte, ich denke nicht, dass es so einfach ist, denn manchmal klappt es ja, also scheint die Sache komplexer und vielleicht ist er einfach nicht das Kind, das mal eben so einschläft, sondern mehr Begleitung braucht… irgendwie fand ich das sehr übergriffig und dreist und sagte auch, dass ich deshalb nicht einfach abstillen werde. Wir haben demnächst ein Gespräch und ich hoffe, es kommt zu einer guten Klärung. Bei allem Verständnis für die Personalsituation und dafür, dass Kita natürlich nicht Mama ersetzt, aber ein bisschen mehr Engagement sollte ich doch erwarten können? Oder was meint ihr? Ich bin dankbar für ein paar Impulse.

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Sabine 21. Januar 2020 - 22:26

Ich kann dich nur zu gut verstehen. Wir sind gerade in der Krippen Eingewöhnung. 2. Tag.
Ich stille auch noch zum schlafen gehen und mir wurde nun nahe gelegt, es doch bizze zu „trainieren „, dass mein Sohn (16 Monate) ohne die Brust einschlafen kann.
Aber seine Welt steht doch ohnehin schon Kopf mit der Eingewöhnung
Habe es gestern und heute probiert. Ohne Erfolge. Er hat geweint bis zum Erbrechen. Das ist Stress pur. Für uns beide…
Ich werde ihn weiterhin stillen und zwar so lange wie wir das möchten.
Außer Haus lernen die Kinder wohl sich auch an andere Situationen anzupassen. Bin sehr gespannt, wie es mal mit dem schlafen klappt. Allerdings sehe ich nicht ein, dass die Betreuerinnen offensichtlich Stolpersteine schon mal aus dem Weg räumen wollen, nur um es sich einfach zu machen…

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Simona 10. Juli 2019 - 12:13

Ihr Lieben, was ich hier höre geht teilweise gar nicht. Ich habe drei Kinder (1,3,5) . Beim ersten Kind habe ich ihn auch vorm atbeiten und eingewöhnen abgestillt gehabt, Eingewöhnung hatte auch gut geklappt. Das zweite Kind hatte ich noch teilweise gestillt, Eingewöhnung hatte ebenfalls geklappt. Die jüngste Stille ich noch viel und mir wurde auch gesagt, dass ich Mittags abstillen soll. Ich hatte bisher immer die Erfahrung gemacht, dass es woanders auch ohne stillen gut klappt, insofern sich die Erzieher mit Verständnis und Geduld versuchen.
Ich werde meine Tochter weiterhin stillen wie es am besten läuft. Meine beiden „großen“ haben Jahre zur Eingewöhnung generell gebraucht, dass heißt morgens wollten sie nicht in die Kita. Aber in der Kita selbst hatvallescwunderbar geklappt. Nur mut, lasst euch nicht beeinflussen. Es gibt Kitaregeln, die wichtig sind. Das Abstillen aber gehört für mich nicht dazu. Vg

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Sandra 14. April 2018 - 05:06

Das liest sich alles super. Ich bin auch davon ausgegangen, dass es bei uns funktioniert. Wir haben mit 13 Monaten eine sehr sanfte und langsame Eingewöhnung in der Kita gestartet. Mein Sohn ist jetzt 16,5 Monate und soll seit etwa 2 Monaten dort auch schlafen. Das klappte immer mal wieder, manchmal zwei Tage hintereinander, manchmal drei und auch mal 4 Tage. Immer wieder jedoch verweigert er das Essen, will dort nicht schlafen, weint und ich werde dann angerufen. Ich hole ihn dann ab und stille ihn zu Hause in den Schlaf.
Das ist frustrierend für alle Beteiligten und vor allem natürlich für meinen Sohn schwierig.

Einschlafen im Kinderwagen dauert ewig, beim einschlaftragen wird er beim ablegen wach. Jetzt legen sie sich immer neben ihn, kuscheln und manchmal schläft er ein und oft auch nicht. Er fuchtelt viel mit den Armen, spielt sich am Mund und kommt schwer runter. Einen Nuckel verweigert er. Es wurde gefühlt alles ausprobiert.

Ich bin etwas verzweifelt und möchte letztlich nur, dass es ihm gut geht. Nur Arbeiten muss ich demnächst auch wieder und bin heilfroh, dass ich mir für die Eingewöhnung so lange Zeit genommen habe.

Hat da jemand einen Tipp oder Erfahrung? Er geht allgemein gern in die kita und der Umgang dort ist wirklich liebevoll. Auch die Bindung zu seinen Erzieherinnen ist aus meiner Sicht stabil. Ich bin wirklich ratlos.
Und nichtschlafen ist auch keine Option, weil er den Schlaf wirklich noch braucht.
Wenn er schläft, schläft er bis zu zwei Stunden.

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HelloMom 20. März 2019 - 08:53

Guten Morgen zusammen,

vielen Dank für diesen tollen Beitrag und die ermutigenden Worte den Zeitpunkt für das Abstillen selbst zu entscheiden.

Mein Kind ist nun ein Jahr alt und wir befinden uns noch in der Eingewöhnung. Bei uns verlief der Start der Eingewöhnung leider nicht ganz so toll und auch jetzt, bin ich immer noch verunsichert, ob die Kita das richtige für ihn ist. Ein Tag bevor die Eingewöhnung beginnen sollte, rief mich die Kita Leitung an und fragt, ob wir die Eingewöhnung um 3Tage verschieben könnten. Ich habe leider nicht nach dem Grund gefragt und stimmte dem zu. Vor allem weil ich mir noch ein paar Tage Urlaub genommen habe. Im Gespräch habe ich ihr erzählt, dass ich in der Nacht noch stille und auf einmal war sie in voller Aufruhr und meinte, dass es absolut nicht geht. Ich muss unbedingt abstillen, denn so wird es für die Erzieher und meinem Kind schwer, dass er die Kita aktzeptiert. Sie meinte, dass sie uns auch nicht aufgenommen hätte, wenn sie das schon eher gewusst hätte. Ich war so perplex und sprachlos, dass ich nicht wusste, wie ich mit dieser Situation umgehen soll. Sie fügte dann noch hinzu, dass wir dann den Start der Eingewöhnung um eine Woche verschieben und ich in dieser Zeit mein Kind abstillen soll. Als ich das Telefonat beendet habe, musste ich das erst einmal verarbeiten und habe dann nach Rat & Hilfe bei der Mutterstelle gesucht. Die waren empört und haben gesagt, dass ich sllein entscheiden sollte, wann der richtige Zeitpunkt für das Abstillen ist. Vor allem können sie das nicht nachvollziehen, weil mein Kind ja nur noch in der Nacht gestillt wird und das eine große Umstellung wäre, ihn in dieser kurzen Zeit abzustillen. Für mein Kind wäre das Abstillen und die Kita Eingewöhnung eine Doppelbelastung. Ich müsste bei so einer kurzen Abstillzeit Medikamente nehmen, damit mein Körper sich langsam umstellen kann. Da ich aber leider auf diesen Kita Platz angewiesen bin und arbeiten muss, habe ich mich dazu entschlossen, ihn weiterhin zu stillen und das Thema abstillen entscheide ich selbst. In der Kita verschweige ich, dass ich noch stille.

Ist das nicht traurig in welche Situation man gebracht wird? Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr muss ich mich darüber aufregen.

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Maria 14. August 2020 - 16:01

Oh, das klingt fast wie meine Tochter ^^‘ Allerdings steht uns die Krippeneingewöhung erst noch bevor (in ca 3 Wochen) und wird von meinem Mann übernommen, weil ich dann schon wieder mit Arbeiten beginne. Insofern wird es bei uns mit dem Abholen und Einschlafstillen nix werden. Bis dato schläft die Kleine – leider – fast nur durch das Stillen im Bett ein oder bei meinem Mann im Tragetuch. Kinderwagen haben wir keinen (der eine Versuch mit Wagen wurde mit Schreien quittiet) und Nucki hat sie auch nie genommen. Das mit dem Herumfuchteln (und bei ihr auch Herumknibbeln, sich ständig aufsetzen etc. trotz starker Erschöpfung) ist bei ihr auch sehr ausgeprägt. Bin sehr gespannt, wie es bei ihr dann mit dem Schlafen in der KiTa klappen wird. Sie ist ziemlich willensstark und hat auch ein sehr lautes Schrei“organ“ – hoffe, dass sie davon nicht allzu viel Gebrauch machen wird.

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Stefanie Gomera 6. Dezember 2017 - 08:08

Hallo, für mich war das Abstillen auch gar keine Option. Ich habe auch während der Eingewöhnung weiter gestillt und teilweise natürlich auch abgepumpt. Aber komplett darauf zu verzichten war für mich gar keine Option. Toller ARtikel, er gibt vielen Müttern Mut! LG Steffi

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Kim 3. Dezember 2017 - 18:08

Unsere Kita weigert sich Mumi zu füttern. Hat damit jemand Erfahrungen? Finde das echt schade, ich will nicht, dass er Pre bekommt. Wir machen BLW und er ist jetzt 8 Monate alt, ich werde also noch eine ganze Weile stillen/abpumpen.

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Christine Frels 7. Dezember 2017 - 17:16

Das finde ich völlig unmöglich. Ich arbeite als Tagesmutter und unterstütze die Mütter immer beim stillen – wie begründet fue Kita das?
(Für mich als dreifache Langzeit-Stillende Mutter wäre das ein Grund eine andere Betreuung zu suchen)

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Sol 25. Oktober 2017 - 23:30

Ihr Lieben und Erfahrenen,
Ich sammle gerade Tipps für ErzieherInnen, wie sie die gestillten Kinder kompetent begleiten und beruhigen können. Was tun, wenn das Kind nur stillend einschläft und somit in der Kita lange weint? Keine andere orale Befriedigung hat, wie Schnuller oder Flasche.
Ich freue mich über bunte und vielseitige Ideen.

Danke ♡

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Misle 5. Dezember 2017 - 13:07

Hallo Sol, bei uns war/ist das so. Mein Sohn, 19 Monate alt, wird von mir einschlafgestillt, denn einfach so ins Bett legen und hoffen, dass er beim Kuscheln einschläft, klappt nicht. Während der Eingewöhnung hat er noch nicht in der Kita geschlafen. Danach haben die Betreuerinnen ihn dann mit dem Kinderwagen in den Schlaf geschunkelt. Am Anfang hat er dabei auch etwas geweint/gewimmert. Als das einigermaßen gut geklappt hat, haben sie es einfach mal mit ins Bett legen versucht. Zuerst war es ein einmaliges Ereignis, weil er so müde war, aber nach einigen Tagen haben sie es einfach nochmal versucht. Er jammert inzwischen zwar immer noch, aber es dauert oft nur ein paar Minuten bis er eingeschlafen ist. Sie streicheln ihm dabei über den Kopf und er hat dort eine Spieluhr, die er mit ins Bett nimmt.

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Marie 28. April 2017 - 16:34

Hallo,
Danke für den artikel, er kommt für uns zur rechten zeit und beruhigt mich sehr! Und die vielen kommentare von frauen in der gleichen situation auch. Wir starten bald (mit 13-monatsbaby) in die eingewöhnung, und für entspannung und verarbeitung von emotionen ist für meinen sohn das stillen noch so wichtig. Jetzt kann ich entspannt alle abstillratschläge ignorieren und weiter gemütlich einschlafstillen (tagsüber isst er schon ganz gut, und möchte auch von sich aus gar nicht mehr stillen). Danke Anja!!

Antworten
Orphi 13. Januar 2016 - 21:39

Auch hier ist Stillen und Kita kein Problem, bei 16 Monate altem Mädchen. Ich hatte bei der Eingewöhnung sogar eher das Gefühl das Stillen wirkt sich sehr positiv aus….

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Renate 16. Januar 2015 - 14:05

Liebe Anja,
danke schön für den tollen Artikel.
Ich finde es toll, dass Du auch so denkst, dass die Fremdbetreuung kein Abstillgrund ist.
Die Erfahrung habe ich auch gemacht, da ich bereits nach 2 Monaten wieder einen Tag pro Woche arbeiten gegangen bin. Das Abpumpen und Füttern aus der Flasche mit Muttermilch durch die Tagesmutter hat während meiner Abwesenheit sehr gut geklappt. Als wir dann wieder zusammen waren, hat sie sich die Nähe vom Tag geholt, indem sie abends dauergestillt wurde, was wir beide genossen haben.
Durch das lange Stillen stelle ich fest, dass unsere Tochter offen und selbstsicher auf andere Menschen zugeht, weil sie sich sicher ist, dass sie so ok ist, wie sie ist und immer die sichere Bindung zu Mutter und Vater hat. Im Übrigen hat der Papa das Stillen immer unterstützt und sich nie dagegen gestellt, obwohl die Stillzeiten natürlich ausschließlich mit mir verbracht wurden und werden.
Dafür hat er andere innige Momente mit ihr erlebt, die unabhängig vom Füttern sind.
Ich danke Dir für den interessanten und gut geschriebenen Artikel und werde nun zukünftig öfter auf Eurem Blog vorbeischauen.
Viele Grüße
Renate

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Hanna 15. Januar 2015 - 04:36

Wie so oft, tut es gut, das hier zu lesen! Mein Sohn ist gute 2 Jahre alt, ging schon mit 8 Monaten halbtags in die Kita, was dann auch den Wechsel zu fester Nahrung mit sich brachte. Begleitend habe ich weiter nach Bedarf gestillt, wenn wir uns gesehen haben. Die KITA – ein großes Haus mit 200 Kindern und dennoch kuscheligen Nestgruppen – hätte auch Abgepumptes gefüttert. Aber das ging alles ganz problemlos. Dank hervorragender Hebammenbetreuung und Stillgruppe war ich auch gut darauf vorbereitet. Inzwischen stillt er nun noch gelegentlich nach der KITA und mehrfach nachts in unserem Mutter-Kind-Familienbett. Das bedeutet aber auch, dass wir beide seit 2 Jahren nicht durchschlafen – geht das anderen auch so? Sanfte Versuche, die Stillphasen zu verlängern, führen zu nächtlichem Protest – da gebe ich zugunsten unseres Schlafes lieber nach. Die Baby- und Kleinkindzeit ist so kurz, das mache ich alles gern – uns geht uns beiden auch gut. Auf die nächtlichen Unterbrechungen kann ich aber auch gern verzichten. Wie sind da Eure Erfahrungen?

Antworten
Christine Frels 7. Dezember 2017 - 22:04

Meine Jüngste habe ich mit 3,5 Jahren abgestillt, weil ich wieder durch schlafen wollte. Hat nicht funktioniert. Abstillen war kein Problem für uns beide, aber sie hat bis sie fünf war fast nie durch geschlafen. Jetzt ist sie sieben und schläft fast immer durch.

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Silvia Meier 14. Januar 2015 - 15:00

Unsere Grosse hat sich mit etwa 4 Jahren selbst abgestillt, da ging sie schon fast zwei Jahre in den Kindergarten. Es ging also alles schön langsam und Mutter-sowie Kindverträglich 🙂 Unseren SOhnemann (wird nächsten Monat 3 Jahre alt) habe ich mit 17 Monaten „zwangsabgestillt“, da er mir die Brust total zerbissen hat. Das schien ihm richtig Spass gemacht zu haben, denn er hat dabei gegrinst und nochmal herzhaft zugebissen. Irgendwann hatte ich genug, und mein Mann meinte auch, dass er nicht mehr sehen könne wie ich leide.. Also haben wir ihn von heute auf morgen nicht mehr rangelassen. Nach 4 oder 5 Tagen war diese Phase überstanden. Mal sehen, wie sich jetzt Kind Nummer 3 macht. Sie wird jetzt 9 Monate alt und hat ( noch) keine Zähne, was ich beim Stillen erstmal als angenehm empfinde 🙂

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Ela 14. Januar 2015 - 12:33

Danke danke danke mein Sohn ist 24 Monate und alle sagen ich soll abstillen aber ich bekomme ihn garnicht anders beruhigt er will keinen Nuckel kein Kuscheltier und kein Tuch. Er macht extrem Theater wenn ich sage Nein jetzt nicht. Dann habe ich ihm verklickert „Titti“ alle aber auch das Funktioniert nicht. Er wird nach Bedarf gestillt und isst auch nicht sehr gut zu den Mahlzeiten halt nur dann wenn es ihm richtig schmeckt aber ich kann nicht jeden Tag Milchreis oder Fisch auf den Tisch stellen.

Danke das ihr mir Mut gemacht habt weiter durch zu halten bis er selbst nicht mehr will.

Antworten
Isi 30. November 2016 - 21:41

Hallo Ela,
die von dir damals beschriebene Situation kommt mir seeehr bekannt vor! Wir sind praktisch in einer identischen Lage und es würde mich sehr interessieren, wie es inzwischen bei euch aussieht bzw wie ihr euch seit letztem Jahr weiterentwickelt habt!
Viele Grüße, Isi

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Steff 27. Juni 2020 - 22:47

Glücklicherweise gibt es viele Kitas, die diesem Thema positiv gegenüberstehen. Wir hatten und haben da leider weniger Glück. Mangels Kita-Alternativen heißt es „Augen zu und durch“. Uns wurde die „Idee“ abzustellen nahegelegt seit wir unser Vorgespräch hatten – unsere Tochter geht in die Kita seit sie 20 Monate alt ist. Länger gestillte Kinder hätten eine stärkere Bindung zur Mutter, was die Eingewöhnung und den Kita-Besuch erfahrungsgemäß erschweren würde (no comment). Mir wurde sogar „verboten“ auf dem Flur zu stillen falls es meine Tochter verlangen wurde. Immer wieder wurde darauf hingewiesen, dass man in bestimmten Phasen (z.B. nach einer Erkältung) merken würde, dass sie häufiger gestillt hat, aber das habe ich weggesteckt. Die Krönung war allerdings ein Gespräch nach einem halben Jahr im Beisein meiner Tochter mit der Kernfrage ob wir noch stillen und wie lange wir das noch vorhätten, da es ihr gut tun würde nicht mehr gestillt zu werden, u.a. da sie nicht altersgerecht entwickelt und selbstständig sei (laut den gängigen Entwicklungsbögen). Die Erzieherin hat mir sogar vorgeworfen Sie könne es persönlich nicht nachvollziehen, dass ich eine enge Bindung haben möchte und mein Kind trotzdem so früh in die Betreuung gebe. Grundsätzlich wird alles was nicht ganz rund läuft auf das lange stillen geschoben. Nebenbei gesagt, meine Tochter war nach 2 1/2 Wochen eingewöhnt und hat dort auch geschlafen, obwohl sie zu Hause ausschließlich mit stillen einschläft. Sie ist jetzt 2J 9M und je nachdem wie es coronabedingt abläuft kommt sie mit 3 in eine andere Einrichtung. Ich glaube es steht und fällt viel mit der Erzieherin. Bisher hat sich unsere Tochter dort wohlgefühlt und ich habe mich immer positiv zur Kita und auch zur Erzieherin ihr gegenüber geäußert. Und auch wenn sie mit 3 in eine andere Gruppe dort gekommen wäre, es schwebt gefühlt eine schwarze Wolke über mir, jeden Tag wenn ich diese Einrichtung betrete. Meine Tochter wurde nach meinem Empfinden in eine Schublade gesteckt aus der sie nicht mehr raus kommt und das tut mir in Herzen weh. Am Montag geht es nach 3 1/2 Monaten zu Hause wieder los und natürlich haben wir sehr viel gestillt 😉 Ich bin gespannt…Und trotz Gegenwind und blöder Fragen (auch aus der Verwandschaft) bin ich sehr glücklich über unsere Stillbeziehung und dankbar für solche wundervolle Artikel die auch viele Jahre nach Ihrem erscheinen immer wieder neue Mamas erreichen <3 Liebe Grüße, Steff

Antworten
Katarina 14. Januar 2015 - 11:01

Wie es in der Kita ist, kann ich nicht sagen. Aber in meiner Tagesmutterausbilfdung war das gar kein Thema. Da wird wohl davon ausgegangen das die Kinder entweder abgestillt sind oder das eine individuelle Lösung gefunden wird. Ich persönlich finde das soll jeder machen wie er mag. Wenn die Eltern und Kinder abgestillt haben, okay wenn nicht dann ist das auch okay. 😉

Antworten
Sabrina 14. Januar 2015 - 10:59

Hallo.
Ein schöner Artikel! Ich denke auch, dass bei etwas älteren Stillkindern, die tagsüber schon feste Nahrung essen, die Kita kein Problem sein sollte, wenn sonst alles passt. Meine Tochter geht seit sie 13 Monate alt ist in die Kita und wird noch immer mehr oder weniger nach Bedarf gestillt. Sie ist jetzt 18 Monate alt.

Die gute Bindung an uns hat, zumindest bei ihr, einen guten Kitastart ermöglicht. Sobald das Vertrauen zur Bezugserzieherin da war, läuft es gut. Während der Eingewöhnungszeit gab es einen kleinen Rückfall, als wir von Papa auf Mama bringt morgens gewechselt sind. Aber im Alltag bringt sie nun der Papa und in Ausnahmefällen ich, das klappt mittlerweile auch gut. Wenn ich sie abhole will sie manchmal „Milch“, da hat sie meist gerade erst Mittagsschlaf gemacht, lässt sich aber bis zur Couch zuhause vertrösten. Und spielt nach ein paar Minuten auftanken munter weiter.

Also bitte nicht irritieren lassen, Kita geht auch mit Stillkindern.

Antworten
Katharina 14. Januar 2015 - 10:36

Unser Kind kam mit 11 Monaten in die Krippe. Und das mit dem Stillen war kein Problem. Ich habe allerdings im Vorhinein schon geschaut, dass ich das Stillen tagsüber (also während der zukünftigen Betreuungszeit) reduziere und eher schaue, dass ich bei Kummer und Sorgen anderweitig da sein konnte bzw. dass die Mahlzeiten tagsüber möglichst aus fester Nahrung bestanden. Da ich, trotz eines eher späten Beikoststarts, damit rechtzeitig angefangen habe (Kind hatte auch großes Interesse am Essen) und der Übergang ganz sanft war, hat das auch super geklappt und das Kind ist damit gut klar gekommen. Heute ist mein Kind über 2 Jahre, geht gern in die Krippe und ich stille nur noch abends, nachts und frühs im Bett – mal Abgesehen vom Krankheitsfall, da natürlich auch tagsüber. Für mich und mein Kind ist das ein guter Weg und es kann das auch gut zuordnen. Am Abend kommt das Kind dann auch immer freudig zu mir und sagt „Der Bus‘, will Buse ham“ 🙂
Danke für den Artikel.

Antworten
Jess 14. Januar 2015 - 10:33

Vielen Dank für den schönen Artikel – und auch den anderen für die Kommentare. Das kommt für uns gerade zum genau richtigen Zeitpunkt, da mein Sohn (fast 15 Monate) gerade seine Kita-Eingewöhnung anfängt. Da den ersten Part mein Mann übernimmt, hat da glaube ich noch niemand mitbekommen, dass ich noch stille, bin sehr gespannt darauf, was die Reaktion sein wird. Ich habe mich auf jeden Fall innerlich schon mal gewappnet, nachdem auch in meinem Umfeld wie selbstverständlich davon ausgegangen wurde, dass wir dann abstillen. Jetzt nach den ersten Tagen muss ich sagen: Obwohl die Kita toll und ganz sanft eingewöhnt, merke ich schon, wenn der Kleine nach Hause kommt, wie viele neue Eindrücke da verarbeitet werden müssen – oft wird das „Wiedersehen“ die längste Stillmahlzeit des Tages und dauert locker mal wie im Neugeborenenstadium 30 Minuten. Ich bin sehr froh, dass ich uns beiden (hihi) so die Eingewöhnung erleichtern kann, denn auch ich genieße die gemütliche Zeit auf dem Sofa. Ich stille weiter nach Bedarf – und der hat eben, zumindest bei meinem Kind, sehr viel mit Emotionen zu tun und nur noch wenig mit Nahrungsaufnahme.

Das einzige, was eventuell schwierig werden könnte, ist das Einschlafen in der Kita, weil wir sonst oft einschlafstillen und mein Kind keinen Schnuller hat und auch partout kein anderes Übergangs-/Schlaf-Objekt will, aber wir werden sehen. Ich kenne auch Flaschenkinder, die nur auf Mamas Arm einschlafen, insofern werden die Erzieher da hoffentlich Rat wissen – und ich hoffe auf die Müdemachwirkung der anderen Kinder!

Hui, das ist lang geworden. Ich schließe mich noch dem Riesenlob für den Blog an, ich lese jeden Artikel, allerdings oft mit einer Hand und am Handy – jetzt mit Kita-Kind war endlich mal Zeit für einen Kommentar.

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Lena Lisa 14. Januar 2015 - 10:26

Sehr schöner Artikel. Die Kita ist für mich auch kein Grund abzustillen, aber ich weiß noch nicht, wie ich es wegen meiner Promotion handhaben soll, da ich hierfür im Chemielabor forschen muss und der Umgang mit Chemikalien ja durchaus gefährlich sein kann. Trotzdem kann ich mir im Moment nicht vorstellen meinen Sohn mit einem Jahr abzustillen. Ich bin noch ein bisschen ratlos, wie ich mir der Situation umgehen soll. Finanziell ist es leider im Moment nicht möglich länger Zuhause zu bleiben, aber vielleicht tut sich da ja noch was in den nächsten Wochen.

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Sabrina 14. Januar 2015 - 10:02

Hy,

ich lese und nicke .. für mich ist es auch irgendwie selbstverständlich, dass weiterstillen (wenn gewollt) kein Problem darstellt – und ja, mir begegnet da doch auch häufig gegenteiliges.

Nach einem langen, anstrengenden Tag auf die Couch zu sinken und gemeinsam etwas Atem zu holen beim stillen – das ist eine wichtige Erinnerung für mich. Und obwohl die Große jetzt mit 6 schon länger nicht mehr gestillt wird – nach der KiTa sinkt sie auf die Couch und fordert diese Kuschelzeit für sich ein. Immer noch 😉

Wir haben bei der AFS übrigens eine Sammlung an Erfahrungsberichten zum Thema Arbeiten und Stillen angelegt – da sind auch immer mal wieder Berichte über KiTa/Tagesmutter und Weiterstillen dabei. Vielleicht noch für den einen oder anderen interessant?

http://www.afs-stillen.de/index.php/rund-ums-stillen/rechtliches/sbe-erfahrungsberichte

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Fleur 14. Januar 2015 - 09:44

Meine Tochter kam mit 18 Monaten halbtags zur Tagesmama und wurde und wird noch immer (nun ist sie 22 Monate alt) recht viel gestillt. Das war nie ein Problem. Und das mit dem Stressabbau nach einem wuseligen Tag durch das Stillen kann ich absolut bestaetigen. Habe mir nie Gedanken darueber gemacht, dass Abstillen und Kita-Eingewoehnung irgendwie zusammen gehoeren koennten. Ist meiner Erfahrung nach gut vereinbar. Nur Mut zum eigenen Bauchgefuehl!

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silke 14. Januar 2015 - 09:08

Danke ! Meine kleine geht seit sie eins ist in eine kita und so viele haben zu mir gesagt: Na dann hat das stillen sich ja erledigt. Ich wusste immer, dass das nie ein Grund für uns sein wird abzustillen. Wir brauchen es beide noch so sehr. Manche tage stillt sie nach kitaschluss sogar voll und ich merke welche Sicherheit ihr das gibt. Ein ende ist für uns lange nicht in sicht.

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Kiki 14. Januar 2015 - 08:47

Vielen Dank für den Artikel, er hat mir gerade einige Sorgen genomnen, wie ich es in 11Monaten mache mit der Kita. Mit 4-5 Monaten wollte ich eigentlich noch nicht abstillen (wenn es mit dem Stillen klappt), ich muss aber ab dann 3 halbe Tage in die Uni. Und hatte mich schon gefragt, ob das vereinbar ist, oder ob dann für die Zeit in der Kita zwangsweise Pulver kommt.

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Maria 14. Januar 2015 - 08:45

Hallo 🙂
seh‘ ich genau so. Mein Sohn kam schon mit 13 Monaten in die Krippe und bis dahin wurde er ein-zwei mal gestillt, er hat noch bei uns geschlafen und war sehr anhänglich. „Trotzdem“ war die Eingewöhnung überhaupt kein Problem, er hat nicht ein mal geweint oder ähnliches, hat gut gegessen und sofort gut Mittagsschlaf gemacht. Zu Hause fing er dann an am Nachmittag eine dritte Milchmahlzeit einzufordern, die er auch bekommen hat. Jetzt ist er knapp 18 Monate, hat sich selbst nachts abgestillt (war selber überrascht darüber), schläft im eigenen Zimmer, oft alleine, manchmal mit mir nebenan auf seiner großen Matratze, ein Bett hat er nicht, und hat sich jetzt auch tagsüber abgestillt. Er ist immer noch sehr anhänglich und Krippe ist immer noch kein Problem. Manchmal vermisse ich das Stillen, aber wir waren Beide soweit, dass jetzt Schluss ist. Ich bin von Anfang an bei Stillen, Essen, Schlafen und Co den Weg des geringsten Widerstandes gegangen und das war für uns die beste Entscheidung, ganz gleich was andere für Meinungen hatten. Das Gute, die Menschen, die mich kennen, wissen, dass ich ein Sturkopf bin und es eh keinen Sinn macht, mir was anderes einreden zu wollen 😀
Viele Grüße und ein großes Lob für den Blog!

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