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Fragen an die Hebamme: Vegane Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit möglich?

von Anja

Die Gründe, weshalb Menschen sich für eine vegetarische oder vegane Ernährung entscheiden, sind vielfältig. Die Verbesserung der eigenen Gesundheit, Tierschutz, Umweltschutz, Nachhaltigkeit oder vielleicht auch eine Aversion gegen tierische Produkte sind mögliche Gründe.

Das Thema vegane Ernährung ist in den letzten Jahren immer präsenter geworden. Während es vor über 25 Jahren im Restaurant für mich oft noch so war, dass die Beilagen eines Fleischgerichtes das vegetarische Gericht darstellten, hat man mittlerweile zahlreiche Möglichkeit sich ausgewogen und lecker pflanzenbasiert zu ernähren – auch unterwegs. Die vegane, also rein pflanzliche Ernährung, wird in der Regel toleriert oder sogar befürwortet – auch von Nichtveganern. Es ist längst keine „verrückte Essgewohnheit“ mehr. Und mehr Menschen zeigen zumindest positives Interesse daran, wenn man sich vegan ernährt.

Wenn Veganerinnen allerdings schwanger werden oder ein Baby stillen, werden die kritischen Stimmen jedoch ganz schnell lauter. Die Hauptsorge ist, dass dem ungeborenen Kind oder dem gestillten Baby ein Nährstoffmangel drohe, wenn die Mutter keine tierischen Produkte zu sich nehmen würde.

Nährstoffmangel kann in jeder Ernährungsform auftreten

Und ja, es stimmt, dass es zu einem Nährstoffmangel mit negativen Auswirkungen auf das Kind kommen kann. Das gilt aber für alle Ernährungsformen. Völlig unabhängig von dieser kann eine einseitige Ernährung zu Mangelzuständen führen. Gerade in der Schwangerschaft ist der Bedarf an bestimmten Nährstoffen erhöht. Diese Nährstoffe sind aber sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln zu finden.

Eine Ausnahme stellt das Vitamin B12 da. Während Allesesser oder Vegetarier Vitamin B12 ausreichend über Fleisch, Milchprodukte und Eier aufnehmen, ist es in rein pflanzlichen Lebensmitteln nicht ausreichend vorhanden. Die Bioverfügbarkeit (etwa in Nori-Algen) ist nicht ausreichend belegt. Daher muss Vitamin B12 ergänzend zugeführt werden. Ein B12-Mangel kann unabhängig von der Ernährungsweise auftreten, zum Beispiel, wenn es nicht ausreichend resorbiert wird. Das kann zum Beispiel bei entzündlichen Darmerkrankungen oder Entzündungen der Magenschleimhaut der Fall sein. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente kann die Aufnahme von Vitamin B12 hemmen. Veganer wissen in der Regel um die Notwendigkeit der Vitamin B12-Ergänzung.

Auch die ergänzende Einnahme von DHA (Omega 3-Fettsäuren) ist für vegane Schwangere und Stillende empfehlenswert. Es gibt mit DHA angereicherte Öle oder rein pflanzliche Supplemente auf Algenbasis. Unabhängig von der Ernährungsform haben viele Menschen gerade in den Wintermonaten einen Vitamin D-Mangel, weil die Sonnenexposition in dieser Zeit zu gering ist. Um hier bedarfsgerecht zu ergänzen, sollte man gegebenenfalls den Blutwert überprüfen. Generell wird aber empfohlen, dass sich Schwangere täglich an der frischen Luft bewegen sollten. Dies kann die Vitamin D-Versorgung verbessern.

Blut in Bezug auf bestimmte Nährstoffe untersuchen

Das B-Vitamin Folat spielt eine wichtige Rolle bei der Neubildung und Teilung von Körperzellen. Frauen mit Kinderwunsch wird zusätzlich zu einer folatreichen Ernährung die täglich Einnahme eines Supplement mit 400 µg Folsäure empfohlen, um das Risiko von kindlichen Fehlbildungen des Nervensystems bzw. Neuralrohrdefekten zu senken.

Da es einige Wochen dauert, bis eine präventiv wirksame Folsäurekonzentration im Körper erreicht ist, muss bereits vor der Befruchtung mit der Supplementierung begonnen werden. Es wird empfohlen, die Einnahme mindestens zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels fortzusetzen. Veganerinnen essen meist generell recht folatreich, weil Folat vor allem in grünem Blattgemüse, Kohl, Hülsenfrüchten und Vollkorngetreide vorkommt.

Es kann durchaus sinnvoll sein, das Blut in Bezug auf bestimmte Nährstoffe einmal untersuchen zu lassen. Hier findet sich eine Übersicht, welche Untersuchungen wann sinnvoll sein können. Die Kosten für diese Blutuntersuchungen müssen meist selbst gezahlt werden. Bei einem Verdacht auf einen Nährstoffmangel werden sie teilweise von den Krankenkassen übernommen. Die mögliche Einnahme weiterer Nahrungsergänzungsmittel sollte immer individuell besprochen werden. Das gilt für jede schwangere oder stillende Frau.

Vegan lebende Schwangere fast immer besonders gut informiert

Auch der generellen Empfehlung bestimmter Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft wie etwa für die Einnahme von Jod sollte immer nur unter Berücksichtigung der individuellen Ernährungsgewohnheiten nachgekommen werden. Als Hebamme habe ich die vegan lebenden Schwangeren fast immer als besonders gut informiert erlebt. Und anders herum habe ich auch immer wieder ein sehr ungesundes und einseitiges Essverhalten bei Frauen mit einer anderen Ernährungsweise erlebt.

Ungesund essen kann man auf viele Arten und Weisen. Trotzdem sind die Vorbehalte der deutschen Fachgesellschaften dem Thema gegenüber noch immer groß. Hingegen spricht sich die US-amerikanische Gesellschaft der Diätassistenten und Ernährungswissenschaftler (Academy of Nutrition and Dietetics) dafür aus, dass eine sorgfältig geplante vegetarische oder vegane Ernährung in allen Lebensphasen möglich ist, inklusive Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglingsalter und Kindheit.

Informieren statt verunsichern

Es ist also gut möglich, sich auch in den Zeiten mit einem erhöhten Nährstoffbedarf rein pflanzlich zu ernähren. Gut informiert zu sein gerade in Bezug auf kritische Nährstoffe wie Vitamin B12, Eisen, Zink, langkettige Omega-3-Fettsäuren, Jod oder Vitamin B2 ist eine wichtige Voraussetzung. Auch wenn es den Punkt Ernährungsberatung im Mutterpass gibt, darf man nicht davon ausgehen, dass Ärzte und auch Hebammen sich überdurchschnittlich gut mit diesem Thema auskennen, gerade wenn es um vegane Ernährung geht.

Mittlerweile gibt es aber Ernährungsberater, die sich genau darauf spezialisiert haben. Und auch auf dem Buchmarkt gibt es mehr und mehr Literatur zu diesem Thema. Es ist zu hoffen, dass sich auch beim Fachpersonal das Wissen zu diesem Thema erweitert und schwangere Frauen gut informiert begleitet werden, anstatt sie unnötig zu verunsichern.

Interessante Literatur zum Thema:

Vegane Ernährung. Schwangerschaft, Stillzeit und Beikost: Mutter und Kind gut versorgt
von Edith Gätjen und Markus Keller
Eugen Ulmer Verlag, 189 Seiten
24,90 Euro

Vegan in anderen Umständen
von Carmen Hercegfi
GrünerSinn-Verlag, 288 Seiten
34,95 Euro

Informationen über vegane Ernährung in der Schwangerschaft:

Deutschlandistvegan | Vegane Familien | proveginternational (früher VEBU) | EatrightPro (Academy of Nutrition and Dietetics | „Vegan ist ungesund“ (YouTube)

Fortbildung zum Thema vegane Ernährung:

Vegan von Anfang an – geht das? | Bedarfsgerechte pflanzliche Ernährung

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8 Kommentare

Anja Constance Gaca 22. Februar 2018 - 11:43

Liebe Sophie,

vielen Dank noch mal fürs Nachsehen. Ja das mit diesen ganzen unterwanderten Selbsthilfegruppen oder Informationsseiten, die vermeintlich unabhängig daher kommen (z.B. das Kariesprogramm der Zuckerlobby) ist wirklich problematisch 🙁
Was hältst Du denn als Ärztin von den Empfehlungen des Netzwerk Junge Familie ?https://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/GesundeErnaehrung/SchwangerschaftBaby/_Texte/Netzwerk-Junge-Familie.html

Liebe Grüße, Anja

Antworten
Amanda 21. Februar 2018 - 22:54

Ich hätte da noch eine Frage, die meine Freundin und ich gerade heute nochmal erläutert haben und wir wissen beide nicht ob wir da unserem Bauchgefühl so folgen können. Wir sind beide schon seit dem Teenager- Alter Vegetarier und ernähren uns schon recht ausgewogen (Vollkornbrot/-Nudeln, Nüsse, Obst,Gemüse etc pp), manchmal auch ne Pizza oder Tofu-Würstchen. Unsere Kinder sind fast gleich alt (knapp 11 Monate) und wir haben beide bis jetzt kein bzw kaum Fleisch gefüttert. Ist das denn wirklich so schlimm wie die Kinderärzte behaupten (lt.meiner soll ich Brei (Gläschen) mit Fleisch füttern, was in das BLW-Konzept nicht so richtig passen will) und auch nicht etwas überholt wenn man zusätzlich noch stillt (und wenn wir schon dabei sind-warum soll mein Eisen-Depot plötzlich nach 6 Monaten leer sein wenn ich kontinuierlich Eisen zu mir nehme?)

Antworten
Anja Constance Gaca 22. Februar 2018 - 15:36

Liebe Amanda,

nein, gerade vegetarische Ernährung ist auch von Expertenseite gut möglich: https://www.gesund-ins-leben.de/inhalt/vegetarische-ernaehrung-29729.html
Diese „Eisenmangelnummer“ basiert immer noch auf Untersuchungen, die 2009 durch die Presse gingen und damals gerade von der Babynahrungsindustrie sehr ausgeschlachtet worden sind. Auch in Fortbildungen für Fachpersonal wurde immer wieder eindringlich vor dem vermeintlichen Eisenmangel gewarnt. Letztlich sind die Ergebnisse dieser (nicht unabhängigen) Studien nicht wirklich haltbar. Der Artikel hier beschreibt die Schwachstellen gut: https://www.welt.de/welt_print/wissen/article8613514/Stillkinder-brauchen-kein-Fleisch-aus-Glaeschen.html
Ihr könnt also Eure Kinder weiterhin entspannt ohne Fleisch ernähren. Es gibt zB auch eisenhaltigere Getreidesorten wie Hirse oder Amaranth. Zusammen mit Vitamin C- also zB Obst- wird dieses noch besser aufgenommen. Frage doch Deinen Kinderarzt mal, ob er Hinweise für einen Eisenmangel bei Deinem Kind sieht? In der Regel ist das nicht der Fall und es handelt sich nur um allgemeine „Empfehlungen“. Ärzte (und auch Hebammen, Krankenschwestern etc.) sind nicht zwingend zum Thema Ernährung gut ausgebildet. Viele (kostenlose) Fortbildungen werden von der Babynahrungsindustrie finanziert, die nun mal andere Interessen hat als das ein Kind vom gesunden und ausgewogenen Familientisch mit isst. Wie Sophie hier auch schon schreibt, ist es in dem Bereich oft schwierig wirklich unabhängige Informationen zu bekommen.

Liebe Grüße,

Anja

Antworten
Sophie Sturm 11. Februar 2018 - 17:52

Hallo Anja,
jetzt habe ich mich extra für diesen Beitrag registriert. Ich lese deine Beiträge sehr gerne, viele haben mir, als Mutter einer drei Monate alten Tochter, Sorgen und Unsicherheiten genommen. Diesmal ärgere ich mich aber ein bisschen.
Ich bin außer Mutter auch noch Allgemeinärztin und Vegetarierin seit meinem 13. Lebensjahr. In der Praxis habe ich täglich mit PatientInnen zu tun, die alle möglichen Werte aus dem Blut bestimmt haben wollen, weil oft von der Heilpraktikerin dazu geraten wurde. Oder eine vermeintlich wissenschaftliche Internetseite (oft mit versteckten finanziellen Interessen). Dafür gibt es meistens überhaupt keinen Grund. Total in Mode ist gerade Vitamin D, dessen Bestimmung du hier ja auch bewirbst. Es ist noch überhaupt nicht klar, ob die Grenzwerte überhaupt so sinnvoll sind und was ein Mangel ist. Momentan laufen noch einige Studie an gesunden Probanden, in diesem Jahr gibt es wohl die ersten Ergebnisse. Bisher gibt es aber aus diesen Studien schon starke Hinweise, dass eine Supplementierung mit Vitamin D keinerlei Vorteile, vielleicht sogar eher Nachteile bringt.
Auch die Bestimmung von Homocystein, Zink, Vitamin B2, Selen und DHA, was auf deiner verlinkten Seite empfohlen wird, ist totaler Nonsens. Wenn ich versuche das den PatientInnen zu erklären, wird mir oft vorgeworfen ich wolle dafür kein Geld ausgeben. Die Bestimmung von Laborwerten kostet mich nichts! Im Gegensatz dazu verdienen aber die Heilpraktiker oft an dem Verkauf der Nahrungsergänzungsmittel. Ich möchte die PatientInnen davor bewahren sich auf unnötig bestimmte Laborwerte zu fixieren, die dann wahrscheinlich auch noch gerade so nicht im Normbereich sind (oft gibt es nichtmal wissenschaft. anerkannte Normwerte), anstatt sich darauf zu konzentrieren sich gesund zu ernähren, sorgsam mit sich umzugehen und Vertrauen in den eigenen Körper zu entwickeln.
Der Quintessenz deines Beitrags stimme ich aber voll zu. Oft sind es die Veganerinnen und Vegetarierinnen, die sich viel gesünder ernähren und informierter sind als die „Allesesser“. Und klar, ist die Einnahme von Vitamin B12 au jeden Fall notwendig, DHA ist auch unter Umständen sinnvoll und die Bestimmung von Ferritin kann man auch mal machen. Das muss aber auch auf keinen Fall regelmäßig sein, beispielsweise hatte ich als Vegetarierin noch nie einen Eisenmangel.
Das musste ich eben loswerden. Sonst mag ich euch sehr! 🙂
Viele Grüße,
Sophie

Antworten
Anja 12. Februar 2018 - 10:48

Liebe Sophie,

vielen Dank für Deine Gedanken zu diesem Text. Das mit den Blutwerten habe ich nur der Vollständigkeit halber mit aufgeführt, da es in Einzelällen ja durchaus sinnvoll sein kann, diese zu überprüfen. Und wenn nur dazu, um den „Anfeindungen“ zu entgehen, denen manche Frauen leider immer noch in diesem Kontext ausgesetzt sind 🙁
Beim Punkt Vitamin D gebe ich Dir Recht, dass das jetzt ziemlich gehypt wird. Allerdings gibt es bei Schwangeren gerade in den Wintermonaten doch häufiger Mängel, siehe dazu auch diese Untersuchungen: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16399151
oder https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21756132
Ich habe noch mal ergänzt, dass Bewegung an der frischen Luft deshalb zu allen Jahreszeiten wichtig ist.
Zu den Blutuntersuchungen- der Link/ Beitrag auf der Seite des (ehemaligen) VEBU ist von einer Ökotrophologin. Hast Du vielleicht da einen geeigneteren Link? Dann würde ich den gerne ersetzen.

Liebe Grüße,

Anja

Antworten
Sophie 12. Februar 2018 - 11:34

Liebe Anja,
es ist die Frage wie der Vitamin-D-Mangel definiert wird. Siehe hierzu auch: https://www.arznei-telegramm.de/html/htmlcontainer.php3?produktid=084_01&artikel=1210084_01k
Das Arzneitelegramm ist frei von jeglichen Pharma-Interessen, sehr zu empfehlen!
Außerdem ergänzend zu deinen verlinkten Studien, eine Studie von 2017, die keine Korrelation zwischen dem mütterlichen Vitamin-D-Spiegel und hier dem kindlichen Geburtsgewicht zeigt. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28468694 Auch in deinen angeführten Studien ist die Rede von „contradictory outcomes“ und davon, dass mehr Studien, insbesondere RCT (randomised Controller trials) notwendig sind. Im Grunde haben die nichts Substantielles herausgefunden.
Liebe Grüße,
Sophie

Antworten
Anja 12. Februar 2018 - 14:04

Liebe Sophie,

vielen Dank für Deinen Link und Deine Ausführungen. Die beiden von mir verlinkten Studien sind aus den Quellen, auf denen die Empfehlungen des Netzwerk Gesund ins Leben des BZfE u.a. resultieren: https://www.gesund-ins-leben.de/inhalt/gremien-29454.html
Wobei ich auch nicht all deren Ansichten teile, z.B. in Bezug auf die vegane Ernährung…
Bist Du denn komplett gegen die Überprüfung des Vitamin D-Wertes? Ich hatte selbst vor Jahren einen starken Mangel (mit Symptomen) und fand die Blutwerte zur Kontrolle ganz hilfreich. Diese Eigenerfahrung ist natürlich keine Grundlage für etwaige Empfehlungen.
Welche Untersuchungen in Bezug auf Nährstoffe würdest Du für sinnvoll halten, wenn Schwangere oder ihre Ärzte/Hebammen sich Sorgen machen? Generell ist mein Eindruck eher, dass die Schwangeren oft mit zu vielen nicht gezielt verabreichten NEM überschwemmt werden.

Liebe Grüße,

Anja

Antworten
Sophie 19. Februar 2018 - 16:37

Liebe Anja,
ich würde den Vitamin-D-Spiegel wenn dann nur bei Risikopersonen (Pflegeheimpatienten, Menschen mit Darmerkrankungen z.B. ) überprüfen. Aber da immer noch nicht wirklich sicher ist ab wann ein Mangel besteht, kann man auch da eigentlich gleich substituieren und nicht den Spiegel überprüfen. Ich wollte eigentlich noch gerne einen Artikel von „Brennpunkt Arznei“ verlinken, die Ausgabe 4/17 scheint aber online noch nicht freigegeben zu sein. Hier ist sonst der Link dazu, ist wahrscheinlich in ein paar Monaten auf dieser Seite zu finden: http://www.kvhh.net/kvhh/pages/index/p/543
Ich würde bei schwangeren Vegetarierinnen Ferritin bestimmen und bei vegan lebenden Schwangeren zusätzlich Holotranscobalamin. Sonst nichts. Und natürlich nochmal darauf hinweisen, dass eine ausgewogene Ernährung wichtig ist. Wie bei den Fleischessern auch.
Leider habe ich keine seriöse zitterfähige Quelle dazu gefunden. Ich habe auch nochmal bei Kolleginnen und Kollegen rumgefragt. Da ist dies auch Konsens, aber keiner konnte eine Quelle liefern. Vielleicht stoße ich nochmal auf was, dann poste ich das hier. Ärgerlich, denn anders als beim Vitamin D, wirkt meine Empfehlung dann auch wie eine unbelegte Einzelmeinung, das ist mir bewusst 🙂
Bei den ganzen Gesundheitsthemen, die im Netz zu finden sind, sind die wenigsten leider nicht Interessengesteuert. Selbst bei Selbsthilfegruppen stecken oft Pharmafirmen dahinter, was dann nur versteckt im Impressum herauszufinden ist. Oder wenn auf Aussagen von Experten verwiesen wird, sind das oft „Mietmäuler“, die für viel Geld (versteckte) Werbung in den Mund gelegt bekommen. Sogar die Leitlinien, nach denen sich die Mediziner richten sollen, sind davor nicht sicher (Ausnahme ist tatsächlich und zum Glück die DEGAM).
Es ist fürchterlich…
LG,
Jana

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