CTG-schreiben-geburt

Fragen an die Hebamme: Wann ist ein CTG sinnvoll?

von Anja

Die Abkürzung CTG bedeutet Cardio-Toko-Graph. Dieses Gerät zeichnet mittels Ultraschalltechnik die Herztöne des Kindes auf. Parallel dazu wird die Wehentätigkeit durch einen Druckmesser auf dem schwangeren Bauch gemessen und dokumentiert. Die so entstehende Herzton-Wehen-Kurve wird auf Thermopapierstreifen aufgezeichnet. Manchmal lassen sich zusätzliche Parameter wie Puls oder Blutdruck der Mutter oder die Kindsbewegungen mit diesem Gerät anzeigen. Diese Kurven werden dann von den Geburtshelfern ausgewertet. Sie geben mal mehr, mal weniger genau Auskunft darüber, wie es dem Kind im Bauch geht.

Die Qualität und Dauer der Aufzeichnung sind ebenso entscheidend wie letztendlich die korrekte Interpretation durch Hebamme und Arzt. Hier kommt es nicht selten zu „falsch-positiven“ Ergebnissen. Und die haben eventuell unnötige und zum Teil invasive Maßnahmen zur Folge. Trotz einheitlich festgelegter Beurteilungskriterien wird ein und dasselbe CTG von unterschiedlichen Geburtshelfern betrachtet sehr wahrscheinlich zu verschiedenen Interpretationen führen. Diese weichen manchmal sogar erheblich voneinander ab.

CTG als Geburtsbegleiter

Auch wenn das CTG bisweilen im Klinikkreißsaal das fehlende Personal „ersetzt“, ist es natürlich immer noch sehr wichtig, dass die Geburtshelfer das Gesamtgeschehen beurteilen. Dies garantiert, dass weder zu früh noch zu spät gehandelt wird. In der außerklinischen Geburtshilfe wird bei einem normalen Geburtsverlauf in der Regel kein CTG geschrieben. Stattdessen werden die Herztöne in regelmäßigen Abständen durch das Abhören entweder mit dem klassischen Hörrohr, meist aber mit dem Doptone überprüft. Dieses kleine Gerät macht die Herzfrequenz des Babys laut hörbar. Zudem zeigt es sie auch auf dem Display an.

Da auch hier die empfohlene Häufigkeit des Abhörens mit voranschreitender Geburt zunimmt, ist diese Methode nur mit einer kontinuierlichen 1:1-Betreuung der Gebärenden durch die Hebamme möglich. Bei Geburtshaus- und Hausgeburten ist dies immer der Fall. Im Klinikalltag dagegen betreut eine Hebamme nicht selten mehrere Frauen gleichzeitig unter der Geburt. Sie muss zudem den Kreißsaal vielleicht noch häufig zwischendurch verlassen, um etwa Frauen in der Schwangerenambulanz mitzubetreuen.

Deshalb ist es in der Regel in den Kliniken üblich, dass anfangs CTG-Kontrollen von mindestens 30 Minuten in zuerst größeren Abständen geschrieben werden. Bei fortgeschrittener Geburt ist in den meisten Krankenhäusern dann die Dauer-CTG-Überwachung üblich. Je nach Gerät kann dieser Umstand die Bewegungsfähigkeit von Frauen unter der Geburt einschränken. Das Dauer-CTG sorgt bei guter Ableitung für eine lückenlose Dokumentation der kindlichen Herztöne. Das ist in Zeiten von Bedeutung, in denen Geburtshelfer bei pathologischen Verläufen zunehmend rechtliche Schritte fürchten.

„Wer viel misst, misst viel Mist“

Das Hören der Herztöne mit Doptone oder Hörrohr erfordert viel mehr Anwesenheit und Dokumentation durch die betreuende Hebamme. Nicht selten wird also das rhythmisch pochende CTG-Gerät unfreiwillig zum Geburtsbegleiter der Frau. Denn die eigentlich betreuende Hebamme muss zwischen den Kreißsäalen und der Schwangerenambulanz hin und her springen. Das ist aber nicht die Schuld des CTG-Gerätes, sondern die eines Gesundheitssystem, das die persönliche und kontinuierliche Geburtsbegleitung einer werdenden Mutter nicht für wichtig genug hält, um eine dafür entsprechende personelle Ausstattung zu finanzieren.

So in etwa erkläre ich werdenden Eltern im Geburtsvorbereitungskurs den Sinn und die Funktion des CTG. Doch allzuviel erklären muss man gar nicht. Fast alle schwangeren Kursteilnehmer hatten bereits eine CTG-Kontrolle in der Schwangerschaft. Die wenigen Frauen, die es noch nicht kennen, sind dann sogar in Sorge. Es könnte ja womöglich bei ihrem Baby etwas „übersehen“ werden ohne CTG. Wie ist das nun also genau mit dem CTG in der Schwangerschaft? Sinnvoll oder nicht, frei nach dem Motto: „Wer viel misst, misst viel Mist“?

Ein Blick auf die Mutterschaftsrichtlinien zeigt (Anm.d.Red.: Die Leitlinie zur Anwendung des CTG ist derzeit abgelaufen. Artikel bezieht sich auf die Version 2013 DGGG), dass keine routinemäßige CTG-Kontrolle in einer normal verlaufenden Schwangerschaft vor dem errechneten Termin vorgesehen ist. Es gibt dort eine Indikationsliste, die beschreibt, in welchen Fällen diese Untersuchung überhaupt angezeigt ist. Trotzdem haben die meisten Schwangeren ab der 28. Schwangerschaftswoche, häufig sogar schon früher, ihren ersten Kontakt mit dem Herzton-Wehenschreiber. Übrigens ohne das eine vorzeitige Wehentätigkeit, eine drohende Frühgeburt oder ein anderer rechtfertigender Grund vorliegt.

Angst ist kein guter Schwangerschaftsbegleiter

So hat sich in den letzten Jahren eine Untersuchung zur Routinemaßnahme in der Schwangerschaft entwickelt, deren Nutzen in dieser Phase bisher völlig ungeklärt ist. Mit jeder Messung bestimmter Parameter ist aber auch immer auch eine Gefahr gegeben, dass falsch-positive Befunde weitere Konsequenzen und Eingriffe nach sich ziehen, die eigentlich gar nicht notwendig wären. Manchmal ist die Konsequenz auch „nur“, dass eine zweite Kontrolle am gleichen oder nächsten Tag angeordnet wird. Das lieget daran, weil die CTG-Ableitung vielleicht gerade auf eine Schlafphase des Kindes traf und damit verbunden eine Herztonkurve aufgezeichnet wurde, die nicht die volle Punktzahl erhält.

Auch wenn es sich scheinbar nicht „schlimm“ anhört, wenn einfach nur noch mal kontrolliert werden muss – so macht genau das etwas mit der Schwangeren. Es erzeugt doch erheblich Sorge, wenn auch nur ansatzweise geäußert wird, dass es dem Baby nicht gut gehen könnte. Oft macht das sogar richtig Angst. Und Angst ist kein guter Schwangerschaftsbegleiter. Deshalb sollten Ärzte und auch Hebammen immer reflektieren, welche Untersuchungen zu welchem Zeitpunkt wirklich sinnvoll sind. Die Mutterschaftsrichtlinien sind da eine gute Leitlinie.

Doch genauso wie viele Schwangere mehr als die drei dort vorgesehenen Ultraschall-Screenings erhalten, wird die CTG-Überwachung routinemäßig vorgenommen. Mehr Untersuchungen sorgen aber häufig nicht für mehr Sicherheit, sondern sogar für eine größere Unsicherheit bei den Eltern. Deshalb kann ich an dieser Stelle nur empfehlen, immer gut nachzufragen, was wann und vor allem warum untersucht werden soll. Und auch, was die eventuellen Konsequenzen sind. Nur so können Eltern zu einer informierten und selbstbestimmten guten Entscheidung kommen, über das, was sie brauchen oder eben auch nicht.

Passend zum Thema

32 Kommentare

Vorfreude statt Vorsorge - Schwangerschaft ohne Frauenarzt 15. August 2019 - 13:09

[…] Ähnlich verhält es mit dem CTG, das heutzutage fast jeder Schwangeren routinemäßig angelegt wird, obwohl der wirkliche Nutzen davon völlig ungeklärt ist. (Weiterführend dazu der Artikel von Hebamme Anja auf ihrem Blog Von guten Eltern.) […]

Antworten
Viktoria 24. November 2018 - 18:50

Ich habe jetzt den Artikel und alle Kommentare gelesen und langsam kommt in mir die Wut hoch. Bei meiner Gyn ist ein CTG ab der 30. Woche alle zwei Wochen standardmäßig. Ich habe das nie hinterfragt und bin nicht auf die Idee gekommen, darauf zu verzichten. Jetzt werde ich mir das gut überlegen. Ich hasse das Ding seit meiner ersten Geburt. Bei der zweiten war es auch nicht besser. Ich fühlte mich jedes Mal wie ein Hund an der Kette. Eins ist mir klar: Ich will das bei meiner dritten Geburt auf keinen Fall! Eine außerklinische Geburt ist in unserem Ort leider nicht möglich. Kann ich mich überhaupt gegen ein Dauer-CTG in der Geburtsklinik wehren? Ich bin jetzt schon richtig frustriert. Das CTG war immer das Schlimmste während der Geburt.

Antworten
Anja 26. November 2018 - 11:37

Liebe Viktoria,

jede Klinik hat natürlich noch mal ihre eigenen Leitlinien, nach denen dort gearbeitet wird. In Zeiten, wo immer weniger Personal da ist, übernimmt das Dauer-CTG „ein bisschen die Rolle der Hebamme“, weshalb es in vielen Geburtskliniken ab einer bestimmten Phase der Geburt Standard ist. Hintergrund ist hier eher die lückenlose Dokumentation als dass es für dieses Vorgehen eine wirkliche Evidenz gibt. Die CTG-Aufzeichnungen selbst sind auch recht störanfällig (zB werden die HT der Mutter statt der des Kindes aufgezeichnet), was zu Fehlinterpretationen und nicht notwendigen Interventionen führen kann. Es braucht also immer auch genug Personal, die auf die korrekte Anwendung achten können.
Hier findest Du die Leitlinien, an denen sich die meisten Kliniken in D orientieren:
https://www.dggg.de/fileadmin/documents/leitlinien/archiviert/federfuehrend/015036_Anwendung_von_CTG_waehrend_Schwangerschaft_und_Geburt/015036_2012.pdf
Diese weichen aber auch teilweise von den internationalen Empfehlungen vieler anderer Länder ab (England, Skandinavien…). Das Problem ist sicherlich die meist hier nicht verlässlich machbare 1:1- Betreuung.
Sprich auf jeden Fall mit der Klinik Deine Vorstellungen ab, so dass man vielleicht gemeinsam einen passenden Weg finden kann. Die Verwendung eines „kabellosen CTG“ erweitert schon mal ein bisschen den Bewegungsradius.

Alles Gute für Dich und herzliche Grüße,

Anja

Antworten
Katharina 12. Oktober 2018 - 13:37

Danke für deinen Artikel! Ich war gestern am ET zum CTG und habe bereits 2 Kinder. Die Hebamme hat meine Bedenken/Ängste einfach abgetan – ich hatte den Eindruck, am liebsten wären ihr Erstgebärende, die sie noch „formen“ kann. Dann hat sie einfach auf ihren PC gestarrt und auf meine Frage, ob das eine Übungswehe sein hat können, hat sie auf den PC geschaut und gemeint „Nein, sicher nicht“. Dann hab ich sie gefragt, warum mir dann trotz Seitenlage schlecht wird, heiß und unruhig. Das hat sie irgendwie abgetan. Dann hat sie mir den nächsten Termin im Mutterkindpass vermerkt und mir diesen ausgehändigt, obwohl ich ihr gesagt habe, dass meine zweite Tochter an dem Tag Geburtstag hat und ich eh in Hebammenkontrolle bin. Darauf hat sie gemeint „aber es geht ja um Sicherheit ihres Babys“. Dann hab ich resigniert und bin grußlos geflüchtet. Ich war so sauer. Und mein gutes Gefühl für die Geburt war weg. Zum Glück hab ich eine tolle Hausgeburtshebamme als Freundin und bin auf dieses Massenabfertigungsspital nicht wirklich angewiesen. Habe jetzt erfahren, dass Personalmangel aufgrund eines Umbaus und einer Zusammenlegung zweier Spitäler herrscht. Trotzdem finde ich es furchtbar, wie mit den Schwangeren dort umgegangen wird – vor allem, weil meine vorherigen Geburten dort gut waren. (Vor 5 und 3 Jahren) mittlerweile habe ich das Gefühl, wollen sich alle nur mehr absichern, wie es der Mutter dabei geht ist völlig nebensächlich.

Antworten
lilo 14. Juli 2017 - 14:56

CTG habe ich erst ab der 37. SSW gehabt und fanden ich ehrlich gesagt voll okay.
was die restlichen Untersuchungen angeht fande icc das ehrlich viel zu wenig gemacht wurde selbst als ich wegen einer Darmgrippe 2 kg abgenommen habe und das obwohl eine Kollegin vorbei kam und mir Infusionen gab hat mein Gyn es nicht als nötig empfunden einen Blutbefund oder ein Ultraschall zu machen

Die gesamte Schwagerschaft hindurch Übelkeit und Erbrechen und enorme Müdigkeit und keine einziges Mal nqchkontrolliert ob die Eisentabletten anschlagen oder die Werte passen wenn man jeden Tag erbricht.
ich bin absolut kein Hypochonder aber bei mir hätte ich aus ärztlicher Sicht schon ein paar mal genauer hingesehen

Antworten
Verena 26. März 2021 - 15:25

Danke für dein teilen!
Ich berichte auch mal kurz.
Ich bin jetzt das zweite mal schwanger und habe bei der ersten auch gedacht, das viel zu viel kontrolliert, geschallt und gepinkelt wird. Für eine weitere Schwangerschaft wollte uch sowas nicht. Am liebsten ganz draif verzichten. Andere Mütter würde sagen „wie kann man soo verantwortubgslos sein“? Naja, leider bin uch anfang wieder den gewohnten Weg gegangen und jeden Monat zum FA und auch jeden Monat Ultraschall….. warum???? habe ich gefragt, naja es ist ja nicht schädlich für das Kind, sagte sie.
Ich sehe das anders… immer hält er sich die Hände vor das Gesicht, meine Tochter damals auch. Die finden das süß… ich finde das nur traurig.
Da diese FA diese bestimmten Aus/Vorbildung absolviert hat und Organscreenings und Ferndiagnose machen darf, wollte Sie sie mir natürlich auch mit aller Kraft andrehen. Als ich ihr sagte das ich keine von den zusatz Untersuchungen machen möchte. Wurde sie sehr ekelig und erzähkte mir vom tot meines Kindes wenn ich dies und das nicht kontrollieren würde. Völlig fassungslos, sauer und natürlich nicht in sorge, das was mit meinem Baby nicht stimmen könnte ging ich Heim. Beim nächsten mal sagte sie, “ und, haben sie es sich noch mal überlegt?“ Ich sagte ihr nur, solange nichts weiter auffälig ist möchte ich keine von diesen Leistungen in Anspruch nehmen. Da schreibt die doch kackenfrech in mein Mutterpass rein, dass das Organscreening erwünscht sei, was ich überhaupt nicht gesehen habe. in ca 19/20 ssw beim großen Ultraschall, dauert und dauert das, ich denk, so lange war der Ultraschall doch beim meinem ersten kind nicht und der Schallkopf wirde immer heißer. Nach 40 min. wars dann vorbei und ich wieder stinksauer.
Ach ja da erzählte sie mir bich was von nem white spot im Herzen, das qürden sich die Geister streiten aber da wollen wir noch mal geziehlter nachschauen. Aaalso genau das was ich die ganze zeit penetrant abgelehnt hatte und sie mir die ganze zeit aufschwatzen wollte die feindiagnostig, sollte jetzt doch gemacht werden. Ich dem erst erst mal zugestimmt, hatte ja kein plan was das ist. Allerdings direkt gegoogelt als ich aus dem Laden raus bin. Da wäre ich fast explodiert. Ich war soooooo sauer und bin es noch. Den Termin habe sofort abgesagt und jeden weiteren auch. Da rufen die mich nen Tag vor dem Ferndiagnosetermin noch an, ob der stehen würde…. Ahhhhhh!!!!! wie kann man so frech sein. Seit dem gehe ich zu garkeinem Arzt mehr. und hätte es genauso wie ich es von Anfang an geplant hatte auch machen sollen. Sollte uch noch mal schwanger werden, dann bleib ich schöööön zuhause 😉
in dem Sinne, lasst euch nicht verrückt machen.

Antworten
Annegret 18. Juni 2017 - 11:13

Vielen Dank für die vielen lehrreichen Artikel. Das Thema häufige Untersuchungen oder die kindliche Beeinträchtigung durch selbige beschäftigt mich gerade auch sehr. In SSW 11 hatte ich bereits 4 Ultraschalls, jedoch kam es in SSW 8 auch zu Blutungen und mir wurde eine sehr tief liegende Plazenta diagnostiziert. Um diese zu überwachen sind nun regelmäßig weitere Ultraschalle angedacht. In diesem Fall ist doch der häufige Einsatz des Ultraschalls gerechtfertigt, um gegebenfalls endlich Entwarnung geben zu dürfen? Denn der Verzicht auf jede körperliche Anstrengung ist ebenfalls sehr anstrengend.

Antworten
Pamela 14. Juli 2017 - 14:31

Ich hatte in der 1. Schwangerschaft 5x eine Ultraschalluntersuchung. 3 Screenings, 1x weil ich unbedingt das Geschlecht wissen wollte und 1x in der 37. Woche, weil ich eine tiefsitzende Vorderwandplazenta hatte. Also im Grunde genommen braucht es wirklich nur die 3 Screenings und Richtung Ende der Schwangerschaft vielleicht ein Kontroll US, um ganz sicher zu gehen…aber nicht von Beginn an. Sehe da keinen Nutzen drin.
Ich hatte eine ganz normale Schwangerschaft mit einer ganz normalen außerklinischen Geburt.

Antworten
Pamela 14. Juli 2017 - 14:32

Ach ja…und CTG hab ich nicht eines schreiben lassen. 🙂

Antworten
Petra 25. Februar 2017 - 14:54

Liebe Anja,

Auch wenn dieser Blogbeitrag von dir ja schon ein wenig älter ist, wollte ich dir trotzdem dafür danken. Ich hatte am Donnerstag einen Termin bei meiner Frauenärztin mit CTG und war danach doch ziemlich verunsichert (was total grundlos war, da sie das CTG zwar ein klein wenig skeptisch beäugt hat aber sonst alles andere gut war und es auch keine weiteren Untersuchungen wie Ultraschall und wasweißichsonstnoch gab… aber es war auch mein letzter Tag vorm Mutterschutz und irgendwie kam doch beruflicher Stress durch, sodass alles bäh war). Abends bin ich dann über den Blogbeitrag und die Kommentare hier gestolpert und endlich wurde wieder alles gut. Jetzt kann ich hoffentlich die letzten 6 Wochen vor Geburt wieder genießen und wenn es bei meinem nächsten Termin doch wieder ein wenig unsicherer wird, frag ich meine Frauenärztin genauer aus und lese dann auch noch mal deinen Beitrag vom 18. Februar 2016 über „Schwanger und guter Hoffnung sein dürfen“!

Viele Grüße,
Petra

Antworten
mira 28. November 2016 - 20:36

ich habe mich beim ersten hebammen-gespräch in der geburtsklinik (anmeldung bis zur 12. ssw) erkundigt, ob man bitte bei der geburt möglichst lange auf das CTG verzichten könnte… erstens hatte ich nach dem geburtsyoga-kurs angst vor jeglicher bewegungseinschränkung, zweitens kenne ich als MTA die „verlässlichkeit“ von geräten bzw. messwerten, die so routinemäßig mitlaufen. außerdem: ist es (zumindest gefühlt) nicht irgendwie so, dass mit häufigkeit des fiebermessens auch die erhöhte temperatur steigt?!
meinem wunsch konnte nicht entsprochen werden. die antwort der hebamme auf meine bitte war: „jetzt wissen sie, dass sie beim zweiten kind eine hausgeburt planen sollten. CTG ist hier standard, da kann man nichts machen.“
ja, es gibt krankenhausstandards und gründe, und wenn im fortgeschrittenen verlauf keine hebamme da sein kann, mag die überwachung und dokumentation sinnvoll sein.
mich hat das ding einfach wahnsinnig gestört – und ich weiß nicht, ob es ein schaden gewesen wär, es 12 stunden später anzuhängen.

Antworten
Schwanger und guter Hoffnung sein dürfen 18. Februar 2016 - 08:08

[…] Untersuchungen? Was macht es mit Schwangeren, wenn zum Teil bereits ab der 28. SSW regelmäßig ein CTG geschrieben wird, ohne dass es irgendeine Indikation dafür gäbe? Wie wäre es wohl, wenn man in […]

Antworten
Hebammen braucht man doch immer… 16. Juni 2015 - 07:11

[…] wird die wehende Frau an das CTG angeschlossen und die Hebamme kann endlich wieder zu ihrem Bildschirmarbeitsplatz zurückkehren. […]

Antworten
Lizzie 25. September 2014 - 12:27

Liebe Anja,
ich kann deinem Beitrag nur vollstens zustimmen.
Hätte meine Hebamme mich damals über die Konseqenzen eines CTG’s (was passiert wenn es nicht „optimal“ ist) genau aufgegklärt, ich hätte niemals zugestimmt…

Ich war 10 Tage über ET und meine Hebamme fragte mich, ob wir ein CTG schreiben wollen. Da ich die ganze Schwangerschaft noch keines hatte, sagte ich (aus purer Neugier) „ja“. Das war der Anfang meiner Interventionsspirale.
Das CTG war nicht lehrbuchmäßig und ich sollte daher zur Kontrolle ins KH fahren. Ich dachte, ich lass dort einfach nur ein CTG schreiben und geh dann wieder. Falsch gedacht! So weit über ET lässt einen kein KH freiwillig wieder nach Hause gehen! Es wurde so lange auf mich eingeredet, bis ich schließlich einer Einleitung zustimmte. Das Ende vom Lied waren nach zweimaliger Prostaglandin-Gabe, vielen Stunden Wehen und nahezu kompletter Öffnung des Muttermunds ein Kaiserschnitt (HT waren plötzlich zu niedrig). Der Kaiserschnitt war aus meiner Sicht unnötig, Kind hatte auch super Apgar-Werte und pH-Wert der Nabelschnur war auch i.O. obwohl die Indikation des KH eine Azidose war.

Es wäre höchstwahrscheinlich ganz anders gekommen, wenn ich dieses erste CTG nicht hätte schreiben lassen.

Beim nächsten Mal bin ich schlauer.
Aber ich finde es liegt definitiv in der Verantwortung der Hebamme, über solche (möglichen) Folgen aufzuklären!

Antworten
Anja 25. September 2014 - 12:43

Liebe Lizzi,

das tut mir sehr leid zu hören, dass Du in die „Einleitungsmühle“ gekommen bist und eine Geburt erlebt hast, die somit sicher so gar nicht Deinen Wünschen entsprach:( Allerdings ist das Überschreiten des Geburtstermines schon eine Indikation für ein CTG und allein aus rechtlichen Gründen, muss und sollte es Dir Deine Hebamme zu dem Zeitpunkt anbieten. Auch die Kontrolle war sicher noch gerechtfertigt, aber das Vorgehen danach ist von Klinik zu Klinik sehr verschieden. Eine betreute Freundin hatte einen ganz ähnlichen Verlauf: ET weit überschritten, auffälliges CTG im Geburtshaus, Kontrolle da, dann Kontrolle in der Klinik, die gleich einen Kaiserschnitte machen wollten. Sie hat sich selbst entlassen und ist in eine andere Klinik gegangen, die ihr unter guter Beobachtung entsprechend mehr Zeit gaben. Das CTG blieb auffällig und es lief am Ende auf einen Kaiserschnitt hinaus. Dieser wurde aber in Ruhe und Absprache mit ihr durchgeführt, was zu einem trotzdem guten Geburtserlebnis führte. Dem Baby ging es auch sehr gut nach der Geburt. Klinik 1 hätte den Notkaiserschnitt sofort gemacht. Das ist leider immer wieder das Problem mit dem Interpretieren von CTGs… Aber wichtig ist, wie Du schreibt, dass Eltern gut aufgeklärt sind, damit sie auch sinnvoll mitentscheiden können!! Liebe Grüße, Anja

Antworten
Rosalie 25. September 2014 - 11:55

Was hier gar nicht angesprochen wurde, aber doch dazu gehört: unnötige medizinische Maßnahmen, die durchgeführt werden belasten nicht nur die Frauen, sondern auch die Krankenkassen. All das viele Geld kommt von allen Beitragszahlern. Und diese vermeidbaren Kosten gehen auf Kosten des Solidaritätsprinzips!
Das gilt auch für unnötige chirurgische Eingriffe und sonstige überflüssige Vorsorge. Mal ehrlich, mir wäre liebe, ich verzichte auf einen US, nur weil er von der KK bezahlt würde und dafür soll meine KK lieber etwas mehr von den Kosten für den späteren Kieferorthopäden der Kinder übernehmen. Da hätte ich jetzt mehr von. Oder an meiner Brille. Aber dann zahl ich meine Kurzsichtigkeit nach den Schwangerschaften halt selber und ne andere werdende Mami bekommt dafür nochmal Babyfernsehn. Ich finde, die übermäßige Belastung der KK ist schon ein Argument mal auszusortieren und ins Verhältnis zu setzen, was medizinisch angebracht ist und was nur ein ineffizientes teures Gesundheitssystem am laufen hält.
Von den medizinisch fragwürdigen Vorsorgeuntersuchungen könnte die Kasse auch den Hebammen ein vernünftiges Gehalt zahlen – nur mal so am Rande… Würden die Schwangeren wirklich nicht hochtechnisierte ständige Kontrollen beim Arzt gegen eine vorhandene Hebammenbetreuung eintauschen?

Antworten
VON GUTEN ELTERN 25. September 2014 - 12:16

Liebe Rosalie,

da hast Du völlig Recht- das kommt noch erschwerend hinzu. Als Hebammen bekommen wir ganze 7,22 Euro brutto pro CTG, was mindestens eine halbe Stunde dauert. Da ich es nur bei tatsächlicher Indikation einsetze, habe ich das teure Gerät bis heute nicht finanziert. Der Frauenarzt bekommt immerhin schon 11,66 Euro dafür (Warum auch immer?! Aber Ärzte bekommen auch für Hausbesuche mehr Kilometergeld, weil die Hebammenautos ja scheinbar mit Himbeerblättertee und nicht mit Benzin fahren… aber das ist ein anderes Thema). Man muss also, genau wie bei extrem teuren Ultraschallgeräte, diese häufig nutzen, damit Anschaffungskosten und Wartung sich rentieren. Aber in Krankenhäusern ist diese ganze „Überfürsorge“ ja noch schlimmer. Da wird nicht nach Schweregrad der Erkrankung stationär aufgenommen, sondern danach, wie voll oder leer es momentan ist und ob man stationäre Patienten gerade „braucht“. Gesundheit lohnt sich nicht 🙁 Liebe Grüße, Anja

Antworten
Saskia 24. September 2014 - 15:01

… also ich habe die CTG-Termine immer sehr genossen, habe bequem gebettet meinem noch ungeborenen Kindern gelauscht, bewusst eine meditative Auszeit genommen im hektischen Alltag, Ich konnte entspannen und meine Vorfreude wurde gestärkt – und ich weiß, dass es sehr vielen Frauen so geht.

Antworten
Anja 24. September 2014 - 22:09

Liebe Saskia,

wenn alles gut und immer entsprechend ist, finden das manche Mütter tatsächlich genauso nett wie das „Babyfernsehen“ (also die häufigeren, zum Teil dazu gekauften Ultraschalltermine). Der Stress beginnt dann, wenn das CTG nicht 100% ist oder einfach nur nicht vernünftig aufzeichnet. Das heisst alles überhaupt nicht, dass es dem Kind gleich schlecht geht, aber die Sorge ist da und wird stärker, je häufiger kontrolliert wird. Deshalb sollten Mütter immer vorab aufgeklärt werden über den tatsächlichen Sinn jeglicher Untersuchungen und auch möglicher Konsequenzen. Es gibt keine Untersuchung ohne irgendwelche Folgen, wenn Ergebnisse außerhalb der Norm liegen. Das müssen Mütter einfach wissen, genauso wie sie wissen sollten, was die Mutterschaftsrichtlinien (basierend auf den aktuellen Studien und Erkenntnissen zur Schwangerenvorsorge) beinhalten und was eben nicht. Nur so können sie eine informierte Entscheidung für oder gegen etwas treffen. Liebe Grüße, Anja

Antworten
Themama 22. September 2014 - 14:39

Während meiner ersten Schwangerschaft hatte ich kein einziges CTG. Bei meiner zweiten Schwangerschaft war ich aufgrund eines Umzugs bei einem anderen Frauenarzt und da ist es üblich ab der 37. Woche bei der Kontrolle ein CTG zu machen. Ich fand es aber auch da irgendwie sinnlos, hatte ich doch auch noch keinerlei Wehentätigkeit. Falls ich nochmal schwanger werden sollte, verzichte ich lieber da auch und höre auf meinen Bauch 🙂

Antworten
Judith 22. September 2014 - 13:30

Hallo!
Vielen Dank für diesen wunderbaren Text – er trifft lieder vieles im heutigen Gesundheitssystem und vor allem bei der Versorgung der schwangeren Frauen auf den Punkt. Und gibt es dann einmal Gynäkologen, die nicht ständig US und CTG machen, sind die Frauen verunsichert und verängstigt, dass etwas übersehen werden könnte.
Schade! Es sollte versucht werden, des Frauen viel mehr Vertrauen in ihr Körpergefühl zu vermitteln!

Danke für diesen Guten Text!

Antworten
Peggy 22. September 2014 - 13:27

Oh ja, wieviel Wahres du schreibst! Es wird so mit den Ängsten der Mütter gespielt- ja alles mitzumachen, nix auszulassen, man wolle doch seinem Kind nicht „schaden“! Und auf was man sich da alles einlässt…

Bei uns hat ein „routinemäßiges“ auffälliges CTG einen Automatismus in Gang gesetzt, der zwei Wochen lang anhielt und bis kurz vor ET für eine Einleitung sorgte. Jeden Tag Krankenhaus, 12(!) verschiedene Ärzte- 14 Meinungen (von „alles im Normbereich“ bis- oh weh, ihr Kind ist zu klein- Schilddrüsenerkrankung? zu wenig Fruchtwasser…- war alles dabei).

Was das aber mit der Psyche der Mutter macht, die dadurch völlig verunsichert wird und ihren ureigenen Instinkten und Gefühlen nicht mehr traut- darauf schaut keiner.

Letztendlich war alles gut, die Einleitung schlug nach zwei Tagen an und das Kind hatte völlig normale Durchschnittswerte,,,

Gut zu wissen, dass ein CTG eben nicht zu den „normalen, routinemäßigen“ Vorsorgeuntersuchungen gehört! Für evtl. nächste Schwangerschaften behalte ich mir das auf jeden Fall im Hinterkopf- danke!

Liebe Grüße!

Antworten
Nina 22. September 2014 - 11:51

Vielen Dank für diesen tollen Text. Mich bewegt noch etwas in diesem Zusammenhang: Wie ist denn das CTG für das Baby? Bei meiner Tochter hatte ich den Eindruck, dass sie es unangenehm fand. Es wurde immer heftig gegen die Sensoren getreten. Ich habe dann auf weitere CTGs bis zur Geburt verzichtet…

Antworten
Anja 22. September 2014 - 12:10

Liebe Nina,

technisch handelt es sich um ein Ultraschallgerät, dass Bewegungen im Gewebe in elektrische und akustische Signale umwandelt, welche dann auf dem Thermopapierstreifen aufgezeichnet werden. Beim externen CTG sind die Ultraschallsonden auf dem Bauch der Mutter befestigt, beim internen CTG ist die Elektrode direkt am kindlichen Köpfchen (Kopfschwarte) festgemacht, was natürlich schon ein erheblicher invasiver Eingriff ist und deshalb nur unter der Geburt mit entsprechender Indikation und bei bereits gesprungener Fruchtblase gemacht wird. Für das äußerliche CTG sind zwar soweit keine „Gefahren“ für das Kind in der Literatur beschrieben, aber ich kenne es genau so, wie Du es erzählst. Gerade bei den Routine-CTGs in der Schwangerschaft reagieren die Babys häufig so. Gerade wenn das Kind noch Platz im Bauch hat, führt es oft dazu, das nicht gut aufgezeichnet werden kann und die Frauen deshalb zum Teil sehr lange am CTG verweilen „müssen“. Oft wird den Schwangeren auch keine angenehme Haltung während der Aufzeichnung ermöglicht, was sicherlich zusätzlich zum Unbehagen von Mutter und Kind führt. Bei manchen Kindern hat man wirklich das Gefühl, dass sie sich regelrecht dagegen wehren. Im Sinne vom Mama und Kind sollte deshalb immer gut abgewogen werden, was wirklich notwendig und sinnvoll ist und was eben nicht… Liebe Grüße, Anja

Antworten
Kurt 22. September 2014 - 11:48

Hallo, gibt es so einen ähnlichen Cardio-Apparaten für daheim auch, wenn das Kind bereits auf der Welt ist? Also quasi so ein Baby-EKG? Einfach zu bedienen für eine Mutter – ganz ohne Hilfe einer Krankenschwester oder eines Arztes? Möglichst mit Smartphone-Unterstützung, dass mir (z.B. per App) die Werte aufs Display übertragen werden? Ich bin nämlich geschäftlich sehr viel unterwegs und kann ganz einfach nicht immer meiner Rolle als Papa nachkommen. Vaterschaftsurlaub ist nicht drin. Deshalb ist meine Frau oft alleine mit unserer Kleinen daheim – und die hat nunmal von Geburt an eine erhebliche Kreislaufbeeinträchtigung, die Gefahr eines frühen Kindstods ist bei ihr gegeben. Deswegen wäre es schön, wenn wir nicht jedes Mal mit dem Kind zum Hospital dackeln müssten, sondern meine Gattin jederzeit zuhause die Messungen vornehmen und mir mittels übermittelter Werte bestätigen könnte, dass alles okay ist. Wäre für Hinweise dankbar.

Antworten
Anja 25. September 2014 - 12:35

Hallo Kurt,
Kinder die ein erhöhtes SIDS-Risiko (durch Krankheit, Frühgeburtlichkeit…) haben, bekommen vom Arzt in der Regel einen Heimmonitor problemlos verschrieben. Fragt da bitte noch mal nach. Viele Grüße, Anja

Antworten
Kurt 29. September 2014 - 11:00

Vielen lieben Dank für den Hinweis!

Antworten
Rosalie 22. September 2014 - 10:48

Das trifft es auf den Punkt!
Ich denke, weil man viel abrechnen kann – egal ob Klinik oder beim Gyn – wird den Frauen auch viel angedreht. Ich hab lange gebraucht, bis ich eine Gyn gefunden hab, bei der ich auch für zukünftige Schwangerschaften kommentarlos nur das Minimalprogramm fahren kann, wenn es uns gut geht. In der Klinik jedoch wollen sie meist alle 5 Minuten einen US machen und immerzu ein CTG. Und wenn man fragt wozu, dann antworten die tatsächlich: Das machen wir hier so. Ist mir schon öfter passiert. Als ob das eine medizinische Indikation wäre. Schlimm find ich das. Denn es nervt nur. Frau ist dann nämlich nicht mehr guter Hoffnung, sondern Patient, obwohl sie nicht krank ist. Frei nach dem Motto: Wir suchen so lange bis wir irgendwas finden…
Darum habe ich schon zu Beginn der ersten SS den ganzen Zirkus abgeblasen und mir überhaupt selbst Termine gemacht, wann ich zu einer Kontrolle gehen wollte. Falls ich Fragen habe oder etwas nicht stimmt, geh ich ja eh zum Arzt. Und dann hab ich darauf geachtet, dass wir nur meine Fragen besprechen und nicht allen möglichen Krimskrams anfangen. Lustig ist z.B. auch, dass mir bei 2 SS 3x die Blutgruppe getestet wurde. Als ich das erfuhr hab ich den Chef zur Sau gemacht, ob sie mich verarschen wollen. Den Frauen sollte viel mehr Mut gemacht werden, selbst zu bestimmen, welche Vorsorgemaßnahmen sie brauchen. Bei den etlichen Blutuntersuchungen musste ich jeweils eine Aufklärung erzwingen. Die sind gewohnt einem einfach Blut abzunehmen und dann alles mögliche zu testen, ohne vorher zu fragen, oder zu erklären wofür. Wenn jemand jede Woche BabyTV will, kein Problem. Aber wer seine Ruhe will, der soll nicht auch noch dumm angemacht werden…
Wahrscheinlich kann man die Angst der Schwangeren eben auch bei der KK abrechnen.

Antworten
Nicole 23. September 2014 - 22:30

Einige (oder sogar viele??) Krankenkassen übernehmen einen gewissen Betrag für Vorsorgeuntersuchungen und ich wurde regelrecht gezwungen einen Ultraschall zu machen, weil ich ja so viele machen könne und das Geld wiederbekäme. Ich wurde von 3 Schwestern in einem kleinen Raum beschwatzt und dann wurde ich laut. Am Ende kamen dann Sätze wie: „Sie wollen doch ihr Baby sehen!?“ und „Wir wollen Sie ja nicht zwingen!“. Leider hat man hier nicht so die Auswahl was Ärzte und Kliniken betrifft, sodass man sich sehr ausgeliefert fühlt.

Antworten
Mia 29. Oktober 2016 - 21:25

Tatsächlich kann ich den meisten Kommentaren wie auch dem obenstehenden nur zustimmen.
Man muss höllisch aufpassen nicht in die Mühlen der Überuntersuchungen/-vorsorgen zu geraten. Bei jeder Vorsorge ein vaginaler Ultraschall, zusätzlich zu den 3 Routine-Ultraschall am besten jedes Mal (wenn auch ohne wirkliche Indikation) noch Feindiagnostik, CTG ab 30 SSW und bei kleinen Abweichungen dann am besten wöchentlich. Von dem Bombardement an Nahrungsergänzungsmitteln mal ganz zu schweigen! Frei nach dem Motto wer suchet der findet, führt es früher oder später tatsächlich nur zu einem – Verunsicherung! Die konsequente Negierung, Vernachlässigung und Missachtung des weiblichen Körpergefühls tut ihr übriges das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten nochmals zu reduzieren …

Antworten
Katharina 22. September 2014 - 09:11

Die britische Association for the Improvement of Maternity Services (AIMS) hat einen Ultraschall-Dokumentationsbogen (CTG ist schließlich auch eine US-Technik…) entworfen, den ich sehr hilfreich finde. U.a. wird darin die medizinische Indikationen der Wartugsstand der Maschine erfragt – und da müsste man häufig tatsächlich „Keine“ hinschreiben bzw. das die Maschine leider schlecht gewartet und somit ungenau ist. Damit lässt sich so einiges entlarven….
Hier gibt’s das Dokument: http://www.aims.org.uk/Publications/ultrasoundRecord.pdf

Antworten
Anja 24. September 2014 - 22:13

Danke für den Hinweis, liebe Katharina. Gefällt mir:)

Antworten

Kommentieren