Beikost, Beikosteinführung

Eltern im Beikostwahn – und das Kind ist satt

von Anja

Bei meiner Arbeit als Hebamme begegnen wir in der Regel intelligente, gut ausgebildete Eltern, die sich meist mit dem Thema Ernährung gut auskennen. Es wird saisonal, regional und bio gekauft und das Ganze dann nicht selten selbst gekocht. Doch trotzdem passiert häufig etwas Merkwürdiges, wenn sich der Nachwuchs ungefähr der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres nähert. Dann könnte das Kind beginnen, Beikost zu essen. Und obwohl Mütter sonst mittlerweile in vielen Bereichen wissen, dass sich Kinder in einem ganz unterschiedlichen, individuellen Tempo entwickeln, wird auf einmal genau geschaut, wie viel Brei Klein-Charlotte aus der Krabbelgruppe schon verputzt.

Und wenn sich das eigene Kind dann nicht an irgendwelche Beikostpläne hält, deren Herausgeber übrigens gerne Hersteller von Babykost sind, spielen sich mitunter dramatische Szenen ab. Da werden sieben Monate alte Kinder in Rückenlage gefüttert, denn schließlich haben sie ja so gar keine andere Chance, als das breiige Zeug zu schlucken. Babys werden mit dem Handy abgelenkt, um ihnen schnell irgendwas in den Mund zu stopfen. Auf Youtube kursiert das Video eines Vaters, der versucht, sein schreiendes und deutlich Ablehnung signalisierendes Baby zu füttern. Wenn er dann auf seinem Laptop ein Musikvideo laufen lässt, bekommt das mit offenem Mund staunende Baby in rasendem Tempo das Essen einverleibt. Diese Szenen wiederholen sich mehrmals – und der Clip wird auch noch wohlwollend kommentiert.

Ist es das, was Eltern wollen? Ein Kind, das sich kommentarlos vor der Glotze irgendwelches Essen in den Mund schiebt, ohne seine eigene Sättigung oder Abneigung wahrnehmen zu können? Warum verfolgen Mütter (ja, die Väter sind hier zurückhaltender) ihre Kinder mit Äpfelschnitzchen und Dinkelstangen auf dem Spielplatz, als ob es schon morgen nichts zu essen mehr gäbe?

Urangst der Eltern, dass der eigene Nachwuchs verhungern könnte

Wir müssen ein wenig zurückschauen, um dieses merkwürdige Verhalten nachvollziehen zu können. Als Kinder von Eltern, die in Nachkriegsjahren vielleicht noch wirklichen Nahrungsmangel erlebt haben, sind wir häufig mit einem gewissen Druck beim Essen groß geworden. Den Löffel für die Oma, als Flugzeug getarnt (kann man mittlerweile so kaufen), oder das Konzept des Sonnenscheins aufgrund eines leer gefutterten Tellers kennen wohl viele von uns. Heute ist die Herausforderung eher, beim Überangebot an (zum Teil sehr schlechter) Nahrung herauszufinden, was und wie viel davon der Körper wirklich braucht. Durch Zwang in der frühen Kindheit können tatsächlich Grundlagen für spätere Essstörungen gelegt werden. Viele kennen diese Besuche bei den eigenen Eltern, bei denen man sich von Mahlzeit zu Mahlzeit schleppt und mit mindestens zwei Kilo mehr wieder nach Hause reist. Die Urangst von Eltern ist groß, dass der eigene Nachwuchs verhungern könnte. Sie ist aber in den meisten Fällen unbegründet.

Dass Stillen nach Bedarf das Beste ist, hat sich glücklicherweise fast überall herumgesprochen. Und selbst Prenahrung soll individuell nach Babys Bedarf gegeben werden. Warum wird den Kindern mit Beikostbeginn plötzlich nicht mehr zugetraut zu wissen, was sie an Beikost benötigen? Und zwar für jedes Kind zu jedem Zeitpunkt ganz individuell? Selbst Fachleute scheinen da manchmal Ausfälle zu haben. Wie erklärt sich sonst die Empfehlung eines eigentlich kompetenten Kinderarztes, das Kind täglich mit Kuchen zu füttern? Besagtes Kind mochte im Alter von acht Monaten noch keine Beikost, hatte aber mal aus Versehen ein Stück runtergefallenen Kuchen probiert und geschluckt…

Ein Baby hat nicht immer gleich viel Hunger auf Beikost

Eltern machen also manchmal sehr merkwürdige Dinge, wenn es um das Thema Beikost geht. Aber vor allem machen sie so sich und den Kindern Stress. Dabei ist Essen etwas Schönes, Wohltuendes und an sich Gesundes. So sollte es auch für die Kinder sein, die im ersten Lebensjahr nun mal Säuglinge heißen, weil die Muttermilch ihre Hauptnahrung ist. Beikost ergänzt die Milchnahrung nur. Und zwar nach und nach… bei manchen Kindern schneller und bei manchen wesentlich langsamer. Wenn das Baby also weiterhin nach seinen Bedürfnissen stillen darf oder Prenahrung erhält, gibt es keinen Grund sich zu stressen. Das Kind wird Hunger und Sättigung anzeigen – man muss „nur“ auf die Signale des Babys achten. Genau wie wir „Großen“ wird auch ein Baby nicht jeden Tag zur gleichen Zeit immer gleich viel Hunger haben. Herr Hipp meint aber zu wissen, dass exakt 190 Gramm Brei pro Mahlzeit in Babys Bauch verschwinden sollen.

In der frühen Kindheit werden durch das Respektieren der kindlichen Signale die Grundlagen für ein gesundes Essverhalten gelegt. Man sollte den Kindern vertrauen, denn sie wissen, was sie brauchen. Oder kurz gesagt: Ein gesundes Kind wird nicht am gedeckten Tisch verhungern, auch wenn es mal weniger Lust zum Essen hat. Wer sich trotzdem Sorgen macht, kann sich gerne mit seinen Fragen an die Hebamme wenden. Wir haben hier nun ein paar Anregungen für einen entspannten Beikoststart gesammelt:

  • Ungefähr mit sechs Monaten zeigen Babys die ersten Beikostreifezeichen:
    ● der Zungenstoßreflex, mit dem es automatisch feste Nahrung oder einen Löffel aus dem Mund schiebt, ist verschwunden
    ● es kann mit wenig Unterstützung aufrecht sitzen und hat eine gute Kopfkontrolle
    ● es kann selbständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken
    ● es kann seine Sättigung durch Ablehnung der angebotenen Nahrung anzeigen

    Die Tatsache, dass ein Baby interessiert beim Essen zuschaut, zählt nicht als Beikostreifezeichen. Kinder in dem Alter interessieren sich für alles und würden genauso aufmerksam schauen, wenn die Eltern auf einer Schuhsohle kauen. Babys bringen dieses Interesse noch nicht mit Sättigung in Verbindung. Einige wenige Kinder sind allerdings schon mit fünf Monaten beikostbereit, andere lassen sich länger Zeit. Vor dem fünften Lebensmonat sollte aber auf keinen Fall etwas anderes als Muttermilch oder Prenahrung angeboten werden. Ungefähr im siebten Lebensmonat sollte auch noch bis dahin uninteressierten Kindern zumindest ein Angebot gemacht werden. Die Beikostreife ist individuell und lässt sich nicht exakt für jedes Baby vorhersagen.

  • Viele Hebammen bieten Beikostberatung an. Bis zum Ende der Stillzeit bzw. bei nicht gestillten Kindern bis zum Ende des 9. Lebensmonats wird die Beratung bei Still- und Ernährungsfragen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
  • Beikost heißt so, weil sie erst einmal BEIgegeben wird und die bisherige Milchnahrung ergänzt und nicht ersetzt, wie man häufig hört. Das Baby soll in seinem ganz individuellen Tempo andere Kost kennenlernen und nicht ein bestimmte Menge zu einem bestimmten Zeitpunkt essen müssen. Diese Erwartungshaltung, wie sie feste Breifahrpläne suggerieren, bringt nur Stress in eine eigentlich schöne Sache. Essen lernen ist kein Erziehungsfeld. Eine einfache Regel besagt: Die Eltern bestimmen, was auf den Tisch kommt – und das Baby bestimmt, ob und wie viel es davon nimmt.
  • Die Muttermilch enthält nach wie vor alle Nährstoffe, die ein Baby braucht und die wichtigen Immunstoffe steigen im zweiten Lebenshalbjahr sogar noch mal an. Beikost geben heißt also auch nicht, dass eine Mutter in kurzer Zeit abgestillt haben wird. Wenn das der Wunsch ist, muss die Muttermilch durch Prenahrung ersetzt werden, da alles andere nur Mutter und Kind gewaltig unter Druck setzen würde.
  • Zu Beginn kann man dem Kind einfach zwei, drei mal am Tag eine kleine Menge anbieten. Das können entweder ein paar Löffelchen Brei oder auch Fingerfood in Form von gedünsteten Gemüse- oder Obststücken sein. Am besten passiert das immer dann, wenn die restliche Familie auch isst. Kinder schauen beim Essen genau hin, was die Eltern (und/oder Geschwister) machen und lernen dadurch. Für die ersten Beikostversuche sollte ein Baby weder müde noch hungrig sein, denn es weiß ja noch nicht, das dieses unbekannte, aber spannende „Zeug“ zukünftig sättigen soll. Wenn das Baby zahnt oder krank ist, wird es auch tageweise immer wieder gänzlich uninteressiert an anderer Nahrung sein – auch das ist ganz normal.
  • Wo früher nur wenige einzeln und sehr langsam eingeführte Lebensmittel erlaubt waren, weiß man heute, dass ein breites gesundes Angebot am besten vor Allergien schützt. Dabei kommt es aber nicht auf die Menge an. Die 2009 veröffentlichen S3-Leitlinien zur Allergiepräventionen haben die Beikosteinführung sehr vereinfacht. Ideal ist es, wenn die neuen Lebensmittel unter dem „Schutz des Stillens“ eingeführt werden. Es gibt nur wenige „verbotene“ Lebensmittel im ersten Lebensjahr. Auch Fisch, Ei und Vollmilch (bis zu 200 ml täglich in Form von Milchbrei oder -speisen und Käse) sind erlaubt. Verzichtet werden sollte im ersten Lebensjahr auf:
    ● Rohmilch
    ● rohe Eier
    ● Honig
    ● Salz (im Kochwasser ist Salz erlaubt)
    ● Salat (kann noch nicht gekaut werden)
    ● unverarbeitete Nüsse, kleine Beeren (Gefahr des Verschluckens)
    ● Zuckerzusätze (Maltose, Dextrose, Fructose, Maltodextrin, …)
    ● Bindemittel und Geschmacksstoffe (bei Gläschenkost beachten)
    ● Schokolade und Kakao
  • Generell sollte das Essen, was dem Kind angeboten wird, frisch, vollwertig und gesund sein, aber auch zur jeweiligen Familie passen. Wenn also weder Mama noch Papa Pastinaken mögen, ist es unlogisch, diese dem Kind anzubieten. Das Ziel der Beikost ist es ja, dass das Kind spätestens ab dem ersten Geburtstag vom Familientisch mitisst. Es geht nicht darum, jahrelang ein Extraessen zuzubereiten. Also immer mal überprüfen, was so auf so auf dem eigenen Teller liegt. Die Beikostphase ist eine gute Gelegenheit für Eltern, das eigene Essverhalten zu optimieren und sich an das Kochen mit frischen Zutaten zu wagen.
  • Für den Beikoststart haben sich gedünstete Gemüsesorten wie etwa Kürbis oder Karotte bewährt. Die schonend gegarten Stücke können als pommesgroßes, gut zu greifendes Fingerfood oder als Brei gegeben werden. Kinder, die keinen Brei und keine Löffelfütterung akzeptieren, essen meist begeistert selbst Fingerfood. Dabei wird gleichzeitig die Feinmotorik des Babys bestens trainiert. Geschickt wird das Kind kleine Mengen in seinen Mund befördern. Geeignete breifreie Beikost kann auch von Anfang an gegeben werden, wenn das Kind die entsprechenden Beikostreifezeichen aufweist.
  • Hier nun noch eine grobe Orientierung über geeignete Beikost. Diese Auflistung soll aber nicht die individuelle Beikostberatung ersetzen.
    Ab ca. 6 – 7 Monaten:
    ● gekochtes Gemüse (evtl. püriert), Kartoffeln, Fleisch (Kalb, Rind, Geflügel), Fisch (ohne Gräten), gekochtes Eigelb, Getreideflocken oder Getreidegrieß (möglichst Vollkorn), gedünstetes Obst (möglichst einheimische Sorten)
    ● zum Verdünnen eignen sich Muttermilch, Wasser, Gemüsesud
    ● die Lebensmittel sollten am besten gedünstet oder in Dampf gegart werden, braten,
    frittieren oder grillen ist eher nicht empfehlenswert
    ● Gemüse soll stets mit einer Fettmenge zusammen verarbeitet werden, um die Verwertung der fettlöslichen Vitamine zu fördern. Geeignet sind gut verträgliche Öle in Bioqualität, z.B. Maiskeimöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl auch im Wechsel mit Butter.
    ● um die Eisenaufnahme aus dem Gemüse optimal zu unterstützen, ist es sinnvoll, im Anschluss an die Gemüsemahlzeit immer noch einen Löffel Obst als „Nachtisch“ anzubieten oder den Brei mit einem Schuss Orangensaft zu ergänzen. Eine vegetarische Baby- und Kleindkindernährung ist gut möglich.

    Ab ca. 8 Monaten:
    ● Gemüse nicht mehr pürieren, evtl. zerdrücken
    ● Teigwaren, Brot, Dinkelstangen, Zwieback (ohne Zucker)
    ● als Brotaufstrich eignet sich Frischkäse (auch Ziege), Avocado, Banane, Gurke
    ● Reis (sehr weich kochen, evtl. „parboiled“), Nudeln
    ● rohes Obst und Naturjoghurt, ungesüßt

    Gegen Ende des ersten Lebensjahres:
    ● Umstellung auf eine leichte, eventuell weiche, aber nicht zu stark gewürzte Familienkost

  • Mit Beikostbeginn sollte auch Trinken in Form von Wasser angeboten werden. Die Hauptmenge an Flüssigkeit wird ein Baby weiterhin aus der Milch beziehen. Mit etwas Unterstützung können Babys aus einem ganz normalen Becher oder einem Glas trinken. Leitungswasser ist in Deutschland von guter Qualität und wird ständig kontrolliert. Spezielle Babywässer sind also nicht erforderlich und qualitativ nicht besser, aber wesentlich teurer. Babys brauchen keine Säfte und keinen Tee. Natürlich kann bei Bauchweh auch mal eine Tasse Fencheltee gegeben werden, aber Kräutertees sollten aufgrund ihrer Arzneiwirkung nicht im Dauergebrauch verwendet werden. Bei einer ausgewogenen Ernährung der Kinder mit ausreichend Obst und Gemüse sind Säfte überflüssig und sollten nur in Ausnahmefällen zu den Hauptmahlzeiten gereicht werden.

Das Wichtigste bei der Beikosteinführung sind Zeit, Geduld und Freude an der gemeinsamen Mahlzeit. Eine vielseitige, abwechslungsreiche Kost bekommt der ganzen Familie am besten. Verwendet frische und möglichst unverarbeitete Lebensmittel, da diese umso mehr Nährstoffe enthalten. Generell sind regionale und saisonale Produkte immer zu bevorzugen. Diese sind auch in Bioqualität in aller Regel bezahlbar. Vollkornprodukte sind wertvoller als Auszugsmehlprodukte. Das Ganze dann noch mit Liebe gekocht – und guten Appetit!

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73 Kommentare

Mama von Ari 8. April 2020 - 19:58

Danke für den tollen Beitrag. Ich versuche irgendwie die Schwiegermutter, die ihren Sohn sehr beeinflusst, davon zu überzeugen, dass altbewährte Methoden nicht immer die Richtigen sind. Tipps diesbezüglich nehme ich sehr gerne 🙂

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Janine Borgmann 5. August 2020 - 14:52

Wenn mein Kind aber jegliche Milch und jeglichen Brei verweigert, dann darf ich mir als Mutter doch schon Gedanken machen, ob mein Kind auch richtig zu nimmt. Denn wenn nichts rein kommt in de Magen, dann kann mein Kind auch nicht zu nehmen. So unnötig dieser Beitrag.

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Rebecca Schütt 7. April 2020 - 19:34

Vielen lieben Dank für diesen tollen Artikel. Leider habe ich durch Corona keine Hebamme die uns beim Beikoststart hilft und meine Maus ist so ein Sonnenschein, dass es echt schwer ist zu erkennen ob sie nun satt ist oder ob sie nur brav noch den Mund aufmacht, so ist es schon vorgekommen dass sie sich nicht wohl gefühlt hat weil es wohl zu viel war. Ganz klar auch hier ist mal wieder weniger mehr.
Danke Danke Danke!!!

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Daniela Becker 15. Februar 2020 - 20:15

Danke für diesen unheimlich wertvollen und lehrreichen Artikel!!!!!! Bereite gerade einen Vortrag vor um panische Beikoststarterinnen zu beruhigen! Direkt auch noch dein Buch bestellt! Danke für deine Mühe un Arbeit!!!!!!! DANKE

Antworten
Anja 30. Januar 2020 - 14:35

Danke! Danke! Danke!

Ich schließe mich meiner Vorschreiberin an. Es gibt aber auch so viel Engstirniges in Literatur und im Netz zu lesen, dass ich es sehr nachvollziehen kann, wie Eltern „in Wahn geraten“.
Auch der Plan der „Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung“ gibt genaue Mengen und Zutaten an, die so ganz bestimmt viele Babys nicht schaffen werden.
Wir sind gerade am Anfang mit Essen zu experiementieren. Dieser Artikel hat mich wieder auf den Boden geholt um was es eigentlich gehen soll.

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Sandra 21. Mai 2019 - 22:52

Der erste wirklich hilfreiche Artikel den ich zu dem Thema finden konnte. Vielen Dank für die vielen klugen Gedanken und Anregungen!

Antworten
Millie 28. Dezember 2018 - 12:55

Vielen lieben Dank für diesen Artikel. Ich gehöre wohl genau zu den beschriebenen Eltern. Und dann kommt der Kinderarzt und meint: Hui, mit 6 Monaten erdt 6020g. Das ist wenig. Wieviel isst sie denn?“ „Naja, nur 3 Eiswürfelchen. Mehr will sie nicht!“. „Das ist viel zu wenig. Sie muss mind. 190g essen.“ Ich war und bin auch jetzt noch unruhig, aber ich kann es ihr nicht reinzwingen. Ich habe keine Lust auf Gebrüll und ich mochte als Kind auch nicht viel essen. Sie ist fit, sehr agil und fröhlich. Ich mache wieder meine 3 Eiswürfel und wenn der Schnabel zu geht und nicht mehr auf, dann bleibt er zu. Sie darf entscheiden. Wenn sie mehr will, tau ich halt noch ein oder zwei auf. Dies muss ich mir nur mantramäßig einhämmern und mich nicht vom Arzt verunsichern lassen. Ich stille voll und füttere BEIkost! 🙂 Danke für diesen Artikel

Antworten
Anke 2. November 2017 - 15:41

Ich finde den Artikel gut geschrieben.
Ich bin mit meinem Sohn immer meinen Weg gegangen.
Auch wenn ich dauernd Kritik zu hören bekommen habe.
Unter anderem weil ich nach dem 5. Monat zugefügten habe.
Da kann man noch 100 x erklären, dass ohne Brei mein Kind bis zu 3 Liter pro 24 Std getrunken hat und immernoch gebrüllt hat.
Ich werde nie den Moment vergessen als ich etwas Möhrchenbrei verfüttert habe und der kleine Mann begeistert aufgegessen hat.
Ohne Ablehnung, ohne das mot der Zunge rauszuschieben usw.
Wir immer hatte ich mit den Unterstellungen, meinem Kind etwas aufzuzwingen (wie auch beim Schlaf) mehr Probleme, als mit meinem Kind. 🙂

Ach, was musste ich mir anhören, als wir uB, nach langem probieren unser normales Körnerbrot nahmen, anstatt Mischbrot aka Graubrot.
Körner KÖNNEN natürlich gefährlich sein.
Aber das ist das ganze Leben an sich.
Und das Schlimmste: Das Leben endet immer tödlich, egal was man macht!

Mein Kind zeigt mir, was es mag.
Ich zwinge ihn nicht.
Wir haben um Essen nie ein Bohei gemacht.
Mal isst er, mal nicht.

Vor einem vollen Tisch ist noch kein Kind verhungert.

😉

LG

Antworten
Nadine 6. Januar 2020 - 18:31

Danke!!! Der Beitrag ist wirklich gut. Es wird darum so ein tamtam gemacht, dass ich mich fragte, ob mein Bauchgefühl falsch wäre. Wieso muss alles ständig in Schubladen gesteckt und bewertet werden!? Aus Verunsicherung des heutigen Arzt besuches bin ich auf den Beitrag gestoßen.

Wir haben die Erklärung zur Beikost beim Kinderarzt schon Anfang des 4ten Monats bekommen und sollten direkt starten. Ich fand das schon früh, weil mein Sohn null Interesse dran hatte, nicht alleine sitzen konnte und der Zungenreflex voll da war. Besonders doof fand ich, dass geraten wurde, so schnell wie möglich die Pre bzw Flasche abzuschaffen. Ob das Baby nun Milch aus der Flasche zügig trinkt oder an der Brust, ist doch egal. Für ihn war und ist es mega wichtig, weil es mehr als nur Nahrungsaufnahme ist. (nähe, geborgenheit) Ich hatte Brei und Banane am Stück ab und zu mal ohne Zwang angeboten, aber so richtiges Interesse hat er erst jetzt mit genau 6 Monaten. Trotzdem schaffen wir nie 190g und er mag es auch nicht jeden Tag. Ist halt so und völlig ok für uns. Er zeigt dafür häufig Interesse an unserem Abendessen und darf dann auch probieren.
Jetzt stand die U5 Untersuchung an und der Kinderarzt fand, das er viel zu wenig Brei isst. Tipp: nach dem Brei keine Pre geben, damit er versteht, dass die Beikost die Milch ersetzt. Finde ich voll daneben. Das kann doch nicht der Sinn der Beikost sein, das Kind so unter Druck zu setzen. Nach dem Motto ‚ess oder hunger‘.
Da er keinen Tee/Saft in die Flasche bekommt (die auch nicht zum dauernuckeln eingesetzt wird) und wir Abends die ersten zwei Zähnchen fleißig putzen, kann die Flasche nicht schädlicher sein als normales stillen.

Grüße

Antworten
Joana Schröder 27. Juni 2017 - 02:39

Danke für diesen Artikel!
Kommt genau zur richtigen Zeit – letzte Woche bei der U5 (Tochter damals 7 Monate und eine Woche alt, stolze 9500 Gramm schwer und altersgerecht entwickelt) fragte der Herr Doktor natürlich nach der „B(r)eikost“.
Auf die Antwort das noch voll gestillt wird da echte Beikostanzeichen ausser aufmerksames Beobachten ausbleiben und unregelmäßig ein paar Löffel Obstbrei genascht werden wurde mir vorgeworfen meine Milch würde seit dem 6. Monat nicht mehr reichen und ich MÜSSTE jetzt zufüttern. (Klar, kommt schlagartig nur noch Wasser! Ironie Off)
Meine Frage wie diese Zwangsernährung vonstatten gehen soll konnte/wollte er mir nicht beantworten und wurde wütend weil ich diesen Begriff benutzt habe.
Und Obstbreie dürfe sie noch gar nicht – wir müssten mit Pastinake etc. anfangen.
Konnte ihn nur besänftigen weil wir natürlich unserer Maus immer wieder Brei anbieten.
Das wir auch geeignete Beikost nach Baby-Led-Weaning auf dem Teller liegen haben erwähnte ich besser nicht. 😉
Da ich hier, auch zB bei Susanne Mirau und entsprechende Fachliteratur dazu gelesen habe bin ich hart geblieben und überlasse weiterhin meinem Kind was es wann probieren und essen mag.
Trotzdem hat mich die Vehemenz des Arztes kurz verunsichert. Schade, wie an alten Vorstellungen festgehalten wird und Fortbildungen nicht fruchten.
Naja, beliebt bin ich bei ihm eh nicht weil ich viel hinterfrage und mich ab und an doch auf eine Diskussion einlasse (Thema schlafen und ich könnte ruhig mal 10 min. schreien lassen).
Mangels alternativen hier auf dem Dorf werden wir vorerst dort bleiben und ihn nutzen als das was er ist: Ein Arzt der sich um Krankheiten der Kinder kümmern soll (was er bisher wirklich gut macht und mit so wenig Medis wie möglich) – nicht um Ernährung und Erziehung.
Nochmal Danke für das Bestärken unseres Kurses.
Viele Grüße aus dem Harz
Joana

Antworten
Ulrike Honzik 16. Juni 2017 - 20:13

Sehr schöner Artikel. Daumen hoch… Das mit dem Flugzeug, kenn ich nur zu gut von Schwiegermama 🙂 Bei Babys sind die Anzeichen für Hunger fast klar aber wie verhält es sich später? Meine Tochter ist jetzt 9 Monate und wir essen schon alle Mahlzeiten voll aber manchmal isst sie wie ein „Spatz “ nur ein paar Krümmel . Hatte sie noch kein Hunger? Das Frage ich mich all zu oft. Viel hat sie noch nie gegessen. Gibt’s auch in dem Alter bestimmt Anzeichen ?

Antworten
Ulrike Honzik 16. Juni 2017 - 20:21

Wir haben auch einigermaßen feste Essenszeiten und essen auch alle zusammen an einem Tisch. Nachts gibt’s natürlich noch Milch

Antworten
Anke 2. November 2017 - 15:55

Hallo!

Das „Problem“ gaben wir auh manchmal
Meine Erfahrung bei unserem Sohn (17 Monate):

Wenn er „frisst wie ein Scheunendrescher“ ist er in der „Massephase“ (Begriff aus der Bodybuilderszene entlehnt).
Dh er futtert sich Reserven an.

Pickt er wie ein Spatz, kommt bald was.
Entwicklungssprung, Zahn, Krankheit oder einfach 1 cm mehr in der Länge.

Achte mal bei deinem Kidn drauf, ob du da einen Zusammenhang herstellen kannst.

Ach und mein Tipp: selber immer schön Mitesser und das Kind zwar nucht ignorieren, aber doch nicht nur da hin guxken was es wann wieviel isst und auch nicht alles kommentieren.

Seit ich das mache geht es ETWAS besser und schneller (vorher 1 halbe Stulle 1 std. Jetzt in 20 Minuten). Lieben Gruß

Antworten
Anke 2. November 2017 - 15:58

OH GOTT so viele Fehler…

Mitesser = mitessen
Den Rest kann man sich so eruieren.

Antworten
Nadine 6. Januar 2020 - 18:48

Danke!!! Der Beitrag ist wirklich gut. Es wird darum so ein tamtam gemacht, dass ich mich fragte, ob mein Bauchgefühl falsch wäre. Wieso muss alles ständig in Schubladen gesteckt und bewertet werden!? Aus Verunsicherung des heutigen Arzt besuches bin ich auf den Beitrag gestoßen.

Wir haben die Erklärung zur Beikost beim Kinderarzt schon Anfang des 4ten Monats bekommen und sollten direkt starten. Ich fand das schon früh, weil mein Sohn null Interesse dran hatte, nicht alleine sitzen konnte und der Zungenreflex voll da war. Besonders doof fand ich, dass geraten wurde, so schnell wie möglich die Pre bzw Flasche abzuschaffen. Ob das Baby nun Milch aus der Flasche zügig trinkt oder an der Brust, ist doch egal. Für ihn war und ist es mega wichtig, weil es mehr als nur Nahrungsaufnahme ist. (nähe, geborgenheit) Ich hatte Brei und Banane am Stück ab und zu mal ohne Zwang angeboten, aber so richtiges Interesse hat er erst jetzt mit genau 6 Monaten. Trotzdem schaffen wir nie 190g und er mag es auch nicht jeden Tag. Ist halt so und völlig ok für uns. Er zeigt dafür häufig Interesse an unserem Abendessen und darf dann auch probieren.
Jetzt stand die U5 Untersuchung an und der Kinderarzt fand, das er viel zu wenig Brei isst. Tipp: nach dem Brei keine Pre geben, damit er versteht, dass die Beikost die Milch ersetzt. Finde ich voll daneben. Das kann doch nicht der Sinn der Beikost sein, das Kind so unter Druck zu setzen. Nach dem Motto ‚ess oder hunger‘.
Da er keinen Tee/Saft in die Flasche bekommt (die auch nicht zum dauernuckeln eingesetzt wird) und wir Abends die ersten zwei Zähnchen fleißig putzen, kann die Flasche nicht schädlicher sein als normales stillen.

Grüße

Antworten
Vroni 25. Mai 2017 - 18:18

Toller Artikel!
Bezüglich dem Wasser zur Beikost: Soll man stilles Wasser anbieten oder auch mal Sprudel? Und woher weiß man die Menge was das Kind an Muttermilch getrunken hat bzw. noch an Wasser zu sich nehmen soll?

Antworten
Bianca 17. März 2017 - 14:32

Hallo Anja,
Ich habe euer breifrei Kochbuch und lorettas Ratgeber gelesen und find es super.
In dem Text lese ich aber nun, dass du Brot und Zwieback erst ab 8 Monaten empfiehlst. Unsere kleine (7 Monate) isst aber schon seit sie ca. 5 Monate ist liebend gern am Abendbrotstisch Brotrinde und morgens ab und zu mal Zwieback mit. Was im Magen ankommt, sind wohl nur homöopathische Dosen, aber ist das dennoch nicht empfehlenswert?
Meine Hebamme brauche ich zu dem Thema nicht befragen, sie ist „vom alten Schlag“ und eher dem Onkel hipp verbunden. 😉

Antworten
Anja 17. März 2017 - 14:45

Liebe Bianca,

das sind alles nur ungefähre Angaben, die sich auf die Empfehlungen des BDL (Berufsverband der Still-und Laktberaterinnen) beziehen und für die Beikost gelten. Gerade wenn Ihr BLW von Anfang an macht, ist Dein Kind sicherlich motorisch auch in der Lage Brot im Mund zu handeln. Kinder die bisher nur Brei bekommen, müssen nach und nach das Bewegen und Zerkleinern von Nahrung im Mund üben, da der Brei ja zunächst primär eingesogen wird.
Es geht also hier weniger um die Verträglichkeit als darum, wie das Kind mit der festeren Nahrung umgehen kann.
Also alles gut und Deine Tochter kann sich das Brot weiter schmecken lassen:)

Liebe Grüße,

Anja

Antworten
Silke 3. Februar 2017 - 00:19

Sehr schöner Artikel!
Es ist sooo kind-abhängig: der erste Bub wollte nur stillen stillen stillen, hat nach einem Beikoststart mit 6 Monaten über mehrere Monate nur homöopathische Dosen zu sich genommen (sowohl Brei als auch BLW probiert). Es hat ihn schlicht nur Stillen interessiert.
Der 2. Bub sollte sechs Monate ausschliesslich stillen und dann breifrei ernährt werden. Pustekuchen. Er hat seit dem 4. Monat Rabatz gemacht am Esstisch, im 5. hab ich nachgegeben und Brei angeboten. Wir waren innerhalb weniger Wochen bei bis zu 1.2 kg (!!!) Brei am Tag- plus Stillen. BLW funktionierte überhaupt nicht, er hat sich an allem verschluckt, und irgendwann hatte ich wirklich keine Lust mehr, ständig ein rot-blau angelaufenes Baby kopfüber auszuschütteln. Jetzt, mit 10 Monaten, fängt er allmählich mit fester Kost an.
Also – die Kinder sind alle komplett unterschiedlich und machen einem einen schönen Strich durch die Planung- wenn man sie nur lässt 🙂

Antworten
Barbara 21. November 2016 - 14:22

Ich hab mir auch vorgestellt so eine entspannte Mutter zu werden und eigentlich klingt das alles logisch und selbstverständlich.
Und dann kann alles ganz anders bzw. mein Kleiner zu früh – 7 Wochen.
Was 3,5 Wochen Intensivstation und Sondenernährung mit sich brachte.
Meine Milch blieb anfangs aus und konnte mit viel Geduld ausschließlich durch abpumpen halbwegs in die Gänge gebracht werden. „Echt“ gestillt habe ich leider nie, da er viel zu schwach war, nach 2,5 Monaten blieb die Milch dann durch den ganzen Stress vollkommen aus. Mit der Umstellung auf Pre-Nahrung ging es meinem Kleinen besser als mir.
Fläschchenmahlzeiten dauerten anfangs fast eine Stunde für ca. 50 ml, irgendwann hat er dann überhaupt nur mehr im Schlaf getrunken, untertags gab es nur Geschrei, wenn man probierte ihn zu füttern. An einen geregelten Tagesablauf oder ausreichende Nachtruhe war 6 Monate lang nicht mehr zu denken. Dazu kommt immer die drohende Angst, dass er zu dünn und zu leicht ist, von seiner Kurve abfällt oder unter die fünfte Perzentille rutscht. Mindestens 3-wöchige Gewichtskontrollen beim Kinderarzt erhöhen den Druck noch.
Wir haben dann Rat bei einer Kinderpsychologin gesucht, wir haben mit ihrer Hilfe auf einen geregelten Tagesablauf umgestellt und das Thema Brei forciert, da weder Baby noch Eltern mit dem Fläschchen gute Erfahrungen gemacht haben.
Anfangs hat dieser Plan auch gut funktioniert und er 8mittlerweile 7,5 Monate) hat gegessen, manchmal mehr, manchmal weniger, aber teilweise sogar mehr als ein Gläschen mittags. Meine selbstgekochten Mahlzeiten mochte er nicht.
Neuerdings stehen wir mit dem Thema Brei, wo wir vor der Umstellung mit dem Thema Fläschchen standen und ich kann das Essen nicht mehr entspannt und lustvoll sehen.
Es endet oftmals damit, dass er (jetzt 9 Monate) nicht isst, seinen Kopf wegdreht und die Lippen zusammenpresst und ich weine, weil ich Angst vor der nächsten Kontrolle habe und es offensichtlich nicht schaffe mein Baby zu ernähren 🙁

Antworten
Bachmann 11. Januar 2017 - 22:19

Hallo jetzt ist dein Baby über ein Jahr. Ist alles überstanden?

Antworten
Laura 27. Januar 2017 - 08:13

Interessiert mich auch, denn bei uns ist es genauso, meine Kleineist jetzt fast 7 Monate alt, hat gute 6 Wochen Mittags 200g Brei gegessen, und nun mag sie absolut nichts mehr, presst die Lippen zusammen und fängt an mit schreien und ich sitze heulend daneben.
Wisst ihr denn nicht nen kleinen Tip?

Fingerfood wurde probiert, möchte sie auch nicht.

Antworten
Anja 27. Januar 2017 - 11:15

Liebe Laura,

dann macht doch einfach eine kleine Brei-Pause und stresst Euch beide nicht so sehr:) Die Beikost-Entwicklung verläuft nicht so geradlinig, wie das die Pläne oft suggerieren. Manchmal stehen gerade andere Entwicklungsschritte im Vordergrund oder das Kind zahnt, wird krank etc.. Dann ist phasenweise wenig bis gar kein Interesse an anderer Kost außer Milch da.
Hab Dein Kind einfach bei den Mahlzeiten mit dabei, biete ihr etwas an, aber stress Dich nicht damit, dass sie davon etwas essen muss.

Alles Gute für Euch und liebe Grüße,

Anja

Antworten
Kathi 5. Januar 2020 - 22:24

Ich habe diesen Beitrag gelesen weil ich sehr unsicher bin und Angst habe, das meine Enkelin nicht genug Essen bekommt. Sie ist jetzt acht Monate alt, wiegt ganz knapp sechs Kilo. Sie bekommt früh diese Flaschennahrung, Mittags Brei aber immer nur die selbe Menge. Egal ob sie noch Hunger hat. Und denn hat sie, man sieht ja wie sie sich benimmt. Nachmittags gibt’s Zwieback mit Wasser und ein Becher Fruchtmus. Alles streng angemessen. Abends Grießbrei ohne Zucker wieder mit diesem Mus. Muss man denn bei so einem Leichtgewicht so streng sein? Was sagen Sie denn als Hebamme dazu?

Anja 8. Januar 2020 - 10:06

Liebe Kathi,

die Beikost soll in diesem Alter die noch immer sehr wichtige Muttermilch/ Pre-Milch (bei nicht gestillten Kindern) ergänzen und nicht komplett ersetzen. Das Baby soll also weiterhin neben der Beikost nach Bedarf gestillt werden. Ob das Gewicht für das Alter passt, ist abhängig vom Geburtsgewicht, der Körpergröße und auch der bisherigen Gewichtsentwicklung. Als grobe Orientierung kann man sagen, dass eine Baby bei gutem Gedeihen mit gut vier Monaten das Geburtsgewicht verdoppelt und mit 10 bis 16 Monaten verdreifacht hat. Bei den regelmäßigen U-Untersuchungen beim Kinderarzt wird der Verlauf anhand der Gewichtsperzentilen beurteilt.Was sagt der denn zum Verlauf?
Ich würde bei Sorgen und Unsicherheiten auf jeden Fall eine Beikostberatung z.B. durch die betreuende Hebamme empfehlen- diese Leistung wird auch von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Herzliche Grüße,
Anja

Melanie 13. Februar 2017 - 06:41

Hallo Barbara

Mir geht es genauso. Mein Kleiner kam im Juni 2016 auch sieben Wochen zu früh. Er hat auch nie besonders gut oder viel Milch getrunken. Muttermilch gabs über abpumpen 10 Wochen lange dann hatte ich nicht mehr genug. Er haz dann schon mit knapp vier Monaten mit Brei angefangen, auch mit Begeisterung. Das Problem ist nur das er nur acht Wochen später jegliches Milchfläschen verweigert hat. Mein Kinderartzt liegt mir in den Ohren das er fünf Mahlzeiten zu sich nehmen soll. Ich aber bin teilweise froh wenn er drei nimmt. Vor Weihnachten hat er so schlecht gegessen das ich mit ihm zum Arzt bin, ohne Ergebniss. Er nimmt zu aber nur langsam, wächst dafür aber sehr schnell.
Ich würde mich freuen wenn wir uns noch ein bißchen über das Thema austauschen könnten.

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Jenny 18. Juni 2016 - 23:01

Wow! Ein großartiger Artikel, der toll informiert und ganz offen hält, welche Ernährungsform (Brei oder Breifrei) man nun wählt. Er zeigt Möglichkeiten auf und erklärt, was es zu beachten gilt. Toll!

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Madita 15. Januar 2016 - 19:38

Toller Artikel, aber ich habe folgendes Problem :Ich stille voll und wollte nun anfangen Beikost anzubieten. (Baby 6 Monate )er isst auch mit Begeisterung und kleckert nicht vom Löffel. Aber Stunden später hat er arge Darmprobleme.Er krümmt sich vor schmerzen und weint herzzereizend.Ach ja ich hab ihm Bio kürbis gegeben.Woran kann das liegen.

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Biene 19. Juni 2016 - 18:54

Der Darm des Kindes ist noch nicht ausgereift und man kann einem Kind mit 6 Monaten beikost anbieten, muss man aber nicht. Warum das Mäuschen quälen , wenn der Körper offenbar noch nicht bereit ist?

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Franzi 15. Januar 2016 - 16:13

Liebe Anja,

endlich ein Artikel, der mir aus der Seele spricht!! Vielen lieben Dank dafür, jetzt kann die Beikostphase beginnen 🙂

Herzliche Grüße

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Christina Law-McLean 23. August 2015 - 12:31

Danke! Super Zusammenfassung. Das Phänomen kenne ich aus meinen Gruppen nur zu gut!

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Mo Zart 16. Februar 2015 - 23:43

Liebe Anja,

bei mir hat es gerade klick gemacht, und dafür danke ich Dir sehr. Wie gerne hätte ich bei meinem ersten Kind auf unsere Bedürfnisse gehört und zugefüttert, wenn wir alle Lust dazu gehabt hätten. Ich musste aber auch den schreienden Mund benutzen, um Brei reinzukriegen. Für Beikost waren wir beide nicht bereit, eher eine Art Verzweiflungsakt, weil das Bauchweh nicht erkannt und behandelt wurde und monatelang Foltermaß annahm. Andere Geschichte.

Jetzt beim zweiten Kind will ich das anders, stehe aber vor dem Problem, dass ich zurück in den Job muss und deswegen mit einem Jahr tagsüber einfach nicht mehr werde stillen können. Bis dahin MUSS es also einfach klappen – und schon ist man wieder drin in stressigen Beikostplänen. Und Du schreibst: Wenn man zeitlichen Druck hat, einfach auf Fläschchennahrung umstellen. Warum bin ich da nicht drauf gekommen? Fühle mich total befreit von allem Druck und bin jetzt voller Mut, diesmal entlang unserer Bedürfnisse zu stillen und mit Beikost anzufangen, am liebsten ohne Brei.

Danke!
Liebe Grüße, Mo

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Liliana Soggiu Hebamme Berlin 3. Januar 2015 - 15:12

Sehr schön

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Marianne 26. November 2014 - 22:52

Ah, die Debatte ist schön. Es freut mich, daß so munter Meinungen und irgendwelches Wissen ausgetauscht wird…
Und ich habe Lust meine Erfahrung zu schildern:
Ich habe Allein entbunden, habe mich von niemandem Beraten lassen, alles selbst gelernt, es ging so gut, wie es eben gehen muss. Die Evolution hat uns Jahrtausende lang auf das AUblaufprogramm der Fortpflanzung geeicht, es ist in unseren Genen, wir müssen hinhören!
So schnell, wie die Technik sich entwickelt hat, sind unsere Grundbedürfnisse, die solange gereift sind, nicht im Wandel, zwei oder drei Jahrhunderte sind lächerlich!
Man Bedenke: Aus dem Schriftwechsel Mozarts mit seinem Vater ist zu entnehmen, daß es in dieser Zeit völlig normal war die Kinder mit blankem Wasser zu ernähren (jetzt erscheint die hohe Kindersterblichkeitsrate in einem ganz anderen Licht…)
Zurück zu meinem Kind:
Ich habe in gleich nach der Geburt angelegt. Aber dann zwei, drei Tage lang, wollte er nicht, kam auch nix. Und bald darauf wurde mein Kind zu einer lebendigen Milchpumpe.
Ich stille ihn nach Bedarf und das war manchmal echt viel. Als er etwa sieben Monate alt war hatte ich immer noch kein Gramm mehr auf den Rippen, ich hatte immer Angst klapperdürr zu werden. Schließlich griff ich zu Schlagsahne, ein bis zwei Becher und das monatelang (nicht für ihn, für mich!).
Er hatte das Recht an allem dran rumzunagen, was ihn interessierte. Ich habe nie einen Brei gekocht.
Es gab Phasen, an denen er fast ausschließlich ein oder zwei bestimmte Lebensmittel akzeptierte. Unter anderem gekochten Knoblauch (etwa mit 18 Monaten).
Es gab keine Essenszeiten für ihn – für mich auch nicht richtig, weil man, wenn man fast zwei Jahren vollstillt ganz schön was zwischen die Kiemen braucht.
Jetzt wird der Lütte bald drei Jahre alt und langsam wird die Milch weniger, richtig wenig manchmal. Jetzt ist er in einem Alter, in dem sein Verstand erfassen kann, daß Milchmachen ein körperlicher Aufwand ist und ins-Leere-nuckeln wehtun kann. Er drückt seine traurigkeit mit Worten aus und weiß, was auf ihn zukommt: die milchlose Restzeit seines Lebens.

Ich bin dankbar dafür, daß ich den Weg gehen kann, der mir für mich und mein Kind am Besten erscheint und ich erkenne jeden anderen Weg als genau so „richtig“ an.

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Carla 5. Mai 2014 - 07:57

Jaja, genau so hatte ich mir das vorgestellt. Klingt in der Theorie auch schön und einleuchtend. Passt nur leider nicht auf mein Kind. Essen ist bei uns schon immer ein schwieriges Thema. Erst die Umgewöhnung von Magensonde auf Mumi-Fläschchen, dann von den Fläschchen zur Brust (nicht mein Fehler…wurde vom KH diktiert und ich hatte einfach nicht die Kraft zu diskutieren. Aber das ist ein anderes (trauriges) Thema).
Brei „funktioniert“ erst seit ein paar Wochen einigermaßen und sie ist jetzt 13 Monate. An zerdrücken statt pürieren ist nicht zu denken – schon gar nicht nach dem 8. Monat. Fingerfood wird geliebt, aber nur in Homöopathischen Mengen. Und weil ich es hasse, mein selbstgekochtes Essen dauernd wegzuschmeißen, gibt es in schwierigen Phasen einfach doofe Gläschen.

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Anja 5. Mai 2014 - 09:11

Liebe Carla,

da Ihr ja scheinbar einen sehr schweren Essstart hattet, gelten da natürlich oft andere „Regeln“. Kinder, die mit Sonde als Säugling ernährt wurden, haben ja relativ häufig so genannte Fütterstörungen (ohne Euch da jetzt eine Diagnose aufdrücken zu wollen). Da müssen dann andere Wege gegangen werden und oft muss da von Elternseite eine wesentlich größere Portion Geduld mitgebracht werden. Ich kenne das von Frühcheneltern, bei denen ja oft noch parallel die Sorge besteht, ob das Kind auch ausreichend gedeiht, weil es in der Regel kleiner und zarter ist. Deshalb großen Respekt an Dich, daß Du Deiner Tochter die Zeit und Geduld gibst, die sie zum Essenlernen braucht. Wenn das Thema doch mal zu stressig für Euch wird, gibt es auch gute Unterstützungsangebote im Bereich der sogenannten Fütterstörungen. Und Du kommst ganz sicher nicht wegen der Gläschen in die „Mutterhölle“;) Also mach einfach so weiter, wie es für euch passt und stressfrei machbar ist. Ansonsten wäre einmal große Menge kochen und in Eiswürfelportionen einfrieren noch eine gute Variante, um schnell kleine Beikostmengen parat zu haben. Alles Gute für Euch und liebe Grüße, Anja

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myklein 18. April 2014 - 15:09

Die Seitenhiebe gegen die Babynahrungshersteller finde ich unnötig, da sie nicht inhaltlich gefüllt sind. Natürlich wird da jede Menge Mist mit zu viel Zucker oder Salz usw angeboten. Es gibt aber auch tolle Produkte, man muss sich eben die Mühe machen genau nachzulesen. Im Reformhaus gibts da auch ganz tolle Ware.
Extrem anstrengend fand ich beim ersten Kind den Druck von Hebammen, Beki Beraterinnen und anderen Müttern auch ja nur alles selber zu kochen. Und das klingt in diesem Artikel auch durch. Da habe ich gekocht wie verrückt, das Kind hats nicht gegessen, ich hab alles weggeworfen und wir waren beide frustriert. Bei Nr. 2 und 3 hab ich mir den Stress nicht mehr gemacht. Da gabs dann hochwertige Gläschen die anfangs auch nicht unbedingt gegessen wurden. und die so entstandene Zeit hab ich ganz entspannt mit dem Kind verbracht… Und die Menge… mit der kann man sich bei selbst gekochten Portionen genauso vertun wie Herr Hipp. Na und. Kleine Portionen erwärmen und denRest morgen essen…

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Brett 4. Dezember 2014 - 10:59

Ich habe nie extra für mein Baby kochen müssen, und auch nie Gläschen verfüttert. Unsere Tochter hat von Anfang an bei uns mitgegessen, wenn sie wollte, und püriert habe ich ihr auch nur ganz selten was davon. (Vieleicht sollte man sich weniger darüber wundern, dass Kinder noch lange ins Schulalter hinein alles nur geatscht und püriert haben wollen, wenn man ihnen von Anfang an aberzieht, beim Essen verschiedene Texturen wahrzunehmen.) So spart man Zeit, Geld, und ist unabhängig.
Die „Seitenhiebe“ finde ich durchaus gerechtfertigt. Ist ja schön und praktisch, dass man Zugang zu Fertignahrung hat, aber bei Babys und Kleinkindern wird überproportional viel davon verfüttert (ich esse doch auch nicht jeden Tag Pizza – selbst keine Bio-Pizza), und fast jeder(!!) Beikostplan ist darauf ausgerichtet, was zu einem Monopol der Hersteller am Esstisch führt. Die Leute sind so gepolt auf Brei aus Gläschen (und auf Brei überhaupt), dass sie gar nicht auf die Idee kommen, was anderes zu geben, und davon profitieren weder Kinder noch Eltern.
Dass man sich von einer Kritik an Breiglasdominierten Beikostentwürfen gleich persönlich angegriffen fühlt, und sich meint, rechtfertigen zu müssen, ist übrigens eine typische reaktion auf das Gefühl, am Ideal (ich koche alles für mein Kind, ich bin die Ideale Mama) gescheitert zu sein. Es wird dann kurzum zum Feindbild erklärt („Der Druck von [außen]…“). Warum müssen wir uns das antun? Ist doch okay, dass das bei Ihnen nicht geklappt hat. Ihre kinder sind sicher auch mit gläschen großgeworden. Wär doch trotzdem schön, wenn Familien in Zukunft weniger Stress haben, und dabei trotzdem weniger abhängig von fremdproduzierter Fertignahrung sind.

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amelisa.tv 16. Februar 2014 - 10:44

Endlich mal klare Worte im Sinne der Kinder! Wir sind dabei.Toll!
Und danke. Ansonsten wird man ja meistens und am liebsten auch von Müttern selbst nur unter Druck gesetzt. Wir haben nächste Woche auch einen Beitrag zum Thema Beikost auf unserer Seite. Schaut doch mal rein!www.amelisa.tv

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Chris_p 15. Februar 2014 - 14:27

Super Artikel!!!

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Lisa 4. Februar 2014 - 05:53

Oh ja, leider habe ich mich beim ersten Baby auch sehr verunsichern und stressen lassen – von wem? Wahrscheinlich durch die Babynahrungsindustrie. Denn überall, wo ich las, hieß es: es wird mit Einführung der Beikost eine (Still-) Mahlzeit nach der anderen ERSETZT!

Nun mochte Baby den Brei nicht und Mami war verzweifelt, denn es hieß ja: ERSETZEN! Also früher oder später die (Still-) Mahlzeit WEGZULASSEN.
Baby aß aber nichts, wollte nur Mamamilch, obwohl es sich durchaus für die Teller von Mami und Papi interessierte.
Ein Stilltreffen der LLL brachte Beruhigung und manch guten Tipp.
Zunächst wurde die Beikost vertagt. Immer wieder. Und munter nach Bedarf weitergestillt. Bis Baby ca. 10 Monate alt war und der erste Zahn durch kam. Von da an nahm sich Baby vom Familientisch, was es wollte. Anfangs Mini-Häppchen, aber irgendwann kam dann der eigene Teller. Und man kann natürlich auch Fingerfood mit Rapsöl zubereiten. Immer nach dem Motto: ich bestimme was (Wertwolles) auf den Tisch kommt und Du darfst essen was Du magst. Fingerfood war für uns die Lösung. Auch heute, mit 4 Jahren, mag Baby nicht gerne „Brei“ essen, also Grießbrei & Co. Ebenso das Babygeschwister mit 1,5 Jahren. Noch so ein Breiverweigerer.

Liebe Mütter, bitte stillt/füttert mit der Beikosteinführung weiter nach Bedarf nebenher! Lasst Euch nicht einreden, dass mit Beikosteinführung nicht mehr gestillt wird oder werden darf oder es dann Fläschchen geben muss! WHO und UNICEF empfehlen die Beikosteinführung mit ca. 6 Monaten und das Teilstillen bis mindestens zum vollendeten 2. Lebensjahr.

Liebe Stillgrüße
Lisa

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Wer braucht den Brei denn nun wirklich? 15. September 2013 - 08:31

[…] ja, das ewige Thema Beikost … und da in Deutschland nun auch das Baby-led weaning zunehmend bekannter wird – eine […]

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Juli 21. Juli 2013 - 22:26

Sehr schön zusammengefasst und toll geschrieben. Ich bin ein grosser Fan deines Blogs und werde sicher das ein oder andere noch mit in unsere Ernährung einfliessen lassen.
Vielen Dank!

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Nora 20. Juli 2013 - 09:36

Danke für diesen wunderschönen Artikel!
Besonders der 1. Teil hat mir aus der Seele gesprochen. Der 2., in dem es konkret um Beikost geht ist ergänzungswürdig: habe unserem Sohn auch Bilderbuchmäßig ab dem 6. Monat Karottenbrei angeboten. Eh er überhaupt den Mund aufgemacht hat, als ein Löffel ankam, war er 10 Monate. Und seit dem aß er über Monate hinweg nur 1-3 Löffel täglich. Das schlimme: der gesellschahftliche Druck, dass ich Sohnemann über ein Jahr fast voll gestillt habe (selbst Medizinstudenten meinten, da käme dann nur noch Wasser). Nur zu Info: Sohnemann war sowohl größen- als auch Gewichtstechnisch immer auf der 97. Perzentile. Jetzt ist er gut 13 Monate alt und ZACK konnten wir gestern 2 Mahlzeiten auf einmal ersetzen. (Übrigens ging Babybrei noch nie, stattdessen gibt es selbstgemachte Karotten-Ingwersuppe oder ähnliches. Oliven stehen auch hoch im Kurz. Und Physalis und Johannisbeeren und ….)

Bei vielen Babys macht es einfach irgendwann Klick im Kopf und dann geht’s auch mit dem Essen los. Und wenn das irgendwann im 2. Lebensjahr ist…. Mehr Entspannung bitte!

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Juli 21. Juli 2013 - 22:24

Liebe Nora, fraglich wer sich zu so einer Aussage hinreissen lässt, das am Ende des 1. Lj nur noch Wasser aus der Mutterbrust kommt. Abgesehen davon könnte selbst “ Wasser“ noch genügend Immunglobuline enthalten um entscheidend zur Infektabwehr des Kindes beizutragen. Die WHO empfiehlt stillen mindestens für 6 Monate und bestenfalls bis zum Ende des 1. Lj bzw. ist ein positiver Effekt für die Immunabwehr durch das Stillen bis zum 2. Lj nachgewisen. Das sollten Medizinstudenten aber wissen. (http://whqlibdoc.who.int/hq/1991/WHO_CDD_SER_91.14.pdf)

Liebe Grüße, Julia (Mutter,Medizinstudentin, Krankenschwester und Tochter einer Hebamme)

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Linda 14. April 2016 - 14:25

Vielen lieben Dank für erstens den mega tollen Artikel und zweitens die tolle Antwort. Du sprichst mir wirklich aus der Seele. Gehöre auch nicht zu den Mamas die im achten Monat abgestillt haben, ist auch gar nicht schlimm, das musste ich aber erst lernen, denn der Plan war eigentlich anders. Der gesellschaftliche Zwang ist wirklich (unglaublich eigentlich) sehr sehr groß. Von allen Seiten kommen ‚gut‘ gemeinte Ratschläge und Meinungsäußerungen, die einen dann ja doch irgendwie zum Nachdenken bringen und vom eigentlich, wie ich finde, Wichtigsten, nämlich dem ‚Mama-Bauchgefühl‘, entfernen. Deshalb mit Mama-Verstand dran bleiben und auf das ‚Klick‘ warten, dann sollte es doch klappen :).

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Jule 19. Juli 2013 - 15:38

Sehr schön geschrieben!

Ich hab mir und meiner Kleinen (nun 9 Monate) nie Stress gemacht. Sie wird immer noch gestillt, nebenbei gehen wir die Beikost mittels BLW an- viel Fingerfood, aber auch Brei – aber selbergemacht und nur grob püriert! Sie macht das prima, aber wenn sie nicht will will sie nicht.

lg

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Ylva 13. Oktober 2017 - 21:00

Ein wirklich schöner Artikel, und ich wünsche wir könnten es so entspannt angehen. Wir leben in der Schweiz,wo es nur 14 Wochen Mutterschutz gibt. Ich hatte noch unbezahlten Urlaub dazu, muss nun aber wieder arbeiten, meine Kleine ist nun mit 7 Monaten in der Krippeneingewöhnung.

Das läuft ernährungstechnisch furchtbar. Sie wurde voll nach Bedarf gestillt und hat nie eine Flasche akzeptiert. In der Stillberatung zur Krippenvorbereitung wurde uns geraten, sie möglichst stark auf Brei umzustellen, so dass sie die ganzen Tage in die Krippe kann. Nun nimmt sie immer noch keine Flasche, isst wenig Brei, und verweigert in der Krippe jegliche Nahrungsaufnahme, hat dort schon 8 Stunden verbracht ohne zu essen oder trinken. Davor, danach und nachts trinkt sie dann wahnsinnig viel an der Brust und ich bin am verzweifeln weil ich ihr gerne helfen möchte, aber wieder arbeiten muss.

Antworten
lea 26. Oktober 2017 - 21:11

Das ist wirklich traurig :(Mein Sohn ist fast 7 Monate alt und ich werde übernächste Woche auch in Teilzeit wieder anfangen, bin aber total flexibel und kann auch von zu Hause arbeiten. Die anderen 50% Betreuung übernimmt mein Mann. Ich frage mich zwar schon, wie und ob es klappen wird (und ob ich wirklich zu was komme), aber immerhin haben wir nicht so einen Druck. Bei dem Thema merkt man halt schon, dass es irgendwie entspannter wäre, wenn die Mütter länger zu Hause sein könnten – auch wenn ich ansonsten total für Wahlfreiheit und faire Aufgabenteilung bin.
Ist Homeoffice, zumindest teilweise, für dich eine Option? Gibt es in der Schweiz auch Anrecht auf (bezahlte) Stillpausen während der Arbeit (gibt es in D)? Könntest du mittags zur Krippe fahren und stillen? Ich wünsche euch alles Gute!

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Julia von Mama, Couch & Coach 29. Mai 2013 - 21:17

Genial! Vielen Dank für diese tolle Zusammenfassung! Unser Sohn ist jetzt 15 Wochen alt und das Thema jetzt aktuell wird.
Danke auch an die Nido für den Tipp!

LG
Julia

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mela 23. Mai 2013 - 10:23

In haltlich ist der text ganz wunderbar.. allerdings kann man es nicht auf jedes baby/kind umlegen

mein sohn ist jetzt ein halbes jahr alt und hat von jetzt auf morgen einfach die Prenahrung verweigert.. ich habe 4 monate gestillt bis nichts mehr kam und musste vorher schon zufüttern..und nun ist nichts mit Beikost weil der kleine Herr der Meinung ist ..das was Mama auf dem Teller hat sieht leckerer aus.. kein Fläschen mehr ganz egal mit welchen tricks wir gearbeitet haben..er isst am liebsten kartoffel-karottenpürree und spinat.. und kaut liebend gerne brotkrusten .. und dass babys keinen Tee oder Wasser brauchen in dem Alter wollte mir das Krankenhaus nebst Hebamme auch weismachen.. der Kleine hatte von Anfang an Durst und wollte frisches Wasser oder Tee trinken und hat es auch regelrecht eingefordert.. Er trinkt gerne Fencheltee und den bekommt er auch.. im Wechsel mit anderen Teesorten

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Lucy 18. April 2015 - 07:06

Warum hast du ihm nicht einfach gegeben was bei dir am Teller lag bzw eine geeignete Auswahl davon????

Wasser und Tee eingefordert: wie soll ein Baby einfordern was es garnicht kennt? War es nicht eher deine Erwartungshaltung und ev Situationsbedingte Hilflosigkeit, die dich das glauben und anbieten ließ ?

An sich ist es bei Mumi so, dass anfangs wässerige Milch zum Durstlöschen kommt. Die Art der Milchzusammensetzung kann ein Baby durch Nuckeltempo und Wechsel der Brust etwas mitbestimmen bzw stimulieren.

Vielleicht lag war der Fehler schon früher im System: warum PRE statt Busen? Gehörtest du wirklich zu den 0,000irgendwas Frauen die tatsächlich stillunfähig sind??

Bevor man einem PRE Baby Wasser und Tee gibt, wäre dünnere PRE sinnvoller…..bei euch war der Anfang schon etwas holprig: statt Stillen nach Bedarf – PRE und Tee, und auch danach liest es sich krampfig, wenn von Tricks etc die Rede ist. Sicher , dass dies von deinem Kind ausging und nicht von dir und deiner Unsicherheit bzw deinen Vorstellungen?

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Gertje 24. August 2015 - 15:28

Na Super! Das war ja wohl völlig unnötig, mela hier so fertig zu machen. Wenn es bei ihr so gut geklappt hat, warum denn nicht!
melas Eintrag ist, wenn Sie das mal gelesen haben, von 2013!Ihr Kind ist also schon mindestens 2 Jahre alt!
Außerdem kenne Sie hier nicht die genauen Umstände, warum mela nicht länger als 4 Monate stillen konnte. Stress, eigene Unsicherheiten aus früheren Jahren, Eltern oder Schwiegereltern die Stress machen, ein eifersüchtiger Vater, der indirekt seiner Frau suggeriert, sie könne nicht stillen, ein unruhiges Baby, das alle stündlich kommt oder nur nuckelt, statt zu saugen, ausgelaugte mela, weil Baby fast nur nachts schreit, oder überhaupt viel schreit, komplizierte Geburt mit evtl. Klinikaufenthalt für das Baby?, usw. usf.! Es gibt so viele Ursachen, warum eine Mutter nur kurz oder gar nicht stillen kann oder möchte. Und wenn man dann KEINE Unterstützung z.B. von einer Hebamme bekommt, weil einfach keine mehr für mela da war (siehe die heftige Diskussionen auf dieser Plattform zur Hebammenunterversorgung dank unserer „lieben“ Politik und den ach so tollen Versicherungen!) wer kann es einem verdenken, wenn Frau da mit ihrem Baby einen eigenen Weg geht. Außerdem wurde ja wohl im Bericht von Anja ganz deutlich gemacht, dass JEDES Baby sein eigenes Tempo bei der Beikostbereitschaft hat!
Und mal ganz erhlich:wenn ich ein schreiendes Baby habe und ich ausprobiere, was das Baby möchte und es mit Fencheltee/Wasser aus der Flasche zufrieden ist, warum dann nicht abwechselnde ungesüßte Tees und Wasser anbieten.

Es gibt so viele Kinder die ab der Beikost, bzw. ab der vollständigen Umstellung auf feste Nahrung viel zu wenig trinken, da hat mela doch wohl mit ihrem Kind absolutes Glück! So lange ihr Kind auch weiterhin gedeiht, sprich wächst, langsam an Gewicht zunimmt und munter ist, ist doch alles im grünen Bereich!!!

Also in Zukunft doch bitte mal genauer die Wortwahl bedenken, bevor Sie hier in die typische „Ich weiß alles besser Kommentare“ verfallen, die das Leben von uns Eltern so zermürben können. Dabei sorgen Politiker, Autoren von sog. Ratgebern und so viele Möchte-Gern-Erzieher schon für genug Unsicherheiten, da brauchen wir Eltern uns nicht auch noch gegenseitig fertig machen.

Antworten
Ann-Kathrin 7. Mai 2013 - 22:57

Liebe Anja,
sehr schöner Beitrag, fundiert und auf aktuellen Ergebnissen und Leitlinien basierend.
Kann nicht besser sein! 🙂

Antworten
Christine 28. April 2013 - 09:58

Ich bin Mutter eines nun 19 Monate alten Mädchens. Mir fiel die Umstellung vom Stillen auf andere Kost auch sehr schwer. Und der letzte Schritt steht mir noch bevor, da ich sie morgens und abends noch stille. Dabei kommt keine ganze Mahlzeit mehr zustande und es ist eher unsere Kuschelzeit denn Nahrungsaufnahme…

Aber ich schreibe diesen Kommentar aus einem anderen Grund: Es fiel mir so schwer mein Kind auf andere Kost umzustellen, weil ich selber in meiner Nahrungsaufnahme zutiefst gestört bin. Durch den ewigen in meiner Umwelt propagierten Diätwahn habe ich das Gefühl für meinen Körper zum Teil verloren. Deshalb habe ich Angst, dass ich mein Essverhalten auf meine Tochter projeziere.
Ich versuche sie zusatzstoffarm und abwechslungsreich zu ernähren. Aber wie viel ist gut für sie? Isst sie nun das Essen nicht, weil es ihr nicht schmeckt oder weil sie satt ist? Ich bin da total verunsichert und froh, dass mir in der KiTa zum Teil die Verantwortung dafür abgenommen wird.

Ürigens isst meine Tochter total gerne frisches, trockenes Brot und trinkt dazu Wasser. Das hört sich spartanisch an, aber sie macht es glücklich.

Antworten
Mina 20. April 2013 - 10:16

Und noch ein kleiner Kommentar. Ich finde das BLW-Konzept interessant und wenns zu meinem Kind passt, würde ich das auch gern versuchen.
Nur finde ich, so wenig „ursprünglich“ ist Brei nicht. In einer abgelegenen Region in Asien erzählte mir eine Bekannte, wie bei ihnen Babies traditionell gefüttert werden/wurden: mit von der fütternden Person vorgekautem Essen- BREI!

Antworten
emma 11. April 2013 - 13:52

Hallo,

ich habe leider im Moment keine Zeit mir alle schon geposteten Kommentare durch zu lesen, obwohl es ganz sicher interessant wäre.
Ich bin in letzter Zeit häufiger- und insbesondere von Erstlingsmüttern- über fingerfood aufgeklärt worden.
Nach längerem Überlegungen habe ich mich aber ganz bewusst entschieden bei meinem 2. Kind nun auch Brei zu kochen. Meine Argumente pro:
– ausgewogene Zusammensetzung ist möglich (und auch die Beigabe von Öl!) und kann täglich variiert werden.
– keine Zusatzstoffe und Gewürze ( isst das Kind fingerfood vom Familienessen ist dies oft nicht gewährleistet)
– Füttern empfinde ich bei einem Baby als sehr natürlich. Man wendet sich dem Kind zu, lässt ihm seine ungeteilte Aufmerksamkeit zu kommen. Anfangs habe ich meinen Sohn auch immer auf dem Schoss gehabt, was einfach kuschelig ist.
– auch wenn es verstaubt und überholt klingt, aber essen ist kein Spielzeug. Auch wenn wir im Überfluss leben sollten wir uns gelegentlich darüber klar werden, welche Mühe dahinter steckt, unsere Möhren, Kartoffeln und Co auf den Tisch zu bringen. Landet regelmäßig mehr im Müll als im Magen, hat das für mich eine gewisse Wertlosigkeit
– es spricht nichts dagegen, auch Breikindern zusätzlich! fingerfood zu geben. Das stärkt Feinmotorik und Selbstvertrauen ganz ohne Frage!

So, mir würden nach viele Argumente mehr einfallen, denn ich war und bleibe Breifan. Der Geschmack eines guten Breis aus frischen Zutaten ist einfach lecker!
Ach ja, wenn jetzt das Argument kommt, das Kind würde ja nicht sehen, was im Brei steckt und keine geschmacklichen Differenzen entwickeln können: Liebe Leute: was steckt im Brot? Seht ihr das Schwein vor euch, wenn ihr Schweinefleich esst?…

In diesem Sinne macht es alle, wie ihr es für richtig haltet. Solange etwas dem Kind nicht schadet, aus Überzeugung und mit Liebe getan wird ist es meiner Meinung nach richtig!
Aber bitte liebe fingerfood-Verfechter lasst uns Breiliebhaber mit Besserwisserei in Ruh!

Viele Grüße, Emma

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Stefan 10. April 2013 - 01:05

Schaut euch doch auch mal BLW und Fingerfood an. Kinder können so einen natürlicheren Zugang zu den Nahrungsmitteln bekommen als durch Brei.

Antworten
DDMama 9. April 2013 - 19:22

Was ich bei der Beikosteinführung – wie bei vielen Kinderthemen – nicht gut finde, ist jede Form von absolutistischer Meinungsverteidigung im Sinne „nur wie ICH es mache, ist es richtig“ –> also: „ICH habe mit 12 Monaten erst mit Beikost angefangen, wie kannst DU deinem armen Kind nur antun, schon mit vier Monaten Brei essen zu müsssen; das dies dein Kind WILL, kann ja überhaupt nicht möglich sein, genau wie nicht möglich sien kann, daß sich ein Kind unter einem Jahr von allein abstillt!“

Bei sowas geht mir die Hutschnur hoch. Weil eben jedes Kind anders ist.

Weil es eben Kinder gibt, die mit 6 Monaten von einem Tag zum anderen vom Vollstiller zum Totalverweigerer werden und dann sofort Schnitte verlangen, ja regelreicht einfordern, essen und problemlos vertragen. Und die es eben NICHT mögen, wochenlang das selbe Mittagessen zu bekommen, sondern die es vorziehen, jeden Tag Abwechslung zu haben; die spätestens, wenn es zum 3. Mal hintereinander den selben Brei gibt, wiederum zum Totalverweigerer werden, aber etwas Neues begierig hinterschlingen. Und die es auch vertragen, wenn man alle zwei oder drei Tage ein neues Nahrungsmittel einführt und eben nicht alle zwei oder drei Wochen.

Genauso wie es Kinder gibt, bei denen genau das eben NICHT geht…

Laßt das Kind, gemeinsam mit der Intuition seiner Mutter, entscheiden, und alles wird gut!

Antworten
sommerelfe 9. April 2013 - 12:04

super Artikel! Wir halten das ja auch sehr locker. Wie verbissen gerade die ältere Generation so einem Breiplan hinterherjammert. Und dann geben wir ihm einen Paprikaschnitz einfach in die Hand!!! (empörte Blicke) 🙂

Antworten
Lena 8. April 2013 - 23:35

Vielen Dank für diese tolle Zusammenfassung!
Kinderärtze bestehen ja mittlerweile häufig schon auf die Beikosteinführung ab der 17. Lebenswoche und wenn man da nicht mitspielt wird einem ganz gerne mal über die Allergie-Schiene versucht ein schlechtes Gewissen zu machen und auch die Still-/Beikost-Richtlienen der WHO sind dann nicht mehr gut genug. Da machen diese Infos doch gleich wieder mehr Mut dem eigenen Baby und Instik zu vertrauen 🙂

Antworten
klepotore 18. November 2014 - 10:33

tja…in dem Fall habe ich meinen Kinderarzt einfach angelogen und auf die Frage, ob wir schon Beikost eingeführt hätten immer fleißig bejaht. Ich spreche den meisten Kinderärzten jegliche Kompetenz bei Beikost und Stillen ab. Meine Tochter war und ist gesund und fröhlich und das ohne Beikost ab 17. Woche…

Antworten
melanie 8. April 2013 - 21:47

ja, schön gesagt.
An colli: ein Kind, dass dauerhaft unter Verstopfung leidet, kann offensichtlich feste Nahrung noch nicht gut verarbeiten…
keinesfalls sollten dauerhaft solcherlei Maßnahmen nötig sein.
Wenn gestillt wird, würde ich erstmal wieder alles streichen und stillen und es dann langsam nochmal versuchen, sofern das Kind mag. Bei Flaschenfütterung ebenfalls, allerdings nicht ganz so entspannt, denn da brauch das Kindlein tatsächlich rascher mehr als Milch.
Meine 4 Kinder haben erst mit 8, 11,13 bzw eines erst mit 17 Monaten etwa außer Muttermilch zu essen -davor alles verweigert..auch sie sind gesunde Kinder, gute und problemlose Esser geworden.
Solange es dem Kind gut geht, sollte man es einfach machen lassen.

Antworten
Anja 8. April 2013 - 20:11

Da ist natürlich die erste Frage, was das Kind bekommt. Die in Deutschland als „Erstgemüse“ so sehr verehrte Karotte macht gerne diese Problematik. Fenchel oder Zucchini wird oft besser vertragen. Etwas Birne zu jeder Mahlzeit wirkt stuhlauflockernd. Dann muss natürlich noch geschaut werden, dass es genug Flüssigkeit aus Muttermilch/Prenahrung bzw. Wasser zum Trinken bekommt. Eine individuelle Beikostberatung (bei Hebamme oder Kinderarzt, die sich damit auskennen. Nein, leider tun das nicht alle…) ist bestimmt hilfreicher als die bisher empfohlenen „Abführmaßnahmen“. Ich hoffe, es gibt dieses Angebot in Deiner Nähe.

Antworten
colli86 8. April 2013 - 19:31

Schöne Übersicht, aber was sollen Eltern machen, wenn das Baby seit Beikoststart unter Verstopfung leidet. Tipps von Hebammen und Ärzten waren Einläufe, Lactulose, Fieberthermometer.

Antworten
sommerelfe 9. April 2013 - 12:01

Trinken, trinken, trinken.
Und Apfelbrei hilft auch wunder bei uns 😉
(wo bei man sagen muss, dass wir noch keine richtige Verstopfung hatten, sondern sich lediglich der Stuhl im Vergleich zum reinen „Milchstuhl“ wesentlich verfestigt hatte)

Antworten
Mina 20. April 2013 - 10:12

WIR? Bitte, liebe Eltern, achtet doch drauf, wann das WIR passt und wann nicht. 😉
Wir waren spazieren passt, WIR hatten heute noch keine volle Windel oder WIR haben 3-Monatskoliken oder WIR lernen gerade lesen passt eher nicht.

Antworten
TG 18. Januar 2014 - 19:55

Meine Antwort kommt spät und das Problem hat sich sicher schon erledigt. Falls ein anderer Leser in der gleichen Situation ist:
War bei uns auch so, unser Kind war chronisch verstopft ab Beikostbeginn. Fieberthermometer ist nicht gut, führt zur Gewöhnung, das Kind kann dann vielleicht nur mehr so sein Geschäft verrichten. Abführmittel sind auf Dauer auch nicht sinnvoll. Auf Rat einer Hebamme hatten wir gute Erfahrungen mit Laktulose. Immer die ganze Tagesdosis auf einmal ins Morgenmilchflascherl und die Stuhlkonsistenz hat gepasst. Beim Weglassen sofort wieder Verstopfung. Ging ein halbes Jahr so. Dann war der Stuhl mal weicher, wir ließen die Laktulose weg und von da an hats gepasst. Laktulose schadet dem Körper nicht und kann auch über einen längeren Zeitraum angewendet werden. Wird oft auch bei alten Leuten verwendet, da gibt’s diese Probleme ja auch häufig.

Antworten
Lore 27. August 2020 - 20:25

Danke für den Artikel, bin immer für entspannten Umgang mit Babies. Bin nur über folgendes gestolpert: „Vor dem fünften Lebensmonat sollte aber auf keinen Fall etwas anderes als Muttermilch oder Prenahrung angeboten werden.“
Warum nicht? Das suggeriert ja, dass es schädlich wäre seinem Kind vorher mal was zu probieren zu geben. Ich hatte gelesen, dass die Darmreife deutlich früher einsetzt, also kann es daran nicht liegen. Was ist da der Hintergrund?

Antworten
Anja Constance Gaca 28. August 2020 - 11:32

Liebe Lore,

danke für Deinen Kommentar. Die Empfehlung frühestens ab der 17.SSW keine andere (festere) Nahrung als Muttermilch oder Pre-Nahrung zu geben, entspricht den aktuellen Empfehlungen der Fachgesellschaften. Diese basieren auf den aktuell vorliegenden Studien und Daten zum Thema. Es geht ja nicht nur um die Faktoren Verdauung (die aber zu dem Zeitpunkt auch noch nicht auf festere Nahrung ausgelegt ist), sondern auch um andere gesundheitliche Faktoren und auch um das Thema Allergieprävention. Zudem hat ein Baby in dem Alter auch noch nicht die motorischen Voraussetzungen, um mit festerer Kost umzugehen, da z.B. die notwendige Zungenbeweglichkeit sich auch erst nach und nach mit anderen motorischen Entwicklungsschritten zusammen entwickelt.
Hier kannst Du auch noch mal nachlesen, wie es zu dieser Empfehlung kommt:

https://studylibde.com/doc/6847359/säuglingsernährung-und-ernährung-der-stillenden-mutter

Liebe Grüße,

Anja

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Nicole Sobkowiak 8. April 2013 - 13:11

Danke,ihr sprecht mir aus der Seele

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christinabaris 7. April 2013 - 22:55

Schöne Zusammenfassung! 🙂

Danke für den Buchtipp – muss ich mir für den Sommer vormerken.

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